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kobinet-nachrichten
29.12.2003 - 17:00
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Kassel (kobinet) Der Pflegedienstleiter des Ambulanten Hilfsdienstes des Kasseler Vereins zur Förderung der Autonomie Behinderter - fab e.V., Frieder Nebe, hat allen Grund zur Freude. In diesem Jahr ist es dem Ambulanten Hilfsdienst für behinderte Menschen gelungen, die Schallgrenze von 120.000 koordinierten Einsatzstunden zu überschreiten und damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Selbstbestimmung behinderter Menschen zu leisten. So fiel die Jahresbilanz des Vereins, der als Träger des Kasseler Zentrums für selbstbestimmtes Leben Behinderter fungiert, auch ausgesprochen gut aus. Neben den Leistungen des Ambulanten Hilfsdienstes, bei dem die behinderten KundInnen ihre AssistentInnen selbst auswählen und größtmögliche Wahlfreiheiten ausüben können, ist es dem Verein auch gelungen, ein breites Beratungsangebot von Behinderten für Behinderte aufrecht zu erhalten. Unterstützungen zum eigenständigen Wohnen in der eigenen Wohnung gehören dabei genau so dazu, wie die vielfältigen Hilfen bei der Assistenzorganisation oder der Beantragung von Hilfen. Vom kleinen Selbsthilfeverein hat sich der fab e.V. nach Angaben von Gisela Hermes vom Vorstand zu einem mittelständischen Unternehmen mit über 150 Beschäftigten gemausert, das einen zentralen Beitrag für die Selbstbestimmung behinderter Menschen in Kassel leistet und einen Gegenpol zur immer noch weitverbreiteten Aussonderung Behinderter setzt. Die Kürzungen des Landes Hessen im Bereich der Offenen Hilfen stellten den Verein vor neue Herausforderungen, die deutlich machten, dass der Kampf für mehr Selbstbestimmung behinderter Menschen noch längst nicht gewonnen ist. «Wir müssen uns auch weiterhin intensiv in die Politik einmischen, damit die Weichen auf Barrierefreiheit, Selbstbestimmung und Gleichstellung gestellt werden», so Hermes. omp
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