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kobinet-nachrichten
17.04.2004 - 19:37
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org
Sa 26.05.2012 10:03 bis 10:50 (tag24)
Mo 28.05.2012 02:02 bis 02:50 (tag24)
Di 29.05.2012 05:30 bis 06:15 (tag24)
Di 29.05.2012 18:30 bis 19:15 (1plus)
Mi 30.05.2012 11:45 bis 12:30 (1plus)
Do 31.05.2012 08:45 bis 09:30 (1plus)
Fr 01.06.2012 05:00 bis 05:45 (1plus)
Di 05.06.2012 01:15 bis 02:00 (SWR)
Gesellschaftsreportage, Deutschland
Autor: Bernd Umbreit
Bernd ist 16 als ein Sommertag sein Leben für immer verändert. Beim Sprung in einen Baggersee bricht er sich den fünften Halswirbel gleich mehrfach. Wie Jürgen, Christian und Jens ist Bernd seit diesem Unfall ein sogenannter Tetraplegiker, ab dem Hals abwärts gelähmt. Mit der verbleibenden Muskelkraft in den Armen, haben die vier zusammen Großes vor: 1.100 Kilometer und 5.500 Höhenmeter in 72 Stunden mit der Muskelkraft der Arme bezwingen. Mit dem Rad, einem speziellen Handbike. Nonstop, Tag und Nacht, von Sonthofen bis Flensburg. Obwohl schon der Alltag eine riesige Herausforderung darstellt. Die Filmemacher Bernd und Heidi Umbreit begleiten die Tour durch Deutschland mit der Kamera. Ihr Film erzählt von den Höhen und Tiefen, vom Aufgeben und Durchhalten. Und er blickt dabei auch zurück auf das, was vor Jahren als Unfall das Leben der vier für immer verändert hat - und wie es trotzdem weiterging. * 1.100 Kilometer und 5.500 Höhenmeter in 72 Stunden mit dem Handbike. Nonstop, Tag und Nacht auf dem Rad, von Sonthofen bis Flensburg. Immer im Wechsel - Bernd, Jürgen, Christian und Jens. Drei Tag lang fahren sie gegen die Zeit und gegen das Wetter, gegen die Gefahren der Strecke und gegen die Schwierigkeiten, die ihnen ihr eigener Körper auferlegt. Vor allem aber gegen Vorurteile. Sie wollen Spenden sammeln für die Forschung im Bereich Rückenmarksverletzungen. Sie wollen Mut machen, und sie wollen etwas bewegen. Obwohl Beweglichkeit genau das ist, was sie verloren haben. Mit der verbleibenden Muskelkraft der Arme kämpfen sie sich mit dem Rad, einem speziellen Handbike, mitten durch Deutschland. Die Filmemacher Bernd und Heidi Umbreit begleiten Jens, Christian, Jürgen und Bernd mit der Kamera. Und erzählen in ihrem Film die Geschichte dieser Tour mit allen Höhen und Tiefen. Der Film blickt dabei auch zurück auf das, was vor Jahren passiert ist - und wie das Leben danach weiterging. Er erzählt von Mut, vom Grenzenüberschreiten und vom Durchhalten. Und auch von der Frage: 'Wem wollen wir eigentlich was beweisen?
Sa 26.05.2012 10:15 bis 11:45 (BR)
Fernsehfilm, Deutschland 2009
Regie: Bernd Böhlich
Autor: Michael Demuth, Inés Keerl, Andreas Knaup
Musik: Andreas Hoge
Im Zentrum der Geschichten stehen Moritz und Linda. Die Eltern der Geschwister betreiben in Halle eine Eckkneipe. In 'Bei uns und um die Ecke' begegnen sich Menschen, schneiden und berühren sich deren Lebensläufe und Schicksale. Die Kneipe, der Kietz und die Schule der Kinder bilden den Rahmen für die erzählten Geschichten. Artikel 1, 2, 3, 5, 6 und 10 geben das Thema vor für die skizzierte fiktionale Wirklichkeit, in der die Kinder oder ihre Freunde mit den Regeln und Normen des Grundgesetzes kollidieren, Konflikte lösen oder aber Grundregeln des Grundgesetzes durchsetzen. 'Bei uns und um die Ecke' ist eine unterhaltsame, spannende und lehrreiche Lektion in Sachen praktischer Demokratie. Artikel 1: 'Die Würde des Menschen ist unantastbar.' Mo ist sauer auf Justin! Wegen des Neuen aus der 2b sitzt er beim großen Fußball-Turnier der Hallenser Grundschulen nur auf der Bank! Und auch Yannik und Sven sind mächtig stinkig auf das große Fußballtalent. Gerade mal zwei Wochen ist der 'Asi', der noch nicht mal richtige Fußballschuhe hat, auf ihrer Schule, und schon ist er Trainer Lammers Liebling und wirbelt die gesamte Mannschaftsaufstellung durcheinander! Das gibt Rache! Die drei setzen Justin schlimm unter Druck: Er solle sich bloß nicht trauen, zum Turnier zu kommen! Einen, wie ihn, den wollen die nämlich nicht in der Mannschaft haben! Artikel 2: 'Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.' Linda ist seit kurzem Sängerin einer Fantasy-Folk-Band. Doch ihre Meinung und ihr Outfit stoßnen nicht nur bei ihrer Familie auf Misstrauen. Ihr Mitschüler Georg greift sie körperlich an und will sie zwingen, wieder 'normal' zu werden. Dabei stellt er ihr ein Ultimatum bis zum nächsten Tag. Doch Linda wird sich 'einem Georg' nicht beugen. Artikel 3: 'Niemand darf wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.' Linda hat ihren Chat-Freund Peter zu ihrer ersten großen Geburtstagsparty eingeladen. Als Peter eintrifft, ist das für Linda ein Schock, Peter ist behindert. Linda fühlt sich von Peter hintergangen, weil der ihr seine Behinderung bislang verschwiegen hat. Sie spürt, dass Peters Anwesenheit auf einige Gäste befremdlich wirkt und zu kränkenden und abfälligen Äußerungen führt. Peter verlässt diem Party. Für ihn ist Linda eine der vielen anderen, die Behinderte ausgrenzen. Als sie aber gemeinsam ins Kino gehen, wird klar, dass sie beide normal miteinenader umgehen können. Artikel 5: 'Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.' Ungerechtigkeiten in Lehrer Schuckmanns Matheunterricht bringen Linda und die Nachwuchsredakteure der Schülerzeitung auf die Idee, endlich auch einmal Leistung und Unterrichtsqualität der Lehrer zu bewerten. Ein Fragenkatalog wird erstellt, an alle Schüler verteilt und ausgewertet. Das Ergebnis soll in der Schülerzeitung 'Pausenfüller' veröffentlicht werden, aber Lehrer Schuckmann, der dahinter kommt und sich persönlich angegriffen fühlt, untersagt ihnen rigoros die Verteilung! Linda und ihre Freunde finden dennoch einen Weg, ihr Recht auf freie Meinungsäußerung zu verteidigen und das Umfragergebnis in der Schule publik zu machen. Artikel 6: 'Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht.' Artikel 10: 'Das Briefgeheimnis sowie das Post- und Fernmeldegeheimnis sind uverletzlich.'
Lukas Sickert ("Moritz Grundmann") - Fabienne Haller ("Linda Grundmann") - Isabel Tuengerthal ("Ina Grundmann") - Stefan Feddersen-Clausen ("Max Grundmann") - Dieter Montag ("Konrad Schramm") - Max Urlacher ("Lehrer Lammer") - Dominique Horwitz ("Wolfgang Schuckmann") - Johann Lukas Sickert ("Moritz Grundmann")
Sa 26.05.2012 10:50 bis 10:55 (tag24)
Porträt, Deutschland
Jutta Münz hatte bereits drei Töchter, die aus dem Gröbsten heraus waren, als sie mit 42 erneut schwanger wurde. Dann die Hiobsbotschaft: Das Kind würde mit Down-Syndrom zur Welt kommen, also behindert sein. Die Ärzte rieten zum Abbruch der Schwangerschaft. Doch die Katholikin entschied sich anders. 'Wir haben immer gesagt, wir nehmen die Kinder so an, wie sie uns von Gott geschenkt werden.' Die Entscheidung des Ehepaars löste in ihrem Umfeld Unverständnis, Mitleid und sogar offene Ablehnung aus.
Sa 26.05.2012 12:15 bis 12:55 (SFzwei)
So 27.05.2012 09:50 bis 10:20 (SF info)
So 27.05.2012 16:05 bis 16:35 (SF info)
Die Sendung über Konsum, Geld und Arbeit
Magazin, Schweiz 2012
Moderation: Ueli Schmezer
Spardruck bei der IV: Unfaire Gutachter in der Kritik
Handy-Abzocke im Ausland: Schweizer Kunden im Nachteil
Blitzlicht-Epilierer im Test: Nicht für jeden Hauttyp geeignet
Streit um Mietvertrag: Vermieter duldet kein hyperaktives Kind
Spardruck: Unfaire IV-Gutachter in der Kritik
15 Mrd. Franken: So viel muss die IV sparen. Sie tut dies auf Kosten von körperlich stark Behinderten, denen sie die Rente verwehrt. «Kassensturz» deckt auf, wie willkürlich medizinische Gutachter vorgehen und zeigt, warum diese Rechnung am Schluss auf Kosten der Steuerzahler geht.
Sa 26.05.2012 12:25 bis 12:53 (mdr)
Magazin
Moderation: Jennifer Sonntag
Gäste: Alice Schwarzer, Joey Kelly, Marc Marshall
Wenn Schönheit ein Duft wäre, wie würde der für Sie riechen? Was antwortet Alice Schwarzer wohl auf diese Frage? Ist sie irritiert, etwa so wie Joey Kelly, als er seine ganz persönliche Lebensaufgabe definieren soll? Jennifer Sonntag stellt diese Fragen, hört genau hin, lässt sich vor allem von der Aura ihrer Gäste inspirieren, denn Jennifer Sonntag ist blind. Sie orientiert sich ausschließlich über ihr Gespür. So merkt sie auch, auf welche Erkundungsreise sich ihr Gegenüber einlässt, welche Fragen sie stellen kann. Und so erfährt sie zum Beispiel auch, welche Sinnesfreuden Marc Marshall besonders liebt. Seit 2008 fordert Jennifer Sonntag in der Sendung selbstbestimmt! Prominente zu anderen Sichtweisen auf. Ganz unkonventionell und immer wieder überraschend lenkt sie vom Sehsinn ab, um andere Sinne zu schärfen. Es sind die Lebensthemen, die sie vor allem interessieren. Was ist Glück, was der Sinn des Lebens? Wonach strebt man, was ist das Ziel? Erfolg, Karriere, Familie? Was bleibt?
Sa 26.05.2012 20:15 bis 21:45 (1festival)
Mi 30.05.2012 18:30 bis 20:00 (1festival)
Do 31.05.2012 07:30 bis 09:00 (1festival)
Do 31.05.2012 12:30 bis 14:00 (1festival)
Drama, Deutschland 2011
Regie: Marc Andreas Bochert
Autor: Christopher Kloeble
Im Jahr 2006 verabschiedeten die Vereinten Nationen die 'UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen', die Inklusion auf allen Ebenen der Gesellschaft fordert. Deutschland ist seit der Unterzeichnung zu deren Umsetzung verpflichtet.
