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kobinet-nachrichten
17.04.2004 - 19:37
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org
Fr 25.07.2008 10:33-11:03 (mdr)
Sa 26.07.2008 13:25-13:55 (1festival)
Eines der Themen:
"Im Netz der Pflegemafia"
Dass wir immer älter werden, ist nicht neu. Rund ein Drittel der Gesamtbevölkerung Deutschlands im Jahr 2040 wird 60 und älter sein, so die Prognose des Bundesamtes für Statistik.
Fit oder pflegebedürftig?
Gesund älter und womöglich alt werden - diesen Wunsch haben alle Menschen, und für viele ist er Wirklichkeit geworden: Die Senioren walken nord, wandern süd, schwimmen, tanzen, radeln, prüfen ihre Ausdauer im Fitnesscenter und sind nicht tot zu kriegen. Die andere Seite der Medaille ist weniger glänzend: In Deutschland sind mehr als zwei Million Menschen im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes pflegebedürftig. Der Großteil der Pflegebedürftigen wird zu Hause versorgt. Aber knapp 30 Prozent werden in Heimen gepflegt. Sie sind meistens höheren Pflegestufen zuzuordnen, benötigen ein gut ausgebildetes Personal und praktisch eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung. In Wahrheit ist das schwer durchschaubare Pflegesystem in Deutschland ein Millionengeschäft, das die Beteiligten gar nicht verändern wollen. Diese These untermauern die erfahrenen Pflegekritiker Claus Fussek und Gottlob Schober. In ihrem Buch "Im Netz der Pflegemafia - Wie mit menschenunwürdiger Pflege Geschäfte gemacht werden" decken sie unheilige Allianzen auf, bringen Insider zum Reden und analysieren die harten wirtschaftlichen Interessen einer boomenden Pflegebranche. Sie legen die mafiösen Strukturen eines Systems offen, in dem man um des Profits willen am Personal spart, Präventionsprogramme behindert und über eklatante Menschenrechtsverletzungen hinwegsieht. Ein alarmierender Report, der jeden angeht.
Fr 25.07.2008 11:30-12:00 (3sat)
Für Johann Lendner ist es jedes Mal ein kleiner Triumph, wenn er unter der Wittelsbacher Brücke in München an der Isar entlangläuft und zu den Obdachlosen schaut. In den 1980er Jahren gehörte er selbst dazu. Damals konnte er nicht länger als drei Stunden schlafen, weil er dann zitternd vor Entzugserscheinungen aufwachte. Er konsumierte drei Schachteln Zigaretten am Tag und bis zu 20 Weißbier. Als er 1989 nach hartem inneren Kampf endlich ein Leben ohne Alkohol begonnen hatte, erfasste ihn an einer Schwabinger Kreuzung ein Auto. Der Unfall machte ihn zum Behinderten: Seither ist die rechte Schulter zerstört, der Arm ist bewegungsunfähig. Johann begann wieder zu trinken. Erst eine Freundin aus China half ihm, vom Alkohol wegzukommen, dann wollte er Marathonläufer werden. Anfangs schaffte er nur keuchend ein paar hundert Meter. Aber er lief weiter. 2005 gewann er bei den deutschen Behinderten-Meisterschaften in Berlin, 2007 holte sich Johann Lendner den ersten Platz bei den Deutschen Marathonmeisterschaften und qualifizierte sich damit für die Paralympics in Peking 2008. Marathonlauf ist seine Therapie. Das Magazin "Stolperstein" stellt Johann Lendner vor.
Fr 25.07.2008 14:00-14:45 (1festival)
Sa 26.07.2008 09:00-09:45 (1festival)
So 27.07.2008 05:30-06:15 (1festival)
So 27.07.2008 18:30-19:15 (1festival)
Di 29.07.2008 07:00-07:45 (1festival)
Reihe, Deutschland 2007
Das darf nicht wahr sein. Claudia bleibt fast das Herz stehen. Sie ist im dritten Monat schwanger. Bei der Ultraschall-Untersuchung sagt der Frauenarzt plötzlich den verhängnisvollen Satz: Das Kind hat ein Problem. Wahrscheinlich Behinderung, vermutlich ein Down-Syndrom, sehr wahrscheinlich ein Herzfehler. Claudia und Lars haben sich sehr auf ihr zweites Kind gefreut. Jetzt diese Hiobsbotschaft und tausend offene Fragen: Wie stark ist die Behinderung? Welche Chancen hat das Kind? Würden sie es schaffen, mit einem behinderten Kind zurecht zu kommen? Was sollen sie tun: austragen oder abtreiben? Die gleiche Situation erleben Elke und Rafael. Sie wünschen sich schon lange, dass ihr kleiner Sohn ein Geschwisterchen bekommt. Endlich hat es geklappt. Elke ist bereits im vierten Monat, als die Ärztin beim Ultraschall Bedenkliches entdeckt. Elke und Rafael wollen Klarheit und lassen das Fruchtwasser untersuchen. Das Ergebnis ist niederschmetternd. Es liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine schwere komplexe Behinderung vor. Das Paar muss in wenigen Tagen die Lebens entscheidende Frage beantworten: austragen oder abtreiben?
