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Berufliche Inklusion ist ein wichtiger Schlüssel zur Teilhabe

Wappen Bundesland   Freistaat Bayern
Wappen Bundesland Freistaat Bayern
Foto: Gemeinfrei, public domain

MÜNCHEN (kobinet)

Das Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales gibt weitere 1,5 Millionen Euro für 168 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung in Schwabmünchen aus. Die Werkstätten sollen Menschen mit Behinderung dann eine an ihren individuellen Stärken und Fähigkeiten orientierte berufliche Bildung und Beschäftigung ermöglichen. Mit der Modernisierung der Ulrichswerkstätten in Schwabmünchen im Landkreis Augsburg können 168 Arbeitsplätze an zeitgemäße Standards angepasst und damit die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten mit Behinderung wesentlich verbessert werden. Menschen mit Behinderung sollen so zielgerichtet unterstützt und die Weiterentwicklung gefördert werden.

Neues Projekt des Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport (FIBS) fördert Inklusion

Zwei junge Männer stehen an einer Bolderwand und bereiten sich auf ds gemeinsame Klettern vor
Gemeinsam klettern
Foto: FIBS

FRECHEN (kobinet)

Das Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport (FIBS) bietet mit „Buddy-Klettern“ ein innovatives Freizeitangebot für die Region Köln, Bonn. Das Projekt bringt Menschen mit und ohne Behinderungen in Kletter-Tandems zusammen, um gemeinsam den Sport zu erleben, Vertrauen aufzubauen und soziale Barrieren abzubauen. Das Konzept ist einfach und wirkungsvoll: Ein „Buddy-Team“ besteht aus einer Person, die Unterstützung benötigt, und einer, die diese geben kann. Im Vordergrund steht dabei nicht ein therapeutischer Aspekt, sondern die gemeinsame Freude an der Bewegung und das gemeinschaftliche Erfolgserlebnis in der Kletterhalle. Für das „Buddy-Klettern“ werden ab sofort interessierte Menschen mit und ohne Behinderungen aus der Region gesucht. Klettererfahrung ist nicht erforderlich.

Geld für mehr Teilhabe erreicht arme Kinder kaum

Geldscheine
Geldscheine
Foto: Gerhard Bartz

FRANKFURT am Main (kobinet)

Wie die jüngste Analyse der Bertelsmann Stiftung belegt, kommen die Leistungen des Bildungs- und Teilhabepaketes für soziale und kulturelle Teilhabe auch 15 Jahre nach ihrer Einführung kaum bei den jungen Anspruchsberechtigten an. Demnach erhalten bundesweit mehr als acht von zehn anspruchsberechtigten Kindern und Jugendlichen, die Grundsicherung nach dem Sozialgesetzbuch II beziehen, den monatlichen Teilhabebetrag von 15 Euro nicht. Nach den Berechnungen der Stiftung nehmen von den 6- bis unter 15-jährigen Betroffenen lediglich rund 18 Prozent die Leistung in Anspruch. In Hessen und Thüringen ist der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die den Teilhabebetrag tatsächlich nutzen, sogar noch geringer. Dieser Verband hat sich die aktuelle Lage in beiden Bundesländern angesehen und veröffentlicht dazu folgende Einschätzung:

Es geht nicht um Charity, es geht um Menschenrechte

Mann mit dunklem Jacket und weißem Hemd steht an einem Rednerpult und zeigt mit der linken in Richtung Zuhörer
Jürgen Dusel beim Gesundheitskongress bei den Special Olympics Nationalen Saarland 2026
Foto: SOD/ Sascha Klahn

FRECHEN (kobinet)

Der Behindertenbeauftragter der Bundesregierung Jürgen Dusel bezeichnet sich selbst als großer Fan von Special Olympics in Deutschland und international. Im Gespräch mit Hartmut Augustin erklärt er, dass er bei der gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung Handlungsbedarf sieht.

Fußballer bereiten sich auf Bayerisches Fußball-Finale vor

Rasenfläche auf der Männer in hellen und in dunklen Trikots Fußball spielen
Bei den Vorrunde im Spiel der KJF Werkstätten Straubing gegen die Regener Werkstätten der Lebenshilfe Deggendorf
Foto: Lebenshilfe Bayern – Andreas Schmittner

MÜNCHEN (kobinet)

Am 1. August 2026 ist um 10.30 Uhr auf dem Sportgelände des 1. FC 1920 Sand am Main in Unterfranken Anpfiff für das bayerischen Finale des landesweiten Fußballturnier 2026 für Menschen mit Behinderungen. Das Fußballturnier startete im Mai, Juni und Juli mit Vorrunden in Ruhmannsfelden, Hammelburg und Ursberg. Daran haben rund 35 Teams aus ganz Bayern teilgenommen. In den Vorrunden haben sich jeweils die ersten beiden Teams der verschiedenen Ligen für das Finale qualifiziert. Das findet nun mit 12 Teams in Sand am Main statt.

