Piss in Berliner Markthalle

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Notsituation ohne Klo in der Arminiushalle
Notsituation ohne Klo in der Arminiushalle
Bild: kobinet/sch

Berlin (kobinet) Mit einem "Piss in" haben heute Frauen und Männer in der Arminius-Markthalle den Betreiber drastisch aufgefordert, endlich für eine barrierefreie Toilette zu sorgen. Der Spontanzusammenschluss  "Mobilität für Behinderte" wollte sich nicht länger damit abfinden, dass unter Berufung auf den Denkmalschutz ein behindertengerechtes WC in der Halle verweigert wird. Die Spontis haben sich deshalb hinter einem Paravent in "Notsituation ohne Klo" erleichtert und Besucher über ihr Problem informiert. "Jeder Mensch muss müssen dürfen", war auf ihrem Flugblatt zu lesen.

Der Hallenleiter versuchte vergeblich die Aktion zu verhindern und rief die Polizei. Seine Assistentin wollte indessen einer Frau im Rollstuhl, die über den Hintergrund des Protestes aufklärte, gewaltsam ein Megaphon entreißen. Als die Polizisten mit zwei Streifenwagen anrückten, war die knapp halbstündige Aktion von mehr als 50 Betroffenen schon wieder vorbei.  

Die Arminiushalle in Moabit wurde 1891 eröffnet, vom Senat 1982 als Baudenkmal ausgewiesen und nach und nach mit öffentlichen Geldern aufwendig rekonstruiert. Nach mehrfachem Nutzerwechsel wurde die Halle nach 2010 zu einem gastronomischen und kulturellen Zentrum entwickelt, dessen Anziehungskraft weit über den Kiez hinaus reicht. Auch mobilitätseingeschränkte Menschen kommen gern hierher und stellen dann konsterniert fest: sie können so viel essen und trinken wie sie wollen, aber dann ist Fehlanzeige für natürliche Bedürfnisse angesagt.

Seit 2004 haben Behindertenbeirat und Behindertenbeauftragte in Berlin-Mitte das Fehlen einer behindertengerechten WC-Anlage immer wieder angesprochen. "Zahlreiche Gespräche, Anfragen, Protokolle und Briefe blieben leider erfolglos ebenso wie unsere Bemühungen bei Ortsterminen und in Gremien", sagte Hildrun Knuth dem Berliner kobinet-Korrespondenten.

Die Spontis machten an diesem gut besuchten Samstag mit ihrer Aktion zwei Dinge deutlich. Erstens werden durch das Fehlen barrierefreier Toiletten die betroffenen Menschen diskriminiert und in ihren Grundbedürfnissen eingeschränkt. Zweitens gibt es auch nicht behinderte Menschen, für die eine Toilette mit größerem Bewegungsraum wichtig wäre.

Für Gastronomen und ihre Kunden kann es nur vorteilhaft sein, wenn der außerhalb Berlins heimische private Betreiber der Markthalle eine Lösung des leidigen Problems angeht und nicht weiter auf Bestandsschutz pocht. Kunden sagten übrigens den Protestlern, dass die Toiletten in der Halle ohnehin nicht in bestem Zustand seien und eine Renovierung vertragen könnten.

Die Spontis wollten mit dem "Piss in" kein öffentliches Ärgernis erregen - der hinter dem Paravent gefüllte Eimer und die Ente  enthielten wie eine feuchte Windel wirklich nur Tee.

Lesermeinungen zu “Piss in Berliner Markthalle” (31)

Von Lesebrille

@Wolfgang Ritter:
Ich kann und will Ihren Gedanken nicht mehr folgen. Herr Hellinger und ich - entschuldigen Sie bitte, Herr Hellinger, wenn ich Sie da so ungefragt "mitnehme" - haben dazu schon alles gesagt.


Was mir aber von Herzen leid tut, ist, dass die Menschen von der Spontigruppe in Berlin, die hier mitlesen, das Gefühl bekommen müssen, dass das Thema völlig zerredet wird, anstatt es einfach nur toll zu finden.

Mich erinnert es an die alten Aktionen in Franfurt und anderswo, wo behinderte Menschen Kreuzungen blockierten, um auf den Ausschluss vom ÖPNV aufmerksam zu machen.

Schön, dass es so eine kraft- und fantasievolle Spontigruppe noch gibt! Einen lieben Gruss nach Berlin!

Von Wolfgang Ritter

Sehr geehrter Herr Hellinger,

keiner sollte sich hier angegriffen fühlen, aber man sollte auch in den Statement zu den einzelnen Beiträgen mal erkennen können, dass es auch andere wundervolle Menschen gibt, wenn diese es nicht wie wir sich verbal ausdrücken können um auch ihren Unmut zu äußern.

Wenn für vereinzelte Sonntagsredner Geld und nur Geld das ein zigste ist, was ihnen bisher der Nachteilsausgleich vermitteln konnte, dann verstehe ich nun auch, warum sich Prominente mit auf die Bühne stellen, die Forderungen von Herrn Grosch und Co. zu unterstützen.


