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kobinet-nachrichten
18.08.2005 - 17:20
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Kassel (kobinet) Anlässlich der Eröffnung der grünen Wahlkampfküche haben behinderte Menschen heute in der Kasseler Markthalle bei Verbraucherschutzministerin Renate Künast für eine leichtere Sprache bei Informationen für Verbraucher geworben. Die meisten Informationen wären so schwer zu verstehen, dass Menschen mit Lernschwierigkeiten oft nichts damit anfangen könnten. "Was für Rollstuhlfahrer die Treppen sind, sind für uns Fremdwörter und lange Sätze. Aber auch wir Menschen mit Lernschwierigkeiten müssen wissen, worum es geht. Wie der Videorekorder eingestellt werden muss oder wie wir Medikamente nehmen müssen, damit müssen auch wir uns beschäftigen. Und oft ginge es, dass viele Dinge auch einfacher gesagt werden. Das zeigen unsere Übersetzungen von Texten in leichtere Sprache. Man muss nur dran denken und es wollen", erklärte Josef Ströbl vom Netzwerk People First Deutschland der Ministerin heute in der Kasseler Markthalle. Das Netzwerk vertritt die Interessen von Menschen, die meistens "geistig behindert" genannt werden - ein Begriff, den viele behinderte Menschen aber nicht mögen. "Wir sehen uns als Menschen mit Lernschwierigkeiten, für die es halt schwieriger ist, etwas zu lernen und zu verstehen. Und wir fordern, dass die Sprache auch an unsere Bedürfnisse angepasst wird", so Josef Ströbl. "Die Ministerin sagte, dass sie unsere Forderungen gut versteht. Sie will schauen, was für eine leichtere Sprache besser gemacht werden kann. Denn das kommt ja allen zu Gute", erklärte Josef Ströbl. Als Anregung hierfür übergab der Streiter für eine leichtere Sprache, Josef Ströbl, der Ministerin Regeln für eine leichtere Sprache und ein Beispiel über Informationen über Medikamente in leichter Sprache, die das Netzwerk People First Deutschland in seinem Wörterbuch für leichte Sprache erarbeitet hat. Link zum Netzwerk People First Deutschland
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