Klares Signal gegen geplante Kürzungen in der Eingliederungshilfe

Logo Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Baden-Württemberg
Logo Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Baden-Württemberg
Foto: Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Baden-Württemberg e.V.

MANNHEIM / STUTTGART (kobinet)

Der Bundesbehindertenbeauftragte Jürgen Dusel hatte gestern die Individualhilfe INDi e. V. in Heidelberg besucht und sich vor Ort ein Bild von der Arbeit zugunsten von Menschen mit Behinderungen gemacht. Im Mittelpunkt des Besuchs standen dabei auch die geplanten Änderungen im Bereich der Eingliederungshilfe, insbesondere die drohende Umkehr des Regel-Ausnahme-Verhältnisses sowie Einschränkungen beim Wunsch- und Wahlrecht. Vertreterinnen und Vertreter des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Baden-Württemberg, von INDi sowie der Bundesbehindertenbeauftragte selbst bezogen deutlich Position.

Carsten Linnemann wird neuer Bundesgesundheitsminister

Carsten Linnemann
Linnemann_Carsten
Foto: Tim Hoffmann – CDU

Berlin (kobinet)

Anfang Mai 2025 hat Nina Warken das Amt als Bundesgesundheitsministerin angetreten. Gut ein Jahr nach der Übernahme dieses Ministeriums ist schon wieder Schluss. Im Rahmen der Kabinettsumbildung als Folge der Neubesetzung der Position des Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU Bundestagsfraktion, die bisher Jens Spahn inne hatte, wechselt Nina Warken nun als Kanzleramtschefin ins Bundeskanzleramt. Ihr Nachfolger als Gesundheitsminister soll der bisherige CDU Generalsekretär Carsten Linnemann werden.

Mehr Transparenz: Erstmals Daten zur Erfüllung der Beschäftigungspflicht aller Unternehmen in Österreich veröffentlicht

Fahne von Österreich
Fahne von Österreich
Foto: public domain

Wien (kobinet)

Was in Deutschland anscheinend nicht möglich ist und Selbstvertretungsorganisationen behinderter Menschen sich seit längerem wünschen, scheint in Österreich ohne größere Probleme öglich zu sein. „Die Republik Österreich hat erstmals Daten veröffentlicht, die einen neuen Einblick in die Umsetzung des Behinderteneinstellungsgesetzes ermöglichen. Der Datensatz zeigt, welche Unternehmen beschäftigungspflichtig sind und ob und in welchem Ausmaß sie ihre gesetzliche Beschäftigungspflicht erfüllen“, heißt es in einem Bericht des österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS.

Neue kostenlose Webinare und Sprechstunden für Kleinstunternehmen zur Umsetzung digitaler Barrierefreiheit

Logo Bundesfachstelle Barrierefreiheit bei der Knappschaft Bahn See
Logo Bundesfachstelle Barrierefreiheit bei der Knappschaft Bahn See
Foto: Bundesfachstelle Barrierefreiheit bei der Knappschaft Bahn See

Berlin (kobinet)

Im Rahmen der Beratung zum Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) bietet die Bundesfachstelle „Barrierefreiheit“ seit Juli 2026 kostenfreie Webinare und Sprechstunden für Kleinstunternehmen an. Kleinstunternehmen sind zwar gesetzlich nicht verpflichtet, ihre digitalen Angebote barrierefrei zu gestalten.Doch verschafft digitale Barrierefreiheit Unternehmen mehr Reichweite, neue Kunden und höhere Wettbewerbsfähigkeit.

Jürgen Dusel kritisiert Pläne für Attestpflicht ab erstem Krankheitstag

Sharepic von Jürgen Dusel mit Kritik an Krankschreibung ab dem ersten Arbeitstag
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Foto: Behindertenbeauftragter der Bundesregierung

Berlin (kobinet)

„Für viele Diskussionen hat die Entscheidung des Koalitionsausschusses gesorgt, eine Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag einführen zu wollen. Bisher gilt die gesetzliche Regelung, dass Beschäftigte ab dem vierten Tag ihrer Arbeitsunfähigkeit eine Bescheinigung von einer Arztpraxis brauchen. Die neue Regelung ist noch nicht beschlossen, sondern vorerst eine Vereinbarung zwischen den Koalitionsfraktionen. Wie die Änderung im Gesetz genau gestaltet werden soll, ist noch offen. Jürgen Dusel sieht in dem Vorschlag eine zusätzliche Belastung für Menschen mit Behinderungen. Unabhängig davon, ob die Arbeitsunfähigkeit auf der Behinderung beruht oder nicht, erschweren Barrieren im Gesundheitssystem das Aufsuchen einer Arztpraxis. Zudem würden dadurch Arzttermine für wichtige Behandlungen fehlen.“ Darauf weist der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, in einem aktuellen Facebook-Post hin.