Steffi und Paul sind die 'Neuen'. Beide sind anders als die anderen. Das Mädchen ist intelligent und sitzt im Rollstuhl, der Junge ist geistig zurückgeblieben. Die Neuankömmlinge sollen in die 9. Klasse der Rousseau-Gesamtschule inkludiert werden. Was heißt das, für die Mitschüler, die Lehrer, die Eltern und für die beiden jungen Menschen selbst? Die Inklusion von Steffi Harder und Paul Fischer an der Rousseau-Schule gestaltet sich schwierig. Klassenleiter Albert, der fest an das Programm glaubt, versucht alles Menschenmögliche. Doch die zynische Steffi tyrannisiert ihre Mitschüler verbal und gibt sich kaum Mühe im Unterricht - während der zurückgebliebene Paul sich anstrengt, aber wegen seiner langsamen Auffassungsgabe nur wenig erreicht. Zudem stellen sich sowohl überforderte Lehrer als auch besorgte Eltern gegen das Projekt. Sie glauben, dass Steffi und Paul andere, weiter fortgeschrittene Schüler in ihrer Entwicklung bremsen. Die Atmosphäre ist angespannt und das nicht nur in der Schule. Dann kommt es zu einem Zwischenfall. Hintergrund: Was ist Inklusion? 'Inklusion' bedeutet, dass alle Menschen das gleiche Recht auf volle Teilhabe an der Gesellschaft haben und zwar unabhängig davon, ob und wie stark Einzelne dabei unterstützt werden müssen. Bestehende Strukturen und Auffassungen sollen so verändert werden, dass die Unterschiedlichkeit der Menschen zur Normalität wird. Anders als etwa bei der 'Integration' geht es hierbei also nicht so sehr um die Eingliederung von bisher ausgeschlossenen Personen in eine bestehende Gruppe als vielmehr um die grundsätzliche Anerkennung von Unterschiedlichkeiten und den Abbau von Barrieren jeglicher Art.
Paula Kroh ("Steffi Harder") - Max von der Groeben ("Paul Fischer") - Florian Stetter ("Albert Schwarz") - Sophie Schuberth ("Marie Teck") - Julia Brendler ("Claudia Schwarz") - Milena Dreißig ("Laura Fischer, Pauls Mutter") - Kirsten Block ("Direktorin")
Sa 26.05.2012 20:15 bis 21:45 (ZDF)
TV-Krimi, Deutschland 2009
Regie: Peter Kahane
Autor: Astrid Ströher
Musik: Tamás Kahane
Stubbe ermittelt in dem rätselhaften Mord an Justus Trautmann, einem ehemaligen Autohausbesitzer, der erstochen auf dem Küchenfußboden seiner Villa in einer ruhigen Hamburger Wohngegend aufgefunden wird. Alles deutet darauf hin, dass der Ermordete einem Einbrecher zum Opfer gefallen ist. Eine Tatwaffe ist am Tatort jedoch nicht zu finden, und die vermeintlich einzigen Zeugen, die polnische Haushälterin und Annegret Trautmann, die demenzkranke Ehefrau des Opfers, sind spurlos verschwunden. Doch dann wird die verwirrte und verängstigte Ehefrau des Opfers orientierungslos in der Stadt aufgefunden. In ihrer Handtasche entdeckt man die blutverschmierte Tatwaffe. Ob er will oder nicht, muss Stubbe auch die Möglichkeit eines tragischen, durch Annegrets Krankheit verursachten Unfalls in Betracht ziehen. Doch die Vernehmung Annegrets liefert keine verwertbaren Ergebnisse. Im weiteren Verlauf der Ermittlungen rückt ein ehemaliger Geschäftspartner des Toten ins Fadenkreuz, der wenige Tage vor dem Mord mit diesem eine heftige Auseinandersetzung hatte. Je mehr Stubbe sich dieser Fährte widmet, umso mehr muss er sich auch mit den Konflikten innerhalb der Familie Trautmann aus-einandersetzen. Unterdessen beginnt Stubbes Tochter Christiane hochmotiviert ihren ersten festen Job in der Lokalredaktion einer Hamburger Zeitung und hat dabei mit dem obligatorischen Platzhirschgehabe ihrer neuen Kollegen zu kämpfen. Auch die ersten journalistischen Aufgaben sind nicht das, was sie sich vorgestellt hat. Als sich ihr endlich eine erste ernstzunehmende Chance bietet, wird ihr ausgerechnet der aufdringliche, sich für unwiderstehlich haltende Pressefotograf Helge zugeteilt. Doch dann kommt alles anders als erwartet.
Kriminalhauptkommissar Wilfried Stubbe zieht von Dresden nach Hamburg und arbeitet dort als Ermittler in Mordfällen. Anfangs fremdelt er sehr mit der neuen Heimat. Auch die Zusammenarbeit mit seinem peniblen Kollegen Bernd Zimmermann ist zu Beginn schwierig. Während der sich stark an Fakten orientiert, ist Stubbe ein eher emotionaler Ermittler.
Kasia Naumow ("Olga Klimcyk") - Knud Riepen ("Max") - Laurin Lüdke ("Finn") - Armin Dillenberger ("Karl Hummer") - Ingrid Stein ("Utta Rühne") - Heike Falkenberg ("Heimleiterin") - Hannes Stelzer ("Herr Blum") - Wolfgang Stumph ("Wilfried Stubbe") - Stephanie Stumph ("Christiane Stubbe") - Margret Homeyer ("Charlotte Hoyn") - Lutz MacKensy ("Bernd Zimmermann") - Ingeborg Westphal ("Annegret Trautmann") - Thomas Huber ("Martin Trautmann") - Victoria Trauttmansdorff ("Ina Trautmann") - Marlon Kittel ("Hannes Trautmann") - Helene Grass ("Rosinsky") - Wanja Mues ("Helge") - Friedhelm Ptok ("Justus Trautmann") - Hannes Hellmann ("Herr Weber") - Carolin Spiess ("Frau Wiesenweiss") - Ralph Misske ("Manfred Freidel")
So 27.05.2012 04:45 bis 05:30 (1plus)
Mo 28.05.2012 01:45 bis 02:30 (1plus)
Aktuelles Magazin für Wirtschaft und Verbraucher
Deutschland 2012
Moderation: Jo Hiller
Abzocke beim Ölwechsel: teurer Hightech-Saft
'Markt' mischt sich ein: Traumterrasse mit Kratzern
Petri Heil!: Angelsets vom Discounter im Praxistest
Pillen-Abonnement: Senioren ausgenutzt
Alles geregelt: 'plietsch' erklärt die DIN-Norm
Schummel bei Sauce hollandaise: Täuschung mit Industrieprodukt?
'Markt'-Aktion: Korkenzieher-Test auf dem 'Landpartie'-Fest
Im Alter geistig fit bleiben, das ist eines der vorrangigsten Ziele von Senioren. Damit sie dieses erreichen, sind viele ältere Menschen auch gerne bereit, spezielle Präparate aus Gingko einzunehmen. Firmen nutzen dies aus und wollen die entsprechenden Pillen gleich im Abonnement verkaufen, obwohl dies so gar nicht abgemacht war.
So 27.05.2012 14:05 bis 14:55 (SF1)
Kinderreportage, Deutschland 2012
Autor: Claudia Frey-Heim
Von einer Sekunde auf die andere änderte sich das Leben des ehrgeizigen Sportlers und Studenten Christian Wenk: Mit seinem Rennbike raste er in ein geparktes Auto. Er merkte sofort, dass er querschnittgelähmt war. Aus der Traum vom Sport, vom Abschluss des Medizinstudiums, der Musik - und der Liebe? Nicht für Christian Wenk. Er schaut in die Zukunft, setzt sich etappenweise neue Ziele und gibt nicht auf. Hier kommt ihm sein im Sport angeeigneter Ehrgeiz und Durchhaltewille zugute. Dem Sport bleibt er treu. Als Cheftrainer bereitet er das Handbike-Nationalteam auf die Paralympics vor. Auch die Musik spielt weiterhin eine wichtige Rolle in seinem Leben, zudem hat er sein Studium abgeschlossen. Und er lebt mit seiner Freundin zusammen. Vier Jahre später will Röbi Koller wissen, wie es Christian Wenk heute geht. Wie steht es um seine unbändige Energie? Wie steht es um seine sportlichen und beruflichen Ambitionen - und vor allem: Wie steht es um die Liebe? Christian Wenk ist zusammen mit seiner Frau Jacqueline Wenk-Hartmeier im Gespräch bei Röbi Koller.
Mo 28.05.2012 12:30 bis 14:00 (RBB)
Fernsehfilm, Deutschland 2010
Regie: Ilse Hofmann
Autor: Johannes Lackner, Monika Peetz
Musik: Jochen Schmidt-Hambrock
Kamera: Johannes Kirchlechner
Anna Lechner (Gesine Cukrowski) hat das große Los gezogen: Sie liebt ihre Arbeit als Blumengroßhändlerin in Amsterdam, und sie hat in Ed Verkerk (Daan Schuurmans), einem ambitionierten Tulpenzüchter, ihren Traummann gefunden. Das Einzige, was zum vollkommenen Glück fehlt, ist ein Kind. Da es aber mit eigenem Nachwuchs nicht klappt, wollen Anna und Ed nun ein Baby adoptieren. Doch bevor es so weit ist, erhält Anna eine bestürzende Nachricht: Ihr gesundheitlich angeschlagener Vater Wenzel (Arthur Brauss) liegt im Krankenhaus. Sofort eilt Anna in die Heimat nach München. Auf dem Sterbebett nimmt ihr Wenzel das Versprechen ab, dass Anna sich um ihre jüngere Schwester Lilli (Chiara Schoras) kümmern möge. Lilli ist das komplette Gegenteil der selbstbewussten Anna. Seit einem schweren Autounfall in Kindheitstagen, bei dem die Mutter starb, ist Lilli gehbehindert und muss eine Beinschiene tragen. Lilli, voller Komplexe wegen ihrer Behinderung, ist nicht in der Lage, den Familienbetrieb, einen Blumenversandhandel, zu leiten. Anna bleibt vorerst in München, um Lilli unter die Arme zu greifen, und fällt schnell zurück in ihre alte Rolle als Lillis Beschützerin, wodurch sich Lilli aber prompt bevormundet fühlt. Es kommt zu Spannungen zwischen den Schwestern. Dennoch bringt Anna es nicht über sich, Lilli alleinzulassen, und setzt so ihr Glück mit Ed aufs Spiel. Lilli ahnt von Annas Problemen nichts, denn gerade jetzt scheint sich für sie alles zum Guten zu wenden, lernt sie doch den sympathischen, engagierten Arzt Lorenz (Beat Marti) kennen. Lorenz hat eine neue Operationsmethode entwickelt, durch die Lilli vielleicht geheilt werden kann. Und er gibt ihr das Gefühl, eine attraktive junge Frau zu sein, nicht nur eine bemitleidenswerte Behinderte. Lilli schwebt im siebten Himmel, was Anna wiederum skeptisch macht, befürchtet sie doch, dass Lorenz falsche Hoffnungen in Lilli weckt. Sie stellt ihn zur Rede. Unglücklicherweise beobachtet Lilli dieses Treffen - und glaubt, dass Anna ihr den Mann ausspannen will.
