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Medientipps.

Recherchiert und zusammengestellt von kobinet-Redakteur Gerhard Bartz. Gesucht wurde nach den Stichwörtern "Behinderung" und "Alter" einschließlich derer unterschiedlichen Ausprägungen. Die Liste der entsprechenden Sendungen sollte jedoch keinesfalls als Empfehlung verstanden werden.

Die Verantwortung für die Inhalte und deren textliche Vorankündigung liegt allein bei den jeweiligen Sendern. Ausnahmen hiervon sind als Fußnote gekennzeichnet.

Sollte der Hinweis auf eine Sendung fehlen, bitten wir um Nachricht an den zuständigen Redakteur.

NEU: Magazin-Archiv mit einschlägigen Beiträgen bei www.forsea.de.

Sendung aus Deutschland

Do 20.11.2008 09:30-10:00 (1plus)
Fr 21.11.2008 13:30-14:00 (1plus)
Sa 22.11.2008 17:30-18:00 (1plus)

W wie Wissen
Thema: Vom Menschen zur Maschine

Magazin

Im Jahr 2050, irgendwo in einer Stadt in Deutschland: James hat gerade die Wäsche aus dem Trockner geholt, jetzt muss er noch die Spülmaschine einräumen. James ist der neue Butler. In der Wohnung findet er sich schon gut zurecht, einige Objekte und Aufgaben muss er noch kennenlernen, aber das wird er auch noch hinbekommen, dank seiner Kameras, Sensoren und seiner neuesten Software. Denn James ist ein Roboter, eine Menschmaschine aus Elektronik und Stahl, und er ist nicht alleine: Viele seiner dienenden Kollegen arbeiten schon im Krankenhaus oder im Altenheim. Sie ziehen die Betten ab und bringen Tabletten, sie putzen die Flure und servieren das Essen. Noch sind wir nicht so weit, aber die Reise dahin hat schon begonnen: Sie heißen Care-O-Bot, ARMAR oder Asimo und sie sollen unserer überalternden Gesellschaft aus der Patsche helfen, so der Traum ihrer Entwickler. Dabei sollen die Roboter dem Menschen immer ähnlicher werden und möglichst autonom handeln und selbstständig lernen. Doch wo sind die Grenzen? Wann wird zu eigenständiges Handeln der Maschinen gefährlich?


Sendung aus Deutschland

Do 20.11.2008 09:50-11:05 (WDR)
Do 20.11.2008 20:15-21:30 (1extra)
Fr 21.11.2008 07:45-09:00 (1extra)
Sa 22.11.2008 11:03-12:20 (1extra)

Hart aber fair

Live
Aktuelle Diskussion

Die letzte Freiheit -
wie verbindlich darf man das Sterben regeln?
Hannah Jones ist 13 Jahre alt, todkrank und will sterben. Für Hannah in England stellt sich ganz konkret die Frage, um die auch der Bundestag seit Monaten ringt: Darf ein kranker Mensch entscheiden, dass er sterben möchte? Welche Freiheit bleibt dann noch den Ärzten? Oder gibt es gar eine Pflicht zu leben?


Sendung aus Deutschland

Do 20.11.2008 15:30-16:15 (1festival)
Do 27.11.2008 10:30-12:00 (1festival)

Mein Tod gehört mir
Sterbehilfe in Deutschland?