VdK veröffentlicht Bewertung zum Dialogprozess Eingliederungshilfe

Logo VdK Deutschland
Logo VdK Deutschland
Foto: VdK Deutschland

Berlin (kobinet)

Der Sozialverband VdK Deutschland hat eine ausführliche Bewertung zu den Ergebnissen des Dialogprozesses Eingliederungshilfe aus seiner Sicht veröffentlicht. Die Analyse ist auf der Website des Verbands abrufbar. Die Bewertung des VdK beleuchtet die Ergebnisse dieses Prozesses und ordnet sie aus Sicht des Verbandes ein.

Deutscher Preis für Audiostories wird 2026 nicht verliehen

headphones, retro headphones, akg headphones
headphones, retro headphones, akg headphones
Foto: kinkates In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Berlin (kobinet)

Wie der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) mitteilte, wird in diesem Jahr keine Verleihung des Deutschen Preises für Audiostories stattfinden. Hintergrund ist der Ausstieg der Film- und Medienstiftung NRW (FMS) aus der Trägerschaft des ehemaligen Hörspielpreises der Kriegsblinden. Nach mehr als 30 Jahren zieht sich die Stiftung zudem auch aus der Umsetzung des Preises zurück. Als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation ist der DBSV nicht in der Lage, die alleinige Trägerschaft zu übernehmen – der Verband kann die Veranstaltung ohne weitere Partner weder finanziell noch personell umsetzen.

Neue Studie zu Wohngeldkürzungen, die vor allem Menschen in Rente, Familien mit Kindern und Geringverdienende treffen

Logo Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V.
Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V.
Foto: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V.

Berlin (kobinet)

Die von der Bundesregierung geplanten Kürzungen beim Wohngeld würden vor allem Familien mit Kindern, Erwerbstätige mit niedrigen Einkommen und Rentner*innen mit kleinen Renten treffen. Das zeigt eine neue Kurzexpertise der Paritätischen Forschungsstelle. 70 Prozent der Bevölkerung im Wohngeld lebt in Haushalten mit Kindern. Nicht einmal vier Prozent der Wohngeld-Beziehenden sind arbeitslos. 22 Prozent sind hingegen erwerbstätig und 15 Prozent befinden sich im Ruhestand. Die größte Gruppe stellen mit 37,5 Prozent Kinder. Die geplanten Kürzungen beim Wohngeld treffen demzufolge vor allem Haushalte mit Kindern sowie Menschen mit niedrigen Erwerbseinkommen und bzw. niedrigen Renten.

Je hitzegefährdeter wir alle miteinander, desto gefühlskälter untereinander?

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet)

Beinahe schon verzweifelt wünsche ich mir, mich zu täuschen, suche nach Anhaltspunkten, dass dem nicht so ist. Innerhalb der „Community“ und unter BehindertenaktivstInnen. Doch vernehme ich von da gerade kein Zeichen der Betroffenheit. Hallo Leute, rufe ich verzweifelt, sind denn unter euch nicht welche, denen es ähnlich geht wie mir? Die leiden „wie die Hunde“, verschmachten unter „kriminellen Temperaturen“, die für nicht wenige tatsächliche lebensbedrohlich sind. Ist wirklich niemand von euch ebenso wie ich geschockt durch das, was an Katastrophe und menschlichen Dramen sich hier abspielt und an womöglich „Schlimmerem“ uns erst bevorsteht?

Allianz Arena in Farben des Disability Pride Month

Beleuchtete Allianz Arena
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Foto: Bernd Ducke

München (kobinet)

Der FC Bayern München lässt seine Allianz Arena anlässlich des erstmals in München stattfindenden „Disability Pride Month“ am Freitag, den 24. Juli 2026 von 21:00 bis 23:00 Uhr in den entsprechenden Farben erstrahlen. Darauf hat die Behindertenbeauftragte der Stadt München, Daniela Maier, die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht: „Rot steht für körperliche Behinderungen, Gelb für kognitive Behinderungen, Weiß repräsentiert nicht sichtbare Behinderungen, Blau symbolisiert psychische Einschränkungen, Grün eingeschränkte Sinneswahrnehmungen und Schwarz erinnert an Menschen, die aufgrund von Benachteiligung gestorben sind. Es ist ein sichtbares Zeichen für Respekt, Selbstbestimmung und eine inklusive Gesellschaft. Mit der Landeshauptstadt München setzt der Deutsche Meister damit ein deutliches Signal: Menschen mit Behinderungen gehören selbstverständlich zur Mitte der Gesellschaft – auch im Sport und im Stadion“, heißt es auf der Internetseite des FC Bayern München.

