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Juli ist Disability Pride Month: Wie stelle ich mir die Disability Pride Flag vor

Sharepic mit Jennifer Sonntag und der Disability Pride Flagge
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Foto: Jennifer Sonntag

Halle (kobinet)

Im Juli wird traditionell der Disability Pride Month begangen. Dabei zeigen behinderte Menschen Flagge für ihre Rechte, ihre Selbstbestimmung und mehr Sichtbarkeit in der Gesellschaft. In den USA wird im Juli seit vielen Jahren der Unterzeichnung des Americans with Disabilities Act vom 26. Juli 1990 als wichtiges Antidiskriminierungsgesetz für behinderte Menschen gedacht und für die Rechte behinderter Menschen demonstriert. Auch in Deutschland haben dieses Jahr eine Reihe von Aktionen im Zusammenhang mit dem Disability Pride Month stattgefunden. Jennifer Sonntag hat sich als blinde Journalistin Gedanken zum Disability Pride Month gemacht und dazu einen Beitrag auf Facebook veröffentlicht, der auch Bezug auf den Anschlag auf den CSD in Berlin nimmt und den die kobinet-nachrichten im Folgenden mit einem Dank an Jennifer Sonntag veröffentlichen.

20 Jahre Begleitete Elternschaft bei MOBILE in Dortmund

Logo: MOBILE Dortmund
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Foto: MOBILE

Dortmund (kobinet)

Seit 20 Jahren bietet der Verein MOBILE – Selbstbestimmtes Leben Behinderter in Dortmund Begleitete Elternschaft an. Das Unterstützungsangebot richtet sich an Eltern mit Lernschwierigkeiten, psychischen Belastungen oder Behinderungen ihrer Kinder, um ein Zusammenleben als Familie zu ermöglichen. Die Kosten werden in der Regel von der Jugendhilfe oder der Eingliederungshilfe getragen.

Selbst Aktiv fordert Ausbau demokratischer Rechte behinderter Menschen

Bild von der Aktion für ein inklusives Sachsen-Anhalt zur Landtagswahl 2026
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Foto: Selbst Aktiv

Hannover / Magdeburg (kobinet)

Anlässlich der anstehenden Wahlen in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern hat die Arbeitsgemeinschaft Selbst Aktiv der Menschen mit Behinderungen in der SPD am 25. Juli 2026 in Magdeburg eine bundesweite Aktion für Barrierefreiheit, für eine inklusive Gesellschaft und für volle politische Teilhabe durchgeführt. Rund 40 politische Multiplikator*innen trafen sich, um im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention für den Ausbau demokratischer Rechte behinderter Menschen zu werben.

Menschen mit Behinderungen dürfen nicht vergessen werden

Logo handicap international
Logo handicap international
Foto: handicap international

BERLIN (kobinet)

Die gemeinnützige Hilfsorganisation Handicap International (HI) hat im Jahr 2025 drei Millionen Menschen in 58 Ländern geholfen. Im Fokus der Arbeit standen besonders die Versorgung von Menschen mit Behinderungen und von Schwerverletzten im Krieg, bei Katastrophen oder in Flüchtlingslagern sowie die Minenräumung. Die Rahmenbedingungen werden dabei immer herausfordernder und die Sorge angesichts sinkender Förderungen öffentlicher Geldgeber wächst. Weltweit zunehmende Kriege und Vertreibungen sowie die abnehmende Unterstützung öffentlicher Geldgeber für die weltweite humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit bestimmten die Arbeit von Handicap International. In diesem Spannungsfeld werden Menschen mit Behinderungen und andere vulnerable Gruppen oft übersehen und unzureichend unterstützt.

Glückwünsche für Katja Lüke zur Ernennung zur Landesbehindertenbeauftragten von Rheinland-Pfalz

Logo des ZsL Mainz
Logo des ZsL Mainz
Foto: ZsL Mainz

Mainz (kobinet)

Nach Bekanntwerden der Entscheidung des rheinland-pfälzischen Ministerrats vom 28. Juli 2026 für Katja Lüke als neue Landesbehindertenbeauftragte von Rheinland-Pfalz erhielt diese u.a. über die sozialen Medien eine Reihe von Glückwünschen für die Ausübung dieses neuen Amtes. Aber auch der Dank für die Arbeit der bisherigen Landesbehindertenbeauftragten von Rheinland-Pfalz, Ellen Kubica, kam nicht zu kurz. Wir, das ZsL Mainz, gratulieren Katja Lüke ganz herzlich zur Ernennung zum Amt derBeauftragten für Menschen mit Behinderungen In Rheinland-Pfalz. Wir freuen uns, dass auf Ellen Kubicamit Katja Lüke eine weitere engagierte Frau mit Behinderung in das Amt folgt, die sich für Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe in unserem Bundesland einsetzen wird“, heißt es beispielsweise in einem Statement der Geschäftsführerin des Mainzer Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen, Gerlinde Busch, nach Bekanntwerden der Entscheidung.

