Kernpunkte zum Gesetz zur Sozialen Teilhabe vorgestellt

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Würzburg (kobinet) Carl-Wilhelm Rößler vom Forum behinderter Juristinnen und Juristen hat heute bei einer Veranstaltung von Selbstbestimmt Leben Würzburg die Kernpunkte des vom Forum entwickelten Entwurfes für ein Gesetz zur Sozialen Teilhabe vorgestellt.

Nach den Ausführungen von Carl-Wilhelm Rößler sind neben vielen anderen Vorschlägen folgende Kernpunkte für ein Gesetz zur Sozialen Teilhabe von zentraler Bedeutung:

  • Die Assistenz muss bedarfsgerecht, unabhängig vom Einkommen und Vermögen, aus einer Hand erfolgen.

  • Mit Hilfe eines Budgets für Arbeit soll behinderten Menschen die Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ermöglicht werden, statt nur in Werkstätten für behinderte Menschen eine Beschäftigung zu finden.

  • Mit einer personenzentrierten Unterstützung soll der Anspruch auf ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen unabhängig von Heimen und damit die Inklusion mitten in der Gemeinde umgesetzt werden.

  • Mit Hilfe eines Rechts auf Leichte Sprache soll Menschen mit Beeinträchtigungen der Zugang zu Informationen eröffnet und die Kommunikation im Alltag und mit Behörden ermöglicht werden.

  • Aufbau und Finanzierung eines Netzes von Beratungs- und Unterstützungsangeboten vor Ort von behinderten für behinderte Menschen. Diese sind die besten Expertinnen und Experten für den richtigen Unterstützungsbedarf im Alltag.

Link zum Gesetzesentwurf

Lesermeinungen zu “Kernpunkte zum Gesetz zur Sozialen Teilhabe vorgestellt” (2)

Von behindertenrecht

Die Kostenträger haben wahrscheinlich, nach wie vor, das Recht auf inklusive Teilhabe und persönliche Assistenz nicht im Blick . Das dadurch immer mehr behinderte Menschen unter sich bleiben und gemeinsam " transprtiert" werden, ist sehr diskriminierend .
Es ist schlimm , wenn Menschen keine sozialversicherungspflichte Beschäftigung haben, was auch viele 400 Eurojober betrifft . Aber es ist schlimmer, wenn sozialversicherungspflichtige Beschäftigung behinderungsbedingt nicht möglich ist und zudem inklusive Teilhabe nicht gewährd wird .

Von Robert Schneider

So wichtig dieses Gesetz auch ist, ich finde es bedauerlich, dass einmal wieder die indviduelle Mobilität unter die Räder gekommen ist.
Wo wären all diese bewundernswert aktiven Menschen ohne behindertengerecht umgebaute Fahrzeuge.
Nach wie vor beharren die Kostenträger darauf, dass es Förderungen nur für abhängig sozialversicherungspflichtige Beschäftigte gibt.

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