Inklusionskongress in Berlin

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Webgrafik zum Inklusionskongress in Berlin
Webgrafik zum Inklusionskongress in Berlin
Bild: Phineo

Berlin (kobinet) Ein Inklusionskongress soll im September in Berlin die Zusammenarbeit von Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen voran bringen. Wie kann eine wirksame und gleichberechtigte Teilhabe gelingen? Woran erkennt man Maßnahmen, die zur Inklusion beitragen? An welchen Stellen können Unternehmen und gemeinnützige Organisationen voneinander lernen und wie funktionieren erfolgreiche Kooperationen? Das können Interessierte mit rund 170 Vertreterinnen und Vertretern aus der Zivilgesellschaft, von Wirtschaftsunternehmen und aus der Politik diskutieren.

Der Inklusionskongress „Gemeinsam – jederzeit und überall.“ findet am 12. und 13. September 2014 im Berliner Scandic-Hotel statt. Mit dabei sind die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, Verena Bentele, Autor und Schauspieler Dr. Peter Radtke, Kabarettist und Sportler Rainer Schmidt, Raúl Aguayo-Krauthausen (Sozialhelden e.V.), Christina Marx (Aktion Mensch e.V.) und Reinhard Wagner (UnternehmensForum e.V.). Referentinnen und Referenten kommen unter anderen von der Bundesliga-Stiftung, der Otto Bock Health Care GmbH, dem ZDF, der Immobilien Scout GmbH der Daimler AG. 

Veranstalter ist Phineo, ein unabhängiges, gemeinnütziges Analyse- und Beratungshaus für wirkungsvolles gesellschaftliches Engagement. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales fördert die Veranstaltung.

Informationen zur Anmeldung, zum barrierefreien Veranstaltungsort oder zu PHINEO auf www.inklusionskongress.org.

Lesermeinungen zu “Inklusionskongress in Berlin” (9)

Von Gisela Maubach

Sehr geehrte Frau Silbermann,

zu meinen bisherigen Ausführungen möchte ich noch folgendes ergänzen.
Sehr gerne werde ich gemeinsam mit meinem geistig schwerstbehinderten Sohn an dem Kongress teilnehmen. Hierzu werde ich noch persönlich Kontakt aufnehmen, da er ein ausgeprägtes Bewegungsbedürfnis hat und auch schon mal laut wird.

Ihrer Erklärung "Inklusion ist ein langer Weg, Integration eine wichtige Vorstufe" stimme ich voll und ganz zu.
Problematisch finde ich allerdings, dass dieser Weg bisher nur in bestimmten Bereichen und für bestimmte Personengruppen gesetzlich ermöglicht und politisch diskutiert wird.

Ihre Frage, ob ich einen konkreten Vorschlag habe, wie man Inklusion speziell mit Blick auf geistig schwerstbehinderte Menschen besser verwirklichen kann, kann ich mit ja beantworten - auch wenn es nicht nur ein einzelner Vorschlag wäre, da die momentane Ausgrenzung auf sehr komplexen Zusammenhängen beruht.
Diese Komplexität scheint mir auch einer der Gründe zu sein, warum das Thema von "der" Behindertenpolitik gemieden wird, denn ich verfolge die Berichterstattungen zu Inklusionsveranstaltungen schon sehr lange und aufmerksam, und mittlerweile werden (nach Ende der Schulzeit) fast ausschließlich nur noch die Themen Einkommens- und Vermögensfreiheit und Arbeit diskutiert.
Hierfür gibt es eine sehr starke Lobby, die für diejenigen Menschen, die erst gar nicht in der Lage sind, Einkommen und Vermögen zu bilden, nicht existiert (denn deren Verbände sind identisch mit den Trägern der Einrichtungen).