Podcast mit Tina Deeken: Eisschwimmen, Teilhabe und viele kleine Hindernisse

Tina Deeken im Podcast
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Foto: Niedersächsische Lotto Sport Stiftung

Hannover (kobinet)

Tina Deeken ist Förderschullehrerin, Paraschwimmerin, mehrfache Weltmeisterin, Europameisterin und Weltrekordhalterin im Eisschwimmen und amtierende Deutsche Meisterin im Paratriathlon. Im Gespräch mit ihr im Podcast der niedersächsischen Lotto Sport Stiftung geht es um ihren sportlichen Werdegang, darum, welche Barrieren auf und neben der Strecke noch bestehen und warum Demokratie im Sport viel mit Teilhabe zu tun hat.

Rampen für Kiez-Projekte und Vereine in Berlin

Foto mit gestapelten kleinen Rampen
Kleine Rampen
Foto: Cengiz Demirci

BERLIN (kobinet)

Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin stellt aus seinem Bestand an Rampen einige dieser Schrägen für Vereine, Kiez-Initiativen oder soziale Einrichtungen in Friedrichshain-Kreuzberg zur Verfügung. Dabei handelt es sich um 60 kleine Rampen, welche bereits einsatzbereit mit Scharnieren ausgestattet sind, sowie um 60 große Rampen, die für die Nutzung der Scharniere noch etwas nachgearbeitet werden müssten. Nachfragen von Berliner Vereinen und Projekten sind über diese Adresse möglich.

Behinderung und gesellschaftliche Teilhabe sind Leitthema im Bundesgesundheitsblatt

Infozeichen
Infozeichen
Foto: Susanne Göbel

BERLIN (kobinet)

Behinderung ist nach wie vor eine „vernachlässigte soziale Determinante der Gesundheit“. Mit diesem Zitat beginnt der erste Beitrag von vier Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen des Robert-Koch-Instituts (RKI) in der August-Ausgabe des Bundesgesundheitsblatts, das diesmal unter dem Leitthema Behinderung und gesellschaftliche Teilhabe steht. In dem Beitrag wird sichtbar, dass es im Vergleich der beiden Recherchezeitpunkte 2016 und 2026 eine große Zahl von Datenquellen mit bevölkerungsbezogenen, regelmäßig erhobenen Indikatoren zu Beeinträchtigung, Behinderung und Teilhabe gibt. Das Potenzial für Auswertungen und Berichterstattung ist nach wie vor nicht vollständig ausgeschöpft. Weiterhin besteht also die Notwendigkeit, die Teilnahme an Studien barrierearm oder sogar barrierefrei zu gestalten.

Katja Lüke wird neue Landesbehindertenbeauftragte von Rheinland-Pfalz

Katja Lüke
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Foto: privat

Mainz (kobinet)

Der rheinland-pfälzische Ministerrat hat heute am 28. Juli 2026 die Nachfolge der amtierenden Landesbeauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Ellen Kubica, beschlossen: Katja Lüke wird das Amt ab dem 1. September 2026 übernehmen. Die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler erklärte anlässlich der Ernennung von Katja Lüke: „Die gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ist ein zentrales Anliegen der Landesregierung Rheinland-Pfalz. Unser Ziel ist eine Gesellschaft, in der Inklusion selbstverständlich gelebt wird. Die oder der Landesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen leistet hierzu einen wichtigen Beitrag. Ich gratuliere Katja Lüke herzlich zu ihrer Ernennung und wünsche ihr für diese verantwortungsvolle Aufgabe viel Erfolg. Ellen Kubica danke ich für ihr langjähriges und engagiertes Wirken. Gemeinsam konnten wir in den vergangenen Jahren wichtige Fortschritte auf dem Weg zu einem inklusiveren Rheinland-Pfalz erzielen.“

Inklusives Leuchtturmprojekt erfolgreich abgeschlossen

Zeichnung zeigt zwei Reihen mit Kindern, die gemeinsam singen
Zeichnung zeigt zwei Reihen mit Kindern, die gemeinsam singen
Foto: gustavorezende In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

FREISING (kobinet)

Unter der Leitung von Robert Spahr, Sozialarbeiter und Erziehungswissenschaftler im Integrativen Kindergarten Moosburg (InKiMo) der Lebenshilfe Freising, sowie mit Unterstützung von Sophia Otte, Berufspraktikantin im Anerkennungsjahr, kamen vom 30. Januar bis 1. Mai 2026 regelmäßig fünf bis neun Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren mit und ohne Behinderung im Freisinger Bildungszentrum Gartenstraße zusammen. Dort musizierten sie gemeinsam mit eigens von Spahr entwickelten barrierearmen Musikinstrumenten. Ziel des Projekts war es, Teilhabe und gemeinsames kreatives Erleben unabhängig von individuellen Voraussetzungen zu ermöglichen. Bereits im Vorfeld des Projekts wurden die barrierearmen Musikinstrumente entwickelt und gebaut. Sie sind speziell darauf ausgelegt, möglichst vielen Kindern einen einfachen Zugang zum Musizieren zu ermöglichen. Die Verantwortlichen ziehen eine positive Bilanz. „Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie Inklusion gelingen kann, wenn kreative Ideen, fachliches Know-how und passende Rahmenbedingungen zusammenkommen“, erklärt Thomas Winter, fachlicher Leiter der Lebenshilfe Freising.