Wolfgang Ritter


Von Wolfgang Ritter

Hallo Lesebrille,
Zitat:
@Wolfgang Ritter:
„Ich weiss nicht, was Sie so wütend macht, dass Sie sich an fast allen Themen dermassen abarbeiten müssen. Vielleicht wollen sie auch nur trollen.“
Ach Lesebrille,
wenn Sie immer nur lesen und auslegen wie Sie es gern hätten, dann kann ich wirklich nichts dafür.
Zitat:
„Aber wenn da in der Markthalle eine Rollstuhltoilette eingebaut wird, ist sie auch für lerneingeschränkte rollstuhlnutzende Menschen zu nutzen, die sich selbst nicht äussern können. Ganz bestimmt.“
Es geht nicht um die Nutzung, sondern um das Geschrei welches ohne Beachtung und Würdigung der Menschen mit geistiger Behinderung, als wären die gar nicht existent, hier vollzogen wird und allein ihr Satz sagt doch alles aus, wenn nicht wir, wer dann, kann so etwas erreichen, oder habe ich da zwischen den Zeilen gelegentlich was falsches gelesen, Sie scheinen da eine große Familie zu haben, denn einige sind vom runden Tisch, andere wieder von Petitionen überzeugt, mal sehen wer besser war, wenn die Wahrheit kommt?
Na dann warten wir mal ab, was die von Ihnen so in den Himmel gehobene Seite dann sagt, wenn 2016 die Katze aus dem Sack gelassen wird?

Wolfgang Ritter

Von Arnd Hellinger

An Wolfgang Ritter und "Gerti":

Nehmen Sie doch bitte einfach einmal zur Kenntnis, dass die "Spontis" die Forderung nach der hier gegenständlichen barrierefreien Toilette in der Markthalle Moabit selbstverständlich im Namen ALLER erheben, die darauf angewiesen sind. Dies geschieht natürlich unabhängig von der Schwere des individuellen Hilfebedarfs, der persönlichen ökonomischen Lage oder was hier von Ihnen sonst noch unterstellt wurde. Das war nur so selbstverständlich, dass es den Aktiven überflüssig erschien, jede NutzerInnengruppe explizit zu erwähnen...

Und ja: Natürlich gibt es noch viele andere "Baustellen", aber wollten wir erst die globalen Probleme von MmB gelöst haben, müssten Rollstuhlnutzende wohl heute noch in Gepäckwagen der DB reisen bzw. könnten dies Dank Einstellung des Gepäck- und Expressgutdienstes überhaupt nicht mehr. Durch barrierefreie Toiletten etc. in Shoppingcenten und anderen öffentlichen Räumen wird "Inklusion" erst allgemein erlebbar...

Von Lesebrille

@Wolfgang Ritter: Ich weiss nicht, was Sie so wütend macht, dass Sie sich an fast allen Themen dermassen abarbeiten müssen. Vielleicht wollen sie auch nur trollen.

Aber wenn da in der Markthalle eine Rollstuhltoilette eingebaut wird, ist sie auch für lerneingeschränkte rollstuhlnutzende Menschen zu nutzen, die sich selbst nicht äussern können. Ganz bestimmt.

Von Wolfgang Ritter

@ Von Wolfsspitz

Zitat:

"Eines noch wenn schon solche Luxusläden keine Behindertentoiletten anbieten müssen wieso sollten das den dann die einfachen Läden machen? "

Eine sehr gute Frage, über die vereinzelte mal nachdenken sollten bevor sie immer losschreien. Barrierefrei bedeutet vieles, aber nicht die generelle Pflicht alles umzusetzen, was manchen so vorschwebt, mit heute gedacht und morgen gemacht.

Man liest immer nur von einer bestimmten Gruppe, aber jene Menschen, welche geistig behindert sind und mit Hilfspersonal dann spazieren gehen, haben auch beim Besuch von Geschäften etc. die gleichen Probleme, nur hört man von denen etwas oder erwähnt sie hier in der Diskussion um Scheißhäuser in einem einzigen Satz, NEIN!!!!!
Auch von diesen Menschen, sitzen viele im Rollstuhl und haben vereinzelt die gleichen Probleme, was ein Bedürfnis anbelangt, nur leider ist es ihnen mit ihrer Behinderung nicht möglich, im richtigen Moment das Bedürfnis zu äußern, oder gar selbst dann auszuführen.

Vielleicht beschäftigt sich mal der eine oder andere mit dem Sinn, des Artikel 3 GG nicht nur mit den Stellen, aus welchen für vereinzelte hier immer wieder Recht und nochmals Recht abgeleitet wird, sondern beginnt mal dort, den Sinn der Aussage
( DIE WÜRDE DES MENSCHEN IST UNANTASTBAR ) so zu definieren, um dann vielleicht vereinzelte Standpunkte nochmals zu überdenken, da ja einiges an Gesetzen auf diesen Satz aufbaut, aber der Satz ist nicht alles.

