Magdeburg (kobinet) Als recht umstritten bezeichnet der Behindertenpolitiker der PDS-Landtagsfraktion Dr. Detlef Eckert die Berufung von Adrian Maerevoet zum Landesbehindertenbeauftragten von Sachsen-Anhalt.
"Erneut hat die Landesregierung die Forderung der Behindertenverbände eine selbst von Behinderung betroffene Person zum Beauftragten für die Belange behinderter Menschen zu berufen und damit von vornherein ein gewisses Vertrauensverhältnis herzustellen, ignoriert. Die Vorbehalte des Landesbehindertenbeirates wurden meines Wissens trotz seiner Zustimmung nicht ausgeräumt. Ausschlaggebend war letztendlich dass infolge von Umstrukturierungsmassnahmen im Ministerium die Person mit Stelle zur Verfügung stand und eine Stelle für eine Person von außen nicht zur Verfügung stünde", erklärte Dr. Detlef Eckert. Das erscheint nach Ansicht von Dr. Eckert für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Verbänden zu wenig, auch wenn der Berufene bisher zuständiger Referatsleiter war. "Gerade in dieser Position jedoch war er in Verbänden und bei Betroffenen und auch in der Öffentlichkeit wegen seiner Konzepte für die Behindertenhilfe umstritten", so Eckert.
Der PDS-Politiker stellt sich die Frage, warum eine per Gesetz zu besetzende Position in der Landesregierung auf eine "mitgebrachte" Stelle angewiesen ist. "Oder ist die Position des Behindertenbeauftragten für nicht mehr benötigte Beamte gerade die richtige Funktion", fragt Dr. Detlef Eckert und resümmiert: "Mit der Berufung von Herrn Maerevot hat die Landesregierung sich erneut gegen eine originäre Interessenvertretung für behinderte Menschen entschieden". omp