Fr 25.07.2008 14:15-15:00 (WDR)
Reportage
Ein letztes Mal umziehen: viele alte Menschen erschreckt dieser Gedanke. Sie wollen so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung bleiben. Auch wenn sie nach einem Sturz ins Krankenhaus müssen, so hoffen sie doch auf die Rückkehr in ihre eigenen vier Wände. Alles soll so bleiben, wie es war - auf keinen Fall wollen sie ihre Selbständigkeit verlieren. Doch irgendwann tauchen Fragen auf: Werde ich zum Pflegefall? Wäre ich im Heim vielleicht besser aufgehoben? Menschen hautnah portraitiert drei Menschen, die noch im Krankenhaus eine existentielle Entscheidung für die letzte Phase ihres Lebens treffen.
Fr 25.07.2008 17:00-17:30 (Bibel)
Sa 26.07.2008 05:00-05:30 (Bibel)
Gesprächsrunde
Was tun, wenn die Eltern alt werden? Marianne und Jürgen Lehmann haben ihre Jobs aufgegeben, um ihre Eltern zu pflegen. Eine Aufgabe, die sie oft an ihre Grenzen bringt.
Fr 25.07.2008 21:00-21:30 (Info)
Sa 26.07.2008 00:30-01:00 (Info)
In der 37°-Sendung "Alarm im Krankenhaus" geben zwei Krankenpfleger und eine Schwester Einblick, wie es ihnen gelingt, ihren Arbeitsalltag in Zeiten wachsender Gesundheitskosten und leerer Kassen zu meistern. Ein Film, der zeigt, dass ohne gesellschaftliche Anerkennung der Pflege das Krankenhaussystem an seine Grenzen gerät. Ein Thema, das jeden als potenziellen Patienten betrifft.
Sa 26.07.2008 02:15-03:45 (Bibel)
Tragikomödie, Deutschland 2003
Musik: Christian Steyer
Die zwei 13-jährigen Mädchen Marie und Inga sind seit langem beste Freundinnen. Beide haben wie alle Mädchen ihres Alters ihre Probleme mit Jungs, Lehrern und ihrer Figur. Nur mit dem Unterschied, dass sie blind sind. Beide haben eine große Leidenschaft: Musik machen. Als eine Schülerband in ihrer Stadt Verstärkung sucht, sehen sie ihre große Chance. Aber der Traum platzt, denn für die Jungs sind die blinden Mädchen nicht medientauglich. Doch so leicht wollen Marie und Inga sich nicht geschlagen geben. Sie produzieren ein Musik-Video und reichen es bei einem Talentwettbewerb ein.Regisseur Bernd Sahling ist mit 'Die Blindgänger' ein äußerst feinfühliger Film gelungen, ohne jedoch sentimental zu werden. Für diese lebendige Darstellung, bar von Klischees, wurde 'Die Blindgänger' unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis 2004 für den besten Kinder- und Jugendfilm und dem Bundesfilmpreis 2005 ausgezeichnet.
