Nachrichten

Exklusion statt Inklusion?

Franz Schrewe
Bild: SoVD-NRW

Der Sozialverband Deutschland in Nordrhein-Westfalen hat heute vor einem Moratorium bei der Inklusion in der Schulbildung gewarnt. Der Verband forderte CDU und FDP auf, den Prozess der schulischen Inklusion nicht auf Eis zu legen. "Ein Moratorium bei der Inklusion in NRW wäre gelinde gesagt eine Schnapsidee", so Landesvorsitzender Franz Schrewe. Die UN-Behindertenrechtskonvention garantiere das Recht auf Teilhabe, auch im schulischen Bereich.

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Statements zur Schule gesucht

Symbol Fragezeichen
Bild: kobinet/ht

Barbara Tolliner, die seit vielen Jahren die Sommercamps für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen in Deutschland und Österreich mit prägt, führt derzeit im Rahmen der Europäischen Nachhaltigkeitstage ein Projekt unter dem Motto "wir bauen unsere Schule" durch. Ein Haus aus Eierkartons wird dabei mit RFID-Tag bestückt, die zu Statements der verschiedenen Stakeholder auf www.unsere-schule.at verlinkt sind. Das Ziel sind 1.000 Statements, es werden also noch einige gesucht.

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Weitere Integrationsprojekte im Saarland geplant

Wappen des Saarlandes
Bild: Public Domain

Die Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen im Saarland befindet sich nach Ansicht der saarländischen Sozialministerin Monika Bachmann im Aufwind. Die Ministerin lobt die gute Beschäftigungsquote in der öffentlicher Verwaltung und kündigt weitere Integrationsprojekte an.

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Dr. Harry Fuchs erhält Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille 2017

Bild von der Ehrung
Bild: DVfR

Für sein außerordentliches Engagement für die Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen in Deutschland wurde Dr. Harry Fuchs mit der Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille 2017 geehrt. Mit dieser Auszeichnung würdigt die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) das Lebenswerk von Dr. Harry Fuchs, der sich als unabhängiger Sozialrechtsexperte konsequent für die Anwendung und Umsetzung des SGB IX im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention eingesetzt hat.

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Hürden für unabhängige Beratung

Porträtfoto Andreas Vega
Bild: Andreas Vega

Bei vielen Beratungsstellen ist derzeit die unabhängige Teilhabeberatung, die im neuen Bundesteilhabegesetz verankert ist, ein großes Thema. Einen Entwurf für die Ausschreibungsunterlagen gibt es, voraussichtlich nächste Woche soll vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales die endgültige Ausschreibung ins Internet eingestellt werden. Auch in Bayern wird das Bewerbungsverfahren intensiv diskutiert. Dort gibt es bereits vom Freistaat geförderte Beratungsstellen durch die sogenannte "Offene Behindertenarbeit OBA". Die kobinet-nachrichten sprachen mit zwei MitarbeiterInnen und einem Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes des VbA-Selbstbestimmt Leben in München über die Perspektiven, das Ausschreibungsverfahren und die praktische Umsetzung der unabhängigen Teilhabeberatung.

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50 Jahre Werkverein Gelsenkirchen

Beim Sommerfest zum 50-Jährigen Jubilaeum
Bild: Kirsten Neumann

Der anerkannt gemeinnützige Werkverein Gelsenkirchen besteht seit 1967 und betreibt die Gesellschaften Gelsenkirchener Werkstätten für angepasste Arbeit und die Lebenswelt Gabriel. In den Einrichtungen des Werkvereins arbeiten 850 Menschen mit und ohne Behinderung und feierte mit einem Sommerfest 50 Jahre seines Bestehens.

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Walter Maria Schubert und die Behindertenbewegung

Georg Gabler in Frankfurt am Main
Bild: Privat

Georg Gabler vom Frankfurter Club Behinderter und ihrer Freunde (CeBeeF) ist tief mit der Behindertenbewegung verwurzelt und beschäftigt sich viel mit der Geschichte dieser Bewegung. Der Tod von Walter Maria Schubert hat den erfahrenen Hasen der Behindertenbewegung veranlasst, einen kritischen Rückblick auf die damaligen Entwicklungen und das Wirken von Walter Maria Schubert für die kobinet-nachrichten zu verfassen.

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Neue touristische Route in Lutherstadt Eisleben

Luther-Denkmal auf dem Marktplatz
Bild: H. Smikac

In diesem Jahr feiern die Lutherstädte und Luthergedenkstätten mit sehr vielen Besuchern und Gästen 500 Jahre Reformation. Einer der wichtigen Orte dieser Feierlichkeiten ist die Lutherstadt Eisleben - hier wurde der Reformator Martin Luther im Jahr 1483 geboren und hier ist er am 18. Februar 1546 verstorben. Mit einem neuen Faltblatt geben Stadtverwaltung und ein Planungsbüro einen Stadtplan zur Hand, mit dem die Lutherstadt Eisleben ohne Barrieren erkundet werden kann.