Wie bereits erwähnt, erhält eine WfbM in NRW für einen Menschen der "Fallgruppe C" ca. 2.200 Euro pro Monat - und zwar unabhängig davon, ob der behinderte Mensch anwesend ist oder nicht (also auch während der sieben Wochen "Urlaub", die zu nehmen sind).
Außerhalb der WfbM sieht der LVR für die Nutzung tagesgestaltender Angebote eine Geldleistung in Höhe von 17,50 Euro pro Tag (!) vor - allerdings nur für diejenigen Tage, an denen die Leistung in Anspruch genommen wird. Dies kann u.a. hier nachgelesen werden:
http://www.lvr.de/de/nav_main/soziales_1/menschenmitbehinderung/wohnen/tagesgestaltung_1/tagesgestaltung_3.html

Es versteht sich von selbst, dass man dies nicht Wahlfreiheit nennen kann, denn für 17,50 Euro findet man kein tagesgestaltendes Angebot für einen geistig schwerstbehinderten Menschen. Hier ist zwingend erforderlich, dass die 2.200 Euro nicht an die Werkstatt gebunden bleiben dürfen!

Welche Teilnehmer des Kongresses ich bezüglich dieses Ausgeschlossen-Seins schon (wiederholt) angeschrieben habe, ohne eine Antwort zu erhalten, kann ich Ihnen innerhalb des persönlichen Kontaktes gern mitteilen.

Bisher ist nicht erkennbar, dass innerhalb der politischen Diskussionen zum zukünftigen Teilhabegesetz die gesetzlichen Rahmenbedingungen für eine "Inklusion" gestaltet werden, bei der auch Menschen mit geistiger Schwerstbehinderung einbezogen werden.
Der Begriff Vielfalt beinhaltet meiner Meinung nach aber auch Menschen, die nicht in der Lage sind, für sich selbst zu sprechen (oder sich auf andere Weise zu artikulieren), so dass ihre Beteiligung hier nur durch Vertrauenspersonen erfolgen kann.

Gerne nehme ich nun noch persönlich Kontakt auf, um mit meinem Sohn an dem Inklusionskongress im September teilzunehmen.

Viele Grüße
Gisela Maubach

Von franziska.silbermann

Sehr geehrte Frau von Eßen,

alle unsere Ergebnisse der Analyse des gemeinnützigen Engagements für Inklusion für Menschen mit Behinderung werden in Form des Themenreports "Ungehindert inklusiv!" ab dem 12.9.2014 über unsere Website www.phineo.org öffentlich zugänglich und kostenfrei zur Verfügung stehen.

Außerdem werden wir im Nachgang eine Veranstaltunsdokumentation des Inklusionskongresses inkl. kurzem Video erstellen.

Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

Beste Grüße,
Franziska Silbermann, PHINEO Kommunikation

Von Susanne v.E

Sehr geehrte Frau Silbermann,

herzlichen Dank für Ihre freundliche Antwort.
Ich bin sehr beeindruckt von Ihrer sehr ehrlichen Aussage, dass, nach Ihrem Wissenstand, die Werkstätten grundsätzlich Inklusion erschweren.
Mit großer Spannung erwarte ich die Vorstellung der wirkungsvollen Projekte. Seit 8 Jahren sind wir auf der Suche nach Alternativen zur "Haltung" in den Schwebs-Bereichen der Werkstätten, völlig ohne Erfolg. Bestimmt verstehen Sie, dass wir die Ergebnisse Ihrer Recherche unbedingt erfahren wollen, auch wenn es uns leider nicht möglich sein wird, an dem Kongress teil zu nehmen. Ich hoffe aber, dass die Ergebnisse für uns zugänglich veröffentlicht werden.

Viele Grüße
Susanne von Eßen

Von Susanne v.E

Sehr geehrte Frau Silbermann,
danke schön für Ihre freundliche Antwort.
Ich bin sehr beeindruckt von IhrerAussage, dass, nach Ihrem Wissensstand, Werkstätten Inklusion erschweren.
Ich finde das sehr ehrlich und freue mich über diese Ehrlichkeit.
Mit großer Spannung erwarte ich die Vorstellung der wirkungsvollen Inklusionprojekte. Seit 8 Jahren suchen wir nach einer Alternative zur Werkstätte

Von Gisela Maubach

Sehr geehrte Frau Silbermann,

da ich wegen nächtlicher Anfälle meines Sohnes morgen Vormittag mit ihm in die Epileptologie der Uniklinik Bonn fahre, kann ich aus Zeitgründen momentan leider nicht ausführlich auf Ihre Inhalte eingehen.

