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kobinet-nachrichten 07.11.2005 - 00:55
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http://www.kobinet-nachrichten.org

Medientipp extra: Das Experiment - 30 Tage im Rollstuhl

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München (kobinet) Was bedeutet es, auf seine Beine verzichten zu müssen? Wie weit ist ein Mensch im Alltag eingeschränkt, wenn er auf einen Rollstuhl angewiesen ist? Wie verändert sich der Alltag der Betroffenen? Wie reagieren Familienmitglieder und Freunde? Ein 26-jähriger Münchner Student erfährt, was ein Leben im Rollstuhl bedeutet. Die Fernsehsendung "Das Experiment - 30 Tage im Rollstuhl" dokumentiert am Dienstag, den 8. November um 21.15 Uhr bei RTL II die Ergebnisse dieses Tests.

"Andreas K. studiert an der Technischen Universität München Maschinenbau. Der 26-Jährige ist sehr sportlich: Bei der Voruntersuchung attestiert ihm der behandelnde Arzt einen optimalen Gesundheitszustand. In seiner Freizeit fährt Andreas gerne Motorrad und fehlt auf keiner Party seiner Clique. ... Das Experiment beginnt: Ein Sicherheitsband fixiert Andis Beine und simuliert so die eingeschränkte Bewegungsfähigkeit eines Querschnittsgelähmten. Ab sofort muss er sich dem Alltag eines Rollstuhlfahrers stellen und sehr schnell sieht er die Welt mit komplett anderen Augen: Dinge, die für ihn bisher selbstverständlich waren, muss er nun in Frage stellen. Einkaufen, U-Bahn fahren und abends mit Freunden ausgehen - bei allem steht die Vereinbarkeit mit seiner Fortbewegungshilfe im Vordergrund", heißt es in der Ausschreibung für die Sendung. omp
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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Nina Binder schrieb am 15.12.2008, 13:48

also ich fands gut

Ich hätte erstmal ein gaaaaaanz großes Anliegen. ich hätte soooo gern einen Mitschnitt davon. Ich wohne zurzeit in einem Schülerheim für behinderte und nichtbehinderte Schüler und ich würde diesen Beitrag soooo gern einer Soozialpädagogin hier zeigen. Sie ist sehr angagiert und ich bin mir sicher ihr würde diese Beitrag sehr gefallen.
Wenn es irgendwie möglich ist wäre es toll wenn ich einen MItschnitt bekommen könnte.


Hm...also ich kann nur den letzten drei Beiträgen zustimmen.
Es ist toll das überhaupt mal was über Rollstuhlfahrer und ihre Barrieren im Altag gezeigt wurde.

Von diesem eher negativen Beitrag bin ich ehrlich gesagt überrascht und etwas enttäuscht.
Ich finde dieses Experiment total positiv und es hilft auch vielleicht die Welt mal mit anderen Augen zu sehen wenn man bisher immer Fußgänger war. Ich war früher auch mal nur zu Fuß unterwegs und ich kann nur bestätigen dass ich erst als ich mehr mit Rollifahrern zutun bekam und dann auch selbst auf einen Rolli angewiesen war erfahren hab was eigentlich alles selbstverständlich ist.

Manchen Menschen fällt bei einer Wegbeschreibung die sie mir z.b. geben nichteinmal auf dass sich zum Eingang eines Gebäudes zwei kleine Stufen befinden. "Nein nein das ist alles Barrierefrei" und dann sind sie ganz erstaunt wenn da doch plötzlich zwei Stufen sind. Ist doch logisch. Das Gehirn macht abläufe automatisch und warum soll man sich auch zwei kleine Stufen merken. Da steigt man doch drüber und fertig.
Tja, für Rollifahrer nicht so einfach.

ich denke auch gewissen Menschen sollten nicht alles so furchtbar ernst nehmen. Und wie ja schon gesagt wurde nicht alle Rollstuhlfahrer müssen kathedern usw.
Was das mit dem kippeln auf der Rolltreppe betrifft. Ich persönlich gehe das Risiko oft ein. Nicht alleine aber wenn mein Freund hinter mir steht und mich sichert kein Problem. Es sind ja auch nicht alle Rolltreppen gleich steil. Und manchmal MUSS ich das einfach machen weil ich nicht gewillt bin ewig zu warten bis der Lift wieder geht oder die Menschenmassen verschwunden sind. Also wenns gut geht warum nicht.

