Wie gehts weiter mit der Aktion Mensch?

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Ottmar Miles-Paul
Ottmar Miles-Paul
Bild: kobinet/sch

Berlin (kobinet) In Berlin wurde gestern das Jubiläumsjahr der Aktion Mensch eingeläutet. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul war im ewerk dabei. Heute macht er sich in seinem Kommentar Gedanken darüber, was wäre wenn, die Aktion Mensch heute noch Aktion Sorgenkind hieße. Wie geht es weiter mit der Soziallotterie? Wer spielt die erste Geige in Deutschlands größter privater Förderorganisation.

Kommentar von Ottmar Miles-Paul

Als gestern der mit Aktion Mensch beschriftete Ballon in Berlin aufstieg, gab es keine Misstöne gegenüber Deutschlands größter privater Förderorganisation. Das wäre vor 20 Jahren noch ganz anders gewesen, als diese Organisation noch Aktion Sorgenkind hieß.

30 Jahre lang hatten die Wohltäter in diesem Land damals keinen Anstoß daran genommen, dass behinderte Menschen als Sorgenkinder bezeichnet wurden und dass damit gutes Geld gemacht werden konnte. Während die Behindertenbewegung auf Distanz zu diesem Image und den damit verbundenen Fördermitteln ging, bauten die Wohlfahrtskonzerne nicht nur große Einrichtungen, in denen die Wohlfahrtsmanager nie wohnen würden, sondern auch ihre Lobby aus.

Behinderte Menschen spuckten dieser gewachsenen Dreifaltigkeit aus Wohlfahrt, der Aktion Sorgenkind und dem ZDF damals kräftig in die Suppe und forderten die Namensänderung und eine Veränderung der Förderpolitik. Dank guter personeller Konstellationen und einem kreativen Veränderungsprozess gelang damals der Kurswechsel des Tankers Aktion Sorgenkind. Und dieser Kurswechsel macht es heute auch leichter, selbstbewusst auf die Geschichte der Aktion Mensch zu schauen.

Doch ist damit alles gut? Stellen wir uns einmal vor, fünf Jahre nach In-Kraft-treten der UN-Behindertenrechtskonvention hätten wir noch eine Aktion Sorgenkind. Wie peinlich wäre dies? Genau so peinlich wie der Begriff Anstalt, den noch so manche Behinderteneinrichtung im Namen und damit verbunden wahrscheinlich auch noch im Geiste führt.

Die Dankbarkeit der Aktion Mensch müsste also all denjenigen gegenüber grenzenlos sein, die für die Namensänderung hart gekämpft haben. Doch genau betrachtet haben diejenigen, die auch mit dem Begriff des Sorgenkindes gut leben konnten, nichts von ihrer Macht des großen Geldes abgegeben. Die Wohlfahrtsverbände spielen nach wie vor die erste Geige bei der Aktion Mensch als ob es beispielsweise keinen Deutschen Behindertenrat oder den Slogan gäbe: Nichts über uns ohne uns.

Behinderte Menschen und ihre Organisationen werden zum Teil zwar gut von der Aktion Mensch gefördert und immer wieder bei Veranstaltungen einbezogen, das aber auf einer good will Basis statt durch eine echte Teilhabe an der Macht. So wichtig die 2010 begonnene Umsteuerung der Aktion Mensch auf die Förderung von Inklusionsprojekten war, so wichtig ist endlich auch die konsequente Beteiligung behinderter Menschen bei der Aktion Mensch.

Die Herausforderung der Zukunft liegt entscheidend darin, ob es der Aktion Mensch gelingt, auch in diesem Punkt authentischer zu werden. Denn behinderten Menschen wird es zukünftig nicht mehr genug sein, ein paar Krümmel abzubekommen. Wir wollen die ganze Bäckerei, so hieß es vor kurzem bei einer Veranstaltung der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland ISL. Darauf wird sich nicht nur die Politik einstellen müssen.