Dieter Fischer ("Herr Huberdinger") - Angelika Bender ("Margarethe Simon") - Arthur Brauss ("Wenzel Lechner") - Beat Marti ("Lorenz Bergmann") - Daan Schuurmans ("Ed Verkerk") - Chiara Schoras ("Lilli Lechner") - Gesine Cukrowski ("Anna Lechner")
Mo 28.05.2012 18:00 bis 18:30 (1festival)
Di 29.05.2012 03:30 bis 04:00 (1festival)
Di 29.05.2012 07:00 bis 07:30 (1festival)
Staffel 14: Episode 11
Familienserie, Deutschland 1998
Regie: George Moorse
Autor: Michael Meisheit
Kamera: Jürgen Meyer
Anna hat es wirklich nicht leicht. Zu der Sorge um das behinderte Kind in ihrem Bauch kommt eine weitere hinzu. Sarah liegt krank im Bett. Anna ist heilfroh, dass Valerie sie bei der Pflege der kleinen Patientin unterstützt. Die werdenden Mütter nutzen die Gelegenheit, um ein ausführliches Gespräch über Kinder mit Down-Syndrom zu führen. Was beide nicht ahnen: Sarah hat ihr Krankenlager verlassen und belauscht das Gespräch. Aber Anna kann erleichtert sein. Sarah freundet sich schnell mit dem Gedanken an, dass das Kind behindert ist. Ganz anders reagiert 'Tiger Tom' - er wehrt sich entschieden gegen den Nachwuchs. Aufbruchstimmung im Hause Sarikakis. Nach dem großen Fest der letzten Woche machen sich die Angehörigen der Jungvermählten auf den Heimweg. Panaiotis jedoch mag sich gar nicht von seinem Sohn trennen. Er macht Vasily einen unerwarteten Vorschlag. Panaiotis möchte, dass Vasily mit ihm nach Griechenland kommt. Aber Vasily hat im Moment ganz andere Sorgen: Er fürchtet, Mary zu verlieren, weil John unerwartet wieder aufgetaucht ist. Olaf freut sich diebisch. Sein hinterlistiger Plan hat funktioniert. Dank der Hilfe von Pia ist er wieder Chef im ehemaligen Blumenladen. Sofort beginnt Olaf mit der Renovierung. Nach dem Motto 'Schuster bleib' bei deinen Leisten' versucht Olaf mit einem Schuhmacherladen in der Lindenstraße Fuß zu fassen. Seine Jubelstimmung gilt nicht nur der neu gegründeten Existenz. Schließlich ist die Eröffnung des Geschäfts auch ein Triumph über seinen Rivalen Vasily.
Seit mehr als 25 Jahren ist Hans W. Geissendörfers Soap-Klassiker mittlerweile auf Sendung. So konnte schon mehr als eine Generation miterleben, was die Familien und Singles in der Lindenstraße alles erleben. Immer wieder werden auch politische Ereignisse aus dem realen Leben aufgegriffen.
Irene Fischer ("Anna Ziegler") - Julia Stark ("Sarah Ziegler") - Nadine Spruß ("Valerie Zenker") - Johannes Scheit ("Tom Ziegler") - Domna Adamopoulou ("Elena Sarikakis") - Kostas Papanastasiou ("Panaiotis Sarikakis") - Hermes Hodolides ("Vasily Sarikakis")
Di 29.05.2012 05:00 bis 06:00 (arte)
Sa 02.06.2012 01:50 bis 02:45 (arte)
Kulturmagazin, Deutschland, Frankreich 2012
Eines der Themen
Ron Kovic: Krieg dem Krieg!
Ron Kovic überlebte, allerdings querschnittsgelähmt, die Hölle von Vietnam und kehrte als Kriegsopfer und Held in die USA zurück. Geboren in Wisconsin am 4. Juli 1946, dem amerikanischen Nationalfeiertag, trat er 1964 den Marines bei und meldete sich freiwillig nach Vietnam. Am 20. Januar 1968 wurde er bei einem Angriff auf ein vietnamesisches Dorf an der Wirbelsäule getroffen. Zurück in der Heimat wurde Ron Kovic in ein New Yorker Krankenhaus eingeliefert, in dem Vietnam-Veteranen wie in einem Sterbeheim ihrem Schicksal überlassen wurden. Der Schock war groß für den 22-jährigen Soldaten, der sich von dem Land, für das er gekämpft hatte, betrogen fühlte. Von da an mutierte er zum Anti-Kriegs-Aktivisten. Ron Kovics Lebensgeschichte wurde 1989 von Oliver Stone, ebenfalls ein Vietnam-Veteran, in 'Geboren am 4. Juli' verfilmt, mit Tom Cruise in der Hauptrolle. Seither ist er das Gesicht der amerikanischen Anti-Kriegsbewegung.
Di 29.05.2012 06:15 bis 06:45 (1extra)
Fr 01.06.2012 23:00 bis 23:30 (1extra)
Aus Kirchen und Religionen
Dokureihe, Deutschland
Autoren: Jule Sommer, Udo Kilimann
Eine Familie im Schock: Der 72-jährige Vater ist nach einem schweren Schlaganfall bettlägerig. Im Krankenhaus hat er sich soweit erholt, dass er ansprechbar ist, aber sich alleine versorgen, waschen, zur Toilette gehen, kann er nicht, und es ist nicht klar, ob er seinen Alltag jemals wieder selbständig wird verrichten können. Schon in zwei Wochen soll er aus dem Krankenhaus entlassen werden, womit die Familie plötzlich in eine Extremsituation rutscht: Die Kinder und die Ehefrau wollen die tägliche Pflege des Vaters selbst schaffen, auch wenn sie bisher noch keine Erfahrungen damit haben. Das Krankenhaus lässt die Familie nicht alleine. In der Großklinik Bergmannsheil in Bochum haben sie Unterstützung durch einen sogenannten Pflegecoach bekommen. Christiane Olthoff-Struck fängt bereits auf der Station an, der Familie Anleitungen im Umgang mit dem bettlägerigen Vater zu geben: Wie kann der korpulente Mann aus dem Bett in den Rollstuhl gehoben werden? Welche Ernährung und Medikamente sind wichtig? Wie funktionieren Waschen und Hygiene? Nach der Entlassung besucht Schwester Christiane die Familie auch zu Hause, berät beim behindertengerechten Umbau und vermittelt eine Selbsthilfegruppe. Trotz der Pflegetrainerin kommt es immer wieder zu Tränen, Frust, Ärger, Verzweiflung. 24 Stunden Pflege zu Hause ist ein Knochenjob. Aber es gibt auch schöne Momente, wenn Papa sich nach dem Rasieren und Zähneputzen wohl fühlt und dankbar lächelt. Die gemeinsame Aufgabe stärkt den Familienzusammenhalt. Letztendlich ist sich die Familie sicher: Papa soll auf keinen Fall ins Heim. So lange es irgend geht, möchten seine Angehörigen die Pflege zu Hause schaffen.
Di 29.05.2012 09:15 bis 09:45 (mdr)
Magazin
Moderation: Jennifer Sonntag
Di 29.05.2012 14:55 bis 16:15 (1festival)
Mi 30.05.2012 04:10 bis 05:30 (1festival)
Sa 02.06.2012 10:45 bis 12:05 (1festival)
Porträt, Deutschland
Autor: Florian Fickel
Der Regisseur recherchierte über ein Jahr, um seine zwei Protagonistinnen, die blinde Maren, 16 Jahre alt, und die sehende Kordula, 18 Jahre alt, zu finden. Erst am Flughafen von New York lernten sich die beiden kennen. Von diesem Zeitpunkt an dokumentierte er das Zusammentreffen zweier Mädchen mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen in einer ihnen fremden, pulsierenden Weltstadt. Der Filmemacher begleitete sie bei ihren Streifzügen durch New Yorks endlose Straßen.
Mi 30.05.2012 15:00 bis 15:30 (BRalpha)
Do 31.05.2012 10:30 bis 11:00 (BRalpha)
Magazin, Deutschland 2012
"Ich sehe keine Menschen mit Behinderung, ich sehe Musiker!" Das sagt Andi Hörhammer, wenn er über seine Bandkollegen spricht. Hörhammer arbeitet als Betreuer im Wohnheim Freising. Vor etwa zehn Jahren entstand die Band "Meister Aubeck", in der er als Gitarrist mit zwei weiteren Betreuern und fünf Heimbewohnern Musik macht.
Mi 30.05.2012 17:00 bis 17:45 (1festival)
Do 31.05.2012 04:00 bis 04:45 (1festival)
Do 31.05.2012 09:45 bis 10:30 (1festival)
Dokumentation
Autor: Gabriele Dinsenbacher
Das alte Fuggerschloss Blumenthal liegt zwischen Aichach und der Wallfahrtskirche Maria Birnbaum nordöstlich von Augsburg. Der Holzbildhauer Siggi Zecherle hatte in einem der maroden Gebäude seine Werkstatt. Als die Schlossanlage zum Verkauf stand, hatte Siggi eine Idee: Menschen zusammenzutrommeln, die mit ihm die alte Anlage kaufen und neu beleben wollten. Zehn Familien unterschiedlichster Herkunft, auch unterschiedlicher kultureller und religiöser Prägung, haben sich zu diesem Dreigenerationen-Projekt zusammen gefunden, das Schloss 2006 von den Fuggern gekauft und sind in die alten Mauern gezogen. Getragen von der Idee, dem entgegenzuwirken, was die weitgehende Auflösung der Großfamilien in unserer Gesellschaft an 'Vereinzelung' hervorgebracht hat. Die neuen Blumenthaler Schlossherrinnen und -herren gingen zielstrebig und systematisch vor. Zuallererst sorgten sie für die gemeinschaftlich getragene Betreuung von Kindern und Senioren. Dann sanierten sie ein Gebäudeteil nach dem anderen, nahmen Biergarten und Restaurant in Betrieb, organisierten Veranstaltungen, Hochzeiten in der Schlosskirche, Konzerte, Ausstellungen und Tanzveranstaltungen in großen Räumen und Kreuzgewölben. Diese 'Schlossgeschichte' zeigt, wie Menschen in Eigeninitiative unser kulturelles Erbe schützen und es sinnvollen, zeitgemäßen Nutzungen zuführen.