SoVD-Umfrage: Mängel bei Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Logo Sozialverband Deutschland
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Foto: Sozialverband Deutschland

HANNOVER (kobinet)

Der SoVD ist mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey der Frage nachgegangen, wie familienfreundlich Niedersachsen ist. Das Urteil der SoVD-Befragung ist vernichtend: Über 54 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass es zu wenig Kita-Plätze und zu wenig Betreuungsmöglichkeiten für Schulkinder gibt. „Auch wenn Betroffene in Niedersachsen einen gesetzlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz haben, sieht die Realität für Eltern oft anders aus. In vielen Kommunen gibt es nicht ausreichend Personal und darunter leidet auch die Verlässlichkeit der Betreuung“, erläutert Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen. Dies mache auch eine Untersuchung der Bertelsmann Stiftung deutlich: „Nicht mal 20 Prozent der Kitas haben den empfohlenen Personalschlüssel. Die Landesregierung muss sich endlich dem Fachkräftemangel stellen.“ Die Ergebnisse und die SoVD-Forderungen sind auf dieser Internetseite nachzulesen.

Hitzeschutz muss endlich ernst genommen werden – SoVD fordert Klimaanlagen in Pflegeheimen und Kliniken

Logo Sozialverband Deutschland
sovd
Foto: Sozialverband Deutschland

Hannover (kobinet)

Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigen: Bis Ende Juni 2026 gab es in Niedersachsen bereits 510 Hitzetote – und die nächsten heißen Tage stehen bereits bevor. Besonders leiden ältere Menschen. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen fordert deshalb von Land, Kommunen und Pflegeheimbetreiber*innen, die Klimatisierung von Räumen zur obersten Priorität zu machen und langfristig verbindlich und strukturiert in den Hitzeschutz zu investieren. Alle haben noch die Bilder von evakuierten Pflegeheimen während der letzten Hitzewelle vor Augen. Nun sollen ab dem 29. Juli die Temperaturen wieder weit über 30 Grad klettern. Aus Sicht des SoVD in Niedersachsen ist jedoch trotz der teils dramatischen Zustände in Pflegeheimen und Krankenhäusern bislang nichts passiert. „Es scheint, als würden die Verantwortlichen die Folgen vergessen, sobald es sich etwas abgekühlt hat. Dabei muss jetzt endlich gehandelt werden, damit die Zahl der Hitzetoten nicht weiter steigt“, fordert Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen.

Nachruf auf Marcel Wölk vom ZSL Nord

Marcel Wölk
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Foto: ZSL Nord

Kiel (kobinet)

Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer haben die Aktiven vom Zentrum für selbstbestimmtes Leben Norddeutschland (ZSL Nord) erfahren, dass das langjähriges Vorstandsmitglied Marcel Wölk im Alter von nur 30 Jahren nach einer Erkrankung verstorben ist. „Mit Marcel verlieren wir einen Menschen, der den Verein und viele von uns über Jahre hinweg mit seiner Persönlichkeit, seinem Engagement und seiner positiven Ausstrahlung bereichert hat. Seit 2021 gehörte er dem Vorstand des Zentrums für selbstbestimmtes Leben Norddeutschland an und setzte sich mit großem Einsatz für die Rechte, Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ein“, heißt es in einem Nachruf des ZSL Nord.

Erfreuliche Verbesserungen bei den Fluggastrechten

Rollstuhlplatz im Flugzeug
Rollstuhlplatz im Flugzeug
Foto: Priestman Goode

MARBURG (kobinet)

Kurz vor der sommerlichen Reisezeit hat sich die Europäische Union auf neue Rechte für Fluggäste geeinigt, die auch wesentliche Verbesserungen für Reisende mit Behinderungen einschließen. Zu den wichtigsten Verbesserungen zählt, dass Fluglinien künftig die vollen Kosten erstatten müssen, wenn Hilfsmittel wie Rollstühle verloren gehen oder beschädigt werden. Auch bei Verletzungen von Assistenzhunden sind Entschädigungen vorgesehen. Das ist ein großer Fortschritt gegenüber der bisherigen Rechtslage, bei der die Haftung meist auf rund 3.000 Euro begrenzt war – ein Betrag, der für Reparatur oder Ersatz vieler Hilfsmittel bei Weitem nicht ausreicht. Wenn Hilfsmittel verloren gehen oder beschädigt werden, müssen Fluglinien außerdem kostenlos einen vorübergehenden Ersatz bereitstellen. Auch bei verletzten Assistenzhunden ist eine Entschädigung vorgesehen.

