
Saarbrücken (kobinet) Das Saarland und Luxemburg wollen zur Internationalen Tourismusbörse 2004 in Berlin einen gemeinsamen Führer für barrierefreien Tourismus vorstellen. Sozialministerin Regina Görner (CDU) sieht in diesem Tourismus «ein Thema der Zukunft für das Saarland». Zugleich müsse man deutlich machen, dass nicht nur Rollstuhlfahrer unter den mobilitätsbehinderten Menschen seien. Auch für Blinde, Menschen mit Seh- oder Hörschwäche oder Sehbehinderungen sei das Angebot auszuweiten. Angesichts einer alternden Gesellschaft würden entsprechende Einrichtungen künftig immer stärker nachgefragt. «Das fängt schon bei gesellschaftlichen Feiern an: Wenn einer von 50 Gästen eine Behinderung hat, wird der Veranstaltungsort nach dessen Bedürfnissen ausgewählt», sagte die Ministerin bei der Vorstellung einer vom ADAC herausgegebenen Planungshilfe für Hoteliers und Gastronomen. Wie Paul Niemczyk, Vorsitzender des ADAC Saarland, dabei ausführte, sei diese Broschüre die ideale Ergänzung zum geplanten Führer in einem barrierefreien Tourismus für das Saarland und Luxemburg. Im Juni war das Projekt, eine Kooperation zwischen dem Automobilclub und den Gesundheitsministerien von Luxemburg und dem Saarland, der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Inzwischen sind die Daten erhoben. Präsentiert werden soll die Broschüre «Hotel- und Restaurantführer für alle» im März 2004 auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin (ITB). Vorstellen wird das Heft 98 Betriebe aus Luxemburg sowie 64 aus dem Saarland, darunter neben Hotels und Restaurants auch Ferienwohnungen, Bildungs- und Reha-Zentren. Allein die deutschen Schwerbehinderten geben pro Jahr zwei Milliarden Euro allein in der Bundesrepublik aus. Die Saar-Touristik will nicht auf diese Kunden verzichten. sch