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Blindenfußball am Olympiastadion

Blindenfußball in einer Spielszene
Bild: Carsten Kobow

Die Blindenfußball-Bundesliga startet am Samstag in Berlin zu ihrer 10. Saison. Der Rasselball rollt am ersten Spieltag unmittelbar vor dem Olympiastadion, wo am Abend das Endspiel um den DFB-Pokal zwischen den Profis von Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund stattfindet. Auf dem Olympischen Platz werden von 9.00 Uhr bis etwa 18.00 Uhr im zwei-Stunden-Takt fünf Partien ausgetragen. Der Eintritt ist frei. Für blinde und sehbehinderte Menschen werden die Partien durch Spielbeschreiber kommentiert.

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Sozialverband entsetzt über CDU-Pläne

Adolf Bauer
Bild: SoVD

Entsetzt hat der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen auf die heutige Ankündigung des christdemokratischen Spitzenkandidaten Bernd Althusmann reagiert, die Inklusion auf Eis zu legen. „Das Moratorium in der Inklusion ist eine Schnapsidee", kritisiert der SoVD-Landesvorsitzende Adolf Bauer, „wir sind entsetzt darüber, dass ein Stopp der Schließung von Förderschulen auch nur in Erwägung gezogen wird."

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Alle(s) anders?: Inklusive Medienangebote

Infozeichen
Bild: domain public

"'Alle(s) anders?' - Inklusion in Medienangeboten für Kinder und Jugendliche", so lautet der Titel eines Fachgesprächs der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Verena Bentele, in Kooperation mit dem Grimme-Institut und "die medienanstalten" im Rahmen des Kinderfilmfestivals "Goldener Spatz" am 16. Juni von 9.30 bis 14.00 Uhr im Haus Dacheröden, Anger 37, in 99084 Erfurt.

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Budget für Arbeit: Mehr Geld in Rheinland-Pfalz

Bild vom Podium
Bild: Sabrina Hadzijusufovic LAGS RLP

"Bundesteilhabegesetz konkret" lautete der Titel der gestrigen Veranstaltung, die das rheinländ-pfälzische Bündnis für ein gutes Bundesteilhabegesetz durchgeführt hat. Und es wurde nach dem Schulungsblock von Horst Frehe von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) bei der Podiumsdiskussion sogar sehr konkret, was zukünftige Fördersätze angeht. Der zuständige Referatsleiter des rheinland-pfälzischen Sozialministeriums, Harald Diehl, kündigte nämlich an, dass in Rheinland-Pfalz höhere Fördersätze für das Budget für Arbeit gelten werden, als dies im Bundesteilhabegesetz festgeschrieben ist.

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Bundeskanzlerin würdigt Sozialverband

Logo des SoVD
Bild: SoVD

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Jubiläum. Am 23. Mai 1917 hat sich der SoVD als Kriegsopferverband gegründet. Genau 100 Jahre später hat in Berlin ein Festakt mit Reden von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und dem Historiker Prof. Dr. Guido Knopp stattgefunden, teilte der Verband mit.

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Kellerkinder-Video zum Empfang von Verena Bentele

Frank-Walter Steinmeier und Verena Bentele beim Jahresempfang 2017
Bild: Irina Tischer

Unter dem Label Maria der Bär haben die Kellerkinder wieder einmal ein aktuelles Kurzvideo auf Youtube veröffentlicht. "Zwei Menschen mit seelischen Hindernissen besuchten mit Filmkamera und dem Mikro den Empfang der Behindertenbeauftragten. Nach der Verabschiedung des Bundesteilhabegesetzes darf es nicht dazu kommen, dass wir uns damit abfinden, dass uns weiter Forderungen der UN-BRK verweigert werden. Der Name 'Teilhabe' garantiert die Teilhabe noch lange nicht. Hiermit beschäftigt sich der Beitrag", heißt es in der Ankündigung des knapp sechsminütigen Videos, das gestern veröffentlicht wurde.

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Bundesregierung mauert beim Diskriminierungsschutz

Corinna Rüffer
Bild: Irina Tischer

"Die Bundesregierung mauert beim Schutz vor Diskriminierung". Zu diesem Schluss kommt Corinna Rüffer, die behindertenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen anlässlich des gestrigen Tages des Grundgesetzes. "Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden", – so stehe es im Grundgesetz. Doch einen europaweiten umfassenden Schutz behinderter Menschen vor Diskriminierung blockiert die Bundesregierung seit Jahren wegen "allgemeiner Vorbehalte".

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Forderungen zur Bundestagswahl

Renate Reymann
Bild: DBSV

Das Superwahljahr 2017 steuert auf seinen Höhepunkt zu, so heute der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV). Der Verband zeigt in einem Papier vor den Wahlen zum Deutschen Bundestag am 24. September massiven Handlungsbedarf in der Behindertenpolitik auf. „Unsere Forderungen haben ein übergeordnetes Ziel: Aus der formellen Gleichberechtigung behinderter Menschen muss endlich echte Gleichstellung werden“, bringt DBSV-Präsidentin Renate Reymann es auf den Punkt.