Dieter Mann - Dieter Montag - Dominique Horwitz - Petra Kelling - Gennadi Vengerov - Pauline Knof - Lutz Teschner - Benno Frevert - Maximilian Köster
Sa 26.07.2008 08:45-09:00 (Info)
Sa 26.07.2008 16:45-17:00 (Info)
So 27.07.2008 05:15-05:30 (Info)
Mo 28.07.2008 18:45-19:00 (Info)
Di 29.07.2008 01:30-01:45 (Info)
Di 29.07.2008 21:45-22:00 (Info)
Mi 30.07.2008 19:20-19:45 (Info)
Mi 30.07.2008 21:45-22:00 (Info)
Do 31.07.2008 01:45-02:00 (Info)
Do 31.07.2008 17:15-17:30 (Info)
Do 31.07.2008 21:30-21:45 (Info)
Fr 01.08.2008 01:30-01:45 (Info)
Reportage
Sa 26.07.2008 10:40-11:25 (WDR)
So 27.07.2008 18:30-19:15 (1festival)
Wissenschaftsmagazin
Oscar Pistorius gilt als der "schnellster Läufer der Welt ohne Beine". Der Südafrikaner läuft mit seinen beiden Hightech-Unterschenkelprothesen, so genannten "Cheetahs", 400 Meter in etwas über 46 Sekunden. Mit dieser Zeit könnte er im Staffel-Team seines Landes bei der Olympiade in Peking dabei sein. Er hat vor dem Internationalen Sportgerichtshof sein Startrecht für die Sommerspiele bei den Nichtbehinderten erstritten. Wenn ihm die Qualifikation gelänge, würde für die Leichtathletik eine neue Ära beginnen: Prothesen sind mittlerweile offenbar genauso gut wie das Original aus Fleisch und Blut. Womöglich werden Athleten mit Prothesen eines Tages zum normalen Bild der Olympischen Spiele gehören. Quarks & Co erzählt die Geschichte von Oscar Pistorius. In den letzten Jahren hat die Feinmechanik enorme Fortschritte gemacht. Heute arbeiten Forscher sogar daran, Ersatzteile direkt an unser Nervensystem anzuschließen. Die Folge: Der Mensch verschmilzt mit der Maschinen-Prothese und wird so eines Tages leistungsfähiger sein als mit gesunden Gliedmaßen. Quarks & Co zeigt, wie Mensch und Maschine immer mehr zusammen wachsen und blickt in die Zukunft der intelligenten Köper-Ersatzteile. Die menschliche Hand ist ein komplexes Tast- und Greiforgan aus 27 Knochen, 36 Gelenken, 39 Muskeln, Sehnen, Nerven und einer Vielzahl von Tastzellen. Ohne sie sind wir nahezu hilflos. Mediziner, Physiker und Ingenieure suchen seit langem nach dem besten "Ersatz". Gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für angewandte Informatik hat die Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg die so genannte fluidsche Handprothese entwickelt. Dank hydraulischem Antrieb bewegen sich die einzelnen Finger sehr natürlich. Die Kunsthand beherrscht fünf verschiedene Griffe, gibt ein Feedback und sieht auch noch sehr echt aus. Quarks & Co stellt die Fluidhand und ihre Funktionen vor. In Kriegszeiten hatte die Prothesenforschung schon immer Hochkonjunktur. Heute geht es aber nicht mehr nur darum, den Soldaten trotz fehlender Gliedmaßen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen, sondern sie - wenn möglich - wieder für den Kampf einsatzfähig zu machen. Im Idealfall sind die Kriegsveteranen mit ihren Prothesen noch leistungsfähiger als vor der Verletzung. Die neueste Entwicklung in der Forschung sind so genannter Exoskeletts - Gestänge an Armen und Beinen, die Muskelbewegungen und Nervenimpulse aufnehmen und verstärken. Dadurch könnten Soldaten Unmengen an Gepäck tragen oder lange Märsche überstehen. Quarks & Co sieht sich diese Mischung aus Mensch und Maschine genauer an.
Sa 26.07.2008 11:08-11:38 (mdr)
Mo 28.07.2008 09:20-19:50 (mdr)
Sa 02.08.2008 10:45-11:15 (RBB)
Leben mit Behinderung
Thema: Vor den Paralympischen Spielen - Menschen mit Behinderungen zeigen ihren "Sportplatz"
Gerd Franzka trainiert gleich auf mehreren "Sportplätzen": Als Fußballer, Leichtathlet und Marathonläufer holt er Medaillen. Doch die sportlichen Erfolge sind für Gerd Franzka hart erkämpft, seit frühester Kindheit ist der Lübbener blind. Auch im Leben lässt sich der 49-Jährige von seiner Behinderung nicht unterkriegen. Er ist glücklich verheiratet, hat eine Tochter und leitet als Physiotherapeut die familieneigene Praxis mit mehreren Angestellten. Dass er als Sportler so erfolgreich ist, verdankt Franzka seiner Leidenschaft, dem eigenen Erfindergeist und nicht zuletzt seiner Frau. Die trainiert ihn regelmäßig, ersetzt ihm oft das Augenlicht.
Sa 26.07.2008 11:45-12:15 (DSF)
Mi 30.07.2008 12:00-12:30 (DSF)
Sa 26.07.2008 12:15-13:55 (SF2)
Jugenddrama, USA 1998
Regie: Peter Chelsom
Buch: Charles Leavitt
Musik: Trevor Jones
"Du hast die Füße, ich habe das Gehirn", erklärt Kevin seinem Nachbarn Max, warum eine Partnerschaft zwischen ihnen eine sinnvolle Angelegenheit wäre. Der hochintelligente Kevin ist gehbehindert. Und Max verfügt zwar über Bärenkräfte, vermag aber kaum ein paar Sätze zu lesen. So beginnt die Freundschaft zweier Außenseiter, die sich gemeinsam den Anfeindungen der Welt widersetzen... Bei seiner Verfilmung des Jugendbuchs "Freak" von Rodman Philbrick hat Peter Chelsom ("Funny Bones") Fingerspitzengefühl bewiesen: Das zurückhaltende Spiel der charismatischen Darsteller macht den Film zu einer anrührenden Ballade über die Macht der Freundschaft.