Wissen zur beruflichen Teilhabe auf den Punkt gebracht

Stapel  der zwanzig REHADAT kompakt Ausgaben
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Foto: REHADAT

BERLIN (kobinet)

Mit der neuen Ausgabe zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) erscheint die 20. Ausgabe von REHADAT-kompakt. Seit Ende 2021 bereitet die Reihe komplexe Themen der beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen kurz, verständlich und praxisnah auf – kostenlos und barrierefrei. Die Reihe richtet sich an Menschen mit Behinderungen, Arbeitgebende, Personalverantwortliche, Schwerbehindertenvertretungen, Betriebsärztinnen und -ärzte sowie Beratungsstellen. Statt langer Texte liefert sie einen schnellen Überblick, konkrete Schritte für die Praxis und Verweise auf die REHADAT-Portale. Alle Ausgaben von REHADAT-kompakt sind unter diesem Link nachzulesen.

Wir sollten weiter in Sachen Barrierefreiheit sein

Sharepic des VdK RLP zur Mondlandung 1969 und zu Barrieren heute
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Foto: VdK RLP

Mainz (kobinet)

Zu seinem 80jährigen Bestehen hat der Sozialverband VdK Rheinland-Pfalz mit einem Sharepic auf Facebook die Situation in Sachen Barrierefreiheit in Deutschland auf den Punkt gebracht. „80 Jahre VdK RLP – wir sind vorangekommen, aber nicht am Ziel. 1969 landet der Mensch auf dem Mond. Ein riesiger Schritt für die Menschheit. Und heute? Menschen im Rollstuhl scheitern noch immer an Bahnsteigen, Stufen und fehlender Unterstützung. Das ist kein technisches Problem – das ist eine Frage des Willens. Seit 1946 setzen wir uns als VdK Rheinland-Pfalz unermüdlich dafür ein, dass Teilhabe selbstverständlich wird. Wenn wir zum Mond fliegen können, sollten wir auch barrierefreie Mobilität schaffen“, heißt es vonseiten des VdK Rheinland-Pfalz auf Facebook. Dass dieser Wille zur Barrierefreiheit auf Erden immer noch nicht sonderlich ausgeprägt ist, zeigte zuletzt der scharf kritisierte Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetz. Dieses soll nach der Sommerpause des Bundestages verabschiedet werden.

Raul Krauthausen: Wir sind nicht eure Forschungsobjekte

Sharepic von Raul Krauthausen: Wir sind nicht eure Forschungsobjekte
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Foto: Raul Krauthausen

Berlin (kobinet)

Mit einem auf Facebook verbreiteten Sharepic mit dem Titel „Wir sind nicht eure Forschungsobjekte“ bringt Raul Krauthausen eine Stimmung zum Ausdruck, die sich verstärkt unter behinderten Menschen und ihren Selbstvertretungsorganisationen breit macht. „Täglich erreichen mich Umfragen über Umfragen von nicht-behinderten Studierenden, die von mir alles über Behinderung, Pflege, Therapie usw. wissen wollen. Gut gemeint? Möglich. Aber auch nervig. Denn gut gemacht geht oft anders. Wissenschaft ist keine Einbahnstraße und Expert*innenwissen nicht immer kostenlos. Wenn Betroffene an den Umfragen nicht mitwirken wollen, sind sie dann Spielverderber*innen? Es braucht mehr Austausch darüber, mehr Zugänglichkeit zu den Ergebnissen. Welche Ergebnisse einer wissenschaftlichen Umfrage, an der ich teilgenommen habe, erhielt ich zugeschickt? So gut wie keine! Und von denen, die ich bekam, überraschten mich die Ergebnisse nur selten“, beschreibt Raul Krauthausen seine Erfahrungen der letzten Jahre auf Facebook.

Petition: Barrierefrei zum Arzt

Bild zur Petition Barrierefrei zum Arzt, jetzt!
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Foto: Evi Gerhard

Würzburg (kobinet)

Evi Gerhard und die Offene Behindertenarbeit (OBA) der Diakonie Würzburg haben auf der Petitionsplattform innnit vor einigen Wochen eine Petition gestartet. Sie trägt den Titel „Gesundheitsversorgung barrierefrei! Keine Menschenleben mehr gefährden – Barrierefrei zum Arzt, Jetzt!“ Neben der Möglichkeit der Online-Zeichnung hat Evi Gerhard nun auch Unterschriftenlisten ins Internet eingestellt, mit denen entsprechende Unterschriften als Ergänzung zur Online-Zeichnung gesammelt werden können.

