Berlin (kobinet) Die in der Zeitung "Die Welt" vom 17. Oktober veröffentlichten Verleumdungen blinder und sehbehinderter Demonstranten haben helle Empörung ausgelöst. Gustav Doubrava vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) antwortete heute in einem Leserbrief auf die Kolumne, in der die Demonstranten gegen die Abschaffung des Blindengeldes mit "dem Mob" verglichen wurden. "Das Blut der blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland ist seit Montag in Wallung. Grund ist der Kolumnenbeitrag des Journalisten Konrad Adam", so erfuhr kobinet von DBSV-Sprecher Thomas Krieger. Unter dem Titel "Die Blinden mit dem scharfen Blick" habe der Autor nicht nur das Blindengeld in Frage, sondern massiv die Blindengeld-Demonstration in Erfurt und die Sozialverbände angegriffen (nachzulesen hier). Der Spitzenverband der blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland wollte diese massiven Angriffe nicht unwidersprochen stehen lassen. Gustav Doubrava, Mitglied des Präsidiums des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes, schrieb heute diesen Leserbrief. sch
Henning Schmölder schrieb am 23.10.2005, 18:01
Am 2. März hat der Deutsche Presserat - endlich - seinen Pressekodex um ein Diskriminierungsverbot von Menschen mit Behinderungen ergänzt.
Ich habe mich dort schon zweimal über diskriminierende Artikel beschwert.
Über die ZEITund Herrn Adam sollte man sich jetzt auch dort beschweren.
www.presserat.de