Lesermeinungen zu “Wie gehts weiter mit der Aktion Mensch?” (11)

Von Dagmar B

rollidani hat geschrieben:

Wie Menschen aber, von denen SIE behaupten, dass sie aufgrund der Schwere ihrer Behinderung ihre Interessen nicht äußern können, an die MACHT in den Führungs-Etagen von Aktion Mensch usw. kommen sollen müssen Sie mir dann bitte erklären

Hallo rollidani

Ob nun individuell fuer jeden das Interesse besteht, die Fuehrungsetagen von Aktion Mensch zu erklimmen ,lasse ich mal dahingestellt.
Ein ernst zu nehmender Vorschlag zur Selbstbestimmung waere z.b. der von Gotthilf Lorch in seinem Leserbrief:
http://www.kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/29151/Diskussion-zu-ambulant-betreuten-Wohngruppen.htm
Zitat:
Richtig wäre ein Budget zum Wohnen und für Freizeit und Arbeit. Zusätzlich gehört ins Persönliche Budget endlich ein/e bezahlte/r Budget-AssistentIn mit berücksichtigt. Diese Person kann sich dann um alles weitere (Wohnung- und Assistentensuche, Verwaltung des Budgets etc.) kümmern. Somit wären sämtliche Bedürfnisse für alle Menschen mit Behinderungen zumindest rechtlich gewährleistet.
Wenn dann ein gemeinsames Wohnen gewünscht wird, können BudgetnehmerInnen jederzeit eine Wohngemeinschaft gründen. Das wäre dann Inklusion.
Sie schreiben:
Zitat:
Ich unterstütze seit Jahren Menschen mit Lernschwierigkeiten darin, ihre Interessen selbst zu vertreten z.B. als Wohnbeirat und Werkstattrat.

Das steht ja dann nunmal bedauerlicherweise im Wiederspruch zu jeglicher Selbstbestimmung und Inklusion,wenn diese nur "einrichtungsgebunden" ausgeuebt werden kann.
Ich gehe davon aus,das die Wiederholungen,die sie so nerven,weniger daraus resultieren,das einige (mich eingeschlossen)Leserbriefschreiber immer das gleiche schreiben,sondern bedauerlicherweise bestimmte Themen ueberhauptnicht in den Kobinet Nachrichten thematisiert werden.
Da gibt es nichts zur Weiterentwicklung des persoehnlichen Budgets dahingehend ,das es laenderuebergreifend einrichtungsungebunden und individuel verfuegbar ist.
Es ist nichts zu lesen darueber,wie man die Position der anderen Anbieter hinsichtlich von Beschaeftigungsmoeglichkeiten staerken und foerdern will.
Es gibt auch nichts darueber zu lesen,wie man am besten Wohngemeinschaften gruendet,wie Herr Lorch das vorschlaegt.
Vielmehr drehen die Nachrichten immer das Gleiche ,diverse Monopol Anbieter berichten ueber Wohngruppen mit 12 Insassen,Wfbm Anbieter ruhen sich darauf aus,das eine bestimmte Klientel sicher nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt unterkommen und sichern damit ihre Existenz ,fern von Inklusion.......
Ich schreibe diese Nachrichten nicht,ich schreibe dazu nur meine Meinung.
Ich beende meinen Leserbrief mit einem Zitat aus einem Aufsatz von Andreas Hinz:
Angebot von Heil- und Sonderpädagogik
sowie Behindertenhilfe ist nicht mit Inklusion kompatibel. Dies gilt allemal,
solange Menschen mit Beeinträchtigungen „gefangen im gestuften System“ sind – ohne eigene
Entscheidungsbefugnisse, sondern vielmehr als Objekte der Entscheidungen Professioneller
( mit Bezug auf das Wohnen).
In diesem Sinne muss Klaus DÖRNERs Provokation zugestimmt werden, der
HeimleiterInnen als grundgesetzwidrige „Geiselnehmer“ bezeichnet, da sie verbriefte Freiheitsrechte
einschränken, obwohl weniger einschränkende Alternativen vorhanden und praktikabel
sind (vgl. DÖRNER 2004).