Gillian Anderson - Sharon Stone - Gena Rowlands - Meat Loaf - James Gandolfini - Kieran Culkin - Harry Dean Stanton - Jenifer Lewis - Elden Henson - Eve Crawford
Sa 26.07.2008 15:03-15:30 (1extra)
So 27.07.2008 20:15-20:45 (1plus)
Wirtschaftsmagazin
Eines der Themen: Krankenversicherung
Reha für Ältere wird häufig gestrichen
Mit der Neuregelung der Krankenversicherung sollte eigentlich jeder gesetzlich Krankenversicherte Anspruch auf eine Anschluss-Rehabilitation haben, wenn dies von der behandelnden Klinik - z.B. nach einer schweren Operation - empfohlen wird. Häufig aber verweigern die Kassen die Kostenübernahme und verlangen, dass sich vor allem ältere Patienten zuhause selbst um ihre Genesung kümmern.
Sa 26.07.2008 22:30-23:15 (doku)
Reportage
Immer wieder muss Marcel langwierige Operationen über sich ergehen lassen. Vor zwei Jahren dann ein schwerer Rückschlag: In einer Heidelberger Klinik verbringt er Monate bewegungslos auf dem Bauch liegend, damit eine Wunde auf seiner Sitzfläche endlich heilt. Acht Monate durch ein Guckloch in der Liege das Linoleum im Blick, acht Monate Angst, dass die Wunde nicht heilt. Ein Traum hält ihn in dieser Zeit am Leben: China. Kann er eine Reise von Shanghai bis Peking trotz seiner Behinderung schaffen? Die Gedanken an die Reise nach China werden in der Zeit seines "Eingesperrtseins" zur Überlebensstrategie. Marcel will sich und anderen beweisen, dass er noch Abenteuer erleben kann. Seinen Schmerzen will er eine bunte, unbekannte Welt entgegensetzen. Schmerzen hat er ununterbrochen, vom Wachwerden bis zum Einschlafen. Nur starke Medikamente machen ihm das Leben überhaupt erträglich. Marcel bereitet seine Reise akribisch vor, legt die ehrgeizige Route fest und gewinnt seinen langjährigen Freund aus der Jugendzeit Ham als Reisegefährten. Ham ist Chinese aus Malaysia, spricht also die Sprache und kann Marcel mit seinem Gepäck und den vielen Medikamenten helfen. Doch China ist auf Behinderte überhaupt nicht eingestellt. Die Wege, die Straßen, die Hotels, das Essen - besonders die Provinzen sind schon für Fußgänger eine echte Herausforderung. Können die Freunde den Weg von Shanghai nach Peking meistern? Hält Marcels Körper der Belastung stand? Macht seine Gesundheit mit? 37° begleitet und dokumentiert seine Reise in das Land der Mitte.
Sa 26.07.2008 23:00-00:15 (3sat)
Talk-Show
Sandra Maischberger diskutiert mit Top-Gästen aus Politik, Gesellschaft, Boulevard und Sport über das Thema der Woche - journalistisch, kontrovers, informativ und unterhaltend. Zum Thema "Weg mit der Rente! Verschont die Jungen" begrüßt die Moderatorin unter anderem den 40-jährigen Rentenkritiker und Anlageberater Bernd W. Klöckner, der zum Boykott des Generationenvertrags aufruft und mehr Selbstverantwortung fordert. Der 76-jährige Schriftsteller Rolf Hochhuth sieht es als großes Unrecht an, dass die Alten für die Rentenkrise haftbar gemacht werden. Die Schauspielerin Ellen Schwiers muss mit 77 Jahren mehrere Jobs schultern, um über die Runden zu kommen. Der SPD-Sozialexperte Rudolf Dreßler geißelt die Rentenpolitik seiner Partei, und der Moderator und Wissenschaftsjournalist Jean Pütz ("Hobbythek", "Wissenschaftsshow") hat sich nie auf die Rente verlassen, sondern schon früh privat vorgesorgt.