Wolfgang Ritter




Von Lesebrille

Es gibt enorm viele Themen, die sich leicht als wichtiger erachten lassen, als dieses "Piss in". Keine Frage. Das eine Drittel der Weltbevölkerung, das überhaupt keinen Zugang hat zu Toiletten, macht sich sicherlich wenig Gedanken darüber, wie in den Shoppingmalls dieser Welt die Toiletten aussehen sollten. Diese Menschen vermissen auch keine Rollstuhltoiletten, sondern Toiletten.

Es gibt Kriege in der Welt, systematische Tötung von Menschen, auch behinderte. Es sind auch häufig, auch darauf hat Christiane Link aufmerksam gemacht, behinderte und/oder kranke, alte, die oft auf der Strecke bleiben beim Kathastrophenschutz.

Kinderlähmung, Masern, Pest, Ebola, sie alle sind nicht ausgerottet. Das alles ist sicherlich wesentlich notwendiger, als diese Rollstuhltoilette in dieser Markthalle!

Aber die Menschen, die in Berlin auf eine Rollstuhltoilette müssen und gerne in diese Markthalle gehen, haben dieses Bedürfnis nunmal. Und ich begreife nicht, wie behinderte Menschen andere behinderte Menschen dafür angreifen, dass Grundbedürfnisse eben nicht warten können, bis die grossen Themen auf der Welt geregelt sind.

Ähnliche Forenbeiträge gab es so schon bei der Aktion "Recht auf Klo" in Flugzeugen. Auch damals nannten es Einige ein "Luxusproblem". Dass der Mann, der dafür kämpft, im Flieger sitzt, um seinen Job zu machen, wurde dabei hübsch ausgeklammert.

Anders gesagt: es hindert uns doch niemand, sich um das Thema Armut von behinderten Menschen zu kümmern (wobei ich da zugegebenermassen eher an ganz andere Länder denke) und trotzdem solche Sponti-Aktionen zu starten. Das lässt sich nämlich parallel machen.

Wir brauchen wieder solche Aktionen wie diese hier, damit unsere Sichtbarkeit wieder deutlicher wird und unsere Anliegen wieder in unseren Händen liegen und nicht in denen von Politikerinnen, die das Wort Inklusion so lange im Munde behalten, bis es zu Brei geworden ist!!

Von Lesebrille

Ich gehöre zu den monetär Armen in Deutschland.

Und was habe ich mir letzte Woche geleistet? Ich bin in die Kleinmarkthalle hier, habe mir ein Stück gute Fleischwurst mit Brötchen erlaubt - 1,30 € und anschliessend eine einzige Praline - 0,70 € - mein Mittagessen.

Nach der Theorie mancher ForistInnen dürfte ich das nicht, weil entweder die Halle ja für BesserverdienerInnen ist (Oh ja, Sie können dort auch ganz viel Geld ausgeben an Ständen, die ich ledigleich bewundere), oder ich bin mit meiner Grundsicherung tatsächlich schon ein Luxusgirl und weiss es nur nicht... .

Und ausserdem, wie konnte ich diese Zeit mit Essen verbringen, wo ich doch die Welt retten sollte... ???

P.S. Die Kleinmarkthalle verfügt über eine Rollstuhltoilette.

Von Wolfsspitz

Was haben Behindertentoiletten mit den Einkommensverhältnissen von Menschen mit Behinderung zu tun richtig nichts. Ja es gibt schlimmeres nur bedeute das nicht das man sich nicht auch über Dinge aufregen kann, wie die um es hier geht. Ich gehöre zu den mobilitätseingeschränkten die zu den etwas besser verdienenden gehören und ich finde es Scheiße wenn ich als Mobilitätseingeschränkter keine Toilette aufsuchen kann. Eines noch wenn schon solche Luxusläden keine Behindertentoiletten anbieten müssen wieso sollten das den dann die einfachen Läden machen?

Von Wolfgang Ritter

... jetzt ist mir auch klar geworden warum die Grünen so auf Umweltschutz pochen, sie befürchten dass Ihnen der Sauerstoff ausgeht bei all den Aktionen am Samstag. Mir wird wöchentlich der Sauerstoff ins Haus geliefert, sonst könnte ich ja in Abwesenheit gar nicht ihre Beiträge genießen ...

Wolfgang Ritter

Von Gerti

@ Johann
Geht es um 'nette Gesichter (treffen) oder um eine gemeinsame politische Aktion mit der unbedingten Option bestehende Missstände zu beseitigen?
Oder um einfach mal hinter'm Vorhang (siehe Foto) zu sitzen und Unmut kundzutun?
"... amtskauderwelschverquasten Beschlussvorlagen ..." Ihnen ist es lieber, wenn es keine Beschlussvorlagen gibt und keine Beschlüsse? Verwaltungstätigkeit sagt Ihnen nix? Und Ihnen ist es gleichgültig, ob Verwaltungsprozesse dokumentiert sind? Dann sind Sie mehr fürs Mauscheln und für eine Buchhaltung, die fehlerbehaftet ist? Und sind Sie offensichtlich gegen öffentliche Kontrolle der Ausgaben der Verwaltung und gegen demokratisch beschlossene Ausgaben der Verwaltung? Dann sind Sie gegen die Aufstellung und gegen die Einhaltung von Haushaltsplänen der Behörden?

