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28.11.2003 - 11:30

Existenzgründer für flexiblere Bewilligung von Arbeitsassistenz.

Mainz (kobinet) Rund 50 Menschen kamen am 27. November nach Mainz zur Tagung «Behinderung und Existenzgründung», die anlässlich des Europäischen Jahres der Menschen mit Behinderungen vom Mainzer Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen - ZsL - veranstaltet wurde. Teilnehmer waren behinderte Menschen, die beabsichtigen, sich selbständig zu machen und Mitarbeiter von Integrationsdiensten, Integrationsämtern und weiteren Institutionen, die behinderte Menschen beraten Das ZsL Mainz ist bundesweit, nach Aussage von Gracia Trapp vom Mainzer ZsL, die einzigste Stelle, die speziell behinderte Menschen bei der Existenzgründung unterstützt und berät. «Im Rahmen des Mainzer Gründungsnetzwerkes haben wir mit dem Projekt «empower» zahlreiche Erfahrungen bei der Beratung gesammelt und wissen inzwischen wo die Schwierigkeiten bei behinderten Existenzgründern liegen,» so Gracia Trapp, Projektleiterin von empower. Zahlreiche Probleme gibt es, wenn behinderte Existenzgründer Assistenz, also persönliche Hilfestellung, bei der Umsetzung ihrer Arbeit benötigen. Bis die Anträge bewilligt sind, vergeht ein zu langer Zeitraum, bis dahin sind Förderungen, zum Beispiel das Überbrückungsgeld, schon fast wieder ausgelaufen. Die Bearbeitungszeiten müssen sich drastisch verkürzen, damit behinderte Existenzgründer keine unnötige Zeit verlieren und damit ihr Unternehmen gefährdet wird, so die einhellige Meinung der TeilnehmerInnen der gestrigen Tagung. «Wir haben die Erfahrung machen müssen, dass Beratungsstellen für Existenzgründer in Deutschland in der Regel mit Anfragen von behinderten Menschen überfordert sind, und daher können sie keine ausreichenden Informationen geben. Außerdem haben viele Berater Bedenken, wenn behinderte Menschen sich selbständig machen wollen. Das ist wohl der Grund warum wir aus dem gesamten Bundesgebiet Beratungsanfragen bekommen,» so Gracia Trapp. Als Zielsetzung der Tagung wurde daher formuliert, ein Internetforum zum Austausch unter behinderten Unternehmern zu gründen. Dieses soll in der ersten Jahreshälfte 2004 ins Leben gerufen werden. Hier sollen behinderte Existenzgründer untereinander Fragen klären und sich gegenseitig Hilfestellung leisten können. «Unser Ziel ist es, in absehbarer Zeit ein Nachschlagewerk für behinderte Existenzgründer zu erstellen, sozusagen das kleine Einmaleins behinderter Existenzgründer. Hierfür wollen wir Informationen, z.B. zum Überbrückungsgeld oder zur Arbeitsassistenz und Erfahrungen anderer behinderter Unternehmer, zusammentragen,» so Gracia Trapp. omp  

 
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