Postkartenaktion für ein Bundesteilhabegesetz

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Happy Birthday Bild zur UN-BRK
Happy Birthday Bild zur UN-BRK
Bild: Wiebke Schär

Berlin (kobinet) Unter dem Motto "5 Jahre UN-BRK - höchste Zeit für ein Bundesteilhabegesetz" werben behinderte Menschen zum fünften Jahrestag des Inkrafttretens der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland mit einer Postkarten- und Briefaktion an Bundestagsabgeordnete für die Schaffung eines Bundesteilhabegesetzes.

"Seit 5 Jahren gilt die UN‐Behindertenrechtskonvention in Deutschland. Um ihre Vorgaben zu verwirklichen, brauchen wir ein Bundesteilhabegesetz, mit dem personenzentrierte, bedarfsgerechte Unterstützungsleistungen unabhängig von Einkommen und Vermögen erbracht werden. Außerdem sind Alternativen zu Werkstätten für behinderte Menschen und Heimen zu fördern. Bitte unterstützen Sie dieses Anliegen. Ihre Meinung interessiert uns", heißt es auf der Postkarte, die heute bei einer Veranstaltung zum fünfjährigen Bestehen der UN-Behindertenrechtskonvention im Kleisthaus in Berlin verbreitet wird.

Ziel der Aktion ist es, den Abgeordneten des Deutschen Bundestages deutlich zu machen, wie wichtig ein Bundesteilhabegesetz für behinderte Menschen ist und sie mit den damit verbundenen Forderungen zu konfrontieren. Zu der Aktion aufgerufen hat das von verschiedenen Behindertenverbänden getragene Bündnis für gesetzliche Regelungen zur sozialen Teilhabe. Die Aktion wird im Rahmen des von der Aktion Mensch geförderten und vom NETZWERK ARTIKEL 3 beantragten Projektes "Empowerment zur sozialen Teilhabe" unterstützt.

"Wir hoffen, dass wir mit dieser Aktion behinderte Menschen dazu ermutigen können, sich an ihre Bundestagsabgeordneten aus ihrer Region bzw. an die Mitglieder des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales zu wenden.

Link zu weiteren Informationen zur Aktion

Lesermeinungen zu “Postkartenaktion für ein Bundesteilhabegesetz” (4)

Von Gisela Maubach

"Wir hoffen, dass wir mit dieser Aktion behinderte Menschen dazu ermutigen können, sich an ihre Bundestagsabgeordneten aus ihrer Region bzw. an die Mitglieder des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales zu wenden"!!!

Haha - unser Bundestagsabgeordneter hatte mir am 22.11.2013 folgendes über seinen Büroleiter mitteilen lassen (Zitat):

"Herr . . . unterstützt Ihr Anliegen ausdrücklich. Falls es zu einer Großen Koalition kommen sollte und dann das Bundesteilhabe-Gesetz beraten wird, schlägt Herr . . . Ihnen vor, Sie mit den zuständigen Entscheidern in der SPD-Bundestagsfraktion im Vorfeld der konkreten Gesetzesausarbeitung zusammenzuführen. Das wäre sicherlich eine gute Möglichkeit, Ihr berechtigtes Anliegen gezielt vorzubringen."

Trotz zwischenzeitlicher Nachfrage (leider noch keine Zeit) habe ich seit dem 22. November nichts mehr aus diesem Büro gehört :-(

Von behindertenrecht

Meine Tochter hatte einmal auf eine Postkarte geschrieben, als sie zur Gruppenfahrt war "Mir gehts schlecht." .
Da war das Geschimpfe so groß, daß sie lieber nichts mehr schreibt, weil ihre Postenkarten ja ohnehin nicht bei den Abgeordneten ankommen würden .

Von behindertenrecht

Zitat
Wir hoffen, daß wir mit dieser Aktion behinderte Menschen dazu ermutigen können, sich an ihre Bundestagsabgeordneten aus ihrer Region bzw. an die Mitglieder des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales zu wenden .
Zitat Ende

Wie soll denn das gehen, wenn ein Großteil behinderter Menschen in Heimen lebt und anstelle persönlicher Assistenz von einrichtungsgebunden Sozialleistungen abhängig ist, die ihr meist Berufsbetreuer anstelle persönlicher Betreuer verwaltet UND bereits die Individualbschwerde in vielen Sprachen möglich ist, nur leider nicht Deutsch und Leichter Sprache ?

Von Sabine Fichmann

Alle Betroffenen, denen auffällt, dass die Finanzierung des Bundesteilhabegesetzes Gefahr läuft, über Streichung des Kindergeldes für erwerbsUNfähige erwachsenen Behinderte und Abschaffung der Nachteilsausgleiche gegenfinanziert zu werden, sollten die obigen Mitglieder des Bundesausschusses für Arbeit und Soziales anschreiben! Ebenso ihre Bundestagsabgeordneteten aus der Region!
Dieser angedachten Diskriminierung eines Personenkreises aus der Gruppe behinderter Menschen muss ein Riegel vorgeschoben werden!

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