
Berlin (kobinet) Berlin will Behinderte zur Kasse bitten, schreibt heute die "Welt". Die Zeitung berichtet unter Berufung auf eine ihr vorliegende Zielvereinbarung mit den Sozialämtern der Bezirke, dass der Senat in den nächsten fünf Jahren etwa 45 Millionen Euro bei behinderten Menschen sparen will. Durch eine neue Art der Betreuung, das sogenannte Fallmanagement, sollen die bisherigen Kosten für Eingliederungshilfen von derzeit 530 Millionen Euro gesenkt werden. "Das wird aber nicht zu Lasten der Betroffenen gehen", zitiert das Blatt die Sprecherin der Senatssozialverwaltung, Roswitha Steinbrenner. Das Fallmanagement ist Teil des "Modellsozialamts 2005", das in der Senatsgesundheitsverwaltung entwickelt wurde. Von 1999 bis heute stieg die Summe, die das Land für die Betreuung und Freizeitaktivitäten behinderter Menschen ausgab, von 410 auf 530 Millionen Euro. Pro Jahr sollen nun erst ein, dann zwei Prozent der Eingliederungshilfen gespart werden. sch