Dokumentation

Die letzten beiden Wochen seien Wahnsinn gewesen, sagt Johann B. Täglich seien Leute gekommen, das ganze Dorf. Er habe sich von allen verabschiedet und sei immer ruhiger geworden. Keine Angst, höchstens ein bisschen nervös sei er, dass alles so klappt, wie er es vorhabe: die weite Fahrt, 600 Kilometer in die Schweiz, die letzte Untersuchung beim Arzt und dann der Schlussakt in der Wohnung der Sterbehilfeorganisation. Dort wird er ein tödliches Medikament einnehmen und sterben. Das Taxi ist bestellt, für morgen. Der Film begleitet Johann B. auf seiner letzten Reise in die Schweiz. Viele schwerkranke Deutsche gehen jedes Jahr diesen Weg. Johann B. ist 49 Jahre alt und leidet seit vier Jahren an Amyotropher Lateralsklerose, ALS. Die tödliche Nervenkrankheit lähmt nach und nach sämtliche Muskeln im Körper. Nicht mehr reden, nicht mehr essen, nicht mehr sprechen können: Dieses Ende will er sich ersparen. Seit die Schweizer Organisation Dignitas über ein Büro in Deutschland verfügt, hat sich die Debatte über Sterbehilfe hierzulande verschärft. Das Ziel von Dignitas: den assistierten Suizid in Deutschland zu erleichtern. Dignitas-Gründer Ludwig A. Minelli will Schwerstkranken unter bestimmten Voraussetzungen das tödliche Medikament Natriumpentobarbital zur Verfügung stellen dürfen, mit dem sich der Patient dann selbst schnell und schmerzlos töten kann. Die Antwort der Politik: eine Bundesratsinitiative, um die Vermittlung von Sterbehilfe unter Strafe zu stellen. Was spricht dagegen, den Weg zum assistierten Suizid zu erleichtern? Und was dafür? Warum dürfen Patienten wie Johann B. in Deutschland - in juristisch exakt festgelegten Grenzen - nicht frei über ihren Tod entscheiden? Und warum wagt sich die Politik an dieses heiße Eisen nicht heran? Der Film zeigt die letzten Wochen des schwer kranken Johann B, der im April 2006 in der Schweiz sein Leben beendete.


Sendung aus Deutschland

Do 20.11.2008 21:00-21:45 (ZDF)

ZDF.reporter

Eines der Themen

Vorwurf Sozialmissbrauch - Wenn Hartz-IV-Empfänger angeschwärzt werden


Sendung aus Deutschland

Fr 21.11.2008 01:10-01:55 (RBB)

Expedition ins Gehirn
Der große Unterschied

Doku-Reihe, USA, Australien, Deutschland 2005

Prof. Simon Baron-Cohen, der als einer der kompetentesten Autismus-Experten der Welt gilt, hat keine Angst, sich unbeliebt zu machen. "Männliche und weibliche Gehirne weisen gravierende Unterschiede auf", behauptet der Professor der Universität Cambridge. Das weibliche Gehirn sei ein "E"-Gehirn, was für "Empathie" steht, also die Fähigkeit, sich in die Gefühle und Denkweisen hineinzuversetzen. Männer dagegen hätten tendenziell ein "S"-Gehirn, was für "System" stehe: Motoren, Computer, Briefmarkensammlungen. Im Extremfall führe diese "männliche" Gehirn-Konstellation zu Autismus und anderen Defekten. Und dazu, dass Männer eher zu "Savants" würden, mit wundersamen Fähigkeiten, aber sozialen Defiziten.


Sendung aus Deutschland

Fr 21.11.2008 11:30-12:00 (3sat)

Sehen statt hören

Magazin mit Gebärdensprache

Das Magazin bereitet Informationen aus allen gesellschaftlichen Bereichen, von Arbeitswelt über Kultur bis hin zu politischen und behindertenspezifischen Themen für Hörbehinderte auf. Die Beiträge des Magazins werden durch Gebärdensprache und Untertitel für Schwerhörige und Ertaubte verständlich gemacht.


Sendung aus Deutschland

Sa 22.11.2008 00:15-00:45 (RBB)

Das gläserne Gehirn: Auf der Jagd nach unseren Gedanken

Reportage

Die Gedanken sind frei und vor allem geheim, sollte man meinen. Doch das war einmal, denn immer tiefer dringen Wissenschaftler in unser Gehirn ein. Schon heute können sie einfache Gedanken lesen. Bildgebende Verfahren verraten ihnen, was in unserem Kopf gerade vor sich geht. Absichten eines Menschen lassen sich inzwischen vorhersagen und sogar Entscheidungen von außen manipulieren. Das alles wird in Zukunft - da sind sich eigentlich alle Hirnforscher einig - noch viel präziser möglich sein. Hilft dieses neue Wissen, oder kann es dazu verführen, unser Gehirn zu manipulieren? Nur mit Gedanken gesteuerte Prothesen oder Rollstühle könnten behinderten Menschen das Leben spürbar erleichtern, fehlerfreie Neuro-Lügendetektoren falsche Gerichtsurteile in Zukunft verhindern. Aber das neue Wissen birgt auch Risiken. Denn: Wer darf wie viel über unsere Gedanken wissen? Und hat das Gehirn ein Recht auf Datenschutz? Die Jagd auf unsere Gedanken hat gerade erst begonnen, und hier wird gezeigt, wie gläsern unser Gehirn in Zukunft sein wird.


