Blindengeldkürzung in Sachsen-Anhalt

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

10 Euro Schein
10 Euro Schein
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Marburg (kobinet) In Sachen Landesblindengeld steht eine Kürzung in Sachsen-Anhalt um 30 Euro auf 320 Euro monatlich fest. Gänzlich gestrichen wurde die Leistung gestern vom Landtag von Sachsen-Anhalt für alle Betroffenen in stationären Einrichtungen vom Altenheim bis zum Berufsförderungserk. Darauf weist Michael Herbst vom Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf (DVBS) hin.

"Ärgerlich! Schön ist, dass vor lauter gesetzgeberischer Schlurigkeit Gehörlosen in stationären Einrichtungen die Hilfe erhalten bleibt, was uns für diese Menschen natürlich freut. Allein, es bleibt das Geheimnis des Sozialministeriums, warum Blinde und Sehbehinderte in Einrichtungen keinen Nachteilsausgleich brauchen sollen", schreibt Michael Herbst im Newsletter des DVBS. "Ab April bekommen nach Informationen des DVBS die niedersächsischen blinden Menschen 35 Euro monatlich mehr an Blindengeld. 1,9 Millionen Euro muss das Land dafür jährlich mehr ausgeben und liegt dann immer noch 20 Euro monatlich unter Sachsen-Anhalt-Niveau."

Am 12. September hatten über 500 meist blinde und sehbehinderte Menschen in Magdeburg gegen die Kürzungen demonstriert. Vor 10 Jahren wurde das Blindengeld in Sachsen-Anhalt schon einmal deutlich von 430 auf 350 Euro ohne zwischenzeitlichen Inflationsausgleich. Nun wird es weiter auf 320 Euro gekürzt.

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