Von Gisela Maubach

@ rollidani

"Leserbriefe beziehen sich immer nur auf denjenigen, der den Artikel für Kobinet geschrieben hat."

Richtig - aber da Menschen mit schwersten Behinderungen, die sich nicht selbst vertreten können, von allen Berichterstattungen bei kobinet ausgeschlossen bleiben, weil sie mit den jeweiligen Themen nicht gemeint sein können, muss man halt immer wieder darauf hinweisen, dass man dann auch nicht von Inklusion sprechen kann.

"Ich habe übrigens vor 2 Wochen auf einer Veranstaltung mit Hamburgs Sozialsenator ihn genau nach der Kindergeldkürzung gefragt, von der Sie immer sprechen.
Es wurde mir versichert, dass das so nicht stimmt."

Dann schauen Sie doch mal hier auf Seite 98 Zeile 640/641:
http://www.reha-recht.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Infothek/Aus_der_Politik/BMAS/2013/Protokoll_90__ASMK_extern_-_final_barrierefrei.pdf

Wenn es nicht stimmt, was im ASMK-Protokoll steht, wäre das doch eine wichtige Info, die einen Kobinet-Beitrag wert wäre. Auf den Veranstaltungen, die ich bisher besucht habe, hat bisher noch niemand so reagiert, wie Sie es hier jetzt mitteilen.

"Warum schreiben Sie nicht selbst Artikel dazu, indem Sie genau erklären, welche Verschlechterungen Sie befürchten? Und suchen sich Bündnispartner?"

Der Artikel war ja bereits erschienen, aber wie ich an Ihrer Äußerung erkennen kann, ist so ein einmaliger Artikel schnell vergessen.
Und welche "Bündnispartner" könnten Sie denn empfehlen, die nicht gleichzeitig auch Träger der Sondereinrichtungen sind?

"Wie Menschen aber, von denen SIE behaupten, dass sie aufgrund der Schwere ihrer Behinderung ihre Interessen nicht äußern können, an die MACHT in den Führungs-Etagen von Aktion Mensch usw. kommen sollen müssen Sie mir dann bitte erklären."

Wenn "behinderte Menschen zunehmend wirklich ernsthaft beteiligt werden sollten" - und zwar ALLE (!) - dann wird es immer Menschen geben, die das nicht eigenständig können. Aber wenn Inklusion keine Mogelpackung bleiben soll, müssten diese Menschen durch Vertrauenspersonen vertreten werden, damit die weitere Exklusion dieses Personenkreises vermieden wird.

Bis dahin werden wir weiterhin darauf hinweisen, wenn von Inklusion geschrieben wird, aber "nur" Integration gemeint ist.

Von rollidani

Frau Maubach, Sie schreiben ständig, dass die behinderten Menschen, die Sie vertreten, das nicht selbst tun können. Ich unterstütze seit Jahren Menschen mit Lernschwierigkeiten darin, ihre Interessen selbst zu vertreten z.B. als Wohnbeirat und Werkstattrat. Und ich finde das können sehr viele Menschen mit Lernschwierigkeiten wirklich ausgesprochen gut! Das zum einen.
Wie Menschen aber, von denen SIE behaupten, dass sie aufgrund der Schwere ihrer Behinderung ihre Interessen nicht äußern können, an die MACHT in den Führungs-Etagen von Aktion Mensch usw. kommen sollen müssen Sie mir dann bitte erklären. Mehr habe ich nicht gesagt und ich würde es begrüßen, wenn Sie einem nicht das Wort im Mund herumdrehen, damit es zu ihrem Bild passt….

Und nur darum ging es auch in dem Text von Ottmar-Miles-Paul. Was Sie herauslesen haben, hat in meinen Augen nichts damit zu tun, was er geschrieben hat!!

