
Berlin (kobinet) Die Berliner Behindertenzeitung warnt davor, dass die Behindertenpolitik der Stadt "zurück in die Steinzeit" geführt wird. Die in einem Papier des Bezirksamts Spandau anvisierten Sparpläne (kobinet 17.10.05) seien "ein Skandal auf der ganzen Linie". "Das Geld reicht nicht mehr aus, also ab ins Heim! So stellt sich das Bezirksamt Spandau die Einsparmaßnahmen auf dem sozialen Sektor vor. Dagegen legt der Berliner Behindertenverband e.V. stärksten Protest ein", schreibt das Blatt in seiner Novemberausgabe. Nach dem der Zeitung vorliegenden Papier sollen alle Intensivpflegen von mindestens 16 Stunden täglich auf Verminderung des Pflegeumfanges oder Unterbringung in einer stationären Pflegeeinrichtung hin überprüft werden. Durch solche Aktionen wie in Spandau werde Angst geschürt und Panik gemacht. Nach Gesetzeslage gäbe es für derart drastische Maßnahmen keine Grundlage, betont die Berliner Behindertenzeitung. Doch Wachsamkeit sei geboten. Durch Protest könne vieles verhindert werden. sch