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21.10.2005 - 10:57

Bewusstsein für doppelte Diskriminierung.

München (kobinet) Weitgehende Selbstbestimmung und möglichst gleichberechtigte Teilhabe jeder behinderten Frau und jedes behinderten Mannes in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens ist zentrales Anliegen bayerischer Sozialpolitik. Denn nur so sei eine erfolgreiche Integration auf Dauer möglich. Dies erklärte Bayerns Sozialministerin Christa Stewens bei der Feier zum 5-jährigen Jubiläum der Netzwerkfrauen Bayern und des Netzwerkbüros von und für Frauen und Mädchen mit Behinderung in München. Das Netzwerk, das im Juli 1999 in München gegründet wurde, ist der Landesarbeitsgemeinschaft Hilfe für Behinderte in Bayern (LAGH) angeschlossen, die als Dachorganisation und Träger fungiert. Im September 2000 wurde das dazugehörige Büro eröffnet, das die Schnittstelle für das Netzwerk Frauen sowie Anlaufstelle für betroffene Frauen und Mädchen ist. Dem Netzwerk gehören inzwischen 160 organisierte Frauen mit unterschiedlichen Behinderungen an. Das Netzwerk bietet einer Presseerklärung von Sozialministerin Christa Stewens zufolge allen behinderten Frauen und Mädchen die Gelegenheit zur gegenseitigen Unterstützung und will individuelle und gesellschaftliche Voraussetzungen schaffen, damit Frauen und Mädchen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben führen können. "Das Netzwerk schafft Bewusstsein für die doppelte Diskriminierung von behinderten Frauen: in der Abwertung ihrer Rolle als Frau und als Behinderte. Es ist zwischenzeitlich zu einem Forum geworden, das Frauen die Möglichkeit bietet, sich gegenseitig zu finden, zu unterstützen und somit ihre Identität als Frau zu stärken", betonte die Ministerin und verwies auf den ersten gemeinsamen Erfolg, den Aufbau einer gynäkologischen Fachambulanz für Mädchen und Frauen mit Behinderung im Krankenhaus Neuperlach in Zusammenarbeit mit Pro Familia im vergangenen Jahr. "Seit Juli 2000 wird das Netzwerk staatlich aus Mitteln des Landesbehindertenplans gefördert. Auch dem Landesbehindertenrat, der sich im April dieses Jahres konstituiert hat und der die Staatsregierung in allen Fragen der Behindertenpolitik kompetent unterstützen und beraten wird, gehört das Netzwerk an. Dieser Dialog zwischen Netzwerk und Freistaat ist wichtig, da die gewonnenen Erkenntnisse einerseits in die Aktivitäten des Netzwerks selbst einfließen, andererseits aber auch Berücksichtigung im Rahmen der Ausgestaltung der bayerischern Behindertenpolitik finden", so Stewens. Link zum Netzwerk behinderter Frauen 

 
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