Matthias Rösch: Persönliche Budgets weiter nutzen

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Matthias Rösch
Matthias Rösch
Bild: MSAGD RLP

Mainz (kobinet) Mit Beginn des Jahres hat sich die Finanzierung der persönlichen Budgets in Rheinland-Pfalz geändert, denn die Kommunen haben dort mehr Verantwortung in der Bewilligung Persönlicher Budgets bekommen. Der rheinland-pfälzische Landesbehindertenbeauftragter Matthias Rösch appellierte an die Beteiligten, die guten Erfahrungen mit den persönlichen Budgets weiterzuführen.

"Die Leistungsform der Persönlichen Budgets für Menschen mit Behinderungen hat sich in Rheinland-Pfalz bewährt. Über 5.000 persönliche Budgets ermöglichen Menschen mit Behinderungen die Unterstützung für ein selbstbestimmtes Leben alternativ zum Wohnheim", erklärte Matthias Rösch. Zudem hätten Beschäftigte aus der Werkstatt für behinderte Menschen dank mehr als 200 Budgets für Arbeit einen regulären Job im allgemeinen Arbeitsmarkt gefunden. "Ich freue mich, wenn Menschen mit Behinderungen die Leistungsform des Persönlichen Budgets wählen, um ihre Assistenz und Unterstützung selbstbestimmt zu gestalten. Deshalb möchte ich die betroffenen Menschen ermutigen, die Chancen des Persönlichen Budgets weiter zu nutzen."

Seit Anfang des Jahres hat sich die Finanzierung der persönlichen Budgets in Rheinland-Pfalz geändert. Bisher hat sich das Land in der ambulanten Eingliederungshilfe nur bei den persönlichen Budgets finanziell beteiligt. Jetzt ist das Land pauschal über den kommunalen Finanzausgleich an allen Kosten der ambulanten Eingliederungshilfe beteiligt und entlastet die Kommunen damit finanziell. Das hat auch zur Folge, dass die Kommunen allein verantwortlich für die persönlichen Budgets im Rahmen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen sind. Für die betroffenen Menschen mit Behinderungen ändert sich aber nichts. "Die Leistungsform des Persönlichen Budgets ist bundesweit in den Sozialgesetzbüchern geregelt. Seit 2008 besteht ein Rechtsanspruch auf ein Persönliches Budget. Menschen mit Behinderungen können, wie bisher, Anträge an die Kostenträger stellen, um ihre Leistungen in Form des Persönlichen Budgets bewilligt zu bekommen", stellte Matthias Rösch klar.

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