Veröffentlicht am 02.11.2026 12:10 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Beim Diversity Ball Dance und guter Stimmung Foto: Max Louis Köbele MLK Media
WIEN (kobinet)
Nach einer erfolgreichen Premiere im Februar geht der DIVERSITY BALL DANCE in die nächste Runde. Am 11. November 2026 von 17:00 bis 22:00 Uhr verwandelt sich das EGA in Wien-Mariahilf in eine Tanzfläche für alle. Das inklusive Afterwork-Clubbing wird gemeinsam vom DIVERSITY BALL-Team und Mitinitiatorin Mel Merio umgesetzt und lädt dazu ein, Vielfalt zu feiern und Barrieren gemeinsam abzubauen. Bei der ersten Ausgabe der Eventreihe tanzten Menschen mit und ohne Behinderungen, internationale Gäste der Zero Project Conference, Partnerinnen und Partner sowie Freundinnen und Freudne des DIVERSITY BALL gemeinsam auf der Wiener Summer Stage.
Veröffentlicht am 02.11.2026 11:20 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Zwei Hände halten eine leere geöffnete Geldbörse Foto: undefined
DÜSSELDORF (kobinet)
Die Zahl der Menschen, die im Alter Grundsicherung beziehen, ist laut Landesbetrieb Information und Technik (IT.NRW) zum fünften Mal in Folge gestiegen. Für den Sozialverband VdK in Nordrhein-Westfalen kommt diese Entwicklung nicht überraschend, besorgniserregend ist sie allemal. Immer mehr Menschen haben trotz eines langen Erwerbslebens eine Rente, die angesichts steigender Mieten, Energie- und Lebenshaltungskosten kaum zum Leben reicht. Die Quoten sind laut IT.NRW vor allem in den Großstädten wie Köln und Düsseldorf besonders ausgeprägt – also gerade dort, wo die Wohnkosten am höchsten sind. Der VdK NRW warnt deshalb vor den Folgen der geplanten Wohngeldkürzungen: Sollte die Bundesregierung die Reform wie vorgesehen umsetzen, könnten zahlreiche Wohngeldempfänger künftig auf Leistungen der Grundsicherung angewiesen sein.
Veröffentlicht am 02.11.2026 07:05 von Hartmut Smikac in der Kategorie Meinung
140630_Sigi_Ottmar_GG Foto: H.-Günter Heiden
Berlin / München (kobinet)
„Die Alte Norm – Wie war Behindertenaktivismus früher?“ So lautet der Titel der aktuellen Ausgabe des auf Bayern 2 ausgestrahlten Podcast „Die Neue Norm“. „In Episode 80 unseres Bayern 2 Podcasts blicken Jonas Karpa, Karina Sturm und Raúl Krauthausen gemeinsam mit Behindertenrechtspionier*innen Sigrid Arnade und Ottmar Miles-Paul auf die Geschichte der deutschen Behindertenrechtsbewegung zurück. Seit den 1980er-Jahren prägen die beiden Gäst*innen die Behindertenpolitik maßgeblich – unter anderem durch ihren Einsatz in der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung, für die Rechte behinderter Frauen und für Meilensteine wie die Grundgesetzänderung von 1994. Diese Folge gibt persönliche Einblicke in eine Zeit, in der Protest ganz ohne Social Media und Smartphones organisiert werden musste, und zeigt, wie viel Mut, Radikalität und Beharrlichkeit nötig waren, um das Prinzip ‚Nichts über uns ohne uns‘ überhaupt in Politik und Gesellschaft durchzusetzen. Zugleich schlägt die Folge die Brücke ins Hier und Jetzt und hinterfragt, wie sich der Aktivismus über die Jahrzehnte verändert hat: War der Protest früher kompromissloser, und ist die heutige Generation im digitalen Zeitalter unbequem genug? Sigrid Arnade und Ottmar Miles-Paul reflektieren dabei die Erfolge, aber auch die Versäumnisse ihrer eigenen Generation als auch der heutigen. Außerdem wird das Buch ‚Geschlecht behindert. Besonderes Merkmal FrauÄ erwähnt“, heißt es u.a. in der Ankündigung der Podcast-Ausgabe.
