Nachrichten

30 Jahre Berliner Spontis

 Martin Theben
Bild: kobinet/sch

Heute vor 30 Jahren fand die erste große Blockade in der City-West statt, die zur Gründung des Berliner Spontanzusammenschlusses  "Mobilität für Behinderte" führte. Martin Theben hat von 1988 bis 1992 bei den Spontis aktiv mitgewirkt. Der promovierte Jurist ist als Rechtsanwalt tätig und arbeitet mit Unterstützung des Paritätitischen und der Spastikerhilfe Berlin an einer behindertenpolitischen Chronologie der Ereignisse in Berlin. Aus Anlass der legendären Busblockade der Spontis veröffentlicht kobinet vorab einen Auszug aus der Chronologie, die voraussichtlich Ende Februar fertig werden soll.  

 

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Sozialgericht baut Barrieren ab

Übergabe des Signets
Bild: stmas/Göttert

Mit der Einstellung einer Richterin im Rollstuhl gelang der Durchbruch – entstanden ist ein Gerichtsgebäude, das unter Denkmalschutz steht, aber trotzdem eine Menge Barrieren abgebaut hat. Jetzt können sich alle Menschen – von den Mitarbeitern bis zu den Prozessbeteiligten – sehr viel leichter vor und in dem Gebäude bewegen. „Wer Recht sprechen oder für seine Rechte kämpfen will, soll nicht an Barrieren scheitern", so Bayerns Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger heute in Augsburg. „Jeder hier in diesem Sozialgericht kann, ohne Hilfen bemühen zu müssen, seinen Gerichtssaal erreichen. Dafür sorgen unter anderem automatische Türöffner, ein rollstuhlgerechter Aufzug und Sitzungssäle mit induktiver Höranlage."

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Mehr Geld für Pflege gefordert

Ilse Müller
Bild: BDH

Die Zahl der Pflegebedürftigen stieg in Deutschland bis Ende 2015 auf 2,86 Millionen Menschen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wuchs die Zahl seit 2013 damit um 8,9 Prozent. Diese Entwicklung fordere politische Rahmenbedingungen, die die Tragfähigkeit der Pflege in Deutschland nachhaltig stärken, forderte heute die Vorsitzende des BDH Bundesverband Rehabilitation, Ilse Müller.

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Mensch zuerst Gruppe Lippe zieht positive Bilanz

Logo der Mensch zuerst Gruppe Lippe
Bild: Mensch zuerst Lippe

Seit 10. Juni 2016 gibt es die Mensch zuerst Regionalgruppe in Lippe. August Buskies, der u.a. auch als Inklusionsbotschafter im Rahmen eines von der Aktion Mensch geförderten Projektes der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) aktiv ist, hat nun eine positive Zwischenbilanz über die Arbeit der neuen Gruppe im letzten halben Jahr gezogen.

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SiGN Treffen in Essen

Ana Šmidt
Bild: Ana Šmidt

Am Sonntag, den 29. Januar findet ab 13:00 Uhr das nächste SiGN Treffen für Studierende, Absolventen und Studienabbrecher aus Nordrhein-Westfalen im Kultur- und Freizeitzentrum des Landesverbandes der Gehörlosen NRW in der Simonstrasse 29/31 in Essen-Holsterhausen statt. Darauf hat die Inklusionsbotschafterin Ana Šmidt die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.

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NRW qualifiziert Assistentinnen und Assistenten für taubblinde Menschen

Emoji Danke
Bild: Aktion Mensch e.V.

Wie das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales von Nordrhein-Westfalen mitteilt, wird es die Anstrengungen bei der Qualifizierung von Assistentinnen und Assistenten für taubblinde Menschen weiter ausbauen.

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Hilfe für Flüchtlinge mit Behinderung in Deutschland

Emoji Rollinutzer am Desktop
Bild: Aktion Mensch e.V.

Flüchtlinge benötigen vielfältige Hilfe, insbesondere beim Thema Ausbildung und Berufseinstieg, um sich in die deutsche Gesellschaft integrieren zu können. Vor einer doppelten Herausforderung stehen Flüchtlinge mit Behinderung. Diesen Menschen widmet sich das Projekt ComIn von Handicap International.

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Den Blindenstock salonfähig machen

Symbol: Mensch mit Blindenstock
Bild: domain public

Die blinde Sozialpädagogin, Autorin und Moderatorin Jennifer Sonntag setzt sich als Inklusionsbotschafterin dafür ein, dass sich Menschen auf Augenhöhe begegnen können. Hierfür greift sie immer wieder Themen auf, über die sie berichtet und schreibt. Den folgenden Beitrag unter dem Motto "Den Blindenstock salonfähig machen - Hilfsmitteldesign zwischen Lifestyle und Sanitätshaus" hat sie den kobinet-nachrichten zur Verfügung gestellt.