Von Johann

Tolle Aktion!
Und die üblichen dauerposterabonnierten Sauertöpfe hier fühlen sich provoziert ...!
Jesses Leute, es gibt tatsächlich auch "sonst" noch Probleme für behinderte Menschen ...
Aber es ist richtig, das eine zu tun und das andere nicht zu lassen.
Vielleicht sollte so manch armer Ritter, anstatt im Internet nach amtskauderwelschverquasten Beschlussvorlagen zu stöbern einfach mal am Samstag Morgen an die frische Luft und an einer Sponti-Aktion teilnehmen. Da kommt Sauerstoff ins Hirn, und man trifft nette Menschen, mit denen man von Angesicht zu Angesicht reden kann ... ganz so wie früher ... :-)

Von Dr. Theben

@Gerti

also die meisten Mitglieder der Berliner Spontis sind tatsächlich reich - reich an (ausgrenzenden) Erfahrungen.

Die betreffende Markthalle liegt zwar im Großbezirk Berlin-Mitte, konkret aber im Ortsteil Moabit; ein alter, typischer Arbeiterbezirk

http://www.moabitwest.de/Kurze-Geschichte-des-Stadtteils-Moabit.163.0.html.

Dort leben nicht die Wohlhabensten. Hier einige Infos zur Sozialstruktur (Stand 2013):

http://wem-gehoert-moabit.de/wp-content/uploads/2013/08/Gude_WohnPrek%C3%A4r.pdf

Wir reden hier nicht von der Galerie Lavayette und auch "reiche" Menschen mit Behinderungen müssen mal müssen dürfen und dann auch sollen können.

Natürlich haben Sie Recht, daß es gerade unter finanziellen Aspekten gar nicht gut für Menschen mit Behinderungen aussieht und da vieles vermeintlich wichtigere auf der behindertenpolitischen Agenda zu stehen scheint. Aber dennoch sympathesiere ich mit der Piss-in-Aktion und halte sie auch jetzt für gerechtfertigt.

Ihnen und allen anderen einen schönen Wochenstart.

DR. Martin Theben

Von Wolfgang Ritter

Hallo Herr Milewski,

im Grundgesetz steht so manches. Zeigen Sie mir aber die Stelle, wo der geistig behinderte Mensch sich allen Ideen und was es da noch so gibt, unterordnen muss, nur weil es aus der von Ihnen verteidigten Personengruppe kommt, wo man langsam den Eindruck gewinnt, dass wenn Sie und ihre Leidensgefährten fordern, dann hat alles zu tanzen wie sie pfeifen.

Wolfgang Ritter


Von Ralph Milewski

Vielleicht sollte man all denen, die einer unteren Einkommensschicht angehören könnten, von vornherein den Zutritt zur Markthalle und allen anderen "kostspieligen" Örtlichkeiten verwehren? Wenn man eh kein Geld hat, was man dort lassen könnte, hat man da auch nichts zu suchen, oder? Also... "Asylsuchende, Behinderte, Sozialhilfeempänger, Hartz 4 Empfänger, Alleinerziehnde, Aufstocker, schwerst Pflegebedürftige, Obdachlose etc. bitte draußen bleiben." Man könnte sonst denken, ihr habt scheinbar immer noch zuviel Geld!

Davon mal abgesehen, brauche ich keine BRK, um mein Recht abzuleiten, dass mir als behinderter Mensch im öffentlichen Raum auch eine Möglichkeit zusteht, mich erleichtern zu dürfen. Dieses Recht steht bereits im Grundgesetz.

Von Wolfgang Ritter

Hallo Gerti,

ob es nun wirklich reiche behinderte Menschen bei der Demo waren mag die eine Seite sein, interessanter ist doch eher, dass sich die nicht gerade billigen Preise doch manche leisten können, obwohl aus ihrer Personengruppe, immer zu hören ist, wenn es so weiter geht, müssten wir verhungern, wenn unsere Eltern uns nicht unterstützten. Wenn der Regelsatz hier anscheinend für vereinzelte noch den Besuch derartiger Geschäfte und Stände ermöglicht, dann fragt man sich doch, warum jammern dann einige in den Medien?
Aus meiner Sicht mag die BRK viele Verbesserungen bringen, man soll es aber nicht als Freibrief in der Gesellschaft betrachten, denn man muss auch die andere Seite verstehen, wenn es darum geht nicht gerade Investitionen betreiben zu müssen welche für manche nur in der gegenwärtigen Situation über Kredite möglich wären. Man muss also viele Seiten betrachten und nicht immer nur fordern weil man glaubt, jetzt mit der BRK stehen alle Türen offen wir müssen nur durchfahren.
Vieles ist machbar, aber man muss auch die Kirche im Dorf lassen und endlich mal auch beweisen, dass man durchaus in der Lage ist nicht nur Papier in leichter Sprache zu verteilen, sondern auch dann mit Taten einen festen Willen zu untermauern, dass man ernsthaft die Problematik auch verstanden hat.

