Hamburger Eltern fordern Qualität für Inklusion

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

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Bild: kobinet/omp

Hamburg (kobinet) In der Entwicklung des Gemeinsamen Lernens an Hamburger Schulen verlangen die Eltern, dass nun endlich Qualität, Verlässlichkeit und eine gute Förderplanung in den Mittelpunkt gerückt werden. Leben mit Behinderung Hamburg begrüßt deshalb die Ankündigung der Schulbehörde, mit Teams von Fachleuten systematisch die Schulen zu besuchen, vor Ort Schwachstellen zu identifizieren, Beratung zu leisten und
gegenseitigen Erfahrungsaustausch herzustellen.

Hamburgs Schulsenator Ties Rabe hatte am 27. Oktober in einer Diskussion mit rund 100 Eltern behinderter Schülerinnen und Schüler diese Pläne in einer Veranstaltung des Elternvereins vorgestellt. Die Eltern fordern jetzt, dass innerhalb der von allen Schulen mit den Schulaufsichten zu treffenden Ziel- und Leistungsvereinbarungen für die nächsten Schuljahre Inklusion einen festen Platz erhalten muss. Die Schulaufsichtsbeamten, die die einzelnen Schulen beraten, müssen selbst Fortbildungen absolvieren.

Martin Eckert, Geschäftsführer des Leben mit Behinderung Hamburg Elternverein erklärte dazu: "Wir erwarten, dass endlich nicht mehr ausschließlich über Ressourcen gestritten wird, sondern an allen Grund- und Stadtteilschulen an der Qualitätsverbesserung gearbeitet wird. Eltern machen derzeit sehr widersprüchliche Erfahrungen. Während viele Lerngruppen erfolgreich und zum Nutzen aller Kinder ob mit oder ohne Behinderung arbeiten, gibt es in anderen Schulen - manchmal sogar schon in der Nachbarklasse - Ratlosigkeit, Überforderung oder das Fehlen von Konzepten. Dies durchaus bei vergleichbarer Ausstattung mit Personal und Räumen."

Die Eltern, die sich regelmäßig bei Leben mit Behinderung Hamburg zum Erfahrungsaustausch und zur gegenseitigen Beratung treffen, erwarten von der Schulbehörde, dass die Erfahrungen der Eltern in die Planung des neuen Visitationsprogramms der Schulbehörde einfließen. Immer wieder wiesen die Eltern die Verantwortlichen darauf hin, dass nach wie vor keine durchgängig gute Förderplanung erfolgt. Teils fehlten die
Förderpläne ganz oder würden nicht mit den Eltern besprochen. Die Eltern fordern, dass an den Schulen volle Transparenz über Fortbildungsanstrengungen der Pädagogen zum Thema Inklusion hergestellt wird. Das Wissen und auch das Engagement der Pädagogen erlebten die Eltern als sehr uneinheitlich.

Die Eltern erwarten von der Hamburger Schulbehörde, dass die Zuteilung von Ressourcen für die einzelne Schule oder Lerngruppe in allen Fällen mit klaren qualitativen Fragen verbunden wird. "Lerngruppen, in denen auf die Verschiedenheit der Kinder nicht mit differenzierten Unterrichtsformen eingegangen wird, werden nicht dadurch erfolgreicher, dass zu dem vielleicht vorhandenen einem Unterrichtshelfer ein zweiter oder dritter hinzukommt", heißt es in einer Presseinformation des Elternverbandes.

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