Petition für Henri und seine Freunde

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Henri will mit seinen Freunden aufs Gymnasium gehen
Henri will mit seinen Freunden aufs Gymnasium gehen
Bild: Change.org

Berlin (kobinet) Henri ist 11 Jahre alt. Er hat das Down-Syndrom. Henri möchte jetzt auf ein Gymnasium gehen. Aber die Lehrer vom Gymnasium wollen das nicht. Sie sagen: Henri kann nicht so schnell lernen wie die anderen Schüler. Darüber gibt es jetzt Streit, berichtete der Deutschlandfunk auf nachrichtenleicht.de. Ein Heidelberger Freund der Familie und selbst Vater eines Kindes mit Down-Syndrom hat jetzt eine Online-Petition gestartet, damit Henri und seine Freunde nach der Grundschule ein Gymnasium besuchen können.

Die Petition richtet sich an Baden-Württembergs Kultusminister Andreas Stoch. Der Sozialdemokrat könnte Kraft seines Amtes den vom Lehrerkollegium des Gymnasiums in Walldorf abgelehnten Schulversuch mit Henri und den beiden anderen betroffenen Kindern trotzdem einsetzen. Wenn Henri nicht angenommen wird, dann werden erst er und dann alle folgenden Kinder mit sogenannter geistiger Behinderung zukünftig wieder nach der Grundschule in die Sonderschule gehen müssen. Ein Domino-Effekt wäre die fatale Folge und andere weiterführende Schulen könnten auf diese Weise ebenso "nein" sagen. Kindern wie Henri wäre Inklusion möglicherweise für lange Zeit verwehrt.

Lesermeinungen zu “Petition für Henri und seine Freunde” (4)

Von behindertenrecht

Wenn es tatsächlich ein Diskriminierungsverbot gibt, dann müsste die Gegenpetition sofort verboten werden .
Denn wenn man schon Stimmen sammelt, dann BITTE nur für Gleichstellung und NICHT für Diskriminierung !
Ungleichbehandlung kommt Diskriminierung gleich und ist in jeden Fall Verfassungswidrig !

Von Dagmar B

Inzwischen gibt es eine Gegenpetition,die verhindern will,das Henri auf das Gymnasium gehen soll,wegen dem Wohl von Henri und dem Wohl aller Kinder des Gymnasiums.
Eine zweite Gegenpetition fordert, in Gymnasien ausschließlich zielgleich zu inkludieren(was auch immer das heißen mag)
Geistig Behinderte,die keine ZIELGLEICHE LEISTUNG erbringen,sollen auf Sonderschulen bleiben,so die Gegenpetenten.
Hubert Hueppe hat Henris Petition (pro Henri )unterschrieben,von der Neuen hoert man nix,es waere schoen,wenn Sie zu dem Thema genauso eindeutig Position beziehen wuerde,wie Herr Hueppe,aber da kommt nur Schweigen.
Wahrscheinlich rodelt Sie irgendwo im Himalaya......... :(

Von Uwe Heineker

Zitat:

"Wer Inklusion will, sucht Wege - wer sie nicht will, sucht Begründungen" (Hubert Hüppe, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen a.D.)

Dem füge ich hinzu:

Hier offenbart sich die Unfähigkeit (der Pädagogik,) sich wirklich ernsthaft sowohl mit Menschen mit Behinderung als auch der (Inklusionsphilosophie und -vorgabe) der in Deutschland seit 2009 rechtskräftige UN-Behindertenrechtskonvention auseinander und entsprechend umzusetzen.

Von Dagmar B

http://www.lag-bw.de/Aktuelles/Presseerklaerung2%20Gymnasium%20Walldorf.pdf

Lesermeinung schreiben?

Beim erstmaligen Schreiben Ihrer Lesermeinung werden Sie zur Registrierung geleitet. Dabei erkennen Sie die Nutzungsbedingungen und die Netiquette an.Sie erhalten eine Bestätigungs-E-Mail. Bitte schauen Sie auch in Ihren Spamordner. Bestätigen Sie den Empfang durch Klicken auf den angezeigten Link. Sie erhalten ein Fenster und ergänzen Ihren Anzeigenamen und Ihren persönlichen Namen zur E-Mailadresse. Die Lesermeinung ist auf 2000 Zeichen begrenzt und Sie können bis 14 Tage nach Veröffentlichung der Nachricht schreiben.