Do 31.05.2012 22:00 bis 22:30 (SWR)
Fr 01.06.2012 01:55 bis 02:25 (SWR)
Mo 04.06.2012 18:30 bis 19:00 (1plus)
Di 05.06.2012 11:45 bis 12:15 (1plus)
Mi 06.06.2012 08:45 bis 09:15 (1plus)
Do 07.06.2012 05:00 bis 05:30 (1plus)
Fr 08.06.2012 02:00 bis 02:30 (1plus)
Wissenschaftsmagazin, Deutschland
Moderation: Dennis Wilms
Weil die Pflege zu aufwendig ist werden einer neuen Studie zu Folge ca. 360.000 Demenzkranke mit Psychopharmaka ruhig gestellt. Damit nicht genug. Offenbar kassieren manche Pflegeheime trotzdem die höchste Pflegestufe und verdienen so am Leiden der Patienten. Ein Skandal, zumal viele der eingesetzten Psychopharmaka tödliche Risiken für Demenzkranke haben. 'Odysso' berichtet über eine tickende Zeitbombe in Pflegeheimen, zeigt warum zu viel Fastfood depressiv machen kann und wie Psychotherapie das Gehirn verändert.
Do 31.05.2012 22:45 bis 23:35 (arte)
Tierdoku, Deutschland 2012
Autor: Dorothee Kaden
Reiten verbessert die Haltung und stärkt den Rücken. Doch dass der Umgang mit Pferden heilende Wirkung für körperliche wie seelische Leiden hat, ist umstritten. Die Dokumentation beschäftigt sich zum einen mit der neuesten Forschung auf diesem Gebiet, zum anderen begleitet sie über mehrere Monate schwer kranke Menschen, die mit Hilfe von Pferden einen Weg zurück ins Leben finden. So war es bei Monika nach einem schweren Unfall lange ungewiss, ob sie überleben würde. Sie lag im Wachkoma. Kaum ein Mensch konnte in den ersten Monaten ahnen, wie es ihr ging. Felicità hingegen, ihre Therapiestute, erreichte die Patientin. Auf kleinste, für Menschen kaum sichtbare Muskelbewegungen konnte sie reagieren. Immer wieder hielt das Pferd minutenlang inne. Blies mit seinen weichen Nüstern auf bestimmte Stellen des Körpers oder stupste sie rhythmisch an, um eine Reaktion von Monika zu erhalten. Von Therapiestunde zu Therapiestunde gelang es Monika besser, auf die Kommunikationsangebote des Pferdes zu reagieren. Kommunikation ohne Worte, die an früheste und wichtigste Erfahrungen als Säugling anknüpft. Besonders dann, wenn sich Menschen nicht ausdrücken können oder wollen, ist das Pferd ein großartiger Vermittler. Das zeigt das Beispiel von Luise. Das Mädchen sprach kein Wort, als es seine Therapie begann. Sie war gefangen in ihrer ganz eigenen Welt. Nichts ließ sie mehr heraus, nichts herein; auch keine Nahrung: Sie war kurz vorm Verhungern und musste mit einer Sonde ernährt werden. Erst als Pferde ihre Ko-Therapeuten wurden, fand sie zur Sprache zurück. Die therapeutische Arbeit mit dem Pferd zielt immer gleichzeitig auf Körper und Seele. Monika, die nach wie vor an den Rollstuhl gefesselt ist, profitiert auch körperlich sehr stark von den Therapiestunden mit und auf dem Pferd. Die Bewegungen stimulieren und stärken nicht nur die Muskeln, sondern senden auch Signale an das Nervensystem. Bezahlt wird diese Therapie von den Krankenkassen nicht. Denn es gibt zwar viele gute, sogar erstaunliche Erfolge, aber wenige wissenschaftliche Belege.
Fr 01.06.2012 11:30 bis 12:00 (3sat)
Dokumentation, Deutschland
Autor: Michael Bernstein
Promotion mit Ende 20, Habilitation mit Mitte 30 und keine zehn Jahre später Universitätsprofessur und Leitung des Forschungslabors für experimentelle Neurochirurgie an der TU München - der berufliche Werdegang von Professor Dr. Ute Lindauer liest sich wie die Erfolgsstory einer zielstrebigen Frau. Doch das ist nicht die ganze Geschichte. Ihre Beine kann Ute Lindauer kaum gebrauchen, wegen Spina bifida, mit der sie auf die Welt kam. Doch mit ihren Krücken schafft sie es überall hin. Vor allem ihrer Mutter verdankt sie es, dass sie ihren Weg gehen konnte. Trotzdem versteht sie nicht, dass viele Menschen davon überzeugt sind, sie habe es durch ihre Behinderung schwerer im Leben als andere. Ein seltsamer Gedanke, der nach ihrer Ansicht seine Ursache in einer falschen Perspektive hat. Deswegen engagiert sie sich auch als Kuratoriumsvorsitzende beim Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft in Berlin - einem Institut, das wissenschaftlich fundierte neue Ethikkonzepte entwickeln will, die der Entsolidarisierung und Stigmatisierung entgegenwirken. Der Film aus der Reihe 'Aus andere Sicht' begleitet Ute Lindauer in ihrem Alltag.
Fr 01.06.2012 12:00 bis 12:30 (3sat)
Berufsporträt, Deutschland 2011
Autor: Claudia Dejá
Meist werden sie mit Misstrauen beäugt, die vom Gericht bestellten Berufsbetreuer. Schließlich sollen sie für einen anderen Menschen Entscheidungen treffen - oft auch über dessen Eigentumsverhältnisse. Da ist der Vorwurf der persönlichen Bereicherung nicht weit. Michael Schöttler kennt das negative Image seines Berufsstandes. Aber er kümmert sich um die, die am Rand der Gesellschaft stehen, mit ihrem Leben alleine nicht mehr klarkommen und Unterstützung brauchen. Er hat dafür gesorgt, dass der alkoholkranke Egbert W. eine eigene Wohnung gefunden hat, dass der geistig behinderte Stefan D. seinen Alltag selbstständig in den Griff bekommt und der bettlägerige Fritz H. eine angemessene Pflege erhält. Schöttler ist täglich damit konfrontiert, wie trostlos das Leben sein kann. Die Dokumentation 'Der Engel der Hilflosen' zeigt einen Menschen, der trotz der erschütternden Lebensumstände, denen er täglich begegnet, nicht abgestumpft ist, sondern seinen Betreuten mit Respekt und Offenheit begegnet.
Fr 01.06.2012 12:30 bis 13:00 (3sat)
Dokumentation, Deutschland
Autor: Galina Breitkreuz
Anni Bober lässt sich jeden Freitagmorgen die Haare frisieren. Israel John Gutman beginnt diesen besonderen Tag der Woche mit seinem üblichen 90-minütigen Gymnastikprogramm. Die beiden über 90-Jährigen gehören zu den Bewohnern der Budge-Stiftung, einem jüdisch-christlichen Altenwohnheim im Osten von Frankfurt am Main. Die jüdischen Senioren haben den Holocaust überlebt, einige in Konzentrationslagern, die meisten, weil sie aus Deutschland fliehen konnten. Die Heimbewohner haben in Rabbi Andrew Steiman einen guten Freund gefunden. Der Höhepunkt jeder Woche ist für alle der Schabbat. Die Dokumentation 'Die Alten und der Rabbi' begleitet die Bewohner der Budge-Stiftung am Schabbat.
Sa 02.06.2012 06:05 bis 06:35 (hr)
Sa 02.06.2012 07:20 bis 07:50 (WDR)
Sa 02.06.2012 07:30 bis 08:00 (NDR)
Sa 02.06.2012 09:45 bis 10:15 (BR)
Sa 02.06.2012 11:55 bis 12:25 (mdr)
So 03.06.2012 07:00 bis 07:30 (SWR)
Mi 06.06.2012 15:00 bis 15:30 (BRalpha)
Sa 09.06.2012 06:05 bis 06:35 (hr)
Sa 09.06.2012 07:20 bis 07:50 (WDR)
Sa 09.06.2012 07:30 bis 08:00 (NDR)
Sa 09.06.2012 09:45 bis 10:15 (BR)
Sa 09.06.2012 10:00 bis 10:30 (RBB)
Sa 09.06.2012 11:55 bis 12:25 (mdr)
So 10.06.2012 07:00 bis 07:30 (SWR)
Ein Wochenmagazin für Hörgeschädigte
Magazin, Deutschland 2012
Das Magazin bereitet Informationen aus allen gesellschaftlichen Bereichen, von Arbeitswelt über Kultur bis hin zu politischen und behindertenspezifischen Themen für Hörbehinderte auf. Die Beiträge des Magazins werden durch Gebärdensprache und Untertitel für Schwerhörige und Ertaubte verständlich gemacht.
Sa 02.06.2012 10:00 bis 10:30 (RBB)
Fr 08.06.2012 11:30 bis 12:00 (3sat)
Magazin, Deutschland 2012
Moderation: Martin Fromme
Ein junger Mann verliert beide Unterschenkel und läuft heute vielen davon. David Behre ist gerade 20 Jahre alt, als es 2007 an einem Bahnübergang in seiner Heimatstadt Moers zu diesem Unfall kommt. Noch im Krankenhaus wird er für eine neue Zukunft motiviert - er sieht einen Film über den weltbekannten südafrikanischen Prothesen-Läufer Oskar Pistorius. Heute ist auch David Behre ein erfolgreicher Behinderten-Sportler, trainiert bei Bayer 04 Leverkusen für sein großes Ziel - die Paralympics 2012 in London. Ob er dann auch seinen Freund und sportlichen Kontrahenten Oskar Pistorius schlagen kann? Ein Elektroingenieur muss seinen Beruf aufgeben und schafft sich neue Erfolge als Künstler. Friedrich Rothe erhielt 1988 die Diagnose Multiple Sklerose, da war er 40 Jahre alt. Mitte der 1990er war er bereits auf den Rollstuhl angewiesen, musste seine Arbeit aufgeben. Zum Glück war da die Musik. Bereits als 11-Jähriger spielte er Orgel, Klavier und Gitarre. Später pflegte er sein Hobby in mehreren Tanzbands. Heute ist der 64-jährige Lausitzer in seiner Heimat ein populärer Musiker, spätestens seit er für das Görlitzer Altstadtfest 2011 das Festlied arrangierte. Eine Künstlerin zieht nach Berlin und führt jetzt eine Schule für Gebärdensprache. Viola Kunkel war Mitte 20 als sie vor sechs Jahren aus Bayern aufbrach, um in der Hauptstadt als Künstlerin anzukommen - vor allem mit Stühlen. Die werden durch sie zu Unikaten. Viola Kunkel ist von Geburt an gehörlos, ihre Muttersprache ist die Gebärdensprache. Seit 2002 ist sie auch ausgebildete Gebärdensprachdozentin. In Berlin-Wilmersdorf hat sie inzwischen eine Gebärdensprachschule eröffnet, will Kommunikationsbarrieren zwischen gehörlosen und hörenden Menschen abbauen. Dafür ist sie auch 'ambulant' unterwegs, fährt auf Wunsch zu ihren Kunden, lädt darüber hinaus regelmäßig zu Gebärdenwanderungen oder zum Gebärden-Stammtisch ein.