Wenn hier manche sich über gewisse Aussagen aufregen und keine Kritik vertragen, dann tun sie es doch nicht weil es nicht der Wahrheit entspricht sondern, weil vielleicht erkannt wurde mit welch gespaltener Zunge so manche unserer Vertreter und Politiker nicht nur mit Beiträgen auf Kobinet und anderen Möglichkeiten uns, ihre Anteilnahme verkünden.

Wolfgang Ritter

Von Gerti

@ Frau Maubach
Sehr geehrte Frau Maubach,
bei der Klo-Demo ging es, wie in der Veröffentlichung des Kobinet-Redakteurs zu lesen, augenscheinlich und wahrhaftig NICHT um schwerstbehinderte Menschen, die wie ihr Sohn in dem Umfange persönliche Assistenz (nämlich von Ihnen) erhalten.
Es ging um reiche Behinderte, die in Ruhe einkaufen wollen.
Deshalb hatte ich die Sache der Behinderten in Berlin, die demonstriert haben und offensichtlich in einem gewissen Wohlstand leben, kritisiert.

Von Gisela Maubach

"Menschen mit Behinderungen . . . nicht nur in WfB´s oder Beschäftigungsstätten zwischengelagert (böses Wort!) werden, das sind sicher Hauptplätze" . . .

Sehr geehrter Herr Dr. Theben,

habe ich da etwas verpasst?
Seit nunmehr Jahren fordere (nicht nur) ich in unterschiedlichsten Veranstaltungen, bei allen Politikern, die Behindertenpolitik auf ihrer Fahne stehen haben und in diversen Foren, dass auch arbeitsunfähige Menschen mit Behinderung eine Chance haben müssen, dass ihre Eingliederungshilfe für die Tagesstruktur nicht mehr an Werkstätten (wo sie in Gruppen zusammengefasst werden) bzw. Tagesförderstätten gebunden sein dürfte.
Bisher habe ich das Ausgegrenztsein dieses Personenkreises noch nicht mal ansatzweise als "Nebenschauplatz" finden können - geschweige denn als Hauptplatz.

Mein geistig schwerstbehinderter Sohn, der mehr als 10 kg schwerer ist als ich selbst, trägt übrigens Windeln. Wenn die Situation eintritt, dass von ihm unangenehmer Geruch ausgeht, benötigen auch wir oft sehr schnell eine behindertengerechte WC-Anlage, weil wir für die Säuberungsaktion auch deutlich mehr Platz benötigen als in einer normalen Toilette zur Verfügung steht.
Allerdings würde ich nie auf die Idee kommen, seine Ausscheidungen woanders zu hinterlassen, weil an diesem Ort kein geeignetes WC zur Verfügung steht.

Daher habe ich durchaus Verständnis für die Prioritätenfrage, denn wer seine Tage in einer großen Schwerstbehinderten-Gruppe verbringen muss, die über einen eigenen "Pflegeraum" mit Liege und allem notwendigen Säuberungsmaterial verfügt, wäre vielleicht dankbar, wenn er Anlass hätte, sich über diesen "Nebenschauplatz" (WCs außerhalb der Einrichtung) Gedanken machen zu dürfen . . .

Beste Grüße
Gisela Maubach

Von Dr. Theben

@nurhessen,

ja alles völlig berechtigte Tatsachen die Sie hier ins Feld führen. Und hiergegen muss und wird, im übrigen auch durch die Spontis in Berlin seit 1987, politisch Widerstand geleistet werden. Aber muss man deswegen auf so eine Aktion, wie jetzt in Berlin verzichten? Machen wir uns doch nicht politisch Ärmer, als wir es tatsächlich sind...!?

Auch Ihnen einen schönen Sonntag Abend

Dr. Martin Theben

Von nurhessen

Nachtrag: Ein Allgemeinplatz ist es doch wohl auch, dass die Scheidungsrate in Familien mit einem behinderten Kind signifikant höher ist als in Familien mit sog. „normalen“ Familienverhältnissen. Zurückbleiben dann meist die alleinstehenden Mütter, die sowieso schon überladen sind mit Problemen wegen ihrer Kinder, dann noch belastet mit finanziellen Problemen. Ein Kreislauf ohne Ende … Da ist „Armut“ wohl vorprogrammiert; das sieht wohl ein jeder!