So 27.07.2008 16:00-16:45 (1extra)
Dokumentation
Psychische Erkrankungen entwickeln sich zur Volkskrankheit. Kann jeder von uns jederzeit "verrückt" werden? Was passiert dann? Medikamentöse Therapien, die bei dem einen anschlagen, sind beim anderen von heftigen Nebenwirkungen begleitet. Oder die Alternative: kostenintensive Betreuung, menschliche Zuwendung statt Medikamente. Viel wird einfach ausprobiert. In der Isar-Amper-Klinik beobachtet die Kamera den Weg von Patienten von der Aufnahme bis zur Entlassung, Unterbringung in weiterführenden Einrichtungen oder auch die Wiederaufnahme. Es gibt Patienten, die schon Hunderte Male und erneut den Weg von der Notaufnahme in die geschlossene Abteilung gehen und dort - auch - ihre Heimat finden. Wir begleiten zum Beispiel eine gutbürgerliche Ehefrau und Mutter, die nach der Geburt ihres ersten Kindes eine Psychose bekam. In der Therapie lernt sie, die Hintergründe der Krankheit zu verstehen. Außergewöhnliche Perspektiven und miterlebte Patienten-Geschichten in der "Geschlossenen Gesellschaft". Ärzte und Pfleger, die ihr gesamtes Berufsleben in der Psychiatrie verbringen. Was ist normal, was ist verrückt?
Mo 28.07.2008 22:00-22:45 (WDR)
Di 29.07.2008 14:15-15:00 (WDR)
Dokumentation, Deutschland, Deutschland 2007
Ausgerechnet hinter alten Klostermauern ist die moderne Wissenschaft fündig geworden. Schwester Bernadette war tot - Herzanfall. Und David Snowdon, Altersforscher von der Uni Lexington, machte sich an die Obduktion der Nonne. Snowdon erwartete nichts Ungewöhnliches. Schließlich hatte er die 85-Jährige erst kurz vor ihrem Tod untersucht. Bis ins hohe Alter verfügte sie über eine scharfe Intelligenz und ein vorzügliches Gedächtnis. Doch als der Forscher dann den Schädel von Schwester Bernadette eröffnete, traute er seinen Augen nicht: Ihr Gehirn war von Alzheimer-Plaques geradezu übersät. Nach der offiziellen Klassifizierung hatte ihr Gehirn den Demenzgrad 6 erreicht - das absolute Alzheimer-Endstadium. Die Forschungsergebnisse von Schwester Bernadette und vielen anderen Ordensschwestern widerlegen die gängigsten Theorien, wie der geistige Verfall entsteht. Die logische Schlussfolgerung aus den Untersuchungsergebnissen: diese Plaques allein können nicht - wie hundert Jahre lang geglaubt - Verursacher der Krankheit sein.
Di 29.07.2008 16:15-18:00 (WDR)
Eindes der Themen:
Servicepunkt: Pflegende Angehörige
Di 29.07.2008 19:00-19:45 (BR)
Mi 30.07.2008 11:45-12:30 (BR)
Themen:
Wasser ist Leben - Wasser ist Gesundheit
Mineralwasser oder Leitungswasser?
Thalasso-Therapie
Magazin
Leonardo da Vinci nannte es "Das Blut des Planeten": Wasser. Der Mensch kann viele Tage ohne Nahrung überleben, aber nur zwei bis vier Tage ohne Flüssigkeit. Unser Organismus verfügt über keine Wasserreserven, die bei Austrocknung mobilisiert werden könnten - obwohl der menschliche Körper zu mehr als der Hälfte aus Wasser besteht. Wassermangel führt rasch zu schwerwiegenden Schäden. Das Blut wird dickflüssig, Gehirn, Leber und Muskulatur reagieren auf Wasserverluste besonders empfindlich. Das Trinkverhalten vieler Menschen ist häufig völlig unzureichend. Es ist falsch, auf den " Durst" zu warten - denn das Durstgefühl ist wie der Schmerz bereits ein "Notsignal". Besonders Senioren und Kinder sind oft unterversorgt.
