Thüringens neuer Beauftragter

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Joachim Leibiger
Joachim Leibiger
© MDR

Erfurt (kobinet) Joachim Leibiger tritt am 1. Januar 2016 sein neues Amt als Thüringer Behindertenbeauftragter an. Der aus Weimar stammende und an der Akademie in Potsdam-Babelsberg diplomierte 62-jährige Verwaltungsjurist arbeitet seit 1994 als Geschäftsleiter des Zweckverbandes Wirtschaftsförderung im nördlichen Weimarer Land. Seit 2011 ist er Landesvorsitzender des Blinden- und Sehbehindertenverbandes.

Seiner Berufung war ein längeres Gezerre und Kritik an der Personalie vorausgegangen sowie schließlich auch staatsanwaltschaftliche Ermittlungen, merkte der Mitteldeutsche Rundfunk an: Leibigers Vorgänger beim Verband hatte Untreue-Strafanzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren jedoch wieder ein, da der Vorwurf nicht nachzuweisen gewesen sei. Gegen die Berufung Leibingers hatte es auch Kritik aus Thüringer Behindertenverbänden und aus der Linken-Landtagsfraktion gegeben. Er sei eine polarisierende Persönlichkeit und nicht in der Lage, andere Positionen zu akzeptieren.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow, der seit dem 5. Dezember 2014 als erster Linkspolitiker an der Spitze einer Landesregierung steht, meint hingegen, sein Kabinett habe einen erfahrenen Fürsprecher für Menschen mit Behinderungen gewinnen können. Leibiger könne "aus eigener Betroffenheit die Anliegen von Menschen mit Behinderungen bestens in die Landespolitik transportieren".

Lesermeinung schreiben?

Beim erstmaligen Schreiben Ihrer Lesermeinung werden Sie zur Registrierung geleitet. Dabei erkennen Sie die Nutzungsbedingungen und die Netiquette an und ergänzen Ihren Anzeigenamen und Ihren persönlichen Namen zur E-Mailadresse. Die Lesermeinung ist auf 2000 Zeichen begrenzt und Sie können bis 14 Tage nach Veröffentlichung der Nachricht schreiben.