Antrittsgespräche des Landesbehindertenbeauftragten von Thüringen bei den Fraktionen

Dennis Petschner
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Foto: Jacob Schröter

Erfurt (kobinet)

Dennis Petschner (34) wurde am 27. März 2026 von den Abgeordneten der Fraktionen des Thüringer Landtags zum neuen Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen in Thüringen gewählt.In den zurückliegenden Monaten traf Dennis Petschner mit Vertreter*innen der fünf Fraktionen im Thüringer Landtag zu Gesprächen zusammen.Bei den Terminen ging es u.a. um das Teilnahmerecht des Landesbeauftragten an Ausschusssitzungen im Landtag, wie es im neuesten Newsletter des Landesbehindertenbeauftragten von Thüringen heißt.

EBU zeigt verstärkten Einsatz

Bild eines Mannes an einem Bankautomat
Bild eines Mannes an einem Bankautomat
Foto: Pixabay/Mohamed_hassan

MARBURG (kobinet)

Die Europäische Blindenunion (EBU) arbeitet derzeit intensiv am Thema der nicht-barrierefreien Zahlungsterminals. Hintergrund ist, dass immer mehr Bankautomaten- und Zahlungsterminals im Handel über Touchscreens bedient werden. Für blinde und sehbehinderte Menschen bedeutet das insbesondere dann eine erhebliche Barriere, wenn zusätzlich keine taktilen Tasten, keine Sprachausgabe oder kein verlässlicher Barrierefreiheitsmodus vorhanden sind. Eine neue Arbeitsgruppe bringt Vertreter und Vertreterinnen der EBU, nationaler Blindenorganisationen sowie Akteure und Akteurinnen aus der Industrie zusammen.

Offener Brief gegen Verschlechterungen im sozialen Bereich von SPD-Arbeitsgruppen

Logo SPD
Logo SPD
Foto: SPD

Friedberg (kobinet)

Der Unmut in der SPD wächst angesichts der derzeitigen Pläne und Aktivitäten der Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD zu Kürzungen und Verschlechterungen im sozialen Bereich, so auch bei Selbst Aktiv, der AG von Menschen mit Behinderungen in der SPD Hessen-Süd, wie Julia Maiano den kobinet-nachrichten mitteilte. Die hessischen Arbeitsgemeinschaften der SPD ASG, AG Selbst Aktiv, AG 60+, Jusos, SPD Frauen, SPD Queer und AfA haben gemeinsam einen offenen Brief an die SPD-Bundestagsfraktion und den Parteivorstand veröffentlicht. Darin fordern sie eine klare Kurskorrektur gegen Sozialabbau und für eine Politik, die soziale Sicherheit, Gesundheit, Teilhabe und Chancengerechtigkeit stärkt. Besonders kritisiert werden Einschnitte bei Pflege, Unterhaltsvorschuss, Elterngeld, Eingliederungshilfe, BGG, Wohngeld, Gesundheitsversorgung sowie Arbeitnehmerrechten.

36 Jahre Antidiskriminierungsgesetz für behinderte Menschen in den USA

Bild von der Unterzeichnung des ADA am 26. Juli 1990
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Foto: Cerebral Palsy Foundation

Washington, D.C. USA (kobinet)

Die Verabschiedung des Americans with Disabilities Act (ADA), der oft auch als das US-amerikanische Antidiskriminierungsgesetz bezeichnet wird, setzte nicht nur in den USA ein klares Zeichen gegen die vielfältigen Diskriminierungen behinderter Menschen, sondern bot weltweit den Rahmen für eine Vielzahl von Gleichstellungsgesetzen, weil darin vor allem auch das Recht auf einen barrierefreien Zugang im privatwirtschaftlichen Bereich geregelt wurde. Das Konzept der angemessenen Vorkehrungen, mit dem sich die Politik in Deutschland bei der derzeitigen Beratung der Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) so schwer tut, ist im ADA beispielsweise recht klar geregelt. Am 26. Juli 2026 wurde in den USA an die Unterzeichnung des Gesetzes vor 36 Jahren, also am 26. Juli 1990 mit über 3.000 Gästen auf dem Rasen des Weißen Hauses in Washington und an die Bedeutung des Gesetzes für die Rechte behinderter Menschen in den USA erinnert.

Sechster Welttag der Großeltern und Senioren

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Foto: OpenClipart-Vectors

BERLIN (kobinet)