;-) und das mit dem Einkaufswagen hab ich auch schon versucht. Ich machs auch oft so dass ich den Einkaufswagen mti meinem Freund zusammen schiebe. Und dann hänge ich mich manchmal auch nur dran und er darf mich mitziehen ...gemein gell? *grins*

Tja und Mitleid ist immer so eine Sache. Ich glaub das hängt weniger davon ab ob man behindert ist oder nicht sondern eher davon ob man sein Leben trotzdem meistern kann. Mitleid bei Rollifahrer empfinde ich selten. Wenn dann eher sowas wie Anerkennung.

Jemand hat mal gesagt "Ja ich bewundere dich schon, ich würde das wahrscheinlich nicht so schaffen. Aber du hast ja eh keine andere Wahl oder?" Klingt irgendwie hart aber es stimmt total. Entweder man kommt klar mit seinem Leben oder man lässt es. Mehr Möglichkeiten gibts nicht.

Ich fand das Experiment wirklich super. :-)

Monika Manhart schrieb am 21.01.2006, 20:31

Das Experiment - 30 Tage

Hallo ich habe "Das Experiment" gesehen und fand
diese Sendung gut. Ich habe es leider nicht aufzeichnen können, deshalb wie kann ich an so einen Mittschnitt erhalten.

Sandra Szyra schrieb am 16.11.2005, 13:32

Das Experiment...

Ich kann nur das wiedergeben und bestätigen was der Herr Droste schon sehr schon hier geschrieben. Sie als Behindertenbeauftragter scheinen das Thema völlig missverstanden zu haben. Gerade Sie sollten hinter solch einem Thema stehen und befürworten das man den nichtbehinderten zeigt wie es ist sein Leben im Rollstuhl zu meistern und was für Steine einem in Weg gelegt werden. Angefangen bei Geldautomaten bis hin zu benutzen von öffentlichen Verkehrsmitteln.
Natürlich bekommen behinderte nicht übernacht eine Wohnung, aber in diesem Fall war es eben mal so und behindertengerecht konnte ich diese Wohnung auch nicht gerade nennen, denn der Spiegel im Bad war viel zu hoch und nicht einmal zu kippen, dann war die Küche nicht höhenverstellbar und die Haustür ging zwar bei Knopfdruck auf, aber nach außen und der Behinderte muss viel zu nah heranfahren. Das einzige was Rollstuhlgerecht war, war die Größe der Wohnung.
Finden Sie es so unnmöglich einen Einkaufwagen als Rollifahrer zu benutzen? Ich finde es toll, wenn man das kann, dann spricht nichts dagegen es auch zu nutzen.
Ich kenne einige die das machen. Auch das Kippeln auf der Rolltreppe habe ich schon von anderen gesehen.
Außerdem müssen nicht alle Rollstuhlfahrer sich kathetern oder auf Druckstellen achten!

So, kurz und gut ich fand diese Idee Klasse und finde das so einige nichtbehinderte diese Erfahrung einmal machen sollten!

Sandra

Michael Droste schrieb am 11.11.2005, 21:37

Das Experiment...

Lieber Alexander Grundler,

gerade Sie als stv. Behindertenbeauftragter sollten wissen, wie wichtig so ein Beitrag ist, und das noch zu besten Sendezeit.

Gerade die Thematik behinderter Menschen werden nicht gerne im TV gezeigt, jetzt wurde endlich mal ein Anfang gemacht.