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Ein bisschen mehr Teilhabe

Constantin Grosch mit 338.912 Unterschriften in der Box
Bild: change.org

Fast 350.000 Menschen haben die von Constantin Grosch gestartete Petition für ein Recht auf Sparen unterstützt, die als ein Fokus für die Kampagne für ein gutes Bundesteilhabegesetz diente. Vier Jahre nach dem Start der Petition hat sich Constantin Grosch nun per Video und mit einem Danke-Schön-Beitrag an die UnterstützerInnen zum Abschluss der Petition gewandt. Ein bisschen mehr Teilhabe sei erreicht worden.

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Integrationsfirmen wollen europäischen Verbund bilden

Während des Treffens
Bild: bag if

Gemeinsam mit dem französischen Verband UNEA und dem spanischen Verband CONACEE hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Integrationsfrimen (bag if) kürzlich den Räumen des Europäischen Parlaments in Brüssel eine Absichtserklärung zur Gründung der "European Confederation of Inclusive Enterprises employing People with Disabilities" -Europäischer Verband Inklusiver Unternehmen die Menschen mit Behinderungen beschäftigen- (EUCIE) unterzeichnet.

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Spurensuche im Kleisthaus

Infozeichen
Bild: domain public

Anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen am 25. Januar ab 19.00 Uhr im Kleisthaus, Mauerstraße 53, in Berlin mit einem ganz besonderen Abend an die Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen, die den Morden der sogenannten "Euthanasie" zum Opfer gefallen sind. Die Inszenierung "Spurensuche - Was für ein Mensch willst du sein?" ist keine historische Betrachtung, keine moralische Lehrstunde, kein ästhetisches Experiment. Spurensuche ist kein Versuch, die Wirklichkeit zu verstehen, sondern die Wahrheit zu begreifen.

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Filmvorführung: Die Menschenliebe

Logo des ZsL Stuttgart
Bild: ZsL Stuttgart

Am 23. Januar wird der Film "Die Menschenliebe" von Maximilian Haslberger um 19:00 Uhr im Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33, in 70174 Stuttgart aufgeführt. Der Film aus dem Jahre 2014 widmet sich der selbstbestimmten Sexualität von Menschen mit Behinderung. Die Vorführung ist kostenfrei.

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Armutsrisiko deutlich gestiegen

Katrin Werner
Bild: Irina Tischer

Das Armutsrisiko von Menschen mit Behinderungen ist deutlich gestiegen, stellt die behindertenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag fest. „Menschen mit Behinderungen sind nach wie vor besonders stark von Armut bedroht. Ihr Armutsrisiko ist zwischen 2005 und 2013 sogar von 13 auf 20 Prozent gestiegen. Diese Entwicklung muss sofort von der Bundesregierung gestoppt werden. Der allgemeine Arbeitsmarkt muss umgehend inklusiver gestaltet werden", sagt Katrin Werner, mit Blick auf den heute verabschiedeten Teilhabebericht der Bundesregierung.

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Teilhabebericht der Bundesregierung zeigt anhaltende Benachteiligungen

Symbol Ausrufezeichen
Bild: kobinet/ht

Das Bundeskabinett hat heute den neuen Teilhabebericht vorgelegt. Zum zweiten Mal werden somit die Lebenslagen von Menschen mit Beeinträchtigungen, auch mit Behinderungen, in Deutschland dargestellt. Der Bericht beschreibt Entwicklungen zwischen 2005 und 2014 und zeigt, dass die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen weiterhin in vielerlei Hinsicht eingeschränkt ist. 

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Bündnis Reichtum Umverteilen kündigt einen Aktionsplan zum Bundestagswahlkampf an

Budget, Geldscheine
Bild: Irina Tischer

Ein breites Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen hat heute den Aufruf "Reichtum umverteilen - ein gerechtes Land für alle!" veröffentlicht und eine "obszöne" Vermögensverteilung in Deutschland  kritisiert. Ein Aktionsplan zum Bundestagswahlkampf wurde angekündigt.

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Urlaubsvorbereitung im Internet

Logo Barrierefreier Tourismus Info
Bild: Seh Netz

In den winterlichen Tagen werden vor allem die Abende genutzt, um über die nächsten Urlaubsreisen in den wärmeren Jahreszeiten nachzudenken und diese Reisen zu planen. Wer dies mit Unterstützung des Portals "Barrierefreier Tourismus Info" tun möchte, findet hier die Wege zu vielen weiteren Angeboten für einen barrierefreien Aufenthalt.

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Rheinsberg ist eine Reise wert

Hotel HausRheinsberg, Eingang Seeseite
Bild: Rolf Barthel

Während sich draußen die Kälte immer mehr festsetzt, der gefallene Schnee so mache in ihrer Mobilitat einschränkt und das neue Jahr schnell wieder Fahrt und Hektik aufgenommen hat, denken einige bereits daran, wo der nächste Urlaub hingehen könnte. Lea Voitel aus Eisleben reist selbst nicht nur gern, sondern gibt gerne auch Tipps für andere, die mit Handicap reisen wollen. Sie hat den kobinet-nachrichten folgenden Bericht zur Verfügung gestellt.