Von nurhessen

Sehr geehrter Herr Dr. Theben,
Ihre Antwort in Ehren, aber zum Thema „Armut“ möchte ich gerne noch soviel anfügen dürfen, dass Behinderung, sei es durch die eigene qua Arbeitslosigkeit, deren Risiko bei Behinderten statistisch gesehen auch bei gleicher Qualifizierung höher ist als bei Nicht-Behinderten, oder häufiger noch durch die Behinderung der Kinder mit allen Folgen für Eltern, Geschwister, Familien und das gesamte Familiengefüge (auch Karriere der Eltern), die ich in diesem Zusammenhang, da oft genug thematisiert, nicht wohl weiter im Einzelnen darzustellen brauche, droht und konkret gegeben ist. Ich könnte viele Einzelbeispiele nennen. Mein Mann nahm es z.B auf sich, wegen Umzugs in ein vermeintlich „inklusionsfreudigeres“ Bundesland fast täglich ca. 180 km H/R weit zu „pendeln“.
Grüße

Von Dr. Theben

@Gerti,

ja das nervige Warten ob und wann endlich ein effektives Bundesteilhabegesetz auf den Weg gebracht wird oder Menschen mit Behinderungen endlich auch am Arbeitsmarkt partizipieren und nicht nur in WfB´s oder Beschäftigungsstätten zwischengelagert (böses Wort!) werden, das sind sicher Hauptplätze. Aber im Kampf um Gleichstellung und vollumfassende Teilhabe gibt es meiner Ansicht nach keine Nebenschauplätze. Und warum soll man sich die Wartezeit nicht mit solchen Aktionen wie jene in der Armenius-Markthalle vertreiben. Behinderten-WC´s sind geräumig und enthalten oft auch Wickelablagen. Es profitieren also viele davon. Und mit Verlaub: Die Gleichsetzung von Behinderung und Armut enthält auch ein stigmatisierendes Element. Sicher leben nicht wenige in Armut, aber beileibe nicht alle.

Ich wünsche einen schönen Restsonntag.

Dr. Martin Theben

Von Wolfgang Ritter

@ Von theamauchle
Zitat:
„Im Gegensatz zur beklagten "Dreistigkeit" einer solchen Spontanaktion ist die Haltung, dass der Denkmalschutz höher zu gewichten sei als die Bedürfnisse einer bestimmten Personengruppe, doch ganz und gar frech, arrogant und diskriminierend.“

Wer sucht der findet:

Sehr geehrte Damen und Herren, folgendes Schreiben zu ihrer Kenntnis:


Bezirksamt Mitte von Berlin Datum: 24.11.2014
Abt. Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Ordnung Tel.: 44600
Bezirksamtsvorlage Nr. 1028
zur Beschlussfassung -
für die Sitzung am Dienstag, dem 09.12.2014
1. Gegenstand der Vorlage:
Einbringung einer Vorlage - zur Kenntnisnahme - bei der Bezirksverordnetenversammlung
zur Drucksache Nr. 1282/IV, Beschluss vom 18.09.2014, betrifft:
Barrierefreie Zugänglichkeit für die Arminius-Markthalle
2. Berichterstatter:
Bezirksstadtrat Spallek
3. Beschlussentwurf:
I. Das Bezirksamt beschließt die beigefügte Vorlage - zur Kenntnisnahme – betrifft „Barrierefreie
Zugänglichkeit für die Arminius-Markthalle“ als Schlussbericht. Sie ist bei der
Bezirksverordnetenversammlung einzubringen.
II. Mit der Durchführung des Beschlusses wird die Abteilung Stadtentwicklung, Bauen,
Wirtschaft und Ordnung beauftragt.
III. Veröffentlichung: ja
IV. Beteiligung der Beschäftigtenvertretungen: nein
a) Personalrat:
b) Frauenvertretung:
c) Schwerbehindertenvertretung:
d) Jugend- und Auszubildendenvertretung:
4. Begründung, Rechtsgrundlage und Auswirkungen auf den Haushaltsplan und die Finanzplanung:
bitten wir der beigefügten Vorlage an die Bezirksverordnetenversammlung zu entnehmen.
5. Gleichstellungsrelevante Auswirkungen: keine
6. Behindertenrelevante Auswirkungen: keine
7. Integrationsrelevante Auswirkungen: keine
8. Sozialraumrelevante Auswirkungen: keine
9. Mitzeichnung(en):
keine
Bezirksstadtrat Spallek
2 von 3
Bezirksamt Mitte von Berlin Datum: .11.2014
Abt. Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Ordnung Tel.: 44600
Bezirksverordnetenversammlung Drucksache Nr.
Mitte von Berlin 1282/IV
Vorlage - zur Kenntnisnahme –
über
Barrierefreie Zugänglichkeit für die Arminius-Markthalle
Wir bitten, zur Kenntnis zu nehmen:
Die Bezirksverordnetenversammlung hat in ihrer Sitzung am 18.09.2014 folgendes Ersuchen
an das Bezirksamt beschlossen (Drucksache Nr. 1282/IV):
Das Bezirksamt wird ersucht, in Abstimmung mit dem Betreiber der Arminius-Markthalle und
der zuständigen Denkmalschutzbehörde zu prüfen, wie in der Arminius-Markthalle aus Mitteln
des Aktiven Zentrums Turmstraße die Barrierefreiheit hinsichtlich einer behindertengerechten
Toilette und selbständig öffnender Eingangstüren realisiert werden kann. Das Bezirksamt wird
ersucht, die BVV über die Ergebnisse dieser Prüfung zu unterrichten.
Das Bezirksamt hat am .11.2014 beschlossen, der Bezirksverordnetenversammlung dazu
Nachfolgendes als Schlussbericht zur Kenntnis zu bringen.
Zur Umsetzung des Beschlusses ist die Mitwirkung des Verfügungsberechtigten der Arminius-
Markthalle die Voraussetzung. Für das Fördergebiet des Aktiven Stadtzentrums bestehen Möglichkeiten
der Förderung von entsprechenden Maßnahmen z.B. als Kooperationsprojekte oder
als Gebietsfondprojekt (50% Förderung und 50% Eigenanteil). Auf diese Möglichkeiten wurden
mehrere Vertreter der Halle wiederholt vom Geschäftsstraßenmanagement (die raumplaner)
und Gebietsbeauftragten (KoSP) angesprochen und hingewiesen. Es gibt allerdings keine entsprechende
Anfrage seitens des Betreibers.
Die vom Bezirk beauftragten Prozesssteuerer im AZ Turmstraße werden weiterhin in regelmäßigen
Abständen die Thematik mit den Vertretern der Arminius-Markthalle besprechen.
Sollte die Bereitschaft beim Verfügungsberechtigten der Arminius-Markthalle zur Umsetzung
der Maßnahmen bestehen, würde die zuständige Denkmalschutzbehörde den Prozess begleiten
und unterstützen.
A) Rechtsgrundlage:
§ 13 i.V. mit § 36 BezVG
B) Auswirkungen auf den Haushaltplan und die Finanzplanung:
a. Auswirkungen auf Einnahmen und Ausgaben: keine
b. Personalwirtschaftliche Ausgaben: keine
Berlin, den
Bezirksbürgermeister Dr. Hanke Bezirksstadtrat Spallek

