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19.08.2005 - 18:00

Licht und Schatten bei der Deutschen Bahn.

Berlin/Mainz (kobinet) Beim Service der Deutschen Bahn an den deutschen Bahnhöfen tun sich Licht und Schatten auf. Während die Mainzer Behindertenorganisationen gestern einen Erfolg mit der Wiedereinführung des 24-Stunden-Service bei der Deutschen Bahn feiern konnten, tut sich im Bahnhof Berlin-Lichtenberg ein neuer Tiefpunkt des Bahnservice für Behinderte auf. Dort ist nach Informationen von Ursula Lehmann aus Berlin schon um 19.00 Uhr mit dem Ausstiegsservice Schluß. Marita Boos-Waidosch zeigte sich im Gespräch mit den kobinet-nachrichten heute nicht nur höchst zufrieden über die Beteiligung und den Verlauf der am Donnerstagabend am Mainzer Hauptbahnhof durchgeführten Freudenaktion für eine barrierefreiere Bahn. Sie war vor allem auch stolz auf den Erfolg der Mainzer Aktionsgruppe, dass dort nun der 24-Stunden-Service von der Deutschen Bahn für Ein- und Ausstiegshilfen verbindlich zugesichert wurde. "Dieser 'kleine' Erfolg in Mainz muss uns aber den Schwung geben, für bundesweite Lösungen zu kämpfen, denn das kann nur ein Anfang sein. Gemeinsam müssen wir dafür sorgen, dass unser Menschenrecht auf Mobilität nicht von der Lust und Laune der Bahn oder der Beschäftigten an den einzelnen Bahnhöfen abhängt. Der Kampf für einen rund-um-die-Uhr Mobilitätsservice hat also erst begonnen", so Marita Boos-Waidosch. Und genau hier reiht sich die neueste Meldung über die Zustände am Bahnhof Berlin-Lichtenberg von Ursula Lehmann aus Berlin ein. Dort ist nach ihren Informationen schon um 19.00 Uhr Schluß mit der Bereitstellung des Ein- und Ausstiegsservice. Sven Drebes aus Mainz weiß ähnliches von Bingen zu berichten. Daher wird auf der Diskussionsliste der movado-news schon kräftig über die Strategie für weitere Aktionen gegen diese Mißstände diskutiert. Hier könnte eventuell auch die engagierte Anwesenheit des SPD-Bundestagsabgeordneten Michael Hartmann bei der Mainzer Aktion ein kleiner Hoffnungsschimmer sein. Dieser hatte sich in Mainz für die Verbesserung mit stark gemacht und will sich auch zukünftig dem Thema annehmen, berichtete Marita Boos-Waidosch. omp 

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