Sendung aus Deutschland

Sa 22.11.2008 11:15-12:30 (doku)
So 23.11.2008 00:45-01:40 (doku)
So 23.11.2008 07:30-08:25 (doku)
So 23.11.2008 19:30-20:30 (doku)
Di 25.11.2008 02:30-03:25 (doku)
Di 25.11.2008 15:30-16:25 (doku)
Mi 26.11.2008 09:00-09:55 (doku)
Do 27.11.2008 04:45-05:45 (doku)
Do 27.11.2008 13:45-14:40 (doku)
Fr 28.11.2008 23:15-00:10 (doku)

Von einem anderen Stern
Blick in das Leben hochbegabter Autisten

Dokumentation

Denn ihre Mitmenschen und deren Verhalten versteht Nicole nur wenig, körperliche Nähe und Umarmungen sind für sie eine große Belastung. Nicole ist eine hoch begabte Autistin mit Asperger-Syndrom. Asperger Autisten sind oft talentierte Künstler oder geniale Mathematiker. Dank ihrer hohen Intelligenz sind sie in der Lage, auf außergewöhnliche Weise einen originellen Kontakt zur Außenwelt herzustellen: Ohne diese Hochbegabung und ohne das Schreiben, da ist sich Nicole sicher, würde sie in ihrem autistischen Käfig eingesperrt bleiben. Autisten haben eine besondere Wahrnehmung für ihre Umwelt. Geräusche, Bewegungen, Menschen werden manchmal unscharf, unwirklich empfunden und machen Angst, wenn sie zu nahe kommen. Eingebettet in einen festen Tagesplan, der keinerlei Abweichungen erlaubt, wird das Leben für viele von ihnen erst erträglich. So steht Nicole jeden Morgen genau um 5.04 Uhr auf, und frühstückt punkt 8.15 Uhr. Rainers Ordnung wird bestimmt von Stadtplänen. Er weiß, wo jede Straße liegt, woher ihr Name kommt, wer diese Person war, wie viele Straßen des gleichen Namens es gibt und mit welcher Buslinie sie zu erreichen sind. Reiner glaubt nicht, dass Autisten wie er, keine Gefühle haben, sondern dass sie einfach zu einer anderen Gefühlswelt gehören. Er sehnt sich sehr nach einer Liebesbeziehung, doch mit der Suche nach einer Freundin tut er sich schwer. Flirten, einer Frau Interesse zeigen, war dem hochintelligenten Mann bisher noch nicht möglich. Rainer, der als Übersetzer arbeitet, hat immer noch viele Schwierigkeiten bei der Bewältigung des Alltags. "Mit normalen Menschen zu kommunizieren", so sagt er, "ist für mich ein bisschen wie gleichzeitig zehn Fremdsprachen sprechen zu müssen". Nicole hat über ihr Lebensgefühl ein Buch geschrieben "Ein guter Tag ist ein Tag mit Wirsing". Im Nachwort stellt sie die Frage, ob ein Leben ohne Autismus wünschenswert wäre. "Diese Frage kann ich für mich mit einem eindeutigen "Nein" beantworten. Für mich ist mein Autismus eine besondere Weise zu leben, zu denken, zu fühlen und zu handeln". Hendrik ist dreizehn und hat eine große Leidenschaft für Chemie, kennt das Periodensystem auswendig, kann genau erklären, wie die Spektralfarben der Alkalimetalle entstehen. Er geht in die siebten Klasse und wird in der Schule von seiner Chemie-Lehrerin, jedes Mal, wenn er eine Frage stellt, mit dem Satz getröstet: "Hendrik, das wird erst in der zwölften Klasse Thema sein". "Auch die grammatikalischen Phänomene der lateinischen Sprache" erzählt er, interessierten ihn besonders, doch solche Talente seien das einzig Positive an seinem Autismus. Menschen versteht er oft nicht. Fabeln, in denen Tiere menschliche Eigenschaften haben, sind für ihn unlösbare Rätsel, immer wieder hat er Lachanfälle, die er nicht kontrollieren kann. Er weiß, dass sein Verhalten oft komisch erscheint. ...