Wichtig ist doch, das Barrieren aufgezeigt wurden, die wir als Rollstuhlfahrer im täglichen Leben haben. Das Andreas einen Einkaufswagen schiebt ist doch eigentlich logisch, er ist ja auch Fußgänger. ( Ich habe herzlich darüber gelacht )

Das er sofort eine barrierefreie Wohnung bekommt, war doch auch klar, oder soll die Sendung erst in 5 Jahren ausgestrahlt werden? Jeder Mensch weiß doch, wie schwer es ist eine vernünftige Wohnung zu finden, das wissen auch Fußgänger.

Katheter, Inkontinenz etc. hat absolut nichts mit dem Thema die Sendung zu tun, es ging darum zu zeigen, wie ein Fußgänger als Rollifahrer klar kommt und welche Barrieren er überwinden muss.

Ich finde es richtig, das keine behinderte Sportler beim Mobilitätstraining gezeigt wurden, sonder behinderte Menschen, die es nicht so leicht haben einen Rollstuhl zu fahren, Mitleid habe ich auch nicht dabei emfpunden.

Ein Mobilitätstraining mit richigen Rollstuhlsportlern hätte doch wieder genau das Gegenteil gezeigt, und spiegelt nicht das wahre Leben der meisten behinderten Menschen wieder.

Es würde doch sofort wieder heißen, wieso bekommen die Pflegegeld oder sonstige Erleichterungen?

Mitleid habe ich, wenn ich lese, wie klein kariert und oberflächlich Sie die Sendung als stv. Behindertenbeauftragter beurteilen.

Liebe Grüße
Michael Droste




Alexander Grundler schrieb am 11.11.2005, 17:13

Ich fand die Sendung war eine Frechheit

Hallo liebe Internetgemeinde,

also ich fand diesen Bericht eine richtige Frechheit. Bei mir (ich bin stv. Behindertenbeauftragter) gingen auch einige Proteste ein. Zum einen wurde auf wirklichen Thematiken des Rollstuhlfahrers (Kateter, Inkotinenz etc.) überhaupt nicht eingegangen. Zum anderen sind es auch Kleinigkeiten die gestört haben da wird z. B. das Auto zu beginn der Sendung als er zu dem Arzt fährt auf dem Behindertenparkplatz abgestellt. Dann mach er Mobilitätsträning mit Schwerstbehinderten aus der Pfennigparade und ist natürlich gleich der beste im Rollstuhlfahren, da wäre man mal lieber zur ersten Mannschaft im Rollstuhlbasketball des USC München gegangen, die hätten dem Herrn schon gezeigt wo der Hammer hängt. Nein da werden wieder die schwerstest Behinderten herangezogen um ein Mittleid zu erzeugen das kaum zu ertragen ist.

Dann möchte ich einen Rollstuhlfaher sehen, der in dieser Geschwindigkeit eine behindertengerechte Wohnung findet ich kenne Menschen die suchen 1,5 Jahre und länger auf diese Thematik wird im keinster Weise hingewiesen.

Dann wird mit dem Rollstuhl auf der Treppe gefahren und gekippelt das würde ein "normaler" Rollstuhlfaher in keinster Weise machen, da die Gefahr des Umfallens viel zu groß wäre. Das war diesem Zeitgenossen aber offenbar vollkommen egal.

Und dann die Situation in der U-Bahn oh wie dramatisch und ein Kamerateam steht dahindert und filmt das ganze. Der pure Hohn.

Die Geschichte mit dem Einkaufen, also ich persönlich habe noch nie im Supermarkt einen Rollstuhlfaher gesehen, der einen Einkaufswagen benutzt, entwerder er hat eine Begleitperson dabei, oder er stellt sich eine Box, Schachtel o. ä. auf den Schoß und gibt seine Sachen dann dort hinein.

Also ich fand das ganze überhaupt nicht gut und das zeigen auch Reaktionen die ich so erhalte.

Aber leider ist man hier wieder einmal völlig verlassen, wenn man zu Protesten beim Sender o. ä. aufruft.

Denn man wollte wieder alles absolut dramatisch darstellen.

Traurig, dass hat den Betroffenen eigentlich überhaupt nicht geholfen und auch nicht wirklich auf die Probleme hingewiesen finde ich.