Inklusion Nord kritisiert fehlende Barrierefreiheit im Freibad Blumenthal

Daumen unten
Daumen unten
Foto: Irina Tischer

Bremen (kobinet)

Der Verein Inklusion Nord kritisiert die geplante Aufwertung des Freibades Blumenthal in Bremen, da grundlegende Maßnahmen zur Barrierefreiheit nicht berücksichtigt werden. Der Verein zeigt sich verwundert über die Planung, die neue Angebote und Verbesserungen für das Bad vorsehe, ohne Barrierefreiheit als Grundlage einzubeziehen.

Weitere Unterstützung der lokalen Tafeln

Zeichnung mit Köchen und Kellnern mit Kochgeschirr in den Händen
Zeichnung mit Köchen und Kellnern mit Kochgeschirr in den Händen
Foto: Pixabay/GraphicMama-team

DÜSSELDORF (kobinet)

Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen unterstützt die Arbeit der rund 173 lokalen Tafeln im Jahr 2026 mit einer Förderung in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro. Die Mittel sollen die Tafeln dabei unterstützen, ihre wichtige Arbeit für Menschen in schwierigen Lebenslagen fortzuführen und ihre Angebote vor Ort aufrechtzuerhalten. Die Tafeln sind in vielen Städten inzwischen mehr als reine Orte der Lebensmittelverteilung. Zunehmend bieten sie auch Freizeitangebote wie ein gemeinsames Frühstück oder Ferienangebote für Kinder an oder haben offene Sprechstunden und leisten so einen wichtigen Beitrag zur sozialen Teilhabe.

Wegweiser zu barrierefreien Orten in Leipzig

Gewandhaus Leipzig
Gewandhaus Leipzig
Foto: H. Smikac

LEIPZIG (kobinet)

Mit der Online-Plattform „Wegweiser barrierefreie Orte in Leipzig“ stehen Informationen zur barrierefreien Zugänglichkeit von öffentlichen Gebäuden und öffentlichen Orten in Leipzig zur Verfügung. „Wir finden dieses Angebot der Stadt Leipzig super! Es ermöglicht mobilitätseingeschränkten Menschen mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und leistet damit einen Beitrag zur Prävention von Diskriminierungen“, sagt Janek Lassau für das Antidiskriminierungsbüro Sachsen zu dieser Plattform, die über diesen Link zu erreichen ist.

Geplante Reform droht zentrale Ansprüche von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen einzuschränken

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: VdK Bayern

Berlin (kobinet)

Das Bundeskabinett berät am heutigen Mittwoch, den 22. Juli 2026, über das Erste Gesetz zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe, das Rechte und Leistungen der Eingliederungshilfe für alle jungen Menschen mit Behinderung zusammenführen soll. Der Sozialverband VdK Deutschland warnt: Die geplante Kinder- und Jugendhilfereform droht zentrale Ansprüche von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen einzuschränken. Auch die inklusive Lösung könnte in ihrer Umsetzung an Ausnahmeregelungen und fehlendem Geld scheitern.

Haftungsregelungen für E-Roller verschärft

Auf dem Gehweg liegender E-Roller
Auf dem Gehweg liegender E-Roller
Foto: BIZEPS

Berlin (kobinet)

Am 9. Juli 2026 hat der Deutsche Bundestag neue Haftungsregeln für E-Roller beschlossen. Mit der Einführung einer Halterhaftung sowie einer Gefährdungshaftung für Fahrende wird eine langjährige Gesetzeslücke geschlossen – ein Erfolg, für den sich der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) seit Jahren eingesetzt hat, wie der Verband in seinem Newsletter dbsv-direkt schreibt. „Für blinde und sehbehinderte Menschen bedeutet das eine wichtige Verbesserung: Wer über einen falsch abgestellten oder herumliegenden E-Roller stürzt, kann künftig leichter Schadensersatz geltend machen. Bislang scheiterte dies häufig daran, dass sie nicht nachweisen konnten, wer die ‚Stolperfalle‘ verursacht hatte.“

ENIL Freedom Drive findet vom 29. September bis 1. Oktober 2026 in Brüssel statt

Bild vom Freedom Drive mit protestierenden behinderten Menschen
Bild vom Freedom Drive mit protestierenden behinderten Menschen
Foto: ENIL

Brüssel (kobinet)

Bereits zum zwölften Mal findet vom 29. September bis zum 1. Oktober der ENIL Freedom Drive in Brüssel statt. Das Europäische Netzwerk zum selbstbestimmten Leben behinderter Menschen (ENIL) führt in dieser Zeit eine Reihe von Veranstaltungen und Demonstrationen in Brüssel statt, um ihren Forderungen für Gleichstellung und Selbstbestimmung Nachdruck zu verleihen. Im Jahr 2003 fand der erste Freedom Drive in Strassburg statt.