Sendung aus Deutschland

Sa 22.11.2008 11:45-12:15 (DSF)
Di 25.11.2008 09:00-09:30 (DSF)

Normal
RehaCare 2008, Bericht von Anita Knochner

Im Oktober öffnete die 19. RehaCare International in Düsseldorf ihre Tore. Vom 15.-18.10. freuten sich 750 Aussteller darauf, einen Überblick über Hilfsmittel und Dienstleistungen zu geben, die Menschen mit Behinderung und Pflegebedarf den Alltag erleichtern, die Selbstständigkeit erhalten und Integration fördern. Mit 30 Ländern präsentierte sich die Messe dabei als international führende Leistungsschau der Rehabilitations- und Pflegebranchen. Der Themen- und Produktvielfalt sind auch in diesem Jahr kaum Grenzen gesetzt. Ob Alltagshilfen, Hilfsmittel für ambulante oder stationäre Pflege, Kommunikationstechnik, barrierefreie Wohnwelten oder Ideen für Freizeit, Reise, Sport und Mobilität, die RehaCare International bot alles unter einem Dach. Auch dieses Jahr stellt der Bericht der abm Messeneuheiten vor, führt durch das Rahmenprogramm und befragt Besucher zu ihren Eindrücken.


Sendung aus Deutschland

Sa 22.11.2008 13:05-14:00 (1extra)
So 30.11.2008 10:15-11:00 (BR)
So 30.11.2008 22:00-22:45 (1extra)

Stationen
Pflegeengel aus Osteuropa

Von der Not, in die Familien durch einen Pflegefall geraten können, und wie der deutsche Sozialstaat im Moment an seine Grenzen stößt, erzählt der Film von Alexia Späth. "Manchmal möchte ich in den Wald gehen und einfach nur schreien." Aber selbst das kann Iris D. schon lange nicht mehr. Seit zehn Jahren ist sie wegen MS an den Rollstuhl gefesselt, kann nur noch ihre rechte Hand bewegen und braucht rund um die Uhr Hilfe. Auf der Suche nach geeigneter und finanzierbarer Pflege hat Iris D. eine Odyssee hinter sich. Im Altersheim hielt sie es eine Woche aus, danach "hätte man mich in die Klapse sperren können". Jetzt hat Iris über eine Vermittlung Polinnen gefunden, die sie abwechselnd pflegen. Die Erfahrungen sind unterschiedlich. "Manchmal wache ich auf, und dann ist sie einfach weg." Rund 100 000 Pflegekräfte aus Osteuropa betreuen derzeit alte und kranke Menschen in Deutschland. Die meisten dieser Patienten wollen in den eigenen vier Wänden bleiben. Eine "legale Hilfe" ist nicht zu finanzieren. Für durchschnittlich 1000 Euroa leben und arbeiten die Pflegekräfte im Haus. Doch nur wer bei der Agentur für Arbeit gemeldet ist, arbeitet legal. Die wenigsten sind angemeldet. Die deutschen Pflegedienste können im Preisvergleich mit den Kräften aus Osteuropa nicht konkurrieren. Ein Problem stellt sich inzwischen auch für die Wohlfahrtsverbände, Caritas und Diakonie. Die konnten Renate Göpfert z. B. nicht weiterhelfen. Sie hatte ihre Professorenstelle aufgegeben, um ihren Mann zu Hause zu pflegen. Nach einem Nervenzusammenbruch musste sie erkennen, dass sie überfordert war und dringend Unterstützung brauchte. Ein Münchner Anwalt vermittelte ihr zwei Ungarinnen. Angeblich "völlig legal". Kurz darauf wurde er als illegaler Vermittler angezeigt.