Zitat:

„Sollte die Bereitschaft beim Verfügungsberechtigten der Arminius-Markthalle zur Umsetzung
der Maßnahmen bestehen, würde die zuständige Denkmalschutzbehörde den Prozess begleiten
und unterstützen.“

Nur wer soll es dann zahlen, geht nicht aus dem Schreiben hervor? Diese Aktion mit polizeilicher Umrahmung, war bestimmt nicht dass klügste, was da den Leuten eingefallen ist. Man sieht, der Betreiber muss bereit sein, aber lässt sich anscheinend nicht unter Druck setzen, denn letztendlich müssten es alle Mieter wieder finanzieren über die erhöhten Mieten.

Schönen Sonntag noch,

Wolfgang Ritter







Von theamauchle

Einge dieser Leser-Innen-Meinungen verstehe ich hier absolut nicht, d.h. bin sogar bestürzt über eine Aussage wie: "Sonst keine Probleme?" oder ob man sich nicht der "Arumt" von Behinderten widmen sollte, anstatt barrierefreier Toiletten! Ich hoffe bloss, solche Meinungen stammen von Nichtbehinderten, denn die sind mir selbstverständlich auch in der Schweiz wohl bekannt und nichts als die absolute Behindertenfeindlichkeit! Was gibt es für grössere "Probleme" für Mobilitätsbehinderte als die Benutzung von Toiletten im öffentlichen Raum? Im Gegensatz zur beklagten "Dreistigkeit" einer solchen Spontanaktion ist die Haltung, dass der Denkmalschutz höher zu gewichten sei als die Bedürfnisse einer bestimmten Personengruppe, doch ganz und gar frech, arrogant und diskriminierend. Nur, wenn es in dieser ganzen Anlage keine einzige Toilette gäbe, wäre es das nicht! Peinlich für die Stadt Berlin, peinlich für die Betreiber dieser Markthalle, dass es im 21. Jahrhundert und trotz Behindertengleichstellungsgesetzen oder UNO-BRK noch möglich ist, eine solche Entwürdigung von Menschen zu tolerieren!

Von Wolfgang Ritter

Hallo Herr Milewski,

also Sie als Fachmann für Protestaktionen können da schon ein Wörtchen mitreden, zeigte uns doch die Aktion mit dem Sparschwein was in Ihnen steckt. Vielleicht können Sie sich ja mit den Berlinern solidarisieren und das Sparschwein nochmals an das Berliner Landes Denkmalamt schicken, damit die mit dieser Güte und großartigen Spende dann auch alles so umsetzen können, wie es manchen immer genehm ist, wenn er die BRK überflogen hat, was noch lange nicht heißen soll, dass auch die zwischenzeitliche Wunschübersetzung dann auch alles so rechtlich absichert.

Wolfgang Ritter

Von Ralph Milewski

Gute Aktion. Lasst es euch nicht schlecht reden! Auch solche Aktionen haben ihre Berechtigung! Weiter so!

Von Wolfgang Ritter

Piss in Berliner Markthalle!

Zitat:
„Für Gastronomen und ihre Kunden kann es nur vorteilhaft sein, wenn der außerhalb Berlins heimische private Betreiber der Markthalle eine Lösung des leidigen Problems angeht und nicht weiter auf Bestandsschutz pocht.“

Bei der Übernahme oder Pacht von Denkmal geschützten Gebäuden ist es nicht so leicht, alles seinen Vorstellungen entsprechend umzugestalten, da gewisse Vorgaben verbindlich im Vertrag bestimmt verankert sind.