Ganz entscheidend scheint mir diese Frage incl. eigener Stellungnahme von Ihnen zu sein:

"Sind Einrichtungen in einer inklusiven Gesellschaft per se abzulehnen oder nicht? Egal wie die richtige Antwort (ExpertInnen streiten sich darüber) lautet: von heut auf morgen lässt sich weder eine Abschaffung der Einrichtungen noch eine Neuorientierung der Einrichtungen verwirklichen."

Dazu kurz folgendes:
Wenn man Einrichtungsgebundenheit ablehnt, fordert man damit ja nicht automatisch die Abschaffung dieser Einrichtungen.
Ganz im Gegenteil - wenn eine Werkstatt pro Monat 2.200 Euro für die Betreuung eines Menschen der "Fallgruppe C" bekommt und diesen Menschen dann gemeinsam mit 12 anderen in einem Raum von einem Minimum an Personal betreuen lässt, dann würde die Aufhebung der Einrichtungsgebundenheit (also Wahlfreiheit) sicherlich dazu führen, dass die Werkstatt ihr Angebot attraktiver gestalten würde.

Inklusion kann (!) nur erreicht werden, wenn die bestehende gesetzliche Einrichtungsgebundenheit aufgehoben wird.

In einem mir vorliegenden Leserbrief in einer Tageszeitung hat die Betriebsleiterin einer Werkstatt eines benachbarten Landkreises folgendes geschrieben:
"Eigentlich müsste Inklusion zum Unwort des Jahres erklärt werden. Wahrscheinlich begreift der Bürger so langsam, welcher Missbrauch hier mit der UN-Konvention betrieben wird. Es geht gar nicht um Teilhabe (das wäre das deutsche Wort), sondern ums Sparen. Das so zu sagen, ist natürlich extrem unpopulär."
Die Betriebsleiterin der WfbM hat diesen Leserbrief als Privatperson geschrieben, und der Mut zu dieser Ehrlichkeit ist schon erstaunlich.

Soviel vorab in aller Eile. Werde mich gerne noch melden.
Für Ihre Rückmeldung schon mal ganz herzlichen Dank!
Gisela Maubach

Von franziska.silbermann

Sehr geehrte Frau v.E.,

vielen Dank für Ihren Beitrag. Ich möchte kurz auf Ihre Fragen eingehen:

Nach unserer Erfahrung gibt es diese Projekte, die wirksame und gleichberechtigte Teilhabe von schwerst mehrfach behinderten Menschen nicht nur einfordern, sondern auch bereits praktizieren - die vormachen, wie es ganz konkret möglich ist.

Nach zahlreichen ExpertInnengesprächen und Recherchen ist unser Wissensstand, dass Werkstätten grundsätzlich eine Inklusion erschweren. Daher wurden diese auch nicht zum Analyseverfahren zugelassen, der Ansatz wird von uns auch nicht als wirkungsvoll empfohlen.

Die nach unseren Recherchen wirkungsvollen Projekte stellen wir auf dem Kongress im September zusammen mit einem Themenreport, der weitere Erkenntnisse aus unserer Arbeit enthält, vor. Wir sind schon sehr gespannt auf Ihre Meinung zum Themenreport und den Kongressinhalten.

Falls Sie schon vorher Fragen zu diesen Aspekten haben, wenden Sie sich gerne an unsere Kollegin Sonja Schäffler aus dem Bereich Analyse & Forschung. Sie freut sich auf den Austausch, telefonisch 030-520065-301 oder per Mail sonja.schaeffler@phineo.org.