Sendung aus Deutschland

So 23.11.2008 15:10-15:55 (WDR)

Muskelkater im Kopf
Der Kampf gegen das Vergessen

Reportage

Dorothee Pitz hat die Ehepaare Lücke und Rosenthal zwei Jahre lang in Bochum und Essen begleitet in ihrem Kampf gegen die "Vergessenheit". So gerne Hans Lücke und Josef Rosenthal ihren Frauen diesen Schritt erspart hätten, so erleichtert sind sie letztlich, einen Platz im Pflegeheim für sie zu bekommen. Marianne Rosenthal ist übrigens fest davon überzeugt, dass ihr Mann Josef ebenfalls im Heim lebt. Einige Wochen später stirbt sie. Rut Lücke verbringt ihren "dritten Donnerstag" - so sagt sie - in ihrer "Zweitwohnung" im Bochumer Martin-Luther-Haus. Und jeden Tag kommt ihr Hans sie besuchen.


Sendung aus Deutschland

So 23.11.2008 18:30-19:00 (RBB)

ARD-Ratgeber: Heim + Garten

Eines der Themen: Hochteich - Wassergarten auf Augenhöhe

Der Garten ist ein dreidimensionaler Raum! Der Ratgeber Heim+Garten zeigt, dass sich nicht nur Beete sondern auch Teiche in die Höhe bauen lassen. Auf dem Naturschutzhof Nettetal entstand ein beeindruckender Hochteich, speziell um Kindern und körperbehinderten Menschen das spannende Wasserleben auf Augenhöhe zu zeigen. Welcher Aufwand muss betrieben werden und wie sind die ersten Reaktionen?


Sendung aus Deutschland

So 23.11.2008 21:15-21:45 (3sat)

Jung und wild und über 70!
Altern mit Format

Reportagen

Die Gesellschaft altert nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt. Der Umgang der Senioren mit ihrem Alter ist jedoch sehr unterschiedlich. Da gibt es zum Beispiel Shino Mori. Sie lebt in Amakusa, einer Inselgruppe in Japan, und ist 104 Jahre alt. Mit 102 Jahren hat sie noch einmal einen neuen Beruf ergriffen: Sie ist Internetreporterin bei Amakusa-TV und hat in ganz Japan Kultstatus erlangt. Ihr 60-jähriger Enkel hat Sorge, dass sich seine Großmutter überarbeitet, doch dagegen hat sie ein Geheimrezept: eine kleine Schale Süßkartoffelschnaps jeden Tag. Die Krankenschwester Valentina und der Offizier Leonid lernten sich beim sonntäglichen Tanztee von Irkutsk kennen. Nachmittags spielt dort das Orchester Musik der 1940er Jahre - und die alten Herrschaften tanzen in ein schöneres Leben. Sie haben sonst nichts - außer dem Tanz. Der ist gut für die Seele, sagen sie, da dürften sie wieder jung sein. Die Reportage "Jung und wild und über 70!" zeigt Menschen, die einen besonderen Weg gefunden haben, mit dem Alter umzugehen.


Sendung aus Deutschland

Mo 24.11.2008 18:20-18:50 (WDR)
Sa 29.11.2008 22:30-23:00 (1plus)
So 30.11.2008 02:30-03:00 (1plus)
Mo 01.12.2008 02:30-03:00 (1plus)

Servicezeit: Gesundheit

Zwei der Themen:

Multiple Sklerose: Besser leben mit neuen Therapien
Pflegestufe abgelehnt: Richtig widersprechen, wenn Hilfe verweigert wird


Sendung aus Deutschland

Di 25.11.2008 10:30-11:15 (1festival)

Mein Kampf gegen die Zeit
Das Leiden einer ALS-Patientin

Dokumentation, Deutschland 2006

Auf die Diagnose an ALS erkrankt zu sein, einer tödlich verlaufenden schrittweisen Lähmung der Muskulatur, reagiert die bekannte schwedische Journalistin Ulla-Carin Lindquist nicht mit Resignation. An ihrem 50. Geburtstag erfährt sie, dass sie ALS hat: Amyotrophe Lateralsklerose, eine tödliche Krankheit, die das neurologische System im Körper angreift und nach und nach die gesamte Muskulatur lähmt. Doch Ulla-Carin Lindquist reagiert auf diese erschütternde Diagnose nicht mit Verzweiflung, sondern wendet sich offensiv an die Öffentlichkeit, um auf diese schreckliche Krankheit aufmerksam zu machen. So begleitet ein Kollege sie mit der Kamera bei ihrer Auseinandersetzung mit der Krankheit. Der Film 'Mein Kampf gegen die Zeit' von Andreas Franzen vermittelt einfühlsam Einblicke in das Privatleben einer ALS-Patientin und ihren Umgang mit dem langsamen körperlichen Verfall und dem drohenden Tod.