Anlässlich des gestrigen sechsten Welttages der Großeltern und Senioren hatte Eva Welskop-Deffaa, die Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes e.V., Rahmenbedingungen für gutes Aufwachsen, stabile Familien und Versorgungssicherheit in jedem Lebensalter gefordert. „Das gelingende Miteinander von Alt und Jung ist eine gesellschaftliche Superkraft. In der Großeltern-Enkel-Beziehung kann dies besonders deutlich werden: Wenn Teenager-Enkel beim Einrichten des neuen Smartphones helfen, ebenso wie wenn Großeltern den Kita-Schließtag mit einem Ausflugstag überbrücken.“ hatte Eva Welskop-Deffaa festgestellt und betont: „Wir sehen die Politik in der Pflicht, Rahmenbedingungen für gutes Aufwachsen, stabile Familien und Versorgungssicherheit in jedem Lebensalter zu schaffen. In einer Gesellschaft des langen Lebens braucht es besondere Aufmerksamkeit, damit Begegnungen, Erfahrungsaustausch und Solidarität der Generationen füreinander gelingen.“ Nach ihren Worten hat die aktuelle Debatten über Einsparungen beim Elterngeld Unsicherheiten geschürt. Die Caritas-Präsidentin forderte in dem Zusammenhang: „Anstatt die Leistung zu kürzen, sollte überlegt werden, ob die bislang als Ausnahmeregelung konzipierte Großelternzeit ausgeweitet werden kann, um die Sorge für die Kinder auf die Schultern mehrerer Generationen zu verteilen.“

ADAC sieht große Mängel bei der Barrierefreiheit im Nahverkehr

Einfache Haltestelle mit geringfügig erhöhter Wartefläche
Einfache Haltestelle mit geringfügig erhöhter Wartefläche
Foto: H. Smikac

Wien / Berlin (kobinet)

Der ADAC, Deutschlands größter Verkehrsclub, hat die Barrierefreiheit an Haltestellen in zehn deutschen Städten untersucht. Der Test zeigt deutlichen Verbesserungsbedarf. Darauf hat der österreichische Online-Nachrichtendienst BIZEPS, mit dem die kobinet-nachrichten eng zusammenarbeiten, aufmerksam gemacht. „Untersucht wurden unter anderem der Weg zur Haltestelle, die Ausstattung sowie das Ein- und Aussteigen. Der ADAC stellte am 21. Juli 2026 auf seiner Homepage sowohl den vollständigen Bericht zum Test als auch die detaillierten Ergebnisse als PDF bereit“, heißt es in dem Bericht.

Fördermittel zur Barrierefreiheit in Thüringen für dieses Jahr ausgeschöpft

Flagge Bundesland Thüringen
Flagge Bundesland Thüringen
Foto: gemeinfrei, https://de.wikipedia.org/wiki/Flaggen_und_Wappen_der_L%C3%A4nder_der_Bundesrepublik_Deutschland

Erfurt (kobinet)

Für das Thüringer Barrierefreiheits-förderprogramm (ThüBaFF) gilt seit dem 22.6.2026 ein Antragsstopp. Aufgrund der begrenzt zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel musste das Programm des Landesbehindertenbeauftragten von Thüringen geschlossen werden. In diesem Jahr sind insgesamt 77 Anträge über das Förderportal der Thüringer Aufbaubank eingegangen, heißt es im aktuellen Newsletter des Landesbehindertenbeauftragten von Thüringen.

Momentaufnahme 441

Ein Wanderer steht auf einem Fels
Wanderer
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet)

Ob du andere reformieren kannst, ist unsicher, ein Mensch aber lebt, den du sicher reformieren kannst – und das bist du selbst.

Vorläufige Parkausweise in Hessen

Bild zum EU Behinderten- und Parkausweis
Bild zum EU Behinderten- und Parkausweis
Foto: Europäische Kommission

Wiesbaden (kobinet)

In Hessen war bisher für die Erteilung eines Parkausweises zwingend ein Feststellungsbescheid des Versorgungsamtes erforderlich. Das hessische Verkehrsministerium ermöglicht den Straßenverkehrsbehörden jetzt ab sofort die Ausstellung vorläufiger Parkausweise. Auf Antrag erhalten Betroffene diesen bereits während des laufenden Feststellungsverfahrens. Dazu müssen der Nachweis, dass ein Antrag auf Anerkennung der Schwerbehinderteneigenschaft beim zuständigen Versorgungsamt gestellt wurde sowie eine fachärztliche Bescheinigung vorhanden sein, die dem Antrag auf Ausstellung eines vorläufigen Parkausweises beigefügt werden muss. Weitere Informationen sowie den Erlass sind auf dieser Internetseite nachzulesen.

Wählt für ein inklusives Sachsen-Anhalt

Bild von der Aktion für ein inklusives Sachsen-Anhalt zur Landtagswahl 2026
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Foto: Selbst Aktiv

Magdeburg (kobinet)

„Wählt für ein inklusives Sachsen-Anhalt“, so ist ein Bild von der Veranstaltung im Vorfeld der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt beschriftet. Selbst Aktiv, das Netzwerk von Menschen mit Behinderungen in der SPD, hatte für den 25. Juli 2026 zu einer Sternfahrt nach Magdeburg aufgerufen, um für eine demokratische Wahl für Inklusion zu werben. „Wir sind Da, wir wollen hierbleiben, wir wollen nicht nur im Landtag in Sachsen-Anhalt, sondern bundesweit, politisch präsent sein“, lautete der Slogan für die Veranstaltung.