Sa 02.06.2012 11:55 bis 12:25 (hr)
Gesellschaftsreportage, Deutschland
Autor: Phillis Fermer
Paolo Varetti ist überglücklich: Er lebt in einem ganz besonderen Altenheim mitten in Mailand. Ein Leben lang war er Flötist, spielte sogar in der weltberühmten Mailander Scala. Seit Jahrzehnten wohnt er jetzt schon in der Casa Verdi, benannt nach dem weltberühmten Komponisten Giuseppe Verdi. Denn kein geringerer als Verdi hatte im 19. Jahrhundert die Idee, ein Altenheim nur für Musiker und Sänger zu schaffen. Nur wer eine einmalige Künstlervergangenheit vorweisen kann, wird aufgenommen. Die Bewohner sind zwischen 80 und 105 Jahre alt, die betagten Herrschaften sind auch heute noch erfüllt von Musik und der Leidenschaft zur Musik. Jeden Morgen wird gemeinsam musiziert und gesungen unter der Leitung des Chefs der Pflegeabteilung, der in die Klaviertasten haut - das hält alle fit. Wöchentlich geben die Bewohner im Hause zur Freude aller Konzerte. Sie blicken fröhlich auf ihr bewegtes Leben zurück, fürchten sich nicht vor dem Tod, so wie auch Lina Vasta - mit über 80 schmettert die Italienerin täglich Arien, erteilt immer noch Gesangsunterricht. Einmal im Jahr geht's gemeinsam vor die Tür, ein Ausflug in die City von Mailand, mit der Straßenbahn direkt zu dem Kaffee, in dem Giuseppe Verdi sich in so manchen Schöpfungspausen einen Vino gönnte.
Sa 02.06.2012 15:30 bis 16:00 (ARD)
Di 05.06.2012 21:32 bis 22:00 (tag24)
Sa 09.06.2012 04:02 bis 04:32 (tag24)
Sa 09.06.2012 22:15 bis 22:45 (tag24)
Reportagemagazin, Deutschland
Autor: Ute Jurkovics
Sie sind längst im Ruhestand, doch sie putzen Treppenhäuser, tragen Zeitungen aus oder arbeiten als Hausmeister, weil ihre Rente kaum zum Leben reicht. 660000 Senioren haben laut Bundesarbeitsministerium einen Nebenjob und Wirtschaftsexperten warnen: Niedriglöhne, Scheinselbstständigkeit und unterbrochene Erwerbszeiten werden die Altersarmut in Zukunft noch massiv verschärfen. NDR-Autorin Ute Jurkovics wollte wissen: Wer sind die älteren Menschen, die noch arbeiten müssen, um über die Runden zu kommen? Eine von ihnen ist Renate Eberhard. Sie gehört zu den rund acht Millionen Senioren in Deutschland, deren Rente weniger als 600 Euro beträgt. Die 73-jährige Hamburgerin zieht an drei Tagen in der Woche mit ihrem Hackenporsche auf Flohmärkte und verkauft gebrauchte Armbanduhren, alte Barbiepuppen und Schmuck. Wenn sie Pech hat, bekommt sie an einem Tag für stundenlanges Rumstehen bei Wind und Wetter gerade mal 15 Euro. Auch Marianne Kreil verdient sich auf Flohmärkten ein paar Euro dazu. Außerdem putzt sie werktags in einer Zahnarztpraxis und am Wochenende in einem Büro. Obwohl sie 40 Jahre lang als Reinigungshilfe gearbeitet und eingezahlt hat, liegt ihre Rente nur knapp über dem Sozialhilfeniveau. Mit Flohmarktgeschäften halten sich auch Rudi Meissner und seine Frau über Wasser. Weil er als Möbelpacker seine Bandscheiben ruinierte, wurde er schon mit 60 verrentet. Heute bekommt der 72-Jährige seine Minirente vom Staat aufgestockt. 376 Euro hat er noch zum Leben, wenn die Miete bezahlt ist. Die Meissners klagen nicht. Solange die Kraft für ihre Nebenjobs noch reicht, kommen sie klar. Wenn der HSV ein Heimspiel hat, sammelt das Ehepaar vor dem Fußballstadion leere Dosen und Flaschen ein. Manchmal bringt eine stundenlange Sammelaktion nicht mehr als 30 Euro. 'Was soll`s,' meint Rudi Meissner, 'von 30 Euro kann man schon eine ganze Menge kaufen.
Sa 02.06.2012 20:15 bis 21:45 (RBB)
TV-Krimi, Deutschland, Österreich 2011
Regie: Hans Werner
Autor: Rolf René Schneider
Musik: Mick Baumeister
Kamera: Gero Lasnig
Während Wendelin Winter die Urlaubsvertretung für einen Kollegen am Tegernsee übernimmt, genießt seine Tochter Alexandra zu Hause die sturmfreie Bude. Schon bald aber kehrt der besorgte Vater nach München zurück, um nach dem Rechten zu sehen - und um Kommissar Ackermann bei der Aufklärung eines brisanten Mordfalls zu unterstützen. Der Schlagerstar Ronny König steht unter dem Verdacht, etwas mit dem Tod einer seiner Verehrerinnen zu tun zu haben. Nachdem auch seine einstige Bühnenpartnerin tot aufgefunden wird, spricht alles gegen den abgehalfterten Sänger, der sich zudem als notorischer Frauenhasser entpuppt. Doch sein psychologischer Sachverstand führt Wendelin auf eine ganz andere Fährte. - Fritz und Sophie Wepper klären in dieser gewitzten Krimikomödie erneut einen 'Mord in bester Gesellschaft'. In den Episodenrollen sind Max Volkert Martens, Jürgen Tarrach, Ilse Neubauer und die populäre Schlagersängerin Dunja Rajter zu sehen. Widerstrebend springt Wendelin Winter für einen Freund am Tegernsee ein, der für seine Praxis händeringend eine Urlaubsvertretung sucht. Wendelins Tochter Alexandra feiert derweil die sturmfreie Bude mit einer rauschenden Party. Der besorgte Vater möchte daheim nur zu gerne nach dem Rechten schauen. Da kommt es ihm gelegen, dass Kommissar Ackermann ihn zur Unterstützung in einem heiklen Mordfall nach München zurückruft. Schlagerstar Ronny König steht im Verdacht, eine aufdringliche Verehrerin erschlagen zu haben, die ihm ins Hotel nachstellte. Um sich ein Bild zu machen, besucht Wendelin erst einmal ein Konzert des alternden Musikers und wird dabei Zeuge eines Eklats: Die querschnittsgelähmte Ex-Sängerin Ramona droht öffentlich damit, ein pikantes Geheimnis über ihren früheren Partner Ronny zu lüften. Tags darauf wird Ramona ertrunken aus ihrem Pool gefischt. Ackermann will Ronny verhaften - doch dessen Manager Maximilian gesteht überraschend den Mord: Er habe Ramona zum Schweigen bringen müssen, sie habe gedroht zu enthüllen, dass sie wegen Ronny im Rollstuhl sitzt, und hätte dessen Karriere zerstört.
Fritz Wepper ("Dr. Wendelin Winter") - Sophie Wepper ("Alexandra Winter") - Max Volkert Martens ("Ronny König") - Jürgen Tarrach ("Maximilian Müller") - Ilse Neubauer ("Gudrun Kessler") - Dunja Rajter ("Romana") - Xaver Hutter ("Till Becker")
Sa 02.06.2012 22:00 bis 23:35 (ORF1)
TV-Drama, Österreich 2008
Regie: Wolfgang Murnberger
Autoren: Uli Brée, Rupert Henning
Fred Gasser hat kein leichtes Leben: Er ist arbeitslos, und im Nebenjob als Fußballtrainer des SV Heidfeld fehlen die Erfolgserlebnisse. Da seine Frau Sonia arbeiten geht, muss sich Fred außerdem um seinen zehnjährigen, autistischen Sohn Max kümmern. Der Sponsor des Vereins, der Unternehmer Havlicek, macht nach einer Rekordniederlage Druck. Ein Bekannter vermittelt ihm die drei afrikanischen Asylwerber Lionel, Benjamin und Sam als Soforthilfe. Gegen den Widerstand von Fred besteht Havlicek darauf, dass die drei in der Mannschaft aufgenommen werden. Nach dem ersten Sieg findet sich Fred mit den Neuzugängen ab und stellt mit Erstaunen fest, dass die Afrikaner seine Verlierertruppe zu einer harmonischen Mannschaft machen. Auch die Integration im Ort macht Fortschritte. Die teils offene, teils latente Fremdenfeindlichkeit der Bewohner weicht dem Stolz auf ihre erfolgreichen Spieler. Doch nach den ersten Erfolgen gibt es neue Integrationsprobleme im Ort. Es braucht viel guten Willen von allen Beteiligten, um auch diese Herausforderung zu meistern. Durch den Umgang mit Lionel wird besonders Fred lockerer und selbstsicherer. Seine Mannschaft klettert gerade vom Tabellenende in den Titelkampf empor, als Lionel verhaftet wird. Seine Abschiebung steht unmittelbar bevor. Da Benjamin verletzt ausscheidet, steht der SV Heidfeld vor dem Entscheidungsmatch ohne seine besten Spieler da - da taucht überraschend Lionel auf. Es ist sein letzter Freigang vor der Abschiebung.
Wolfgang Böck ("Fred Gasser") - Hosh Kane ("Lionel ") - Lukas Resetarits ("Joe Karlbauer") - Robert Bertrand ("Benjamin") - August Schmölzer ("Klubpräsident Havlicek") - Fritz Hammel ("Wurnitsch")
So 03.06.2012 01:15 bis 02:20 (hr)
TV-Krimi, DDR, Deutschland 1972
Regie: Helmut Krätzig
Autor: Fred Unger
Kamera: Dieter Ziesing
Bei Planierarbeiten im Braunkohlentagebau Zernsdorf wird das Skelett eines Mannes freigelegt. Der Gerichtsmediziner stellt fest, dass der Tote mindestens seit zehn Jahren in der Erde liegt. Als die Spurensicherung eine Taschenuhr und einen Ring mit Gravur findet, ist die Identität des Toten schnell festgestellt. Es handelt sich um den seit 1961 verschwundenen Bruno Krüger, ehemaliger Inhaber des inzwischen abrissreifen 'Zernsdorfer Kruges' - für Oberleutnant Fuchs und Leutnant Vera Arndt ein kniffliger Fall. Sicher scheint lediglich, dass es zwischen dem Toten und einem Teil der Beschäftigten im Tagebau eine Verbindung gibt. Beweise für einen Mord gibt es nicht, doch die Ermittlungen belegen, dass mehrere Personen ein Tatmotiv gehabt hätten, den verhassten hartherzigen Schankwirt zu töten. Bauleiter Kowalski, damals noch Hilfsarbeiter, wurde von Krüger ständig gedemütigt, die behinderte Ehefrau gequält und ausgebeutet. Der Stieftochter Sandra stellte er nach, und auch Wächter Bigalke, damals Materialverwalter im Braunkohlentagebau, und Tochter Biggi hätten Gründe gehabt, Bruno Krüger ins Jenseits zu befördern. Doch inzwischen haben sie alle, wie es scheint, die Vergangenheit abgestreift. Nur die verfallene Kneipe erinnert noch an jene Zeit, als im Bierdunst und Tabaksqualm dunkle Geschäfte abgewickelt wurden und leidenschaftlicher Hass entbrannte. Eine aber wird die Erinnerung an jene schreckliche Nacht, in der der Wirt tatsächlich gewaltsam starb, nicht los.