Sendung aus Deutschland

Di 25.11.2008 22:10-24:00 (WDR)

Open Hearts

(Elsker dig for evigt)
Melodram, 2002
Autor und Regie: Susanne Bier
Buch: Susanne Bier - Anders Thomas Jensen
Musik: Jesper Winge Leisner

Geografiestudent Joachim (Nikolaj Lie Kaas) will seine Freundin Cecilie (Sonja Richter) heiraten, doch ein schwerer Verkehrsunfall zerstört all seine Lebenspläne. Vom Hals abwärts gelähmt, ist Joachim fortan ein Pflegefall ohne Aussicht auf Heilung. Abrupt trennt er sich von Cecilie, die bald darauf Trost bei Joachims behandelndem Arzt findet - einem verheirateten Mann, der daraufhin selbst in eine tiefe Lebenskrise schlittert. - Der nach den "Dogma"-Regeln inszenierte dänische Film erreicht ein hohes Maß an Authentizität, die durch ein starkes Ensemblespiel geradezu sinnlich erfahrbar ist.

Paprika Steen - Ulf Pilgaard - Nikolaj Lie Kaas - Birthe Neumann - Niels Olsen - Mads Mikkelsen - Philip Zandén - Sonja Richter - Sonja Richter - Nikolai Lie Kaas - Pelle Bang Sorensen - Ronnie Hiort Lorenzen - Stine Bjerregaard - Anders Nyborg - Ida Dwinger - Pelle Bang Sørensen - Michel Castenholt - Brigitte Prins


Sendung aus Deutschland

Do 27.11.2008 00:30-01:00 (WDR)

Guildo und seine Gäste

Talk-Show

Wie immer stellt Guildo die Welt auf den Kopf - was dabei herauskommt? Die Zuschauer lassen sich überraschen, denn auch diesmal ist das, was die Menschen mit geistiger Behinderung an Elan, Energie und ungeschminkter Wahrheit zeigen ein ganz besonderes Highlight. Eine spannende, emotionale und unterhaltsame Sendung, in der auch gelacht werden darf - nie über die Menschen mit Behinderung aber gerne mit ihnen. Auf seine ganz besondere Art wird der studierte Sozialpädagoge Guildo Horn mit seinen Gästen, mal erfrischend respektlos, mal behutsam und einfühlsam, umgehen. "Guildo und seine Gäste": Keine Sendung über, sondern mit Menschen mit Behinderung.


Sendung aus Deutschland

Do 27.11.2008 23:20-23:50 (doku)

Mädchengeschichten: Blumen vom Mars

Dokumentarfilm, Deutschland 2008

Die heute 17-Jährige ist seit ihrer Geburt spastisch gelähmt, auf ihren Rollstuhl und ständige Hilfe von anderen angewiesen. Wegen der Hänseleien und Demütigungen ihrer Klassenkameraden haben die Eltern Alexandra aus der Schule genommen und lassen das intelligente Mädchen von einer Privatlehrerin zu Hause unterrichten. Die Kosten für den Unterricht und die notwendige Krankengymnastik verschlingen den Großteil des Einkommens der Familie. Höhepunkte in Alexandras Freizeit sind die täglichen kleinen Besorgungen, die sie zusammen mit ihrer Mutter erledigt. Während ihre Mutter im Laden einkaufen geht, muss Alexandra jedoch draußen warten, weil die Läden zu enge Eingangstüren und keine Rampen für Rollstühle haben. Manchmal träumt Alexandra von einem großen Haus, einer eigenen Familie und einer Karriere als Anwältin, Psychologin und Heilerin. Denn Alexandra hat eine besondere Gabe: Sie kann Engel sehen und mit ihnen sprechen. Sie glaubt, ihre Mission auf Erden sei, den Menschen durch ihre Behinderung zu zeigen, was echte Probleme sind. Außerdem sei sie dazu berufen, mit Hilfe positiver Energie, die sie von Gott bekommt, Menschen zu heilen. Manchmal sitzt Alexandra stundenlang auf ihrem Balkon und beobachtet den Himmel durch ihr Teleskop. Tagsüber winken ihr dann Engel zu, und nachts sieht sie die Blumen auf dem Planeten Mars.