Mi 30.07.2008 18:15-18:45 (SWR Rheinland-Pfalz)
Mo 04.08.2008 05:30-06:00 (SWR)
Es kann passieren, dass man gar nichts merkt, wenn man sie kennen lernt. Kerstin Sauer ist jung, zielstrebig und erfolgreich, mit einem spannenden Beruf. Aber die Staatsanwältin am Landgericht in Frankenthal hat ein Handicap: Sie ist blind, eine heimtückische Augenkrankheit nahm ihr vor 15 Jahren das Augenlicht. Die Diagnose damals war niederschmetternd, trotzdem beginnt sie Jura zu studieren, will unbedingt Staatsanwältin werden. Justitia ist doch auch blind. Nach erfolgreichem Abschluss die nächste Odyssee: Sie bewirbt sich lange vergeblich als Staatsanwältin in Rheinland-Pfalz. Ihre Kompetenz wird grundsätzlich angezweifelt, auch wenn das keiner zugibt. Heute arbeitet sie genauso hart wie ihre sehenden Kollegen - etwa 1000 Fälle im Jahr. Unterstützt wird sie von einer Volllzeitassistentin. Bei Verhandlungen schildert ihr die Assistentin schon mal optische Eindrücke, obwohl Frau Sauer die meist für verzichtbar hält. Äußeres kann man manipulieren, Stimme nicht. Mit ihrer Urteilskraft und Treffsicherheit verblüfft sie immer wieder Kollegen. Nicht sehen können, bedeutet eben nicht nur Verlust. Was sie manchmal bedauert, ist, dass ein jeder Flirt mit den Augen anfängt. Bücher sind für sie das Fenster zur Welt und Kochen ist ihre Leidenschaft. Sie hat viel erreicht, da ist nur noch eins, ein Traum aus Kindertagen, den sie endlich wahr machen will: Sich einmal frei wie ein Vogel fühlen. Erzählt wird die Geschichte einer facettenreichen Frau, sie wird bei ihrer aufregenden Arbeit, zum Beispiel an einen Tatort und auf der Suche nach dem optimalen Vorleser, begleitet. Und nach langem Zögern lässt auch die private Kerstin Sauer ein bisschen in ihr Herz schauen. Schließlich ist das Fernsehteam auch dabei, wenn sie sich ihren langgehegten Wunsch erfüllt. Ein aufwühlendes Porträt eines Menschen, das vom Sichtbaren im Unsichtbaren erzählt.
Mi 30.07.2008 22:20-22:50 (SF1)
Do 31.07.2008 05:45-06:10 (SF1)
Do 31.07.2008 14:40-15:10 (SF1)
Reportage
Roland Oertli kennt alle Geburtstage seiner Mitbewohner und Betreuer auswendig - ebenso alle Feier- und Ferientage, überhaupt alle ihm wichtigen Daten und auch den Menüplan der folgenden Woche. Der 37-jährige Mann lebt und arbeitet im Wohnheim Humanitas in Horgen ZH zusammen mit anderen Erwachsenen mit geistiger Behinderung. Roland Oertli sagt von sich selber, er sei ein glücklicher Mensch.
Fr 01.08.2008 03:30-04:15 (Bibel)
Melodram, 1980
Nach einem Tauchunfall ist die 17-jährige Joni Eareckson querschnittsgelähmt. Ein Schicksal an dem mancher Mensch verzweifelt. Doch sie schöpfte Kraft aus ihrem Glauben. Als einige Jahre später mit 'Joni' ihre Lebensgeschichte mit ihr in der Hauptrolle verfilmt wurde, durchlitt die junge Frau noch einmal ihren schwersten Kampf - sich mit der Krankheit abzufinden, ohne an Gott zu verzweifeln. In Interviews und Filmausschnitten erwacht diese für Joni Eareckson schwierige Zeit noch einmal zum Leben. 'Reflections of his Love' ist somit zweierlei: amüsantes Making Of und berührendes Zeugnis.
Fr 01.08.2008 09:15-09:45 (Phoenix)
Reportage
An die 150.000 Passagiere sind täglich in den Terminals unterwegs. Die einen schlurfen in Badelatschen zum Band, die anderen hasten im Business-Look zum Gate. Aber längst nicht alle sind fit und gut zu Fuß - mehr als eine halbe Million Passagiere im Jahr braucht Betreuung und Unterstützung, ist behindert oder findet allein nicht den Weg durch das Labyrinth Flughafen. Allein reisende Kinder, Rollstuhlfahrer, alte oder gehbehinderte Menschen - um all diese Passagiere kümmert sich "FraCareServices", eine frisch gegründete Tochtergesellschaft von Fraport und Lufthansa. Seit Ende Juli 2008 müssen Flughafenbetreiber dafür sorgen, dass hilfsbedürftige Fluggäste die Hilfe bekommen, die sie brauchen, um den Flughafen nutzen zu können - so will es die EU. Also kutschieren 400 frisch trainierte Flughafen-Mitarbeiter mit 42 Elektro-Wagen und 140 Rollstühlen jeden, der allein nicht klar kommt durch die Terminals.
Fr 01.08.2008 21:00-21:30 (Info)
Sa 02.08.2008 00:30-01:00 (Info)
Reportage
Parkinson, die Schüttellähmung, befällt überwiegend Menschen zwischen dem 55. und 65. Lebensjahr. 16 von 10.000 Menschen sind betroffen. Wie fühlt sich ein Mensch, der mitten im Leben steht, erfolgreich ist und bei dem sich alles durch eine chronisch verlaufende Krankheit verändert? Filmautorin Tina Soliman ist mit drei Menschen, die an Parkinson erkrankten, dieser Frage nachgegangen.
