
Berlin (kobinet) Angesichts der aktuellen Diskussion über die Sterbehilfe hat Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt ihre Vorstellungen zur Verbesserung der palliativmedizinischen Versorgung in Deutschland dargestellt. "Mein Anliegen ist es, in dieser Legislaturperiode die palliativmedizinische Versorgung zu verbessern. Wir müssen es allen Menschen ermöglichen, ohne unnötige Leiden in Würde - und wo immer möglich und gewünscht - zu Hause bis zum Tod betreut zu werden. Heute gibt es zwar Hospize und Palliativstationen der Krankenhäuser, aber bei weitem nicht ausreichend. Vor allem die Möglichkeiten der ambulanten Betreuung sind unzureichend. Der Ausbau dieser Angebote ist die richtige Antwort auf die Forderungen nach aktiver Sterbehilfe, die wir strikt ablehnen", erklärte die Ministerin in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung. Ulla Schmidt möchte für die betroffenen Patientinnen und Patienten einen eigenständigen Leistungsanspruch auf eine "spezialisierte ambulante Palliativversorgung" einführen. "Dabei sollen Pflegekräfte und Ärztinnen und Ärzte zusammenarbeiten. Diese Gesamtleistung soll bei Bedarf rund um die Uhr erbracht werden. Dafür werden 'Palliativ Care Teams' aus spezialisierten Ärzten und Pflegekräften gebildet, mit denen die Krankenkassen zur flächendeckenden Versorgung Verträge abschließen. Sie haben primär die Aufgabe, Palliativpatienten mit erhöhtem Versorgungsbedarf zu Hause zu betreuen, können aber auch Patienten in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Hospizen versorgen", so Ulla Schmidt. omp Link zum Interview der Ministerin mit der Neuen Osnabrücker Zeitung