
Hannover (kobinet) Nach dem Tod eines Nierenkranken in Deutschland, der für die Beförderung zur lebenserhaltenden Dialyse nicht zuzahlen konnte, ist Strafanzeige gegen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt erstattet worden. Der Taxifahrer des Patienten hat die Anzeige erstattet. Der gehbehinderte mittellose Dialysepatient aus Hameln konnte die Zuzahlung von zehn Euro für eine Hin- und Rückfahrt per Taxi zur Dialyse nicht aufbringen. Bei drei notwendigen Dialysen in der Woche hätte er seit Jahresbeginn jeweils 30 Euro als Zuzahlung für die Taxifahrt aufbringen müssen. Weil er dies nicht konnte, ließ er eine Behandlung ausfallen, erbettelte sich Geld und brach während der nächsten Dialyse zusammen. Die Staatsanwaltschaft in Hannover lässt die Todesursache untersuchen. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Thomas Klinge, bestätigte heute den Eingang der Strafanzeige gegen die Ministerin und andere für die Gesundheitsreform Verantwortliche. Es sei noch unklar, ob überhaupt ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werde, sagte Klinge. Nach Angaben von Rechtsanwalt Rüdiger Zemlin, so wurde heute in den Medien berichtet, beförderte der Taxifahrer Anfang Januar seinen langjährigen Kunden zunächst, ohne die neu eingeführten Zuzahlungen zu verlangen. Der nierenkranke Frührentner habe dann bei seiner Krankenkasse eine Befreiung von der Zuzahlung verlangt und sich schließlich einen Bettelschein besorgt, um sich das Geld für die Zuzahlung zusammen zu betteln. sch
hans-werner keller schrieb am 20.01.2004, 10:28
darf das wahr sein warum tut sich das deutsche volk nicht auf um sich gegen so eine menschen verachtende politik etwas zu tun. ich find es schockierend was die leute sich gefallen lassen, zusätzlich bin ich entäuscht in die regierung so einen mist abzuliefern und es als reform zu deklarieren. die guten leute von der cdu und der spd sollten erst mal im lexikon schauen wie dieses wort definiert ist. Idioten!