Veröffentlicht am 02.11.2026 06:45 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
H.-Günter Heiden mit dem Buch zur Grundgesetzergänzung vor dem Reichstag Foto: omp
Berlin (kobinet)
„Das medizinische Modell des Alters muss durch ein Menschenrechtsmodell des Alters ersetzt werden“, das ist ein Anliegen von H.-Günter Heiden und seinen Mitstreiter*innen für die Schaffung einer Altenrechtskonvention der Vereinten Nationen. Vom 26. – 30. Oktober 2026 fanden in Genf Beratungen zur Entwicklung einer Menschenrechtskonvention zu den Rechten älterer Menschen der Vereinten Nationen statt. H.-Günter Heiden vom NETZWERK ARTIKEL 3 hat diese Beratungen online verfolgt. Worum geht es dabei genau ging, darüber sprach kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul mit H.-Günter Heiden im aktuellen kobinet-Interview.
„Wäre Inklusion eine Waffe, wäre genug Geld dafür da!“ So hat Sascha Lang den Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Oktober 2026 getitelt. Gemeinsam mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul blickt Sascha Lang in der neuesten Episode des Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) auf einige Ereignisse und Themen, die die Behindertenpolitik im Oktober 2026 bestimmt haben. Dabei geht es um politische Versprechen, zähe Reformen und die Sorge vor neuen Einschränkungen. Was droht, wenn bei Eingliederungshilfe, Pflege und persönlicher Assistenz der Rotstift angesetzt wird? Und was bedeutet das für Menschen, deren Alltag von verlässlicher Unterstützung abhängt? Es gibt aber auch interessante Beispiele, die Sascha Lang aus der luxemburgischen Behindertenpolitik zu berichten hat.
Veröffentlicht am 02.11.2026 06:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo der Bundesagentur für Arbeit Foto: BA
Nürnberg (kobinet)
Auch im Oktober 2026 lag die Zahl der arbeitslos gemeldeten schwerbehinderten Menschen in Deutschland über 190.000. Mit 192.767 arbeitslos gemeldeten schwerbehinderten Menschen lag diese Zahl nun schon zum fünften Mal in Folge über 190.000 ohne dass sich eine Besserung andeutet. Noch vor einem Jahr – im Oktober 2025 – lag die Zahl arbeitslos gemeldeter Arbeitsloser bei 185.413, also bei über 7.000 Personen weniger. Die Dramatik dieser Situation zeigt sich, wenn man auf die Arbeitslosenzahlen Schwerbehinderter vor der Corona Pandemie blickt. Im Oktober 2019 waren in Deutschland mit 153.590 fast 40.000 schwerbehinderte Arbeitslose weniger gemeldet. Bei all der „Reformfreudigkeit“ der aktuellen Bundesregierung hört man wenig darüber, wie dieser dramatischen Entwicklung entgegengewirkt werden kann. Selbst die bereits vor drei Jahren angekündigte Reform des Werkstättensystems mit zusätzlich über 300.000 behinderten Menschen, die dort weit unter dem Mindestlohn und ohne nennenswerte Vermittlungschancen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt verharren, steckt noch irgendwo in der Verwaltung fest. wie die LIGA Selbstvertretung kritisiert.
Veröffentlicht am 02.11.2026 05:20 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Arne Frankenstein mit E-Rolli unterwegs Foto: Tristan Vankann / fotoetage
Bremen / Berlin (kobinet)
Bremen leistete einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungsarbeit an die nationalsozialistischen Medizinverbrechen: Auf Initiative des Landesbehindertenbeauftragten Arne Frankenstein ermöglichte die Vertretung des Landes Bremen beim Bund dem Arbeitskreis zur Erforschung der nationalsozialistischen „Euthanasie“ und Zwangssterilisation, seine Herbsttagung vom 30. Oktober bis zum 1. November 2026 in Berlin auszurichten. Die Tagung brachte Forschung, Angehörige, Selbstvertretungen und Politik miteinander ins Gespräch. Ziel war es insbesondere, die Umsetzung des Bundestagsbeschlusses „Opfer von NS-‚Euthanasie‘ und Zwangssterilisation – Aufarbeitung intensivieren“ (Drucksache 20/12415) zu befördern.