Herzliche Grüße
Franziska Silbermann, PHINEO (Kommunikation)

Von franziska.silbermann

Sehr geehrte Frau Maubach,

haben Sie vielen Dank für Ihren Beitrag.
Wir freuen uns über Ihre Meinung – gerne auch im direkten Austausch. Daher gleich vorab der direkte Kontakt zu mir in Bezug auf organisatorische Aspekte der Veranstaltung (030- 52 00 65- 320, inklusionskongress@phineo.org) und zu meiner Kollegin Sonja Schäffler aus dem Bereich Analyse & Forschung. Sie steht Ihnen für inhaltliche Fragen jederzeit gerne zur Verfügung: telefonisch unter 030-520065-301 oder per E-Mail sonja.schaeffler@phineo.org

Gerne gehen wir aber auch hier auf Ihre Anmerkungen ein - Sie finden unsere Reaktion jeweils unter Ihren „Zitaten“.

„Bis zum heutigen Tag sind - auch von ReferentInnen dieser Veranstaltung - lediglich Maßnahmen zur Integration erkennbar, denn Fragen zur Teilhabe geistig schwerstbehinderter Menschen werden nach wie vor nicht beantwortet.“
Inklusion ist ein langer Weg, Integration eine wichtige Vorstufe. Nichtsdestotrotz haben wir bei der Analyse gemeinnütziger Projekte festgestellt, dass es durchaus inklusive Lösungsansätze für Menschen mit und ohne (geistige) Behinderung gibt. Welches diese Projekte sind, verraten wir dann auf dem Kongress – ein wenig Spannung muss sein.

„Wirkliche Inklusion würde nämlich bedeuten, dass geistig schwerstbehinderte Menschen, die sich nicht selbst mitteilen können, nicht so konsequent ausgegrenzt werden dürften, wie es genau diejenigen machen, die uns zeigen wollen, woran man Maßnehmen erkennt, die zur Inklusion beitragen.“
Hier die Nachfrage, damit wir darauf entsprechend eingehen können: Was genau meinen Sie damit? Wer sind diejenigen? Haben Sie einen konkreten Vorschlag, wie man Inklusion speziell mit Blick auf geistig schwerstbehinderte Menschen besser verwirklichen kann? Dann freuen wir uns, dazu mit Ihnen ins Gespräch zu kommen – evtl. können wir diesen Beitrag ja in den Kongress einbinden.

„Solange insbesondere die Einrichtungsgebundenheit bei der Tagesstruktur von geistig schwerstbehinderten Menschen nicht thematisiert wird, ist der Begriff Inklusion reiner Etikettenschwindel.“
Die Einrichtungsgebundenheit ist eines von vielen Problemen bei der Umsetzung von Inklusion, die wir bei unseren Recherchen festgestellt haben. Und noch etwas macht es so schwierig: die Grauzonen. Sind Einrichtungen in einer inklusiven Gesellschaft per se abzulehnen oder nicht? Egal wie die richtige Antwort (ExpertInnen streiten sich darüber) lautet: von heut auf morgen lässt sich weder eine Abschaffung der Einrichtungen noch eine Neuorientierung der Einrichtungen verwirklichen. Leider! Die Lösung gesellschaftlicher Probleme (fehlende Inklusion ist ja nur eines von vielen) dauert immer furchtbar lange. Finden wir, die wir eher ungeduldige Menschen sind.

„Die Maßnahmen, die momentan erkennbar sind, steuern zunehmend auf eine Zwei-Klassen-Behindertenwelt hin, deren Schere immer weiter auseinander geht.“
Auch hier interessiert uns, welche Maßnahmen Sie konkret meinen. Wir haben sehr viele Maßnahmen kennengelernt, die aus Sicht von ExpertInnen aus dem Sektor und aus Sicht der teilnehmenden Zielgruppen durchaus wirksam die Inklusion auch von Menschen mit geistiger Behinderung fördern, sie z.T. und auf bestimmten Ebenen schon vollständig praktizieren und leben. Daher: Kontaktieren Sie uns dazu sehr gerne.