Sendung aus Deutschland

Fr 28.11.2008 00:35-01:00 (WDR)

Vorletzter Abschied

Walters langjährige Ehefrau Martha ist dement, verwirrt und weit entfernt von der Frau, die Walter einst geheiratet hat. Einen Platz in einem Heim hat er für sie bereits ausgesucht. Nun sind es nur noch wenige Stunden, bis Martha ins Heim zieht. Und Walter muss es ihr noch begreiflich machen.

Horst Sachtleben - Heidy Forster


Sendung aus Deutschland

Fr 28.11.2008 11:30-12:00 (3sat)

Stolperstein
Solo für Stefan

Stefan Tiefenbacher hat es geschafft: Auf einem Open-Air-Festival in Krailling kündigt der Bandleader der Alpenrockgruppe Haindling den Auftritt des einarmigen Saxofonspielers an. Einmal vor großem Publikum zu spielen, das war immer Tiefenbachers Lebenstraum. Seit einem schweren, auch noch unverschuldeten Motorradunfall ist der Musiker körperlich schwer behindert: Schädelhirntrauma, Gedächtnisverlust, Koma. Das linke Bein musste versteift und der linke Arm amputiert werden. Dank intensiver Rehabilitationsmaßnahmen lernte er jedoch, ein relativ normales und eigenständiges Leben zu führen. Die meisten Menschen mit einer solchen Behinderung arbeiten in einer Behinderten-Werkstatt oder leben in einer Behinderteneinrichtung. Stefan Tiefenbacher lernte nicht nur wieder zu sprechen, zu lesen und zu essen, sondern auch, mit einer Hand Saxofon zu spielen. Seine Mutter hatte das Instrument umbauen lassen, damit er es mit einer Hand spielen kann. Musiktherapeuten förderten sein Talent nach dem Unfall intensiv. Heute spielt Stefan Tiefenbacher mit einer Hand Stücke, an denen nicht behinderte Saxofonspieler scheitern würden. Porträt des behinderten Musikers Stefan Tiefenbacher.


Sendung aus Deutschland

Sa 29.11.2008 11:08-11:38 (mdr)
Mo 01.12.2008 09:20-09:50 (mdr)

selbstbestimmt!
Leben mit Behinderung

Thema: Visionen für und von Menschen mit geistiger Behinderung

Stefan Häfner (Klinefelter-Syndrom) hat Visionen. Hochkonzentriert steht er auf einem Stuhl und leimt eine Deckenstütze aus Pappe in sein Modell. Das Kaufhaus ist bald fertig. Es sind 20 Stockwerke, die futuristisch in die Höhe wachsen. Lange hielten seine Eltern die Architekturmodelle für absurde Fantasiegebilde. Heute sind die Schöpfungen des mittlerweile 48-Jährigen gefragte Kunstobjekte, die auch bei Architekten Anerkennung finden. Sogar im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt kann man seine Arbeiten sehen, dort ist seine "Stadt der Zukunft" ausgestellt.


Sendung aus Deutschland

Sa 29.11.2008 11:45-12:45 (DSF)

Normal

Gehörlosenmagazin
Behindertenmagazin


Sendung aus Deutschland

Sa 29.11.2008 12:00-12:30 (hr)