Sa 02.08.2008 11:08-11:38 (mdr)
Reportage
Zwei befreundete Männer auf Reisen: von Sachsen über den Kaukasus, durch Aserbaidschan bis ans Kaspische Meer. Eigentlich nichts Ungewöhnliches. Doch einer der beiden Männer ist spastisch gelähmt. Aber alles geht, wenn man nur will, unter diesen Umständen, selbst das Reisen und Campen in einem alten Auto: kein barrierefreies Hotel, kein Elektrorolli, keine speziellen Pflege- und Sanitäreinrichtungen. Kein normaler Film! Keine normale Freundschaft! Jens Müller ist so stark behindert, dass er rund um die Uhr Hilfe benötigt. Theodor Döhler kennt er aus seiner Kirchengemeinde. Und Theo nahm Jens vor elf Jahren in seine Familie auf, ersparte ihm somit das Heim. Seither lebt Jens mit Theo, seiner Frau und den vier Kindern als ganz normales Familienmitglied. Theo hat vollzeitmäßig die Pflege für Jens übernommen. Und einmal im Jahr heißt es: Männerurlaub.
Sa 02.08.2008 11:45-12:15 (DSF)
Miteinander - VdK Magazin
"MITEINANDER - das VdK-Magazin" berichtet jeden Monat über brisante sozial- und gesellschafts-politische Ereignisse. Darüber hinaus informiert Sie das Magazin regelmäßig zu aktuellen Themen aus der Arbeit des Sozialverbandes VdK.
So 03.08.2008 02:15-04:15 (Bibel)
Drama, USA 1979
Schule, Freunde, Partys - die 17-jährige Joni steht mit beiden Beinen im Teenagerleben, als urplötzlich das Schicksal zuschlägt. Bei einem Tauchausflug wird sie so schwer verletzt, dass trotz aller ärztlicher Bemühungen, ein Leben im Rollstuhl nicht mehr abzuwenden ist. Joni stürzt in eine tiefe Krise. Hat Gott sie verlassen? "Joni" erzählt die wahre Lebensgeschichte von Joni Eareckson Tada, von ihren Schicksalsschlägen, Ängsten und Zweifeln. Aber auch von der Stärke des Glaubens.
Bert Remsen - Bert Remsen - Richard Lineback - Cooper Huckabee - John Milford - Katherine DeHetre
So 03.08.2008 12:40-14:25 (Pro7)
Mo 04.08.2008 10:15-12:00 (Pro7)
Tragikomödie, Deutschland 1999
Regie: Hans-Christian Schmid
Buch: Hans-Christian Schmid & Michael Gutmann
In mehr als 20 Ländern erschien der autobiografische Debütroman "Crazy" von Benjamin Lebert. Darin erzählt der jugendliche Autor von seinen Erlebnissen in einem Internat, vom ebenso chaotischen wie wunderbaren Prozess des Erwachsenwerdens - und von seiner Behinderung: Leberts linker Arm und linkes Bein sind taub. In Hans-Christian Schmid, der schon mit "Nach Fünf im Urwald" und "23" zwei bemerkenswerte Filme über Teenager gedreht hat, fand Lebert einen Regisseur, der seine ausufernde Gefühlswelt mit gebührendem Ernst und unverkrampfter Leichtigkeit ins Bild setzt. Hinzu kommt mit Robert Stadlober ein wohltuend ungekünstelter Hauptdarsteller.
Alexandra Maria Lara - Katharina Müller - Elmau - Dagmar Manzel - Burghart Klaußner - Robert Stadlober - Andreas Schmidt - Franziska Schlattner - Jörg Gudzuhn - Oona Devi Liebich - Tom Schilling - Julia Hummer - Frederic Welter - Germain Wagner - Mira Bartuschek - Jana Straulino - Irene Kugler - Nic Romm - Karoline Herfurth - Can Taylanlar - Christoph Ortmann - Maximilian von Pufendorf - Willy Rachow - Joseph Bolz - Cornelia de Pablos Veles
So 03.08.2008 12:45-13:15 (Kabel1)
Ein Film von Christof Stolle
Berlin, Britzer Garten - auf dem ehemaligen Gelände der Bundesgartenschau hat ein Künstler fünf grellbunte Fantasievögel aufgestellt. Für die fünf Rollstuhlfahrer, die hier vorbeifahren, ist das geradezu ein symbolisches Bild. "Wir fallen überall auf", sagt Inge Prestel. Sie ist die Oma in diesem rollenden Familienquintett. Die Prestels, das sind drei Generationen, die allesamt im Rollstuhl sitzen. Die Prestels, das ist aber auch eine fünfköpfige Gemeinschaft, die fest zusammenhält. Und das ist eine deutsche Familiengeschichte, die in der DDR beginnt und im vereinten Deutschland ihre Fortsetzung findet.
