Tolles Zeichen von Werder Bremen

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Logo des SV Werder Bremen
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Bild: SV Werder Bremen

Bremen (kobinet) "Manch andere reden noch nicht einmal über Inklusion, wäh­rend Werder Bremen am Sonnabend ein leuchtendes Bei­spiel lieferte", freut sich Karl Finke, Präsident des Behinder­ten-Sportverbandes Niedersachsen, über die viel be­achtete Aktion zur Inklusion des Bundesligisten.

In der Partie gegen Leverkusen hatte Werder Bremen es einem gehan­di­cap­ten Jungen ermög­licht, das Spiel gemeinsam mit Stadi­on­spre­cher "Stolli" zu kom­men­tieren. Ein bleibendes Erlebnis nicht nur für den jun­gen Fan, son­dern für alle Stadionbesucher, die u. a. schon den Ein­lauf der Fuß­ball-Profis mit einer Gruppe behinderter Kinder be­geis­tert quittiert hatten.

"Nach Artikel 30 der UN-Behindertenrechtskonvention müssen Menschen mit Behinderung nicht nur gleichberechtigten Zugang zu Arbeit, Wohnung und Bil­dung haben, sondern es steht ihnen auch die uneingeschränkte Teilhabe an Kultur und Sport zu", be­tont Karl Finke. Und er ist sich mit Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald einig, dass ein solcher Beitrag zum Inklusions­spiel­tag der Bundesliga hilft, Berührungsängste und Vorurteile auf dem Platz und am Rand des Spielfeldes abzubauen.

"Hier kommt dem Profi-Fußball aufgrund seiner einzigartigen Öf­fent­lichkeits­wirk­samkeit natürlich eine vor­bildhafte Schlüssel­funk­tion zu", so Karl Finke. "Und ich hoffe sehr, dass solche Vor­bilder im Großen wie im Kleinen auf allen gesellschaftlichen Ebe­nen Schule ma­chen."