Zuwachs bei den kobinet-nachrichten: Der kobinet Auto-Redakteur stellt sich vor

Test
Test
Foto: Test

Berlin (kobinet)

Von vielen kobinet-Leser*innen aufgrund des weitgehend reibungslosen Ablaufs unbemerkt, fand am 17. Juli 2026 bei den kobinet-nachrichten eine Systemumstellung mit einigen Neuerungen vor allem für die interne Redaktionsarbeit statt. Die größte Entlastung dürfte dabei für die rein ehrenamtlich Aktiven bei den kobinet-nachrichten der neue kobinet Auto-Redakteur sein. Eine verbesserte Technik sowie die Nutzung Künstlicher Intelligenz ermöglichen es zukünftig hoffentlich mehr Nachrichten schneller zu veröffentlichen. Tom Kallmayer, der unermüdliche kobinet-Tüfftler und Techniker beschreibt in Beiträgen, die vom kobinet Auto-Redakteur gestaltet werden, was es damit auf sich hat.

Über 70.000 Unterschriften gegen Kürzungen bei der Schulbegleitung in Hamburg

Bild zur Petition gegen Kürzungen bei der Schulbegleitung in Hamburg
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Foto: change.org

Hamburg (kobinet)

Eine Petition gegen geplante Kürzungen bei der Schulbegleitung in Hamburg hat innerhalb kurzer Zeit über 70.000 Unterstützer*innen gewonnen. Initiatorin Nicole Singh verweist in einem Update auf change.org auf wachsenden Protest in der Stadt: Eltern, Lehrkräfte und Betroffene wehren sich gegen die Pläne. So berichte die Mutter Sandra Brunner im ZDF, dass künftig eine FSJ-Kraft drei Kinder gleichzeitig betreuen solle – statt wie bisher eines. Das bedeute nur noch ein Drittel der bisherigen Unterstützung.

Ninia LaGrande weist auf Barrierefreiheit und auf Checklisten hin

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet)

„Egal ob Theater, Messen oder Fachausstellungen: Barrierefreiheit ist wichtig, damit alle Menschen an Veranstaltungen teilhaben können. Wie das funktioniert, zeigt Ninia LaGrande im Video! Was ist für euch wichtig? Mehr Infos gibt es in unseren Barrierefreiheit‑Checklisten: https://www.bmas.de/DE/Soziales/Teilhabe-und-Inklusion/Bundesinitiative-Barrierefreiheit/Checklisten/checklisten.html„, so heißt es in einem Video mit Ninia LaGrande, das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales auf Facebook gepostet wurde.

Bürgerbefragung zur Pflege in Hessen

Flagge von Hessen
Flagge von Hessen
Foto: public domain

Wiesbaden (kobinet)

Unter dem Titel „Hessen hört zu: Pflege – Was sagen Sie?“ hat das Hessische Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege zwischen November 2025 und Januar 2026 eine landesweite Befragung der Bürgerinnen und Bürger durchgeführt. Diese Umfrage diente dazu, konkrete Verbesserungsvorschläge zu ermitteln sowie die Einschätzungen und Erfahrungen der Bevölkerung mit den aktuellen Beratungs- und Pflegeangeboten in Hessen zu erfassen. Die Ergebnisse stehen ab sofort auf der Website des Ministeriums als Download bereit.

Staatliche Kürzungen treffen 436.000 Menschen

Rote Weste mit schwarzem Herz und schwarzen Händen, die das Herz halten
Rote Weste mit schwarzem Herz und schwarzen Händen, die das Herz halten
Foto: Pixabay/Alexas_Fotos

BERLIN (kobinet)

Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, verweist anlässlich der Veröffentlichung seines Jahresberichts 2025 darauf hin, dass sich Deutschland zunehmend aus seiner internationalen Verantwortung zurückzieht, während die Zahl der Menschen in humanitärer Not weltweit steigt. Trotz einer anhaltend hohen privaten Spendenbereitschaft musste das Hilfswerk seine Unterstützung für 436.000 Menschen einstellen, weil staatliche Fördermittel deutlich zurückgegangen sind.

SoVD rät: Pflegegrad vor Pflegereform 2027 beantragen

Logo Sozialverband Deutschland
sovd
Foto: Sozialverband Deutschland

Hannover (kobinet)

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen rät Betroffenen, einen Pflegegrad oder eine Höherstufung noch vor Inkrafttreten der geplanten Pflegereform zu beantragen. Ab 2027 könnten die Voraussetzungen für die Pflegegrade 1 und 2 verschärft und die Begutachtung strenger ausfallen, falls der aktuelle Gesetzesentwurf von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (SPD) so umgesetzt wird.

