
Berlin (kobinet) Petra Pau, eine der beiden Bundestagsabgeordnetinnen der Linkspartei.PDS, will wieder in die oberste deutsche Volksvertretung. Im Fall ihrer Wahl bei dem für den 18. September erwarteten Urnengang würde sie für bundesweit einheitliche Regelungen im finanziellen Nachteilsausgleich behinderter Menschen eintreten. Auf einem Wählerforum mit behinderten Menschen in Berlin sagte sie in dieser Woche: "In Thüringen, Niedersachsen oder Berlin ist der Bedarf nach den erforderlichen Leistungen nicht anders als in anderen Bundesländern." Bisher habe sie mit ihrer Kollegin Gesine Lötzsch nach dem Prinzip 2:4 (zwei Abgeordnete gegen vier Fraktionen) arbeiten müssen. Sie hoffe auf eine starke Fraktion der Linkspartei.PDS, in der auch die Interessen behinderter Menschen offensiv vertreten werden. Pau, Jahrgang 1963, begann 20 Jahre später als Pionierleiterin (Pilei) und Lehrerin ihre berufliche Laufbahn. Ihre Tätigkeit als Pilei und dann im Zentralrat der Freien Deutschen Jugend brachten politische Gegner auf den Plan. Bei ihrem Start in die Politik als Bezirksverordnete in Hellersdorf spielte das eine untergeordnete Rolle. Als ehemalige Landesvorsitzende der Berliner PDS und Bundestagsabgeordnete in zwei Legislaturperioden strebt die Lehrerin mit dem markant geschnittenen Rotschopf wieder in den Bundestag. Bei dem Wählerforum der Stephanus-Stiftung, der Diakonie-Werkstätten und dem Verband evangelischer Behindertenarbeit in Berlin-Brandenburg war die Linke aus dem Wahlkreis Marzahn-Hellersdorf um keine Antwort verlegen. Demnächst werden Antworten auch auf kandidatenwatch.de erwartet, die behinderte Menschen der Kandidatin stellten, die nach Gregor Gysi auf Platz zwei in der Berliner Landesliste "Die Linke.PDS" um Stimmen wirbt. sch