Barrierefreiheit ist kein Luxus – Wohnen, Politik und die Zukunft der Inklusion

Cover des IGEL-Podcast zur Behindertenpolitik in Berlin
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Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg (kobinet)

„Barrierefreiheit ist kein Luxus – Wohnen, Politik und die Zukunft der Inklusion“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). In der zweiten Episode der IGEL-Podcast-Reihe „Berlin und seine Behindertenpolitik“ spricht der IGEL-Podcast-Macher Sascha Lang mit der Berliner Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen, Christine Braunert-Rümenapf, über die drängenden Herausforderungen der Inklusion in der Hauptstadt. Im Mittelpunkt stehen dabei die anstehenden Wahlen im September 2026 in Berlin und die Frage, welche Verantwortung Politik trägt, wenn es um echte Teilhabe geht.

Generationenwechsel: ZsL Mainz sucht neue Geschäftsführung

Logo des ZsL Mainz
Logo des ZsL Mainz
Foto: ZsL Mainz

Mainz (kobinet)

Der Generationenwechsel fordert die Behindertenbewegung zusehends heraus, so auch bei den Zentren für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (ZsL). Aktive, die solche Zentren ab Mitte der 80er Jahre aufgebaut haben, gehen zunehmend in Rente, eine Chance für engagierte behinderte Menschen, Verantwortung zu übernehmen entsprechende Jobs zu übernehmen. So sucht beispielsweise das Mainzer Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (ZsL) ab 1. Janaur 2027 eine neue Geschäftsführung. Die Stelle, die bisher Gerlinde Busch ausübt, wurde nun vom ZsL Mainz ausgeschrieben.

Tagestipp: Kämpferherzen-Treffen in Kassel am 25. Juli 2026

Bild-Aktion bei der Kämpferherzen-Tagung am 22.6.2024 in Kassel
Bild-Aktion bei der Kämpferherzen-Tagung am 22.6.2024 in Kassel
Foto: privat

Kassel (kobinet)

Über 2.000 Teilnehmer*innen werden am heutigen 25. Juli 2026 das Kongress-Palais Kassel und die dazugehörige Außenfläche beim diesjährigen Kämpferherzen-Treffen bevölkern. „Organisiert von Menschen mit chronischen Erkrankungen und/oder Behinderungen für Menschen mit chronischen Erkrankungen und/oder Behinderungen ist es Informationsveranstaltung und Community-Treffen in einem. Als Besucher*in hast du hier auf vielfältige Art und Weise die Möglichkeit, dich zu verschiedenen Themen zu informieren und mit Gleichgesinnten auszutauschen. Den ganzen Tag über kannst du mit Unternehmen sowie Selbsthilfegruppen über verschiedene Krankheitsbilder und krankheitsspezifische Themen ins Gespräch kommen. Parallel dazu kannst du dich in vielfältigen Vorträgen und Workshops noch vertiefter über Themen wie z.B. Ernährung, mentale Gesundheit oder die Antragsstellung für einen Schwerbehindertenausweis informieren. Am Abend erwartet dich als Highlight des Tages eine Abendveranstaltung“, heißt es in der Ankündigung.

Berufliche Inklusion ist ein wichtiger Schlüssel zur Teilhabe

Wappen Bundesland   Freistaat Bayern
Wappen Bundesland Freistaat Bayern
Foto: Gemeinfrei, public domain

MÜNCHEN (kobinet)

Das Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales gibt weitere 1,5 Millionen Euro für 168 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung in Schwabmünchen aus. Die Werkstätten sollen Menschen mit Behinderung dann eine an ihren individuellen Stärken und Fähigkeiten orientierte berufliche Bildung und Beschäftigung ermöglichen. Mit der Modernisierung der Ulrichswerkstätten in Schwabmünchen im Landkreis Augsburg können 168 Arbeitsplätze an zeitgemäße Standards angepasst und damit die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten mit Behinderung wesentlich verbessert werden. Menschen mit Behinderung sollen so zielgerichtet unterstützt und die Weiterentwicklung gefördert werden.

Neues Projekt des Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport (FIBS) fördert Inklusion

Zwei junge Männer stehen an einer Bolderwand und bereiten sich auf ds gemeinsame Klettern vor
Gemeinsam klettern
Foto: FIBS

FRECHEN (kobinet)

Das Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport (FIBS) bietet mit „Buddy-Klettern“ ein innovatives Freizeitangebot für die Region Köln, Bonn. Das Projekt bringt Menschen mit und ohne Behinderungen in Kletter-Tandems zusammen, um gemeinsam den Sport zu erleben, Vertrauen aufzubauen und soziale Barrieren abzubauen. Das Konzept ist einfach und wirkungsvoll: Ein „Buddy-Team“ besteht aus einer Person, die Unterstützung benötigt, und einer, die diese geben kann. Im Vordergrund steht dabei nicht ein therapeutischer Aspekt, sondern die gemeinsame Freude an der Bewegung und das gemeinschaftliche Erfolgserlebnis in der Kletterhalle. Für das „Buddy-Klettern“ werden ab sofort interessierte Menschen mit und ohne Behinderungen aus der Region gesucht. Klettererfahrung ist nicht erforderlich.