Dass Sie die Interessen ihrer schwerstbehinderten Kindern immer wieder in die Öffentlichkeit bringen finde ich gut und nötig. Ich befürchte nur, dass die Art und Weise, wie das hier passiert nicht den Zweck erfüllt, den Sie sich wünschen.
Warum schreiben Sie nicht selbst Artikel dazu, indem Sie genau erklären, welche Verschlechterungen Sie befürchten? Und suchen sich Bündnispartner?

Leserbriefe beziehen sich immer nur auf denjenigen, der den Artikel für Kobinet geschrieben hat. Ich habe übrigens vor 2 Wochen auf einer Veranstaltung mit Hamburgs Sozialsenator ihn genau nach der Kindergeldkürzung gefragt, von der Sie immer sprechen.
Es wurde mir versichert, dass das so nicht stimmt. Aber ich muss zugeben, dass ich mich damit rechtlich nicht auskenne.

Von Arnd Hellinger

@ rollidani:

Natürlich ist - auch und gerade für die Schreibenden - das ständige Aufgreifen der immer gleichen Themen mehr als anstrengend. Leider jedoch gibt es dazu keine brauchbare Alternative, möchte man notwendige Veränderungen wirklich erreichen.

Der ÖPNV in Berlin oder Bochum beispielsweise wäre heute nicht weitgehend barrierefrei, hätten wir in den 1980er und 1990er Jahren nicht ähnlich "anstrengendes" Verhalten gegenüber Öffentlichkeit sowie Verantwortlichen der Kommunen bzw. Verkehrsunternehmen an den Tag gelegt; die diversen Gleichstellungsgesetze, Benachteiligungsverbote etc. auf Bundes- und Länderebene gäbe es ohne "Anstrengungen" unsererseits ebenso wenig. Das mag frustrieren, ist aber leider Fakt.

Und, wie Frau v. E. bereits schrieb, geht es in der aktuellen Diskussion gerade NICHT darum, dass "fittere" Behinderte - zu denen zählte ich auch einmal - auf irgendetwas verzichten oder sich nicht mehr zu Wort melden sollen, sondern darum. ein System der Teilhabefinanzierung und Inklusion zu etablieren, das ALLEN Betroffenen nützt!

Es geht einfach darum, dass niemand wegen einer Eigenschaft benachteiligt werden darf, für die er/sie objektiv nichts kann. Ist das wirklich so schwer zu begreifen???

Von Gisela Maubach

@ rollidani

Sie erklären, dass behinderte Menschen zunehmend wirklich ernsthaft beteiligt werden sollten und stellen gleichzeitig fest, dass das für Menschen mit schweren kognitiven Behinderungen nicht (!) möglich (!) sein wird!!!

Wenn Sie die Bedeutung des Wortes Inklusion kennen, müssten Sie Ihre Frage nach der Konsequenz eigentlich selbst beantworten können.

Von Susanne v.E

@ rollidani
Ich finde es auch sehr anstrengend immer wieder an die Exitenz unserer schwerst behinderten Kinder erinnern zu müssen,. Leider ist das aber nötig, denn wer keine Stimme hat, wird nicht gehört.
Natürlich verlangt und erwartet keiner, dass sich "fitte" Behinderte "nur mit Krümeln" zufrieden geben sollen. Selbstverständlich solllen Sie die "ganze Bäckerei" fordern. Aber erwarten Sie doch bitte nicht, dass wir unsere Kinder draußen vor der verschlossenen "Bäckereitür" stehen lassen.
Die Konsequenz daraus, dass sich unsere Kinder nicht selbst einbringen können, ist, dass wir uns für sie einbringen, unter anderem hier. Auch wenn das anstrengend ist, für Sie wie für uns.