Mo 04.08.2008 00:00-00:45 (Bibel)
Melodram, 1980
Nach einem Tauchunfall ist die 17-jährige Joni Eareckson querschnittsgelähmt. Ein Schicksal an dem mancher Mensch verzweifelt. Doch sie schöpfte Kraft aus ihrem Glauben. Als einige Jahre später mit 'Joni' ihre Lebensgeschichte mit ihr in der Hauptrolle verfilmt wurde, durchlitt die junge Frau noch einmal ihren schwersten Kampf - sich mit der Krankheit abzufinden, ohne an Gott zu verzweifeln. In Interviews und Filmausschnitten erwacht diese für Joni Eareckson schwierige Zeit noch einmal zum Leben. 'Reflections of his Love' ist somit zweierlei: amüsantes Making Of und berührendes Zeugnis.
Mo 04.08.2008 00:15-01:30 (hr)
Dokumentarfilm, Deutschland 2005
Das Alter hat den Bewegungsradius der Bewohnerinnen des Justina von Cronstetten Stifts im Frankfurter Westend auf ein Minimum zusammengeschrumpft. Doch der Alltag ist hier mehr als ein Warten, das sich vom Frühstück über das Mittagessen bis zum Abendbrot hangelt. Ein Jahr lang hat die Filmautorin Simone Jung das Leben im Altenstift begleitet. Sie hat erfahren, was es bedeutet, wenn die Vergangenheit allmählich entschwindet und die Zukunft sich nur noch in Wochen und Tagen bemisst, hat erlebt, wie mühsam, aber auch wie schön die Gegenwart dennoch sein kann. Weil Dorothee Bergmann gerne Kaffeestückchen zum Abendbrot isst, versucht Altenpflegerin Uli Kremer ihr eines zu organisieren. Weil Johanne Karisch nachts um halb fünf der kleine Hunger nach Butterbrötchen packt, schmiert ihre Nachtwache Stefan Greiner das Gewünschte. Das Altenstift ist ein Haus voller Geschichten, die vom bunten Leben, und von anderen, die von den kleinen Lücken und großen Kratern im Gedächtnis erzählen. Simone Jung hat zugehört und die Bruchstücke wieder zusammengefügt. Indem sie nach und nach die Lebensgeschichten erzählt, die hier aufeinandertreffen, reduziert sie die Bewohnerinnen nicht auf das heute sichtbare Bild der gebrechlichen Alten.
Mo 04.08.2008 11:30-12:00 (hr)
Reportage
"Die letzten drei Donnerstage, die kriegen wir auch noch rum", tröstet Hans Lücke seine Frau Rut. Er verspricht ihr, dass er sie niemals alleine lassen wird. Rut Lücke hat Alzheimer, und sie hat Angst, ins Heim zu müssen. Mit einer ungeheuren Energie strengt sie sich an, trainiert ihren Kopf und sucht nach Vergessenem: einem Wort, einem Gegenstand oder einer Erinnerung. Ihr Mann hat ihr die Wochentage aufgeschrieben, aber Rut Lücke vergisst sie doch wieder. Jeder dritte über achtzig ist dement. Im Anfangsstadium der Krankheit hoffen noch alle, dass es vertuscht werden kann, dass die Ärzte sich irren, dass die Freunde Verständnis haben, dass ein Wunder den geistigen Verfall stoppen kann und vor allem, dass der Ehepartner durchhält. Marianne Rosenthal weiß nicht, in welchem Jahr sie sich befindet, ob sie Töchter oder Söhne hat. Die Filmautorin Dorothee Pitz hat die Ehepaare Lücke und Rosenthal zwei Jahre lang begleitet in ihrem Kampf gegen die "Vergessenheit". So gerne Hans Lücke und Josef Rosenthal ihren Frauen diesen Schritt erspart hätten, so erleichtert sind sie letztlich, einen Platz im Pflegeheim für sie zu bekommen. Marianne Rosenthal ist fest davon überzeugt, dass ihr Mann Josef ebenfalls im Heim lebt. Rut Lücke verbringt ihren dritten Donnerstag - so sagt sie - in ihrer "Zweitwohnung" im Bochumer Martin-Luther-Haus. Jeden Tag kommt ihr Hans sie besuchen.
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