Geld für mehr Teilhabe erreicht arme Kinder kaum

Geldscheine
Geldscheine
Foto: Gerhard Bartz

FRANKFURT am Main (kobinet)

Wie die jüngste Analyse der Bertelsmann Stiftung belegt, kommen die Leistungen des Bildungs- und Teilhabepaketes für soziale und kulturelle Teilhabe auch 15 Jahre nach ihrer Einführung kaum bei den jungen Anspruchsberechtigten an. Demnach erhalten bundesweit mehr als acht von zehn anspruchsberechtigten Kindern und Jugendlichen, die Grundsicherung nach dem Sozialgesetzbuch II beziehen, den monatlichen Teilhabebetrag von 15 Euro nicht. Nach den Berechnungen der Stiftung nehmen von den 6- bis unter 15-jährigen Betroffenen lediglich rund 18 Prozent die Leistung in Anspruch. In Hessen und Thüringen ist der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die den Teilhabebetrag tatsächlich nutzen, sogar noch geringer. Dieser Verband hat sich die aktuelle Lage in beiden Bundesländern angesehen und veröffentlicht dazu folgende Einschätzung:

Es geht nicht um Charity, es geht um Menschenrechte

Mann mit dunklem Jacket und weißem Hemd steht an einem Rednerpult und zeigt mit der linken in Richtung Zuhörer
Jürgen Dusel beim Gesundheitskongress bei den Special Olympics Nationalen Saarland 2026
Foto: SOD/ Sascha Klahn

FRECHEN (kobinet)

Der Behindertenbeauftragter der Bundesregierung Jürgen Dusel bezeichnet sich selbst als großer Fan von Special Olympics in Deutschland und international. Im Gespräch mit Hartmut Augustin erklärt er, dass er bei der gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung Handlungsbedarf sieht.

Fußballer bereiten sich auf Bayerisches Fußball-Finale vor

Rasenfläche auf der Männer in hellen und in dunklen Trikots Fußball spielen
Bei den Vorrunde im Spiel der KJF Werkstätten Straubing gegen die Regener Werkstätten der Lebenshilfe Deggendorf
Foto: Lebenshilfe Bayern – Andreas Schmittner

MÜNCHEN (kobinet)

Am 1. August 2026 ist um 10.30 Uhr auf dem Sportgelände des 1. FC 1920 Sand am Main in Unterfranken Anpfiff für das bayerischen Finale des landesweiten Fußballturnier 2026 für Menschen mit Behinderungen. Das Fußballturnier startete im Mai, Juni und Juli mit Vorrunden in Ruhmannsfelden, Hammelburg und Ursberg. Daran haben rund 35 Teams aus ganz Bayern teilgenommen. In den Vorrunden haben sich jeweils die ersten beiden Teams der verschiedenen Ligen für das Finale qualifiziert. Das findet nun mit 12 Teams in Sand am Main statt.

Klares Signal gegen geplante Kürzungen in der Eingliederungshilfe

Logo Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Baden-Württemberg
Logo Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Baden-Württemberg
Foto: Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Baden-Württemberg e.V.

MANNHEIM / STUTTGART (kobinet)

Der Bundesbehindertenbeauftragte Jürgen Dusel hatte gestern die Individualhilfe INDi e. V. in Heidelberg besucht und sich vor Ort ein Bild von der Arbeit zugunsten von Menschen mit Behinderungen gemacht. Im Mittelpunkt des Besuchs standen dabei auch die geplanten Änderungen im Bereich der Eingliederungshilfe, insbesondere die drohende Umkehr des Regel-Ausnahme-Verhältnisses sowie Einschränkungen beim Wunsch- und Wahlrecht. Vertreterinnen und Vertreter des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Baden-Württemberg, von INDi sowie der Bundesbehindertenbeauftragte selbst bezogen deutlich Position.

Carsten Linnemann wird neuer Bundesgesundheitsminister

Carsten Linnemann
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Foto: Tim Hoffmann – CDU

Berlin (kobinet)

Anfang Mai 2025 hat Nina Warken das Amt als Bundesgesundheitsministerin angetreten. Gut ein Jahr nach der Übernahme dieses Ministeriums ist schon wieder Schluss. Im Rahmen der Kabinettsumbildung als Folge der Neubesetzung der Position des Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU Bundestagsfraktion, die bisher Jens Spahn inne hatte, wechselt Nina Warken nun als Kanzleramtschefin ins Bundeskanzleramt. Ihr Nachfolger als Gesundheitsminister soll der bisherige CDU Generalsekretär Carsten Linnemann werden.

Mehr Transparenz: Erstmals Daten zur Erfüllung der Beschäftigungspflicht aller Unternehmen in Österreich veröffentlicht

Fahne von Österreich
Fahne von Österreich
Foto: public domain

Wien (kobinet)

Was in Deutschland anscheinend nicht möglich ist und Selbstvertretungsorganisationen behinderter Menschen sich seit längerem wünschen, scheint in Österreich ohne größere Probleme öglich zu sein. „Die Republik Österreich hat erstmals Daten veröffentlicht, die einen neuen Einblick in die Umsetzung des Behinderteneinstellungsgesetzes ermöglichen. Der Datensatz zeigt, welche Unternehmen beschäftigungspflichtig sind und ob und in welchem Ausmaß sie ihre gesetzliche Beschäftigungspflicht erfüllen“, heißt es in einem Bericht des österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS.