Von Arnd Hellinger

Im Auftrag von Dr. Ilja Seifert stelle ich hier noch seinen heutigen Facebook-Kommentar zu obigem Artikel ein:

"Wer "Inklusion" wirklich will, muß überkommene FürsorgeStrukturen - z.B. die der nach wie vor eher auf "good will" bzw. "Gutsherrn"-Art funktionierende "Aktion Mensch" - aufbrechen und zugunsten emanzipatorischer, selbstbestimmter Teilhabe-Strukturen ändern."

Von rollidani

ich finde es höchst anstrengend, dass derzeit fast jeder Artikel von den immer selben Menschen kommentiert wird. Wo hat Ottmar Miles-Paul gesagt, dass ihm Menschen, die ihre Interessen nicht selbst einbringen können, egal sind???
Er spricht allerdings davon, dass wir behinderte Menschen uns nicht mit Krümeln abfinden sollten, sondern zunehmend wirklich ernsthaft beteiligt werden sollten, auch an der Macht.
Klar ist, dass das für Menschen mit schweren kognitiven Behinderungen nicht möglich sein wird. Was ist Ihre Konsequenz? Sollen alle Menschen mit Behinderung sich dann besser nicht einbringen, weil ihre Kinder das nicht können?


Von behindertenrecht

Genau - und nun kann man nur noch hoffen, daß die Sorgen endlich abnehmen und ALLE behinderten Menschen überall als Rechtssubjekt anerkannt werden .

Von Arnd Hellinger

Und wieder stellt sich die Frage, warum weder die Aktion Mensch noch OMP auf das "Vergessen" Jener eingeht, die weder am Erwerbsleben teilnehmen noch ihre Anliegen selbst aktiv vertreten können...

Bei Aktion Mensch kann man das ja noch mit dem Umstand erklären, dass Träger wie AWO, Lebenshilfe, Caritas oder Diakonie vom jetzigen System der "einrichtungsgebundenen Eingliederungshilfe" für diesen Personenkreis ökonomisch profitieren und somit - natürlich - keinen wirklichen Änderungsbedarf sehen können, wohingegen ich von einem der profiliertesten Vertreter der deutschen Behindertenbewegung doch etwas mehr Offenheit in diese Richtung erwarten zu dürfen glaube.

Schade, dass der hier von Uwe Heineker in den letzten Tagen mehrfach erläuterte Verdrängungsmechanismus so weit in unsere eigenen Reihen reicht... :-(

Von Gisela Maubach

Vor einiger Zeit habe ich die Aktion Mensch angeschrieben und auf das Ausgeschlossensein derjenigen Menschen hingewiesen, sie sich nicht selbst einbringen können und deshalb auf Hilfe angewiesen sind.
Eine Antwort habe ich von Aktion Mensch nie bekommen.
Wenn ich nun lese, dass die Aktion Mensch eine Gesellschaft anstrebt, in der jeder (!) Mensch seine Fähigkeiten einbringen kann, dann erklärt sich von allein, warum von Aktion Mensch keine Antwort kommt. Behinderungen sind nur noch zeitgemäß, wenn die Fähigkeiten der betroffenen Menschen werbewirksam "verkauft" werden können, und wer zu behindert ist, um irgendwelche Fähigkeiten einzubringen, stört nur noch und sollte froh sein, wenn er mit seiner Familie nicht mehr vor den Toren der Stadt leben muss.

Der eigentliche Skandal besteht darin, dass diejenigen, die am lautesten das Beseitigen von "Barrieren in den Köpfen" einfordern, gleichzeitig die höchsten Barrieren aufbauen, indem die Behindertenwelt gespalten wird - in Menschen, die sich einbringen können und in Menschen, die draußen bleiben müssen, indem sie ignoriert werden.

Wenn Sascha Decker von Aktion Mensch fordert, dass "die Behinderten natürlich auch selbst alles dafür tun müssen, dass dieses Miteinander gut funktioniert" und zu diesem Zweck auch schon mal ein Mensch mit geistiger Behinderung mit Medikamenten ruhig zu stellen sei, dann wäre die Aktion Mensch eigentlich ein Fall für die Antidiskriminierungsstelle - oder?

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