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Leserbriefe

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Zu "Bahn braucht Hilfe bei Mitarbeiterschulung", 08.07.2008 - 10:43 (zum Artikel).

Helmut Rodde-Worm schrieb am 28.09.2008, 12:08

„Wenn einer eine Reise tut, der kann was erleben“

„Wenn einer eine Reise tut, der kann was erleben“
Besuch im Mitarbeiter-Workshop der Deutschen Bahn AG

Seit ich gerne im Rollstuhl auf Reisen gehe (Gehen und Laufen aufgrund meiner körperlichen Behinderung so ziemlich bei Null angekommen), hat sich meine Einstellung zur „Bahn“ stark geändert. Autofahren ist für mich zurzeit auch „out“, Bahnfahrten ein Muss geworden. Und die Bahnmitarbeiter vom Service sind mir sehr vertraut geworden, denn die Hilfestellung „vom Kantstein vor dem Bahnhof bis in den Zug“ brauche ich.
In einer Gesprächsrunde mit Mitarbeitern von verschieden Bahnhöfen in Hamburg und Schleswig-Holstein konnte ich nun von mir berichten und die Mitarbeiter wiederum mir ihre Erfahrungen mit auf den Weg geben.
Wir sprachen 100 Minuten über die Aufgaben der „Mobilitätszentrale“, des „Service points“, die Hubwagen, die Flexibilität der MitarbeiterInnen, die Fahrkartenautomaten, die Bahnhöfe und die Bahnkunden mit ihrem Gepäck. Was ist wenn …? Wenn zum Beispiel die Zugverbindungen nicht klappen, oder der Bahnkunde plötzlich am Bahnhof aussteigen will, wo keine Ausstiegshilfe vorhanden ist? Oder der Rolli zu breit für die Hebebühne ist? Oder der Rollifahrer mit drei Koffern anreist, die er gar nicht selber transportieren kann, das aber nicht angemeldet hat. Wie flexibel muss oder kann der Service der DB sein?
Wir sprachen auch darüber, was ein Zugführer wirklich zu tun hat. Von wo kommt eigentlich Hilfe, wenn der Zug liegen bleibt? Um was kümmert sich „Der Service“: die Ansage, die Sicherheit, das Gepäck, die Auskunft, die Abfertigung und ich weiß nicht, um was noch alles?
Mein Problem mit der Deutschen Bahn habe ich, wenn ich jetzt und nicht erst morgen oder übermorgen reisen will. Das kostet richtig Geld, wenn ich nun telefonisch die Reservierung mal nicht über die Mobi-Zentrale mache, sondern über die 88 11 0 und weiter Verbunden werde. Das ist ein Schwachpunkt in der Organisation der DB in Bezug auf die Flexibilität: als Mensch mit besonderen Anforderungen musst du auch mal zurückstecken.
Als Rollifahrer scheitere ich schon bei der Abfahrt, denn der Regionalzug hat hohe Stufen und auf dem Bahnhof gibt es keine Einstiegshilfe. Allerdings ist es kein Bahnhof der Deutschen Bahn, sondern der Regionalbahn. Das Problem scheint unlösbar.

Insgesamt möchte den MitarbeiterInnen DANKE sagen für ihre Arbeit, von der ich so oft profitiert habe. Ich habe auch ihre Bitten gehört:
• plant und meldet euch zeitig an,
• schicke dein vieles und großes Gepäck weg und lass es nicht den Service am Bahnhof für dich schleppen,
• sprich mit den Mitarbeitern und sage Danke und Guten Tag und Auf Wiedersehen.
• verstehe, das nicht immer Alles und sofort geschehen kann
Mein Eindruck nach etlichen Bahnreisen ist: es hat immer geklappt, ich bin immer wieder zuhause angekommen. Sonst hätte ich auch diesen Text nicht geschrieben. Ich wünsche gute Reise …
Helmut Rodde-Worm, Regionalgruppe Lübeck des Bundesverbandes POLIO e.V.

Helmut Rodde-Worm schrieb am 11.07.2008, 10:12

ich gebe gerne feedback

Ja, eine Klasse Idee - ich habe gerade diese Woche wieder den Service gebraucht. Und die Mitarbeiter in breiter Vielfalt erlebt. Gerne möchte ich da feedback geben oder auch mit diesen Menschen ins Gespräch kommen. Ich werde mich mal anmelden. Gruß Helmut

Max Mütze schrieb am 08.07.2008, 21:21

Frischer Wind nötig

Da sollten möglichst frische Leute ans Werk gehen, die nicht schon über ihr jahre- oder jahrzehntelanges Missionieren für eine gute Sache langsam die Lust verlieren. Also frisch ans Werk. Haut rein!

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