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Aktionsplan in Marburg vorgestellt

Bild von der Vorstellung des Aktionsplans
Bild: Stadt Marburg, i.A. Heiko Krause

Der Oberbürgermeister der Stadt Marburg, Dr. Thomas Spies, hat mit dem "Aktionsplan 2017" zusammen mit den Mitgliedern der Projektgruppe, die ihn erarbeitet hat, ein umfassendes Handlungskonzept für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Marburg vorgestellt, um die Teilhabe in der Universitätsstadt in vielen Bereichen noch weiter zu verbessern.

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Gute Ansätze in Berlin, fehlende in Mecklenburg-Vorpommern

Deutsches Institut für Menschenrechte
Bild: DIM

Anlässlich der jüngst beschlossenen Koalitionsverträge in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht die Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention eine Auswertung dazu, ob die beiden Koalitionsverträge der Umsetzung der Rechte von Menschen mit Behinderungen in zentralen Aspekten Rechnung tragen.

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Thomas Schalski bietet Hotline zur Pflegereform

Thomas Schalski
Bild: Thomas Schalski

Thomas Schalski kämpft in Markdorf am Bodensee nicht zuletzt aufgrund seiner eigenen gesundheitlichen Einschränkungen und den damit gemachten Erfahrungen bei Behörden, Versicherungen etc. leidenschaftlich für die Rechte behinderter Menschen. Der Inklusionsbotschafter engagiert sich als Sozialökonom, Rechtsbeistand für Sozialrecht, Dozent für Sozialrecht und als Autor für sozialrechtliche Themen und hat es dabei mit vielen pflegebedürftigen Menschen zu tun. Deshalb bietet er nun eine Hotline zur Pflegereform an.

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Mit Rechnungshof kooperieren

Joachim Leibiger
Bild: TMASGFF

Behindertenbeauftragter und Rechnungshof in Thüringen wollen bei Barrierefreiheit kooperieren. Der Beauftragte für Menschen mit Behinderungen, Joachim Leibiger, hat heute den Thüringer Rechnungshof in Rudolstadt besucht. Bei einem Arbeitstreffen mit Präsident Dr. Sebastian Dette, Vizepräsident Michael Gerstenberger sowie weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Rechnungshofs wurden Kooperationsmöglichkeiten bei der Herstellung von Barrierefreiheit ausgelotet.

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Zur Sache: Sex auf Rezept für Pflegebedürftige?

Symbol Fragezeichen
Bild: kobinet/ht

Das Thema Sexualität behinderter Menschen wurde mit der aktuellen Debatte um Sex auf Rezept in den letzten Wochen von den Medien verstärkt aufgegriffen. Andreas Vega hat auf eine Sendung in Zur Sache Baden-Württemberg zum Thema hingewiesen, in der auch über seine Meinung zum Thema berichtet wird.

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Gebärdensprache im Brandenburger Landtag

Grafik zeigt Symbol für Deutsche Gebärdensprache (DGS)
Bild: DGS

Ende des vergangenen Jahres hat das Plenum des Brandenburger Landtags beschlossen, den Einsatz eines Gebärdendolmetschers bei Landtagsberatungen in der Geschäftsordnung zu regeln. Wie der Brandenburger Landtag mitteilte, nimmt nun die Umsetzung zeitnah ihren Anfang: Zunächst wird im Rahmen der 39. Plenarsitzung am kommenden Mittwoch der Tagesordnungsordnungspunkt „Behindertenpolitisches Maßnahmenpaket der Landesregierung 2.0“ von GebärdensprachdolmetscherInnen simultan in die Gebärdensprache übersetzt. Im Live-Stream der Internetseite des Landtages erscheint die Übersetzung der Debatte als "Bild im Bild".

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Arbeitskreis VOR 1933 - NACH 1945 sucht Mitstreiter*innen

Eva Buchholz
Bild: Eva Buchholz

Der Förderkreis Gedenkort T4, der am 29. Juni 2016 in Berlin unter anderem von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) mit gegründet wurde, will sich auch der "Aufarbeitung der Ausgrenzung und Abwertung von Menschen mit Behinderung und körperlichen und psychischen Einschränkungen, die vor 1933 begann und mit dem Jahr 1945 noch nicht zu Ende gekommen ist" widmen. ISL-Referentin Eva Buchholz, die die ISL als Verbindungsfrau im Förderkreis vertritt und dort auch als Einzelmitglied ehrenamtlich aktiv ist, hat einen Arbeitskreis initiiert, der sich diesem Thema widmen wird.

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Fallsammlung zum Bundesteilhabegesetz

Logo Ability Watch
Bild: Ability Watch

Seit dem 1. Januar ist das Bundesteilhabegesetz, zumindest in Teilen, in Kraft getreten. Schon jetzt erhält die Initiative AbilityWatch erste Meldungen von Betroffenen über geänderte Leistungen und Bescheide durch ihre zuständigen Behörden – nicht alle sind positiv. AbilityWatch möchte daher in den nächsten Wochen und Monaten die Situation für Menschen mit Behinderungen beobachten und herausfinden, welche Probleme sich eventuell für Betroffene durch das Bundesteilhabegesetz ergeben.

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