Demnächst Frauenbeauftragte in Werkstätten

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

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Bild: kobinet/omp

Kassel (kobinet) Das Projekt Frauenbeauftragte in Einrichtungen im Weibernetz begrüßt die Ankündigung von Arbeitsministerin Andrea Nahles, dass es künftig in jeder Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) neben einem Werkstattrat auch Frauenbeauftragte geben muss. Die Ministerin kündigte nach Informationen des Projektes eine entsprechende Überarbeitung der Werkstätten-Mitwirkungs-Verordnung (WMVO) am 13. Oktober im Rahmen der Werkstatträte-Tagung der SPD in Berlin an.

Die neue WMVO soll im Herbst 2015 in Kraft treten. "Damit wird eine langjährige Forderung von Weibernetz und
Mensch zuerst – dem Netzwerk People First Deutschland umgesetzt", freut sich Ricarda Kluge, Projektkoordinatorin des Projekts Frauenbeauftragte in Einrichtungen im Weibernetz und ergänzt: "Es ist toll zu sehen, wie ausgehend von einer Unterschriftenliste von Mensch zuerst im Jahr 2003 über Projekterfahrungen in den Folgejahren die Idee der Frauenbeauftragten so gut ins Rollen kam."

Weibernetz – das Bundesnetzwerk von FrauenLesben und Mädchen mit Beeinträchtigung hat von 2008-2011 ein Pilotprojekt mit Mensch zuerst durchgeführt, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. In dem Projekt wurden erstmals Frauen mit Lernschwierigkeiten zu Frauenbeauftragten ausgebildet. Im aktuellen Folgeprojekt werden nun Trainerinnen mit und ohne Lernschwierigkeiten ausgebildet, um später Frauenbeauftragte in Einrichtungen schulen zu können.

Lesermeinungen zu “Demnächst Frauenbeauftragte in Werkstätten” (2)

Von Reinhard Jankuhn

Die Einführung von Frauenbeauftragten ist grundsätzlich zu begrüßen. Jedoch gehen die Forderungen im Hinblick auf eine Novellierung der WMVO weit darüber hinaus. So wird seit langem gefordert:
- Einführung konkreter Mitbestimmungsrechte für den Werkstattrat.
- Recht des Werkstattrates, eine Vertrauensperson zu benennen, auch wenn diese nicht zum Personal der Werkstatt gehört.
- In Streitfällen, bei denen eine Vermittlungsstelle eingeschaltet wird, soll der Einigungsvorschlag der Vermittlungsstelle für beide Seiten bindend sein.
Ich wüsste gern, ob auch diese Forderungen bei der Überarbeitung der WMVO berücksichtigt werden.

Von Pollis

Ich freue mich sehr rüber wenn es kommt und danke an alle die mit geholfen haben ich hoffe es kommt bald danke eure Petra Groß

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