
Berlin (kobinet) Der behindertenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion der FDP, Daniel Bahr, hat in seiner Stellungnahme für die kobinet-nachrichten erläutert, warum behinderte Menschen und ihre Angehörigen seiner Ansicht nach bei der nächsten Bundestagswahl die FDP wählen sollten. omp Stellungnahme von Daniel Bahr Die FDP ist dem Kampf gegen Diskriminierung und für die Stärkung von Minderheitenrechten in besonderer Weise verpflichtet. Gerade bei den Rechten von Minderheiten zeigt sich, wie sehr eine Gesellschaft tatsächlich die Freiheit aller Bürger schützt. Das gilt beispielsweise auch für Menschen mit Behinderungen. Für uns ist Behindertenpolitik daher auch keine Sparten-, sondern Bürgerrechtspolitik. Menschen mit Behinderungen brauchen Voraussetzungen für ein freies und selbstbestimmtes Leben ohne Diskriminierung. Im Mittelpunkt einer liberalen Behindertenpolitik steht der Mensch mit seinem Handicap, nicht das Handicap. Deshalb darf diese nicht nur für behinderte Menschen gemacht werden, sie muß mit behinderten Menschen gemacht und wesentlich durch sie mitgestaltet werden. Gerade auch behinderte Menschen und deren Angehörige wollen mehr Gestaltungsspielraum für ihr Leben. Menschen mit Behinderungen müssen mit klaren Rechten und fairen Chancen ausgestattet werden. In jedem Lebensabschnitt und in jeder Lebenssituation müssen sie die Chance erhalten, ihr Leben so zu gestalten, wie sie es möchten und können. Dies gilt für alle Formen von Behinderungen. Einzelne Gruppen von behinderten Menschen, die keine Lobby haben oder sich nicht so gut artikulieren können, dürfen nicht benachteiligt werden. Liberale Politik muß für einen fairen Nachteilsausgleich sorgen. Daniel Bahr