„Wer zeigen will, woran man Maßnahmen erkennt, die zur Inklusion beitragen, müsste auch den Mut aufbringen, die Vielfalt anzuerkennen und Menschen mit einzubeziehen, die sich selbst mit dem besten Empowerment-Training nicht selbst vertreten können.“
Wir haben den Kongress mit einem Team aus Menschen mit und ohne Behinderung geplant und dabei versucht, die Vielfalt auch in der ReferentInnen-Zusammenstellung widerzuspiegeln. Wir bemühen uns, den Kongress in jeder Hinsicht so barrierefrei zu gestalten, dass alle, gleich ob bzw. welche Behinderung sie haben, teilhaben können. TeilnehmerInnen mit geistiger Behinderung sind dabei genausowenig ausgeschlossen wie Menschen ohne oder mit einer körperlichen Behinderung. „Partizpation“ hat hierbei eine hohe Priorität: es wird TED-Abstimmungen und Diskussionsrunden mit dem Publikum geben, bei der sich diejenige Person, die das möchte, selbst oder mit Unterstützung ihrer Assistenz zu Wort melden kann. Falls wir hier noch weitere Punkte beachten sollten, kontaktieren Sie mich bitte. Wir schauen dann, wie wir dies berücksichtigen können.

Viele Grüße,
Franziska Silbermann, PHINEO (Kommunikation)

Von Susanne v.E

Schon alleine in dem Titel " Gemeinsam-jederzeit und überall" fehlt etwas. Es sollte besser heißen: Gemeinsam-jederzeit und überall für alle. Dann würde nämlich deutlich, das niemand ausgeschlossen werden soll, auch nicht die schwerst mehrfach behinderten Menschen. Wo wird die "wirksame und gleichberechtigte Teilhabe" für diese Menschen gefordert?
Auf die Frage "woran erkennt man Maßnahmen, die zur Inklusion beitragen?" hätte ich eine erste und ganz einfache Antwort: Daran, dass sie auch für die schwerst mehrfach behinderten Menschen Verbesserungen bringen. Maßnahmen, die dazu führen, dass diese Gruppe der Behinderten auch weiterhin ihren Tag zusammengepfercht in den "heilpädagogischen Gruppen" der Werkstätten verbringen muss, sind, das ist ganz leicht zu erkennen, sicher keine "Maßnahmen, die zur Inklusion beitragen"

Von Gisela Maubach

Zitat aus dem Programm:

"Wir zeigen Ihnen, woran man Maßnahmen erkennt, die zur Inklusion beitragen."

Zitat-Ende

Bis zum heutigen Tag sind - auch von ReferentInnen dieser Veranstaltung - lediglich Maßnahmen zur Integration erkennbar, denn Fragen zur Teilhabe geistig schwerstbehinderter Menschen werden nach wie vor nicht beantwortet.

Wirkliche Inklusion würde nämlich bedeuten, dass geistig schwerstbehinderte Menschen, die sich nicht selbst mitteilen können, nicht so konsequent ausgegrenzt werden dürften, wie es genau diejenigen machen, die uns zeigen wollen, woran man Maßnehmen erkennt, die zur Inklusion beitragen.

Solange insbesondere die Einrichtungsgebundenheit bei der Tagesstruktur von geistig schwerstbehinderten Menschen nicht thematisiert wird, ist der Begriff Inklusion reiner Etikettenschwindel.
Die Maßnahmen, die momentan erkennbar sind, steuern zunehmend auf eine Zwei-Klassen-Behindertenwelt hin, deren Schere immer weiter auseinander geht.

Wer zeigen will, woran man Maßnahmen erkennt, die zur Inklusion beitragen, müsste auch den Mut aufbringen, die Vielfalt anzuerkennen und Menschen mit einzubeziehen, die sich selbst mit dem besten Empowerment-Training nicht selbst vertreten können.

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