Neue kostenlose Webinare und Sprechstunden für Kleinstunternehmen zur Umsetzung digitaler Barrierefreiheit

Logo Bundesfachstelle Barrierefreiheit bei der Knappschaft Bahn See
Logo Bundesfachstelle Barrierefreiheit bei der Knappschaft Bahn See
Foto: Bundesfachstelle Barrierefreiheit bei der Knappschaft Bahn See

Berlin (kobinet)

Im Rahmen der Beratung zum Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) bietet die Bundesfachstelle „Barrierefreiheit“ seit Juli 2026 kostenfreie Webinare und Sprechstunden für Kleinstunternehmen an. Kleinstunternehmen sind zwar gesetzlich nicht verpflichtet, ihre digitalen Angebote barrierefrei zu gestalten.Doch verschafft digitale Barrierefreiheit Unternehmen mehr Reichweite, neue Kunden und höhere Wettbewerbsfähigkeit.

Jürgen Dusel kritisiert Pläne für Attestpflicht ab erstem Krankheitstag

Sharepic von Jürgen Dusel mit Kritik an Krankschreibung ab dem ersten Arbeitstag
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Foto: Behindertenbeauftragter der Bundesregierung

Berlin (kobinet)

„Für viele Diskussionen hat die Entscheidung des Koalitionsausschusses gesorgt, eine Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag einführen zu wollen. Bisher gilt die gesetzliche Regelung, dass Beschäftigte ab dem vierten Tag ihrer Arbeitsunfähigkeit eine Bescheinigung von einer Arztpraxis brauchen. Die neue Regelung ist noch nicht beschlossen, sondern vorerst eine Vereinbarung zwischen den Koalitionsfraktionen. Wie die Änderung im Gesetz genau gestaltet werden soll, ist noch offen. Jürgen Dusel sieht in dem Vorschlag eine zusätzliche Belastung für Menschen mit Behinderungen. Unabhängig davon, ob die Arbeitsunfähigkeit auf der Behinderung beruht oder nicht, erschweren Barrieren im Gesundheitssystem das Aufsuchen einer Arztpraxis. Zudem würden dadurch Arzttermine für wichtige Behandlungen fehlen.“ Darauf weist der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, in einem aktuellen Facebook-Post hin.

VdK veröffentlicht Bewertung zum Dialogprozess Eingliederungshilfe

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Logo VdK Deutschland
Foto: VdK Deutschland

Berlin (kobinet)

Der Sozialverband VdK Deutschland hat eine ausführliche Bewertung zu den Ergebnissen des Dialogprozesses Eingliederungshilfe aus seiner Sicht veröffentlicht. Die Analyse ist auf der Website des Verbands abrufbar. Die Bewertung des VdK beleuchtet die Ergebnisse dieses Prozesses und ordnet sie aus Sicht des Verbandes ein.

Deutscher Preis für Audiostories wird 2026 nicht verliehen

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Foto: kinkates In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Berlin (kobinet)

Wie der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) mitteilte, wird in diesem Jahr keine Verleihung des Deutschen Preises für Audiostories stattfinden. Hintergrund ist der Ausstieg der Film- und Medienstiftung NRW (FMS) aus der Trägerschaft des ehemaligen Hörspielpreises der Kriegsblinden. Nach mehr als 30 Jahren zieht sich die Stiftung zudem auch aus der Umsetzung des Preises zurück. Als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation ist der DBSV nicht in der Lage, die alleinige Trägerschaft zu übernehmen – der Verband kann die Veranstaltung ohne weitere Partner weder finanziell noch personell umsetzen.

Neue Studie zu Wohngeldkürzungen, die vor allem Menschen in Rente, Familien mit Kindern und Geringverdienende treffen

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Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V.
Foto: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V.

Berlin (kobinet)

Die von der Bundesregierung geplanten Kürzungen beim Wohngeld würden vor allem Familien mit Kindern, Erwerbstätige mit niedrigen Einkommen und Rentner*innen mit kleinen Renten treffen. Das zeigt eine neue Kurzexpertise der Paritätischen Forschungsstelle. 70 Prozent der Bevölkerung im Wohngeld lebt in Haushalten mit Kindern. Nicht einmal vier Prozent der Wohngeld-Beziehenden sind arbeitslos. 22 Prozent sind hingegen erwerbstätig und 15 Prozent befinden sich im Ruhestand. Die größte Gruppe stellen mit 37,5 Prozent Kinder. Die geplanten Kürzungen beim Wohngeld treffen demzufolge vor allem Haushalte mit Kindern sowie Menschen mit niedrigen Erwerbseinkommen und bzw. niedrigen Renten.