Was der 'Tatort' für Westdeutschland war, war der 'Polizeiruf 110' für die ehemalige DDR. Aufgrund der hohen Qualität und Beliebtheit bei den Zuschauern überlebte das Format auch die Wiedervereinigung. Seitdem läuft die Krimiserie als gesamtdeutsche Ausstrahlung auch mit westdeutschen Kommissaren und Einsatzorten.
Ursula Staack ("Agnes Bigalke") - Gerd Ehlers ("Bruno Krüger") - Klaus Manchen ("Gerhard Kowalski") - Sigrid Göhler ("Leutnant Vera Arndt") - Peter Borgelt ("Oberleutnant Fuchs") - Norbert Christian ("Otto Bigalke") - Angelika Waller ("Sandra Krüger")
So 03.06.2012 10:00 bis 10:55 (arte)
Tierdoku, Deutschland 2012
Autorin: Dorothee Kaden
Reiten verbessert die Haltung und stärkt den Rücken. Doch dass der Umgang mit Pferden heilende Wirkung für körperliche wie seelische Leiden hat, ist umstritten. Die Dokumentation beschäftigt sich zum einen mit der neuesten Forschung auf diesem Gebiet, zum anderen begleitet sie über mehrere Monate schwer kranke Menschen, die mit Hilfe von Pferden einen Weg zurück ins Leben finden. So war es bei Monika nach einem schweren Unfall lange ungewiss, ob sie überleben würde. Sie lag im Wachkoma. Kaum ein Mensch konnte in den ersten Monaten ahnen, wie es ihr ging. Felicità hingegen, ihre Therapiestute, erreichte die Patientin. Auf kleinste, für Menschen kaum sichtbare Muskelbewegungen konnte sie reagieren. Immer wieder hielt das Pferd minutenlang inne. Blies mit seinen weichen Nüstern auf bestimmte Stellen des Körpers oder stupste sie rhythmisch an, um eine Reaktion von Monika zu erhalten. Von Therapiestunde zu Therapiestunde gelang es Monika besser, auf die Kommunikationsangebote des Pferdes zu reagieren. Kommunikation ohne Worte, die an früheste und wichtigste Erfahrungen als Säugling anknüpft. Besonders dann, wenn sich Menschen nicht ausdrücken können oder wollen, ist das Pferd ein großartiger Vermittler. Das zeigt das Beispiel von Luise. Das Mädchen sprach kein Wort, als es seine Therapie begann. Sie war gefangen in ihrer ganz eigenen Welt. Nichts ließ sie mehr heraus, nichts herein; auch keine Nahrung: Sie war kurz vorm Verhungern und musste mit einer Sonde ernährt werden. Erst als Pferde ihre Ko-Therapeuten wurden, fand sie zur Sprache zurück. Die therapeutische Arbeit mit dem Pferd zielt immer gleichzeitig auf Körper und Seele. Monika, die nach wie vor an den Rollstuhl gefesselt ist, profitiert auch körperlich sehr stark von den Therapiestunden mit und auf dem Pferd. Die Bewegungen stimulieren und stärken nicht nur die Muskeln, sondern senden auch Signale an das Nervensystem. Bezahlt wird diese Therapie von den Krankenkassen nicht. Denn es gibt zwar viele gute, sogar erstaunliche Erfolge, aber wenige wissenschaftliche Belege.
So 03.06.2012 23:30 bis 23:45 (RTL)
Reportagemagazin, Deutschland 2012
In dieser Reihe wird jede Woche eine menschliche Geschichte in den Mittelpunkt gestellt, die besonders faszinierend und spannend ist. Dabei handelt es sich um alle Bereiche unseres Lebens - ob Gesundheit oder Wissenschaft, Kultur oder Technik. Jedes Thema wird auch übergeordnet betrachtet.
Mo 04.06.2012 23:30 bis 00:15 (ARD)
Di 05.06.2012 04:45 bis 05:30 (ARD)
Gesellschaftsreportage, Deutschland
Autor: Enrico Demurray
Frau M. kann es nicht fassen. Die wohlhabende Bonner Beamtenwitwe hält den Beschluss des Betreuungsgerichts in den Händen. Ihre jüngste Tochter hat sie entmündigen lassen - gegen ihren und den Willen ihrer anderen Töchter. Von nun an entscheidet ein vom Gericht bestellter Betreuer über ihr Vermögen. Seit gut 20 Jahren spricht man zwar nicht mehr von Entmündigung, sondern von Betreuung, aber das Ergebnis ist oft das gleiche. Die per Gericht verordnete Betreuung reicht von leichten rechtlichen Einschränkungen bis hin zur faktischen Entmündigung. Und wer sich einmal im Netz des Betreuungssystems verfangen hat, kann sich nur schwer daraus wieder befreien. So kritisiert der Jurist Prof. Volker Thieler, dass mit dem Betreuungsrecht stärker in die Freiheitsrechte des einzelnen eingegriffen werde als bei Strafgefangenen. Seit Einführung des Gesetzes 1992 hat sich die Zahl der Betreuten verdreifacht; 1,3 Millionen Menschen stehen derzeit unter rechtlicher Betreuung. Und viele von ihnen, meinen Experten, zu Unrecht. Altenheime und Krankenhäuser drängen auf Betreuungen, damit sie rechtlich abgesichert sind, für Anwälte ist es ein lohnendes Geschäft, Angehörige verfolgen ihre eigenen Interessen. Für seinen Film 'Entmündigt - Wenn Betreuung zum Albtraum wird' hat Enrico Demurray die Praxis des Betreuungsrechts unter die Lupe genommen und dabei auch einige Menschen über einen längeren Zeitraum begleitet. Die Erfahrungen, die sie machen müssen, sprechen für eine ernstliche Überprüfung des Betreuungsrechts.
Mo 04.06.2012 23:50 bis 00:10 (3sat)
Berufsporträt, Schweiz
Autor: Nicole Vögele
Esther Achermann ist eine stille Heldin des Alltags. Seit über 15 Jahren fährt sie Tag für Tag los, um älteren Menschen beim Aufstehen zu helfen. Sie ist die Hauskrankenpflegerin von Luthern am Napf im Luzerner Hinterland. Wer in Luthern alt wird, hat meist sein ganzes Leben in der Region verbracht. Die Menschen sind mit ihrer Heimat verwurzelt, und die Meisten von ihnen können sich nicht vorstellen, im Alter in ein Heim zu ziehen. Esther Achermann tut alles dafür, dass die Menschen in Luthern gut alt werden können und zwar da, wo sie immer gelebt haben. Sie kommt bis zu vier Mal täglich, hilft und pflegt. 'Der gute Mensch vom Napf' ist eine Reportage von Nicole Vögele, die Esther Achermann eine Woche lang begleitet hat - von Hof zu Hof, von Schlafzimmer zu Schlafzimmer.
Di 05.06.2012 00:30 bis 02:15 (SF1)
(The Savages)
Drama, USA 2006
Regie: Tamara Jenkins
Autor: Tamara Johnson
Musik: Stephen Trask
Wendy Savage und ihr Bruder Jon haben nur noch wenig Kontakt miteinander und auch mit ihrem Vater nicht mehr viel zu tun. Als sie erfahren, dass er an Altersdemenz erkrankt ist, stehen sie vor der schwierigen Aufgabe, sich um den Mann kümmern zu müssen, der sie einst misshandelt hat. Dabei werden sie nicht nur mit den Problemen des Älterwerdens konfrontiert, sondern auch mit den Traumata aus der Vergangenheit, die durch ihr Zusammentreffen wieder aufgewühlt werden. In New York lebt Wendy Savage (Laura Linney) ein eher tristes Leben. Sie träumt von einer Karriere als Theaterautorin und hat sich besonders auf ein Stück über ihre Kindheit kapriziert. Von ihrem Liebesleben mit dem verheirateten Larry (Peter Friedman) ist sie gelangweilt. Eines Abends bekommt Wendy die Nachricht, dass ihr Vater Lenny (Philip Bosco) zunehmend geistig verwirrt ist und dem Pfleger seiner Freundin Probleme macht. Als Wendy aufgeregt ihren in Buffalo lebenden Bruder Jon (Philip Seymour Hoffman) anruft, sieht dieser alles etwas gelassener. Dann stirbt die Freundin des Vaters (Cara Seymour). Den Geschwistern, die sich im Lauf der Jahre aus den Augen verloren haben, bleibt nichts anderes übrig, als gemeinsam zu ihrem Vater nach Arizona zu fliegen und nach dem Rechten zu sehen. Ihr Kurzbesuch verläuft anders als geplant, denn beiden wird klar, dass Lenny definitiv an Alzheimer erkrankt ist und es keine Aussicht auf Heilung gibt. Mit großer Anteilnahme, aber auch Ekel und Widerwillen erleben beide, was körperlicher und geistiger Verfall bedeutet, die Verwendung von Windeln und Hörgeräten. Nolens volens stimmt Wendy schließlich zu, ihren Vater in einem Pflegeheim in der Nähe des Bruders unterzubringen, sie wird aber von Schuldgefühlen geplagt. Wie besessen sucht sie nach einer besseren Unterbringung für ihn, während ihr Bruder Jon seine Gefühle übergeht und alles etwas nüchterner betrachtet. Wendy zieht schließlich bei ihrem Bruder ein, und beide kümmern sich nun gemeinsam um den Alten, der ihnen mittlerweile fremd geworden ist.
Laura Linney ("Wendy Savage") - Philip Seymour Hoffman ("Jon Savage") - Philip Bosco ("Lenny Savage") - Peter Friedman ("Larry") - David Zayas ("Eduardo") - Gbenga Akinnagbe ("Jimmy") - Cara Seymour ("Kasia") - Guy Boyd ("Bill Lachman") - Tonye Patano ("madame Robinson") - Debra Monk ("Nancy Lachman") - Rosemary Murphy ("Doris Metzger") - Salem Ludwig ("Mr. Sperry") - Margo Martindale ("Roz")
Di 05.06.2012 18:30 bis 19:15 (1plus)
Mi 06.06.2012 11:45 bis 12:30 (1plus)
Do 07.06.2012 08:45 bis 09:30 (1plus)
Fr 08.06.2012 05:00 bis 05:45 (1plus)
Sa 09.06.2012 02:00 bis 02:45 (1plus)
Reportage, Deutschland
Autor: Stefan Maier
'Ich werde keine Ruhe geben, bis die Leute bestraft werden für diese unterlassene Hilfeleistung, diese vorsätzliche Körperverletzung.' Horst G. kämpft gegen einen mächtigen Gegner: die Versicherungswirtschaft. Die Verzögerungstaktik seiner privaten Krankenversicherung hat ihn fast das Leben gekostet, weil er wochenlang auf deren Zusage warten musste, die Kosten für eine dringend notwendige Operation zu übernehmen. Horst G. kämpft für tausende Versicherte, die vergeblich auf Schadenersatz oder Schmerzensgeld warten. Oft müssen sie klagen, werden durch die Gerichtsinstanzen getrieben und verlieren buchstäblich die Existenz. Er kämpft für Menschen wie Ingrid G., die seit einem Unfall vor 16 Jahren teilweise gelähmt ist und darauf wartet, dass ihre Versicherung zahlt. Doch die weigert sich bis heute, die Beschwerden als Unfallfolge anzuerkennen. Horst G. hat wenige Verbündete in seinem Kampf gegen eine Lobby, die sich gegen Kritik und Einflussnahme von außen fast vollständig abgeschottet hat. Trotzdem konnte er schon erste Erfolge erzielen. Er hat erreicht, dass Versicherte jetzt leichter vor Gericht gehört werden. Und er kämpft weiter. 'Die Versicherungen', sagt er, 'sollen endlich an die Leine gelegt werden.