Alexander Grundler

Michael Droste schrieb am 11.11.2005, 10:37

Das Experiment...

Hallo liebe Redaktion,

ich fand die Sendung sehr gut. Erst mal ein Kompliment an RTL II diese Sendung zur besten Sendezeit zu zeigen. Sonst kommen solche Dokumentationen kurz nach Mitternacht oder noch später.

Der erste was mir aufgefallen ist, das unser Hobbyquerschnitt Andy sich die Sache viel einfacher vorgestellt hatte als sie war. Er hat zu spüren bekommen was Barrieren sind, und die Thematik wurde auch dem TV Zuschauer vermittelt.

Obwohl ihm bewusst war, das er nur 30 Tage durchhalten muss, hat man ganz deutlich gemerkt, das sich seine Laune von Tag zu Tag verschlechtert hat. Hätte Andy einen echten Querschnitt, wäre er meiner Meinung spätestens nach 40 Tage ganz unten gewesen und hätte wieder durch fachliche Hilfe aufgebaut werden müssen. Es wäre also die Situation eingetreten, die jeder verunfallte Mensch mit Querschnitt erlebt.

Schön zu sehen war das tägliche Leben mit Bus und Bahn. Wie schwer es ist, einen passenden Geldautomaten zu finden, oder wie dumm man als Rollifahrer aussieht, wenn Aufzüge oder Rolltreppen im Bahnhof still stehen. Wie sehr man doch des öfteren auf die Hilfe einer fremden Person angewiesen ist, jetzt weiß ich endlich warum ich alleine nicht so gerne einkaufen gehe*g Und natürlich wie wichtig es ist, barrierefreie Wohnungen zu bauen.

Sehr interessant fand ich die Bemerkung: "Ich werde als Rollstuhlfahrer übersehen" damit hat er meine Empfindungen, die ich täglich erlebe voll bestätigt. Auch ein Türsteher sollte besser Fußgänger sein.

Die Trotzreaktion am See vergessen wir mal, denn ich denke mal, das viele Rollstuhlfahrer gerne grillen, schwimmen und Spass haben wollen. Andy war zu dem Zeitpunkt schon sehr schlecht drauf und wer hat als Fußgänger schon großartig Lust solche Dinge im Rollstuhl zu erleben?

Die Sendung "Das Experiment..." hat verdeutlicht wie schwer es ist, tägliche Barrieren zu überwinden, mehr aber auch nicht, denn dazu war die Thematik nicht tief genug, und diese Dokumentation wäre auch nicht der richtige Ort gewesen.

Es wurde zwar kurz die Sexualität angesprochen, doch was es heißt sein tägliches Geschäft als Querschnitt(s)gelähmter zu verrichten wurde, ich denke mal bewusst, außen vor gelassen. Von den anderen Kleinigkeiten wie die jährliche Blasenkontrolle, Deku oder katheterisieren schreibe ich erst besser gar nicht.

Das Treffen mit dem Tetra war bestimmt eine einschneidende Erfahrung für Andy, er wird da noch des öfteren drüber nachdenken. Alleine die Bemerkung wie viele Wochen ein Rollifahrer üben muss, um aus dem Bett und in den Rolli zu steigen, hat ihn doch sehr beeindruckt. Ob er den Tetra besuchen wird, kann ich nicht beurteilen, ich hoffe er macht es wahr.

LG
Michael

Stephan Graf schrieb am 09.11.2005, 17:21

Das Experiment - 30 Tage im Rollstuhl

Ich habe diesen Beitrag auf RTL 2, am 08.11.2005, um 21.15 Uhr gesehen und hatte leider nicht die Möglichkeit diese Sendung aufzuzeichnen.
Da ich aber täglich mit Behinderten zu tun habe wäre für mich ein Mitschnitt sehr wichtig. Wer hat einen gemacht und wie kann ich diesen bekommen?

Uwe Heineker schrieb am 07.11.2005, 11:37

Es wäre schön ...

... wenn diese Sendung viele Zuschauer hat und somit einigen "Aha"-Effekt bewirken könnte ...

Uwe Heineker
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