Studie zur Lebenssituation behinderter Frauen

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

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Bild: BMFSFJ

Berlin (kobinet) Die Langfassung der Studie zur Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen in Deutschland wurde nun auf der Internetseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) veröffentlicht und kann heruntergeladen werden.

"Mit der im Auftrag des Bundesfamilienministeriums 2012 abgeschlossenen bundesdeutschen Prävalenzstudie wurden erstmalig umfangreiche Daten erfasst zu Gewalt und Diskriminierung in unterschiedlichen Lebensbereichen, zu psychischer und physischer Gesundheit, Partnerschaft und Familie, sowie zur beruflichen Situation und Lebenssituation von Frauen mit unterschiedlichen Behinderungen", heißt es auf der Internetseite des BMFSFJ.

Die Untersuchung besteht aus einer repräsentativen Befragung von 1.561 Frauen zwischen 16 bis 65 Jahren mit starken und dauerhaften Beeinträchtigungen und Behinderungen sowohl in Haushalten als auch in Einrichtungen, einer nichtrepräsentativen Zusatzbefragung von 341 seh-, hör- und schwerstkörper-/mehrfachbehinderten Frauen und einer qualitativen Befragung von 31 von Gewalt betroffenen Frauen mit unterschiedlichen Behinderungen. "Die Ergebnisse zeigen, dass Mädchen und Frauen mit Behinderungen in besonders hohem Ausmaß Opfer von Gewalt in jeglicher Form werden und darüber hinaus oft vielfältigen Formen von Diskriminierungen und struktureller Gewalt ausgesetzt sind", heißt es vonseiten des BMFSFJ.

Link zur ausführlichen Langfassung der Studie

Lesermeinungen zu “Studie zur Lebenssituation behinderter Frauen” (2)

Von Herbstsonne

Daten aus der Studie für die Schublade?
Über die Lebenssituation von behinderten Frauen wurde in Deutschland nicht erst jetzt gesprochen, diskutiert und in den verschiedensten Bereichen Daten erhoben, wenn auch nicht so umfassend und zusammenhängend.
Was aber resultiert jetzt aus diesem Datenmaterial?
Schon zu lange sehen die verantwortlichen Ministerien die Problematik, ohne dass sich etwas tatsächlich für uns betroffene Frauen je verändert hat.
Seit Ende der Studie in 2012, ist außer der Veröffentlichung der Studie nichts dazu für uns Frauen passiert -oder?
Die Situation ist für uns überwiegend noch genauso belastend wie vor 30 Jahren.
Nur jetzt unter dem zusätzlichen "Deckmäntelchen" der UN Behindertenkonvention werden für zigtausende von Euros Studien erhoben.
Doch am Ende werden wieder einmal wegen der fehlenden Umsetzung der daraus entsehenden Folgerungen, durch die Politik die Lebensbedingungen für uns behinderte Frauen höchstens noch in ein Qualitätsmanagement gequetscht.
Oder die Verantwortung an einen jahrelang tagenden Kompetenzaussschuss im Bundestag verlagert.
Der Alltag sieht praktisch dann aber so aus:
http://www.abs-sh.eu/allgemein/holstein-therme-entfernt-rollstuhlfahrerin-mit-poilizei-aus-der-sauna/

Von behindertenrecht

Erstmalig umfangreiche Daten ! Und nun ?

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