Protest am Brandenburger Tor

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

5. Mai 2014 am Brandenburger Tor in Berlin
5. Mai 2014 am Brandenburger Tor in Berlin
Bild: kobinet/sch

Berlin (kobinet) Mehr als 1500 behinderte Menschen haben heute am Brandenburger Tor in Berlin gegen Diskriminierungen, Aussonderung und die Verweigerung eines gleichberechtigten Lebens inmitten der Gesellschaft protestiert. Im Beisein von Abgeordneten aller Fraktionen im Deutschen Bundestag forderten sie, dass das von der schwarz-roten Regierungskoalition versprochene Bundesteilhabegesetz unverzüglich auf den Weg gebracht wird. Nach der Demonstration vom Bundeskanzleramt zum Pariser Platz bekundeten Abgesandte der Verbände auf der Kundgebung am Brandenburger Tor ihren Willen, in diesem für die Inklusion so wichtigen Gesetzgebungsprozess aktiv mitzuwirken. Dann feierten die Versammelten mit der Aktion Mensch in einem Café der Inklusion, dem größten von 750 Inklusionscafés zu diesem Europäischen Protesttag für die Gleichstellung behinderter Menschen in Deutschland, das 50. Jubiläum der Soziallotterie.

Gesprächsrunden mit prominenten Gästen wie der fünffachen Siegerin der Paralympischen Spiele, Anna Schaffelhuber, blickten auf das bisher Erreichte zurück und diskutierten neue Wege hin zu mehr Inklusion. „Wir haben schon viele Fortschritte bei der Teilhabe von Menschen mit Behinderung gemacht, aber wir sind noch weit entfernt von einer inklusiven Gesellschaft", sagte Ulla Schmidt, Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V. und Aktion Mensch-Aufsichtsrätin. Den Höhepunkt und gleichzeitigen Abschluss des Bühnenprogamms am Pariser Platz bildete ein Live-Auftritt von Andreas Bourani, u.a. mit dem Song „Auf uns" aus der aktuellen Aktion Mensch-Jubiläumskampagne.

Lesermeinung schreiben?

Beim erstmaligen Schreiben Ihrer Lesermeinung werden Sie zur Registrierung geleitet. Dabei erkennen Sie die Nutzungsbedingungen und die Netiquette an.Sie erhalten eine Bestätigungs-E-Mail. Bitte schauen Sie auch in Ihren Spamordner. Bestätigen Sie den Empfang durch Klicken auf den angezeigten Link. Sie erhalten ein Fenster und ergänzen Ihren Anzeigenamen und Ihren persönlichen Namen zur E-Mailadresse. Die Lesermeinung ist auf 2000 Zeichen begrenzt und Sie können bis 14 Tage nach Veröffentlichung der Nachricht schreiben.