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Rampen für Köln - ein schwieriges Unterfangen

Jeanette Severin
Bild: Jeanette Severin

Angelehnt an die Forderung der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen Verena Bentele, auch die Privatwirtschaft dazu zu verpflichten, einen barrierefreien Zugang zu Produkten und Dienstleistungen zu schaffen, damit alle Menschen teilhaben können, berichtet Jeanette Severin aus Köln über ihre Arbeit als Inklusionsbotschafterin zum Abbau von Barrieren.

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Magdeburger Thesen der Beauftragten im Zeitalter 4.0

Symbol Ausrufezeichen
Bild: kobinet/ht

Bei ihrem Treffen letzte Woche in Magdeburg haben die Behindertenbeauftragten von Bund und Ländern die Magdeburger Thesen zu den Rechten von Menschen mit Behinderungen im Zeitalter "4.O" verabschiedet, die die kobinet-nachrichten im folgenden dokumentieren:

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Dunkelcafé beim Kirchentag

Schwarzes Feld
Bild: kobinet/omp

Während des Deutschen Evangelischen Kirchentages gibt es in Berlin ein Dunkelcafé.  Es ist von Donnerstag bis Samstag  jeweils von 11 bis 19 Uhr im Zentrum Jugend geöffnet. Über das Angebot (Tempodrom, Möckernstraße 10, 10963 Berlin) flaxte heute die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit des Blindenhilfswerks Berlin e. V. in ihrer Pressemitteilung: "Die Jugend sieht nix".

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Unsere Geschichte bewahren

Logo des bifos
Bild: bifos

Der Kampf um das Bundesteilhabegesetz habe zuletzt gezeigt, dass behinderte Menschen hart für ihre Rechte kämpfen und dies auch in der Vergangenheit immer wieder getan haben. Deshalb findet es der Aktivist für die Menschenrechte behinderter Menschen, Ottmar Miles-Paul, auch so wichtig, dass wir unsere Geschichte dokumentieren und bewahren.

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So etwas soll nicht wieder vorkommen

Linksjugend Kassel mit Solidaritätsschildern für Uwe Frevert
Bild: Linksjugend Kassel

Nach dem Polizeieinsatz gegen den Rollstuhlnutzer Uwe Frevert, dem letzte Woche in Kassel die Mitfahrt in einer Kasseler Straßenbahn verweigert werden sollte, hat sich der Vorstand der Kasseler-Verkehrs-Gesellschaft (KVG), Dr. Thorsten Ebert, bei ihm persönlich entschuldigt. "So etwas soll nicht wieder vorkommen", sagte dieser im Gespräch mit Uwe Frevert, wie dieser auf Anfrage der kobinet-nachrichten mitteilte.

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Digitale Barrierefreiheit von Unternehmen

Markus Lemcke am Computer
Bild: Markus Lemcke

Vor kurzem fand in der Hochschule der Medien in Stuttgart wieder ein Accessibility Day statt. Organisiert wurde dieser Tag vom Forschungsleuchtturm "Responsive Media Experience". Markus Lemcke, Geschäftsinhaber des Unternehmens Marlem-Software nahm als Dozent daran Teil und referierte darüber, warum Unternehmen digitale Barrierefreiheit umsetzen sollten.

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Walter Maria Schubert am Wochenende verstorben

Walter Maria Schubert
Bild: Evelin Frerk

Walter Maria Schubert hat sich seit den 1960er Jahren unermüdlich für die Verbesserung der Lebenssituation behinderter Menschen stark gemacht. Am Wochenende ist er im Alter von 85 Jahren verstorben, wie Gabriele Röwer aus Mainz, die seit 50 Jahren mit Walter Maria Schubert befreundet ist, den kobinet-nachrichten mitteilte.

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Mad Pride Parade fand in Köln statt

Bild von der Mad Priide Parade 2017 in Köln
Bild: Martin Lindheimer

Bei der Mad Pride Parade, die gestern in Köln stattfand, zeigten behinderte und nichtbehinderte gestern Flagge und feierten ihre Unterschiede. Neben dem Abbau von Vorurteilen ging es auch darum, darzustellen, dass behinderte Menschen selbstbestimmt leben wollen und können, wenn sie die richtige Unterstützung bekommen, betonten Martin Lindheimer vom Landesverband Psychiatrie-Erfahrener Nordrhein-Westfalen und Sandra Meinert vom Kölner Zentrum für selbstbestimmtes Leben 

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Teilhabegesetz: Chancen nutzen - Risiken begrenzen

Symbol Paragraf
Bild: kobinet/ht

Die fünf Fachverbände für Menschen mit Behinderung diskutierten am 11. Mai mit 270 Interessierten in Berlin die Auswirkungen des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) auf die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung und die Dienste und Einrichtungen der Eingliederungshilfe. Es gelte die Chancen zu nutzen und die Risiken des neuen Gesetzes zu begrenzen, heißt es in einer Presseinformation der Fachverbände.

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