Zeit für den großen Wurf – AGG Reform Jetzt!

Frisbee mit der Aufschrift: Zeit für den großen Wurf: AGG Reform Jetzt!
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Foto: Natalie Rosenke

Berlin (kobinet)

In den letzten Jahren hat sich das Bündnis AGG Reform Jetzt! immer wieder an Bundestagsabgeordnete und Verantwortliche für die bereits 2021 versprochene Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) gewandt. Nun, da das Gesetzgebungsverfahren für die Reform in den Bundestag eingebracht wurde und nach der Sommerpause zur Anhörung kommen dürfte, hat sich Natalie Rosenke vom Bündnis AGG Reform Jetzt! etwas Besonderes ausgedacht. Im Namen des Bündnisses schickte sie Frisbee-Scheiben mit der Aufschrift „Zeit für den großen Wurf: AGG Reform Jetzt!“ an die zuständigen Bundestagsabgeordneten und Akteur*innen. Dass ein großer Wurf Not tut, das hat sich bereits bei der ersten Lesung des Gesetzentwurfs zur Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) im Bundestag gezeigt. Bisher beschränkt sich die Bundesregierung auf kleine aufgrund von EU-Vorschriften nötige Verbesserungen statt eine ehrgeizige Reform des Diskriminierungsschutz voranzutreiben.

Hybrides Erzählcafé mit Philipp Jeschke zum Thema Ableismus

Plakat zum Erzählcafé am 28. Juli 2026
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Foto: Allerwelthaus Köln

Köln (kobinet)

„Im Allerweltshaus Köln gibt es viele Menschen mit interessanten Geschichten. Beim Erzählcafé kommen sie zusammen, um in gemütlicher Atmosphäre zu erzählen, zuzuhören und ins Gespräch zu kommen. Jeder ist willkommen, der seine Erlebnisse, Gedanken und Fragen teilen möchte – zu Themen, die uns alle beschäftigen. Diesmal berichtet Philipp Jeschke von seinen Erfahrungen mit Ableismus und davon, wie er selbst aktiv dagegen vorgeht. Ableismus ist der Begriff für die Diskriminierung von Menschen mit Behinderung. Er zeigt sich in Vorurteilen und diskriminierenden Verhaltensweisen, aber auch in gesellschaftlichen Strukturen, die Menschen mit Behinderung von vielen Bereichen des Lebens ausschließen oder ihre Teilhabe erschweren.“ So heißt es in der Ankündigung der Veranstaltung des Erzählcafés am 28. Juli 2026 um 19:00 Uhr im Allerweltshaus Köln, Geisselstraße 3-5, 50823 Köln, an dem man auch online per Zoom-Meeting teilnehmen kann.

Abweisung der Klage für barrierefreie Bahnangebote sorgt auch in Österreich für Aufmerksamkeit

Person, die Rollstuhl nutzt vor Stufe am Zug
Person, die Rollstuhl nutzt vor Stufe am Zug
Foto: SoVD NRW

Wien (kobinet)

Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat vor kurzem einen Rechtsstreit in Sachen Barrierefreiheit bei der Deutschen Bahn (DB) verloren. Diese Entwicklung sorgt auch in Österreich für Aufmerksamkeit. „Die ISL wollte erreichen, dass Ein- und Ausstiegshilfen nach entsprechender Voranmeldung zu allen Zeiten zur Verfügung gestellt werden, zu denen Züge rollen. Zwei Verwaltungsgerichte in Berlin gaben jedoch der Gegenseite Recht“, heißt es in einem Bericht des in Wien erscheinenden Onlinenachrichtendienstes BIZEPS.

Kein Zufall: Wie die AfD über Menschen mit Behinderungen spricht

Logo: Die Neue Norm
Logo: Die Neue Norm
Foto: BR

Berlin (kobinet)

„Kein Zufall: Wie die AfD über Menschen mit Behinderungen spricht“, so lautet der Titel eines aktuellen Beitrags von Nicole Schmitt, der am 20. Juli 2026 auf der Plattform Die Neue Norm veröffentlicht wurde. „Die AfD spricht von ‚gesunden Gesellschaften‘ und meint damit eine Gesellschaft ohne Menschen mit Behinderungen. Autorin Nicole Schmitt hat sich die neue Analyse des Deutschen Instituts für Menschenrechte angeschaut, die zeigt, wie tief diese Ideologie sitzt und warum wir gerade jetzt hinschauen müssen“, heißt es in der Ankündigung des Beitrags.

