
Bensheim (kobinet) Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul informierte sich heute über die laufenden Projekte und zukünftigen Entwicklungen bei der Christoffel-Blindenmission in Bensheim. Dabei stand die langfristige Unterstützung der Tsunami-Opfer und die verstärkte Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Vordergrund. Wieczorek-Zeul würdigte die Vorgehensweise des Hilfswerks, verstärkt Fachkräfte für die Arbeit mit behinderten Menschen in den betreffenden Ländern auszubilden. Besonders hob die Ministerin das gemeinsame Ziel hervor, die Entwicklungsländer zur Selbsthilfe zu ermutigen. "Es ist ein positives Signal, denn niemand möchte einfach nur Almosen entgegennehmen", sagte sie. Bereits seit 1992 unterstützt das Entwicklungsministerium die Projektarbeit der Christoffel-Blindenmission. In den Jahren 2002 bis 2004 erhielt das Hilfswerk jährlich rund 650.000 Euro für seine Überseearbeit. Die Ministerin zeigte sich beeindruckt von den Fortschritten bei der weltweiten Kampagne "VISION 2020 - das Recht auf Augenlicht". Es sei höchst erfreulich, "dass durch das Engagement der Kampagne zum ersten Mal in der Geschichte die Blindheit zurückgeht". Ziel von "VISION 2020" ist, bis zum Jahr 2020 die Hauptursachen von Blindheit zu bekämpfen und allen Menschen auf dieser Welt, speziell den Millionen Armen, das Recht auf Augenlicht zu verschaffen. So besteht die Hoffnung, dass bereits ab dem Jahr 2010 eine der fünf wichtigsten Augenkrankheiten, die Flussblindheit, zu keinen Neuerblindungen mehr führen wird. sch