Neuer Vorstand im ZsL Kassel

Veröffentlicht am von Christian Mayer

Zentrum für selbstbestimmtes Leben Kassel
Zentrum für selbstbestimmtes Leben Kassel
Bild: fab

Kassel (kobinet) Das Kasseler Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen ist in Deutschland das größte Zentrum dieser Art. Am Donnerstagabend wurde auf der Mitgliederversammlung des Verein zur Förderung der Autonmie Behinderter (fab), der Träger des Zentrums, in dem auch einige andere Verbände und Initiativen vertreten sind, ein neuer Vorstand gewählt. 35 der 48 Beschäftigte in der Regie des Vereins haben eine Behinderung.

Seit 1987 prägt der Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) die Behindertenpolitik in der Stadt Kassel mit. Zudem bietet der Verein eine Reihe von Dienstleistungen, die Menschen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben in ihren eigenen vier Wänden ermöglicht. Der Assistenzdienst erbringt monatlich derzeit 25.000 Studen, die von über 400 AssistentInnen geleistet werden. Im Unterstützten Wohnen, durch das behinderte Menschen beraten werden, in ihrer eigenen Wohnung zu leben, werden derzeit 60 KundInnen unterstützt. Die allgemeine Beratung im Sinne des Peer Counseling im Rahmen der Offenen Hilfen hat im letzten Jahr über 420 behinderte und nichtbehidnerte Menschen beraten und unterstützt. Diese Angebote werden von einer Reihe von Veranstaltungen und Aktivitäten, die im freiRAUM von derzeit 20 ehrenamtlichen behinderten und nichtbehinderten Menschen koordiniert und durchgeführt werden, flankiert. Dies reicht von thematischen Veranstaltungen zum Thema Behinderung, Kaffeenachmittage, Gruppenangebote, Treffen von Initiativen aus dem Stadtteil, bis zu Feierlichkeiten in barrierefreien Räumen. Darüber berichtete Ottmar Miles-Paul vom bisherigen Vorstand in seiner Bilanz der Tätigkeiten des Vereins in der Mitgliederversammlung.

Nach dem Bericht und der anschließenden Diskussion wurde ein neuer Vorstand gewählt. Während Prof. Dr. Gisela Hermes, Bettina Schneider, Gebriele Pinnow und Ottmar Miles-Paul nicht mehr zu einer Wiederwahl antraten, wurde Stefan Collet aus dem bisherigen Vorstand auch in den neuen Vorstand gewählt. Als neue Mitglieder wurden Thomas Abel, Carola Hiedl, Marta Hurtado und Felix Wenzel in den Vorstand des Vereins gewählt, der mittlerweile die Größe eines mittelständischen Unternehmens hat.

Die nächste Veranstaltung des Vereins findet unter dem Motto "Positiv leben mit HIV - Erfahrungsbericht und allgemeine Informationen" am Donnerstag, den 26. November um 19.00 Uhr im freiRAUM, Samuel-Beckett-Anlage 6, in 34119 Kassel statt. In der Ankündigung heißt es dazu: "Ein positiver HIV-Test löst bei den meisten Menschen erstmal einen Schock aus. Viele bekommen Angst vor Krankheit und Tod. Es fällt schwer, sich vorzustellen, wie das Leben weitergehen soll. Unser Gast ist eine Frau, die 1998 die Diagnose 'Aids' erhielt. Sie berichtet über:
• ihr Leben mit HIV
• die erste Zeit mit schwerer Krankheit und vielen Einschränkungen
• die Jahre danach, in denen sich der gesundheitliche Zustand stabilisierte und es galt, im Alltag mit HIV umzugehen
• Stigmatisierungen und Diskriminierungen, denen Menschen mit HIV immer wieder begegnen können
• interessante Begegnungen und spannende Perspektiven.

Im zweiten Teil besteht die Möglichkeit, allgemeine Fragen rund um das Thema HIV zu stellen. Es wird über die Selbstvertretung von Menschen mit HIV in Deutschland und über die Arbeit der Aids-Hilfe Kassel berichtet."

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