Di 05.06.2012 19:00 bis 19:45 (BR)
Mi 06.06.2012 13:00 bis 13:45 (BR)
Sa 09.06.2012 04:45 bis 05:30 (1plus)
So 10.06.2012 01:45 bis 02:30 (1plus)
Gesundheitsmagazin, Deutschland 2012
Ginseng und Ginko: echte Hilfe gegen Demenz?
Gärgetränke: Wie gesund sind Kefir, Kombucha und Co.?
Igel-Leistungen: Wann ist selber zahlen sinnvoll?
Di 05.06.2012 19:30 bis 20:15 (zdf_neo)
Krimiserie, Deutschland 2007
Regie: Michel Bielawa
Autor: Matthias Herbert
Musik: Dirk Leupolz
Kamera: Tobias Schmidt
Thomas Wallner nimmt gemeinsam mit seinem Trainingspartner Hermann Weber am Frankfurt Marathon teil. Architekt Weber ist nach einem Autounfall vor zwei Jahren genau wie Wallner querschnittsgelähmt. Auf einmal bricht Hermann Weber von einer Kugel getroffen tot zusammen. Alles deutet auf ein Attentat gegen Wallner hin, bei dem versehentlich Hermann Weber getroffen wurde. Der Täter hatte von einem der Hochhausdächer auf die Handbike-Fahrer geschossen. Wallner glaubt jedoch nicht an ein Attentat auf ihn. Er ist überzeugt, dass jemand Hermann gezielt ermordet hat. Als Susanne und Wallner die schlimme Nachricht der Ehefrau des Toten, Anja, überbringen, erfahren sie, dass Hermann Weber Schulden hatte und ihm zwei Männer Gewalt angedroht hatten, sollte er seine Schulden nicht begleichen. Die Spur führt zu Vukadinovic, der auch zugibt, Weber Geld geliehen zu haben. Doch Weber hat seine Schulden schon längst bezahlt, nur mit welchem Geld? Außerdem gibt Vukadinovic Nina und Pit einen wichtigen Hinweis: Anja Weber hatte einen Liebhaber. Als Cem die Leiche obduziert, stellt sich heraus, dass Hermann eine Vergiftung in sich trug, an der er bald gestorben wäre. Die Kommissare tippen auf Dopingmittel, da Hermann so verbissen für den Marathon trainiert hatte. Sie reden mit seinem Arzt, Prof. Hoffmann, der jedoch abstreitet, ihm solche Medikamente verabreicht zu haben. Währenddessen beschäftigt Susanne, Pit und Nina ein ganz anderes Problem: Anhand der Telefonlisten des Ehepaars Weber finden sie heraus, dass Anja und Dr. Ried sich kennen und die beiden mehr als eine Freundschaft verbindet. Beide geben zu, eine Affäre gehabt zu haben, die jedoch mittlerweile beendet ist. Als Susanne, Wallner und Ried zusammen die Kripo verlassen, fallen Schüsse, und Wallner wird am Arm getroffen. Wieder scheint alles für einen Anschlag auf Wallner zu sprechen, doch dann kommen die Ermittler einem Motiv mit viel größerem Ausmaß auf die Spur.
Weiterer Ableger der Krimiserie 'SOKO 5113': Diesmal ermittelt das Team um Kriminalrätin Susanne Meder im Großraum Rhein-Main, zu dem Frankfurt am Main, Rheinhessen, Mainz und Wiesbaden gehören. Zu Team gehören außerdem Kollege Thomas Wallner, der Spurenermittlungsexperte Cem sowie Nina und Pit.
Marita Marschall ("Susanne Meder") - Sven Martinek ("Thomas Wallner") - Ercan Durmaz ("Cem Pamuk") - Daniel Wiemer ("Pit Hartmann") - Daniela Preuß ("Nina Horn") - Francis Fulton Smith ("Dr. Ried") - Catherine Flemming ("Anja Weber") - Catherine H. Flemming ("Anja Weber") - Arnfried Lerche ("Prof. Hoffmann")
Do 07.06.2012 05:45 bis 06:15 (Phoenix)
Gesellschaftsreportage, Deutschland 2008
Autor: Alexia Späth
Rund 100.000 Pflegekräfte aus Osteuropa betreuen derzeit alte und kranke Menschen in Deutschland. Die meisten dieser Patienten wollen in den eigenen vier Wänden bleiben. Eine 'legale Hilfe' ist nicht zu finanzieren. Für durchschnittlich 1.000 Euro leben und arbeiten die Pflegekräfte im Haus. Doch nur wer bei der Agentur für Arbeit gemeldet ist, arbeitet legal. Die wenigsten sind angemeldet. Der Film erzählt von der Not, in die Familien durch einen Pflegefall geraten können, und wie der deutsche Sozialstaat derzeit an seine Grenzen stößt.
Do 07.06.2012 20:15 bis 21:45 (Kultur)
Fr 08.06.2012 02:00 bis 03:30 (Kultur)
Fr 08.06.2012 10:10 bis 11:40 (Kultur)
Kabarett, Deutschland 2011
Es gilt, eine Botschaft unter die Menschen zu bringen. Für tatenloses Grübeln ist der globale Niedergang schon zu weit fortgeschritten. Georg Schramm geht in seinem neuen Programm auf Werbetour und sucht Mitstreiter unter Gleichgesinnten und Altersgenossen, die nicht mehr viel zu erwarten haben, und die, wie seine Kunstfigur Lothar Dombrowski, lieber im Blitzlicht der Öffentlichkeit scheitern, als gehorsam bis zum kläglichen Ende im Pflegeheim dahinzudämmern. Wo politisches Kabarett gemeinhin aufhört, um den Rest den Gedanken seiner Zuschauer zu überlassen, geht Schramm ein gutes Stück weiter. Seine Figuren sind von gesellschaftlichen Ereignissen deutlich gezeichnet und machen ihrem Ärger auf der Bühne Luft. Schramms konsequentes Spiel verleiht seinen Bühnenfiguren ungewöhnliche Authentizität, sie sind keine billigen Karikaturen, sondern ausgefeilte Charaktere. 'Dieses Programm ist ein gnadenloses Meisterstück', urteilt die Presse. Georg Schramm begeisterte in den vergangenen 25 Jahren immer wieder das Publikum mit seinen Soloprogrammen oder als Moderator herausragender Kabarettveranstaltungen.
Fr 08.06.2012 06:20 bis 06:50 (WDR)
Reportagemagazin, Deutschland
Autor: Martin Rosenbach
Sigrid Benning wird von allen nur die 'Käseoma' genannt. Die 72-Jährige verkauft seit fünf Jahrzehnten gemischte Käsebeutel auf dem Markt mitten in Münster. Insbesondere Studenten lieben die kleinen Säcke, weil für wenig Geld viel drin ist. Außerdem steckt Käseoma Sigrid schon mal ein leckeres Stückchen mehr rein. Sigrid Benning muss weiterarbeiten, sagt sie, die Rente allein reicht nicht. Als Selbstständige habe sie früher zu wenig beiseite gelegt. Immer dienstags geht sie noch putzen - bei einer 88-jährigen Großbäuerin, die 'eigentlich noch ganz fit ist', wie Sigrid Benning meint. Beim Wischen und Saugen bleibt es auch nicht. Die Arbeit im Haus ist eine Art vergüteter Sozialdienst mit hohem Gesprächsanteil. Unbeachtet von 50.000 Fussball-Fans sammelt Franz Ellenbürger leere Bierflaschen in seinen Fahrradkorb. 'Ich hab von meinem Sohn eine Freikarte geschenkt bekommen für ein Spiel des FC Köln, aber im Stadion zu sein reizt mich gar nicht so.' Lieber geht der 85-Jährige im Müngersdorfer Sportpark seiner Sammelleidenschaft nach. Aus Sparsamkeit. Die Flaschen sind für den Sohn, der ist Getränkegroßhändler. Franz Ellenbürger ist nicht auf das Pfandgeld angewiesen. Einst besaß er eine florierende Spedition, die er vor 25 Jahren lukrativ verkaufen konnte. Doch zuhause in Bergheim jetzt die Hände in den Schoß legen, das liegt ihm nicht. Er ist ständig unterwegs, hält sich mit Fahrradtouren fit, kocht für seine Enkel und repariert alles mögliche für die Nachbarschaft. In seiner Herrengymnastikgruppe sind alle bedeutend jünger: 'Die kommen mit dem Auto zum Training', während er mit aufgewärmter Muskulatur vom Fahrrad steigt. Sigrid Benning und Franz Ellenbürger stehen für eine wachsende Zahl energiegeladener Senioren, die im Ruhestand nicht zur Ruhe kommen.
Sa 09.06.2012 02:00 bis 02:30 (ZDF info)
Dokumentation, Deutschland
Autor: Enrico Demurray, Angelika Wörthmüller
Immer mehr Menschen in Deutschland werden im Alter abhängig, viele davon dement, und immer öfter verfügen sie über ein beträchtliches Vermögen. Jährlich 250 Milliarden Euro werden die Senioren in den nächsten Jahren vererben. Damit ist der Boden bereitet für eine neue Welle von Erbschleicherei in Deutschland. Die meisten Betroffenen schlittern ahnungslos in die Situation hinein wie die Hauptpersonen dieser '37°'-Dokumentation.
Sa 09.06.2012 09:30 bis 10:00 (WDR)
Gesellschaftsreportage, Deutschland
Autor: Jule Sommer, Udo Kilimann, Jule Sommer
Früher hätte Dorothea S. selbst nicht geglaubt, dass sie einmal einen alten Menschen pflegen könnte. Inzwischen hat die Büroangestellte ihren gut bezahlten Arbeitsplatz gekündigt, denn ihre 84jährige Mutter ist an Alzheimer erkrankt. Dorothea S. hat sich entschieden, ihre Mutter rund um die Uhr zuhause selbst zu pflegen: 'Meine Mutter ist jetzt auf meine Hilfe angewiesen.' Ein 24-Stunden-Job ohne Wochenende und Urlaub.
