Bentele lädt zur Fachtagung zur unabhängigen Beratung

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Verena Bentele
Verena Bentele
Bild: Irina Tischer

Berlin (kobinet) "Unabhängige Beratung - Erfahrungen und Qualitätsstandards", so lautet der Titel einer Fachtagung, zu der die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen Verena Bentele am 13. Oktober ins Kleisthaus nach Berlin einlädt. Dabei geht es u.a. darum, wie eine von Leistungsträgern und Leistungserbringern unabhängige Beratung aussehen kann, die derzeit im Rahmen der Schaffung des Bundesteilhabegesetzes diskutiert wird.

"Eine von Leistungsträgern und Leistungserbringern unabhängige Beratung behinderter Menschen, beispielsweise die qualifizierte Beratung von behinderten Menschen durch behinderte Menschen (Peer Counseling), wird seit langer Zeit gefordert und ist auch eine Kernforderung vieler Verbände behinderter Menschen bei den Diskussionen um ein Bundesteilhabegesetz. Solche Beratungsangebote sind notwendig, um die Position der Betroffenen im Sozialleistungsdreieck gegenüber Leistungsträgern und Leistungserbringern zu stärken, ohne deren Beratungsangebote zu ersetzen. Zudem geht es darum, mit Hilfe des Peer Counseling weitere Türen zur Inklusion zu öffnen. Denn ohne eine unabhängige Beratung können viele behinderte Menschen ihre Rechtsansprüche nur schwer durchsetzen und bleiben von der gleichberechtigten Teilhabe weitgehend ausgeschlossen", heißt es in der Ankündigung der Tagung.

Dafür sei nach Ansicht vieler Behindertenorganisationen der Aufbau einer flächendeckenden Struktur unabhängiger Beratungsangebote ebenso nötig wie der individuelle Rechtsanspruch auf Beratung von behinderten Menschen, die sich Leistungsträgern gegenüber sehen. Möglicherweise könne dabei auf bereits bestehende existierende Angebote und Erfahrungen unabhängiger Beratung (zum Beispiel des Peer Counseling) aufgebaut werden, heißt es weiter in der Tagungsankündigung. Bei dieser Fachtagung geht es also zum einen um eine Bestandsaufnahme vorhandener Beratungsangebote, hauptsächlich jedoch um die Erarbeitung inhaltlicher, personeller und struktureller Qualitätsstandards, die von unabhängigen Beratungsstellen innerhalb des neuen Angebots zu erfüllen sind.

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