Nur wenn wir gemeinsam an einem Tisch sitzen, können wir echte Veränderungen erreichen

Publikum beim Randgruppenkrawall 2026 in München
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Foto: Ella Don

München (kobinet)

Nach dem Protest ist vor dem Protest. Erst am 18. Juli 2026 fand in München der Randgruppekrawall statt. Unter dem Motto „Wir sind stolz und wir sind laut! Barrieren werden abgebaut!“ geht es am 24. Juli 2026 weiter. Der Behindertenbeirat der Landeshauptstadt München ruft für diesen Tag um 15:00 Uhr zu einer Demonstration am Odeonplatz für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auf. Doch zuvor blickt Nancy Frind in einem Bericht für die kobinet-nachrichten auf die Veranstaltung zum Randgruppenkrawall am vergangenen Samstag, den 18. Juli 2026, in ihrem Bericht zurück. Für Nancy Frind ist klar: „nur wenn wir gemeinsam an einem Tisch sitzen, können wir echte Veränderungen erreichen.“

VdK Bayern fordert schnelle und verbindliche Einführung des Gehörlosengelds

Logo Sozialverband VdK Bayern e.V.
Logo Sozialverband VdK Bayern e.V.
Foto: Sozialverband VdK Bayern e.V.

Berlin (kobinet)

Der Sozialverband VdK Bayern begrüßt, dass das im Koalitionsvertrag von CSU und Freien Wählern vereinbarte Gehörlosengeld in Bayern erneut diskutiert wird. Zuletzt war die Umsetzung im Doppelhaushalt 2026/2027 ausgeblieben. Die jüngsten Äußerungen aus der Fraktionsklausur von CSU und Freien Wählern wirft jedoch mehr Fragen auf, als sie beantworten, so der Verband.

Frist zur Barrierefreiheit im Personnahverkehr soll gestrichten werden

Symbol Paragrafenzeichen
Symbol Paragrafenzeichen
Foto: omp

Berlin (kobinet)

Der Sozialverband VdK Deutschland hat den Beschluss des Bundeskabinett vom 15. Juli 2026 zum Bürokratieabbau im Verkehrsbereich kritisiert (siehe kobinet-Bericht vom 19. Juli 2026) und auch von der LIGA Selbstvertretung hagelt es Kritik an dem Vorhaben der Bundesregierung. Im Zentrum der Kritik steht dabei, dass die im Personenbeförderungsgesetz (PBefG) verankerte Frist zur Herstellung vollständiger Barrierefreiheit im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) – ursprünglich zum 1. Januar 2022 – gestrichen wird. Verena Bentele hat dazu erklärte: „Die Bundesregierung nimmt sich damit selbst aus der Pflicht. Das ist kein Bürokratieabbau, sondern ein Rückzug aus der Verantwortung. Wenn eine Bundesregierung selbst schreibt, vollständige Barrierefreiheit sei zwar schön, aber nicht realistisch, dann gibt sie ein gesetzlich verbrieftes Recht faktisch auf. Das ist ein Armutszeugnis für ein Land, das sich zur UN-Behindertenrechtskonvention bekennt.“ kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hat sich den vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetzentwurf und vor allem die kritisierten Passagen und Begründungen angeschaut und dokumentiert diese.

Wir sind stolz und wir sind laut! Barrieren werden abgebaut: Demo am 24. Juli 2026 in München

drei rote Ausrufezeichen
drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

München (kobinet)

Unter dem Motto „Wir sind stolz und wir sind laut! Barrieren werden abgebaut!“ ruft der Behindertenbeirat von München für Freitag, den 24. Juli 2026 um 15:00 Uhr zu einer Demonstration am Odeonplatz für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auf. Darauf und auf eine Reihe weiterer Veranstaltungen, die im Juli 2026 in München im Rahmen des Disability Pride Month in München stattfinden, hat die ehrenamtliche Behindertenbeauftragte der Stadt München, Daniela Maier, die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.

Barcamp der Aktion Mensch zum Thema Inklusion: Wege von der Schule in den Beruf am 13. Oktober 2026

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Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) (kobinet)

Wie gelingt jungen Menschen ein guter Übergang von der Schule in den Beruf? Und was braucht es, damit dieser Übergang auch für junge Menschen mit Behinderung selbstverständlich und erfolgreich verläuft?Diese Fragen möchte die Aktion Mensch gemeinsam mitExpert*innenaus Praxis, Forschung, Bildung, Unternehmen, Verbänden und Selbstvertretung diskutierenund gemeinsam an Lösungen arbeiten.Dazu lädt diese zumBarcamp mit dem Titel „Inklusion: Wege von derSchulein denBeruf“ am 13. Oktober 2026 von10:00 –17:00 Uhrin die Geschäftsstelle der Aktion Mensch in der Heinemannstraße 36 in 53175 Bonnein.