Warm und billig
Deutsche Rentner in Thailand

Die thailändische Ferieninsel Phuket lockt deutsche Rentner an. Denn hier ist das Leben billig, das Klima angenehm warm, und die Frauen sind hübsch. Drei Paare zeigen ihren Alltag als Ruheständler im "Paradies": Willi aus Köln kam auch wegen der Frauen. Heute ist er 75 Jahre alt und lebt mit einer ehemaligen Bardame zusammen. Zurück in die Heimat? Auf keinen Fall. Erich und Christel haben sich auf Phuket ihren Lebenstraum erfüllt: ein Haus am Meer mit Garten, ein Boot und viel Freiheit. Sie wollen hier begraben werden. Auch Ernst aus Esslingen fand sein Glück auf Phuket. Der frühere Hilfsarbeiter wurde arbeitslos und ging. Heute lebt er mit Thai-Frau und Kind in einem hübschen Eigenheim. "In Deutschland wäre ich ein Sozialfall", sagt der 65-Jährige. Auswandern nach Thailand - eine Alternative für deutsche Rentner?


Sendung aus Deutschland

Sa 29.11.2008 12:45-13:00 (Info)

Eine etwas andere Familie
Leben mit Down-Syndrom


Sendung aus Deutschland

Sa 29.11.2008 13:03-13:50 (1extra)

Lebenslinien
Elias soll kommen! - Ein "besonderer" Altenpfleger

Porträt, Deutschland 2005

Elias stammt aus Eritrea. In München wird er oft gerufen, wenn ein "besonderer" Altenpfleger benötigt wird. Mit dem weltgewandten, vielsprachigen Mann können die Senioren sich auch über Kultur, ferne Länder, Politik und Philosophie unterhalten.


Sendung aus Deutschland

Sa 29.11.2008 14:00-14:30 (RBB)

ARD-Ratgeber: Recht

Eines der Themen:

Pflegezeitgesetz - Spagat zwischen Job und Pflege der Angehörigen


Sendung aus Deutschland

So 30.11.2008 18:30-19:00 (hr)
Mo 01.12.2008 05:55-06:25 (hr)

Lautlos glücklich

Reportage

Christian Pflugfelder wandelt zwischen zwei Welten. Zu Hause in Wabern spricht er nur mit den Händen. Wenn er unterwegs ist, benutzt er auch seine Stimme. Er kann sprechen, doch seine Frau und eines seiner Kinder sind gehörlos. Aber das hindert die Familie nicht daran, ihren Alltag locker zu meistern, und Spaß wollen sie natürlich auch haben, so fahren sie immer wieder einmal in ein Konzert. Hören, das kann man auch ohne Ohren. Die Familie, die in einer Welt jenseits der Stille auf eine faszinierende Art funktioniert, ist für Christian Pflugfelder der Dreh- und Angelpunkt in einem Leben mit und für Gehörlose. Als Kind kam er mit gehörlosen Kindern zusammen und war so beeindruckt, dass er sich schon bald als Berufsziel Gebärdendolmetscher gesteckt hatte. Inzwischen ist er über Hessen hinaus als Mittler zwischen zwei Welten aktiv und entdeckt immer neue Herausforderungen. Spannend wird es für ihn, wenn er einem Auszubildenden übersetzt, der versucht, seine Metzgerprüfung in einer ganz normalen Metzgerei abzulegen. Bewegend ist es immer wieder, wenn er mit neuen Menschen zusammen kommt, denen er die Gebärdensprache oder gar das Lormen - eine Sprache für gehörlose Blinde - beibringen muss. Filmautor Sebastian Kisters ist zu Gast in einer außergewöhnlichen Familie und unterwegs mit Christian Pflugfelder, dem sympathischen Gebärdendolmetscher.


Sendung aus Deutschland

Mo 01.12.2008 06:50-07:15 (hr)

Ich will mein Bestes geben - Natalie schwimmt um Gold

Natalie, 14 Jahre alt, ist seit einer schweren Lungenentzündung als Kleinkind geistig behindert. Sie kommt aus einer sportverrückten Familie. Ihr Bruder ist deutscher Meister im Unterwasserrugby und ihr Vater begeisterter Schwimmer - genau wie Natalie. Sie hat sich vorgenommen, in diesem Jahr deutsche Meisterin zu werden und als Schwimmerin an den Olympischen Jugendspielen für geistig behinderte Athleten in Rom teilzunehmen. Da Natalie ein echtes Ausnahmetalent ist, stehen ihre Chancen gar nicht schlecht. Doch erst muss sich Natalie bei den nationalen Sommerspielen in Berlin qualifizieren.


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