Da hier vereinzelte glauben, das die BRK sich zum Persilschein für alles, was vereinzelten so einfällt nutzen lässt, dann werden sie bald einen anderen Wind zu spüren bekommen, denn irgendwo ist dann bei allem Verständnis für die Situation von uns behinderten Menschen Schluss mit lustig, egal was manche auch aus der BRK so alles vermögen zu lesen.

Den ersten Dämpfer werden verschiedene schon bekommen, wenn dieses angebliche gute Teilhabe Gesetz so manchen die Augen öffnet.

Wenn die Umstände nicht passen, dann gehe ich da nicht hin, aber hier hat man langsam den Eindruck, da suchen manche den ganzen Tag, nur um dann erneut mit der BRK für Stimmung zu sorgen, um so von ihrer Unfähigkeit abzulenken, tatsächlich mal etwas verbessern zu wollen und nicht nur immer die anderen in der Pflicht zu sehen.

Wolfgang Ritter

Von Gerti

@ Dr. Theben:
Von mir wurde (unter anderem) geschrieben: "... Gibt es keine Armut bei Behinderten, der beizukommen und wo (im Zusammenhang mit der vorhandenen Armut) Abhilfe zu schaffen ist?
Bei der Demo geht es nur um zahlungskräftige Behinderte, denn die haben das Geld, um in der Markthalle (und anderswo) einzukaufen. ..."

Mit Verlaub, sich in einer Markthalle hinzustellen und um die Herstellung von Barrierefreiheit zu schaffen, halte ich (gegenwärtig) für eine nicht angemessene 'Baustelle'. Mit der 'Baustelle' _Herstellung von Barrierefreiheit in der Markthalle_ wird (meiner Ansicht) nach ein Nebenschauplatz bedient.
Die Hauptschauplätze sind (meiner Meinung nach) immer noch woanders.
Und wenn sich nun ein Abg. (kein Hinterbänkler, sondern einer, der (allem Anschein nach) etwas zu sagen hat (nämlich als gesundheitspolitischer Sprecher der Deputierten im Abg.-Haus in Berlin) erst bitten lässt, gnädigerweise einen Zugang zu seinem Abg.-Büro (außerhalb des Landtages, d.h., des Berliner Senats) zu schaffen ...

Von Franz Schmahl

Thomas Isenberg, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, hat für sein Wahlkreisbüro in der Armininiushalle jetzt eine Klapprampe. Wie weiter zu erfahren war, wird die Rampe noch in geeigneter Weise gesichert und kann im Bedarfsfall genutzt werden. Das schrieb der Abgeordnete heute einer Aktivistin der Spontis.

Von Dr. Theben

@Gerti

ich war selbst mal bei den Spontis und kann versichern: Millionen hat da keiner auf dem Konto. Diese Gruppe ist seit 1987 in Berlin Aktiv und ohne sie gäbe es keinen behindertengerechten Nahverkehr in der Stadt. Wie das Beispiel Armiunius-Markthalle zeigt, gibt es auch im kleinen noch viel zu tun. Ich finde wir sollten denen Solidarität bekunden, die sich an einem Samstag zu so einer politischen Arbeit aufraffen. Nicht nur in großen Zusammenhängen denken, sondern auch im kleinen Dinge verändern - finde ich.

Ich jedenfalls danke Ihnen für Ihr Engagement und wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

Herzliche Grüße

Dr. Martin Theben

Von Gerti

Sonst keine Probleme?
Sicherlich ist ein barrierefreies Pissoir erforderlich, ABER: gibt es nicht drängendere Themen, die erst einmal zu bearbeiten sind?
Es gibt doch bei denen, die in der Behindertengruppe 'Spntanzusammenschluss ...' mitmachen, bestimmt andere Probleme, die eher schlaflose Nächte bereiten.
Gibt es keine Armut bei Behinderten, der beizukommen und wo (im Zusammenhang mit der vorhandenen Armut) Abhilfe zu schaffen ist?
Bei der Demo geht es nur um zahlungskräftige Behinderte, denn die haben das Geld, um in der Markthalle (und anderswo) einzukaufen.
Probleme gibts ...

Lesermeinung schreiben?

Beim erstmaligen Schreiben Ihrer Lesermeinung werden Sie zur Registrierung geleitet. Dabei erkennen Sie die Nutzungsbedingungen und die Netiquette an.Sie erhalten eine Bestätigungs-E-Mail. Bitte schauen Sie auch in Ihren Spamordner. Bestätigen Sie den Empfang durch Klicken auf den angezeigten Link. Sie erhalten ein Fenster und ergänzen Ihren Anzeigenamen und Ihren persönlichen Namen zur E-Mailadresse. Die Lesermeinung ist auf 2000 Zeichen begrenzt und Sie können bis 14 Tage nach Veröffentlichung der Nachricht schreiben.