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kobinet-nachrichten 21.08.2005 - 06:52
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Einsparungen beim LWV Hessen

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Kassel (kobinet) Der Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV) erwartet für das laufende Geschäftsjahr 2005 gegenüber dem Haushaltsplan eine Budgetverbesserung von rund 10,53 Millionen Euro, die vor allem aus verbesserten Steuerungsinstrumenten in den Leistungsbereichen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen resultiert. Diese Information enthält der neueste Controllingbericht, den Landesdirektor Lutz Bauer dem Verwaltungsausschuss des LWV vorgelegt hat. Der LWV-Chef, der dem Gremium zum letzten Mal vorsaß, zeigte sich erfreut darüber, dass die Controllinginstrumente beim LWV einen wachsenden Beitrag zur Kostendämpfung erbringen würden. "Mit den detaillierten Analysen, die uns das Controlling liefert, wachsen auch Kostenbewusstsein und Steuerungsmöglichkeiten zur Kostendämpfung in den Zielgruppenmanagements. Wir können so einen wichtigen Beitrag zur Kostendämpfung leisten, ohne bei der Qualität der Hilfen für Menschen mit Behinderungen Abstriche zu machen. Die Hilfen werden einfach passgenauer und richten sich zielgenau nach dem Bedarf im Einzelfall", erklärte Bauer. Die positiven Ergebnisse der Feinsteuerung in den LWV-Leistungsbereichen, die Bauer auch den ebenso qualifizierten wie motivierten und kostensensiblen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Zielgruppenmanagements zuordnet, würden im kommenden Jahr den Landkreisen und kreisfreien Städten bei der Festsetzung der Verbandsumlage erneut zu Gute kommen. Hier sei dann ein entsprechend niedrigerer Hebesatz zu veranschlagen. Dennoch sei auch im kommenden Jahr aufgrund ungebrochener demografischer Trends mit dem Anstieg der Kosten bei der Eingliederungshilfe zu rechnen. "Gerade um dem Anstieg bei den Leistungsfällen, der mindestens noch bis zum Jahr 2010 anhalten wird, durch ein effizientes Fallmanagement begegnen zu können, brauchen wir den professionellen sozialen Dienstleister LWV", schlussfolgerte Bauer. Einen zusätzlichen wirksamen Beitrag zur Kostendämpfung erwartet der scheidende LWV-Chef, wenn das von ihm vorgeschlagene Modell zur Vernetzung der Sozialhilfeausgaben für behinderte Menschen durch Regionalbudgets umgesetzt würde. Bauers Konzept sieht Regionalbudgets für jeden Landkreis und jede kreisfreie Stadt vor, die mit Zielvereinbarungen zur Kostenunterschreitung verbunden werden. Durch Synergieeffekte so erzielter Einsparungen sollen zu 50 Prozent der örtlichen Ebene zufließen, die anderen 50 Prozent dienen letztlich auch zur Absenkung der Verbandsumlage. Das Konzept soll laut Staatssekretär Gerd Krämer vom Hessischen Sozialministerium demnächst ausführlich in der Arbeitsgruppe zum künftigen Aufgabenzuschnitt des LWV beraten werden. Pandelis Chatzievgeniou vom Landesbehindertenrat kritisierte, dass all diese Diskussionen bisher weitgehend unter Ausschluss der Interessenvertretungen behinderter Menschen stattfinden. "Wir sind es leid, auf der Zuschauertribüne zu sitzen und ein mittelmäßiges Spiel zu verfolgen. Wir gehören auf den Rasen, um die Richtung anzugeben, denn der Ball rollt ja schließlich für uns", so der Vergleich des Fans vom FC Bayern München mit der Politik um die Reform des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen. omp 

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