Kampagne für gutes Bundesteilhabegesetz

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Logo der Kampagne
Logo der Kampagne
Bild: www.teilhabegesetz.org

Berlin (kobinet) Seit über einem Jahr setzt sich ein Bündnis von Behindertenverbänden für gesetzliche Regelungen zur sozialen Teilhabe ein. Nun präsentiert sich die Kampagne für ein gutes Bundesteilhabegesetz durch die Neugestaltung der Internetseite www.teilhabegesetz.org mit neuem Gesicht und neuem Schwung.

"Seit dem Start der Kampagne konnten wir nicht zuletzt durch die Unterstützung der Kampagne durch die Aktion Mensch erreichen, dass das geplante Bundesteilhabegesetz mittlerweile in aller Munde ist und immer wieder über die Benachteiligungen behinderter Menschen berichtet wird. Das Thema ist im Koalitionsvertrag auf Bundesebene verankert und erste inhaltliche Gespräche über die Gestaltung des Gesetzes werden geführt. Vor allem steht ein Zeitplan für die Gesetzesreform. So soll der Entwurf für das Gesetz bis Mitte 2015 fertig und bis Mitte 2016 vom Bundestag und Bundesrat verabschiedet werden", erklärte Ottmar Miles-Paul, der die Kampagne koordiniert.

Rechtzeitig zum Start der verstärkten inhaltlichen Diskussion über das Gesetz haben Hubertus Thomasius und Raul Krauthausen die Internetseite zur Kampagne aufgefrischt und mit viel Engagement neu gestaltet. "Hierfür gebührt den beiden und der Gestalterin des neuen Logos großer Dank, denn die Kampagne lebt letztendlich vom Engagement ganz vieler Menschen, wenn wir wirklich ein gutes Bundesteilhabegesetz erreichen wollen", erklärte Ottmar Miles-Paul.

Link zur neugestalteten Internetseite zur Kampagne für ein gutes Bundesteilhabegesetz

Lesermeinungen zu “Kampagne für gutes Bundesteilhabegesetz” (2)

Von Susanne v.E

Da diese Kampagne ausdrücklich "letztendlich vom Engagemenent ganz vieler Menschen" lebt, möchte ich meinen Beitrag dazu leisten und wieder einmal daran erinnern, dass es schwerstmehrfach behinderte Menschen gibt, deren Benachteiligungen nicht in aller Munde sind. Wir Eltern fordern, dass ein Teilhabegeld nicht einrichtungsgebunden gezahlt wird, dass eine Öffnung der Werkstätten nicht nutr in den ersten Arbeitsmarkt möglich wird und dass das Kindergeld nicht für die Gegenfinanzierung angetastet wird.

Von Sabine Fichmann

Auch von der Kampagne erwarte ich endlich eine Stellungnahme zur angedachten Gegenfinanzierung des Teilhabegesetzes!
Dulden sie die die Vorschläge der ASMK ( Streichung des KIndergeldes für Eltern erwachsener erwerbsunfähiger Behinderter) und des FbJJ ( Streichung des Nachteilsausgleiches/ Behindertenpauschbetrag) oder befürworten sie dies Gedankenspiele sogar noch?

Ist es ihnen vielleicht sogar egal, dass erwerbsunfähig Behinderte von der Einrichtungsgebundenheit des Teilhabegeldes gar nicht profitieren werden? Das Eltern o.g. Behinderter durch die o.g. "Gegenfinanzierungsmodelle" rechnerisch nachweisbar in die Armutsfalle tappen, aus der sie ihre Unterstützer herausführen wollen?
Solange ich von der Kampagne dazu keine öffentliche Stellungnahme lesen kann, ist sie in meinen Augen scheinheilig.

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