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17.08.2005 - 17:13

Schwerhörigkeit im Alter.

Halle (kobinet) "Schwerhörigkeit im Alter", zu diesem Thema führt der Deutsche Schwerhörigenbund auf einem Fachkongress in Halle am 30. September einen ganztägigen Workshop durch.

"Zum Älterwerden gehört bei vielen Menschen dazu, dass ihr Hörvermögen immer weiter abnimmt. Damit hat man sich abzufinden, das ist eine typische Alterserscheinung, mit der man sich zu arrangieren hat. So die weitläufige Meinung in unserer Gesellschaft. Das 'Bild vom Opa mit Hörgerät' ist normal. Er ist mit hochwertiger Technik ausgestattet und hört damit wieder wie früher, denken viele Menschen. Wenn er nicht alles mitbekommt, liegt es wohl daran, dass das Gedächtnis auch nicht mehr so gut funktioniert. Oft heißt es einfach nur: 'Was Opa hören will, das kriegt er ganz gut mit, aber wenn er nicht hören will, dann will er eben nicht'. Der Senior ist bockig und stur und will seine Angehörigen mit seinem Verhalten nur ärgern. Dabei wird vergessen, Schwerhörigkeit im Alter ist eine Behinderung, die viel Einfühlungsvermögen verlangt, damit der Senior nicht den Anschluss an die 'hörende Welt' verliert. Denn die Gefahr der Vereinsamung ist im Alter besonders groß. Wenn eine Schwerhörigkeit dazu kommt, kommt es zwangsläufig zu Missverständnissen. Der Senior fühlt sich nicht mehr ernst genommen und zieht sich noch weiter zurück, reagiert aggressiv oder depressiv", heißt es in der Ausschreibung für die Tagung.

In der Zeit vom 29. September bis 2. Oktober 2005 findet in Halle/Saale im Hotel Maritim am Riebeckplatz ein Fachkongress zum Thema Hören unter dem Motto "Für eine barrierefreie Kommunikation" statt. Der Deutsche Schwerhörigenbund e.V. macht auf diesem Fachkongress auf die Thematik "Schwerhörigkeit im Alter" aufmerksam. Am Freitag, den 30. September 2005 finden ganztags Workshops statt. Um 9:00 Uhr referieren Dr. Gerhard Hesse und Prof. Dr. Wolfhart Niemeyer zum Thema "Bewältigungsstrategien im Alter". Ab 14:00 Uhr wird ein "Schulungskonzept zur speziellen Pflege schwerhöriger und ertaubter Senioren und Patienten" sowie ein "Modellprojekt zu neuen Wohnformen für schwerhörige und ertaubte Senioren in Halle" vorgestellt. omp

Weitere Informationen und das ausführliche Kongressprogramm sowie die Anmeldeunterlagen gibt's im Internet unter www.schwerhoerigkeit.de oder über die Bundesgeschäftstelle des Deutschen Schwerhörigenbundes, Breite Straße 23, 13187 Berlin, Telefon 030/47 54 11 14.
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