Sa 09.06.2012 11:00 bis 11:30 (tag24)
So 10.06.2012 03:20 bis 03:50 (tag24)
Aus Kirchen und Religionen
Dokureihe, Deutschland
Autoren: Jule Sommer, Udo Kilimann
Eine Familie im Schock: Der 72-jährige Vater ist nach einem schweren Schlaganfall bettlägerig. Im Krankenhaus hat er sich soweit erholt, dass er ansprechbar ist, aber sich alleine versorgen, waschen, zur Toilette gehen, kann er nicht, und es ist nicht klar, ob er seinen Alltag jemals wieder selbständig wird verrichten können. Schon in zwei Wochen soll er aus dem Krankenhaus entlassen werden, womit die Familie plötzlich in eine Extremsituation rutscht: Die Kinder und die Ehefrau wollen die tägliche Pflege des Vaters selbst schaffen, auch wenn sie bisher noch keine Erfahrungen damit haben. Das Krankenhaus lässt die Familie nicht alleine. In der Großklinik Bergmannsheil in Bochum haben sie Unterstützung durch einen sogenannten Pflegecoach bekommen. Christiane Olthoff-Struck fängt bereits auf der Station an, der Familie Anleitungen im Umgang mit dem bettlägerigen Vater zu geben: Wie kann der korpulente Mann aus dem Bett in den Rollstuhl gehoben werden? Welche Ernährung und Medikamente sind wichtig? Wie funktionieren Waschen und Hygiene? Nach der Entlassung besucht Schwester Christiane die Familie auch zu Hause, berät beim behindertengerechten Umbau und vermittelt eine Selbsthilfegruppe. Trotz der Pflegetrainerin kommt es immer wieder zu Tränen, Frust, Ärger, Verzweiflung. 24 Stunden Pflege zu Hause ist ein Knochenjob. Aber es gibt auch schöne Momente, wenn Papa sich nach dem Rasieren und Zähneputzen wohl fühlt und dankbar lächelt. Die gemeinsame Aufgabe stärkt den Familienzusammenhalt. Letztendlich ist sich die Familie sicher: Papa soll auf keinen Fall ins Heim. So lange es irgend geht, möchten seine Angehörigen die Pflege zu Hause schaffen.
Sa 09.06.2012 15:30 bis 16:00 (ARD)
Reportagemagazin, Deutschland 2012
Autor: Kolja Robra
Frida saust mit ihrem kleinen roten Laufrad durch Berlin. Sie schnalzt mit der Zunge. Plötzlich ein Missgeschick: Das kleine Mädchen fährt gegen einen Postkarten-Ständer, der auf dem Bürgersteig steht. Frida kann nicht sehen, sie ist blind. Das Schnalzen mit der Zunge hilft ihr, sich zu orientieren, ohne Stock. So kann sie - mit noch ein wenig Übung - bald alleine Fahrrad fahren. Wie eine Fledermaus benutzt sie die Echos, die von den Wänden und Bäumen zurückkommen. So kann Frida 'mit den Ohren sehen'. Gelernt hat sie diese faszinierende Methode von US-amerikanischen Blindentrainern. Auch die zweijährige Juli ist seit ihrer Geburt blind und schnalzt sich seit dem Besuch der amerikanischen Echo-Seher erfolgreich durch Berlin. Juli und Frida sind die ersten blinden Mädchen in Deutschland, die diese Art des Echo-Sehens systematisch gelernt haben. 'Wir haben lange nach einem guten Ersatz für das Sehen gesucht' sagt Steffen Zimmermann, Julis Vater. Steffen Zimmermann und seine Frau möchten, dass Juli sich so frei wie möglich in der Welt der Sehenden bewegen kann. Im Internet haben sie Videos der amerikanischen Trainer gesehen und diese dann auf eigene Kosten einfliegen lassen. Denn das Echo-Sehen ist bisher in Deutschland weitgehend unbekannt. Nachdem aber die beiden Mädchen so gut mit der Methode zurecht kommen, wollen die Eltern nun auch anderen Blinden die Echo-Ortung nahe bringen. Ein weiteres Mal laden sie die amerikanischen Trainer ein, damit sie Frühförderinnen, Mobilitätstrainer und Eltern schulen. Für die ARD begleitete der NDR-Reporter Kolja Robra die blinden Mädchen und ihre Eltern ein halbes Jahr in Berlin.
Sa 09.06.2012 18:45 bis 18:50 (mdr)
So 10.06.2012 08:45 bis 08:50 (mdr)
Porträtreihe, Deutschland
Im Jahr 2000 kam ein Hilferuf von der Insel Rügen, von einem Verein. Die dortigen 'Öko-Chaoten', wie sie von der Dorfbevölkerung genannt wurden, waren bankrott. Holger Henze, studierter Sozialmanager, übernahm das Ruder. Heute ist der Insel e.V. mit über 90 Angestellten der größte Arbeitgeber auf Südrügen. Mit ihnen zusammen arbeiten 120 Behinderte. Von Bäckerei, Reitanlage, Bio-Gärtnerei und Baubrigade profitiert die gesamte Region und die Dörfler lieben 'ihren Verein' inzwischen innig. Holger Henze wurde in Sachsen-Anhalt geboren und lebte lange Zeit in Sachsen. Damals, in den 80ern, hat er in der Jugend- und Behindertenarbeit den Kontakt mit gläubigen Menschen gefunden, 'großartige Menschen!'. Mit ihnen engagierte er sich in Sozial- und Friedensgruppen. Dabei hat sich Holger Henze 'angesteckt' und aus dem Atheisten wurde ein Christ.
Sa 09.06.2012 20:15 bis 20:45 (1plus)
Sa 09.06.2012 22:15 bis 22:45 (1plus)
So 10.06.2012 13:15 bis 13:45 (1plus)
So 10.06.2012 22:45 bis 23:15 (1plus)
Dokusoap, Deutschland
Drei Friseure, drei Städte und ein Thema - Mit mir nicht! Ilya im Mannheimer Salon wehrt sich gegen die vielen Vorurteile, die ihm als Behinderter Tag für Tag begegnen. Für Anne ist Protest eine klare Sache, sie engagiert sich sogar bei den Piraten und diskutiert mit Frank in Berlin über das Pro und Contra. Für diesen Punk hat Peter in Bühl wenig übrig. Er strebt nach Perfektionismus. Und da ist er bei Achim natürlich goldrichtig - zumindest was die Frisur angeht.
Sa 09.06.2012 21:45 bis 23:10 (hr)
So 10.06.2012 03:55 bis 05:20 (hr)
TV-Komödie, Deutschland 2000
Regie: Martina Elbert
Musik: Roland Merz
Kamera: James Jacobs
10.000 Mark - so viel würde es Erika Kornfeld (Christa Berndl) kosten, sich nach einer länger zurückliegenden Krebsoperation einer Brustrekonstruktion zu unterziehen. Dieses Geld hat die 65-jährige Rentnerin allerdings nicht und weder die Dame von der Krankenkasse (Christine Neubauer) noch ihre Angehörigen zeigen viel Verständnis für ihren Wunsch, wieder eine 'ganze Frau' zu sein. Ganz anders Erikas beste Freundinnen Dorle (Doris Schade) und Ilse (Anaid Iplicjian). Diese sind fest entschlossen, ihr finanziell unter die Arme zu greifen. Mit allerlei raffinierten Tricks und einer ordentlichen Portion Chuzpe war es den Lebenskünstlerinnen schon immer gelungen, sich trotz schmalem Konto etwas zu gönnen. Nun machen die Seniorinnen sich daran, mit kleinen Jobs Erikas Operation zu finanzieren: Sie vermieten ihren alten Ford Taunus als Werbefläche, verkaufen Häkeldeckchen oder preisen Inkontinenz-Höschen an. Aber aller Ideenreichtum ist umsonst, sie bekommen das Geld bis zum anvisierten OP-Termin nicht zusammen. In dieser Situation entwickeln Ilse und Dorle eine erstaunliche kriminelle Energie, um die fehlende Summe doch noch aufzutreiben: Mit einer Pistole aus Keksteig und Schokoglasur rauben sie ein Casino aus. Das bringt zwar jede Menge Kohle, zugleich aber lässt großer Ärger nicht lange auf sich warten. Denn während Erika in dem sympathischen Fred (Gerd Wameling) noch einmal den richtigen Mann zu finden scheint, lässt sich ausgerechnet die lässige Ilse von dem windigen Charmeur Karl (Manfred Andrae) den Kopf verdrehen. Aber für Erika stellt sich irgendwann sowieso die Frage, ob sie für ihr spätes Glück wirklich eine neue Brust braucht. Drei rüstige Rentnerinnen bilden in der herzerfrischenden Tragikomödie 'Altweibersommer' ein ungewöhnliches Heldinnentrio. Mit List und Witz meistern diese Seniorinnen ihr Leben und lassen sich auch von bitteren Rückschlägen nicht unterkriegen. Ohne Sentimentalität und mit feinem Humor zeichnet die Regisseurin und Drehbuchautorin Martina Elbert ein realistisches Bild vom Älterwerden.
Christa Berndl ("Erika Kornfeld") - Doris Schade ("Dorle Pfaffel") - Manfred Andrae ("Karl") - Gerd Wameling ("Fred") - Mambo Kurt ("Mambo Kurt") - Paul Kuhn ("Paul Kuhn") - Anaid Iplicjian ("Ilse Strauss")
So 10.06.2012 16:30 bis 17:00 (WDR)
Dokumentation
Autor: Ralph Weihermann
'Der ist doch ein Luxusbehinderter!', sagt Arbeitsvermittler Johannes Goerg nachdenklich mit Blick auf seinen Klienten. 'Der hat eine tolle Ausbildung, der kann seinen Rollstuhl hinter sich herziehen, der braucht nicht mal ein extra ausgestattetes Büro.' Trotzdem findet er seit über zwei Jahren keinen Job für den 36-jährigen schwerbehinderten Groß- und Außenhandelskaufmann Philipp Lechler. Ähnlich geht es Katrin Kasten (36), die nach einer Augenerkrankung vor sieben Jahren fast ihre gesamte Sehkraft verlor - und ihren Job als Sachbearbeiterin. 'Wenn ich mich heute bewerbe, sagt mir keiner, dass sie mich nicht haben wollen, weil ich sehbehindert bin.' Dabei sind Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten laut Gesetz verpflichtet, auch Schwerbehinderte einzustellen und haben dafür Anspruch auf staatliche Gelder, Arbeitsplätze behindertengerecht umzurüsten. Allein in Nordrheinwestfalen leben 1,7 Millionen schwerbehinderte Menschen. Immer weniger von ihnen finden einen Job, obwohl der Arbeitsmarkt in Deutschland immer noch boomt. Warum? Liegt es an den Behinderten selbst? Haben sie zu hohe Ansprüche? Liegt es an den Arbeitgebern? Sind Schwerbehinderte - einmal eingestellt - tatsächlich schwerer zu kündigen? Oder liegt es an den Arbeitsagenturen? Klären sie die Unternehmen genügend auf und betreuen ihr schwerbehindertes Klientel effektiv genug? tag7 begleitet Philipp Lechler und Katrin Kasten auf ihrer Suche nach einem Arbeitsplatz. Werden sie es schaffen?
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