Veröffentlicht am 01.11.2026 08:50 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
261031_354_teddybaeraugen Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg (kobinet)
„Teddybäraugen trotz Schmerz – Leben mit Fibromyalgie“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). „‚Du siehst doch gesund aus!‘ Ein Satz, der Menschen mit Fibromyalgie häufig begegnet. Doch was, wenn der Schmerz unsichtbar ist und trotzdem jeden Tag das Leben bestimmt? In dieser IGEL-Episode spricht Sascha Lang mit Alexandra Schubert, Therapeutin und Produktmanagerin bei NOVAFON, über eine Erkrankung, die noch immer zu wenig verstanden wird. Gemeinsam schauen sie hinter die sogenannten Teddybäraugen und fragen: Was verbirgt sich hinter einem Lächeln, wenn der Körper schmerzt und die Kraft fehlt?“ heißt es u.a. in der Ankündigung dieser IGEL-Podcast-Ausgabe.
Veröffentlicht am 01.11.2026 07:40 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Inklusionsprojekt bei der HYROX Hamburg 2026 Foto: Marvin Nast
SPREMBERG (kobinet)
Drei Jahre ehrenamtliche Vereins- und Projektentwicklung, zwölf Athletinnen und Athleten und drei erfolgreiche Zieleinläufe: Das Projekt „Inklusion mit & durch HYROX“ der Abteilung HYROX des KSC Asahi Spremberg e.V. feierte am 30. Oktober 2026 beim HYROX Hamburg einen besonderen Erfolg. Erstmals gingen im Rahmen des Projekts drei Inklusionsstaffeln – Men, Mixed und Women Relay – offiziell in der regulären Open-Kategorie an den Start. Alle zwölf Teilnehmenden absolvierten den Wettkampf erfolgreich, ohne Zeitstrafen oder Disqualifikationen. Sie erreichten das Ziel in weniger als 1 Stunde und 40 Minuten. Die drei Staffeln waren jeweils zu 50 Prozent mit adaptiven und zu 50 Prozent mit nicht-adaptiven Athletinnen und Athleten besetzt. Diese Zusammensetzung erfolgte freiwillig und war keine Vorgabe des Veranstalters.
Veröffentlicht am 01.11.2026 07:31 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V. Foto: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V.
BERLIN (kobinet)
Anlässlich des 50. Jahrestages der Eröffnung des ersten Frauenhauses in der Bundesrepublik Deutschland am 1. November 2026 äußert sich Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, zu den anhaltenden Defiziten. „Fünf Jahrzehnte Frauenhäuser sind fünf Jahrzehnte Arbeit von Frauen für Frauen. Zum Jubiläum gehört aber auch eine bittere Erkenntnis: Der Erfolg der Frauenhausbewegung ist kein Selbstläufer, sondern musste von Frauen auch gegen Widerstände erkämpft werden“, so Rock.
Veröffentlicht am 01.11.2026 07:01 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Information zum Online Webinar 5 – Hörtraining, kognitive Aspekte & Altern Foto: Deutscher Schwerhörigenbund e.V. – KI generiert
BERLIN (kobinet)
Der Deutsche Schwerhörigenbund e.V. (DSB) hat das neue Projekt „Hör hin! Hörprävention für hörbeeinträchtigte Menschen – Sensibilisierung und Prävention über Gesundheitsthemen im Hinblick auf Hörschädigungen“, bei welchem eine Reihe von Webinaren durchgeführt werden sollen gestartet. Mit Hilfe des Projektes sollen vermeidbare Hörschädigungen und Präventivmaßnahmen zum Schutzverhalten im Alltag aufgezeigt werden und dem Abbau von Stigmatisierung sowie zum Wissenstransfer und Austausch zwischen Referentinnen und Referenten sowie Teilnehmenden dienen.
Veröffentlicht am 01.11.2026 07:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
a man holding his chest with his hands Foto: Sasun Bughdaryan
MARIENHEIDE (kobinet)
Am 2. November 2026 findet der internationale Welt-CRPS-Tag unter dem Motto »Color The World Orange™« statt. Mit orange beleuchteten Wahrzeichen, Kleidung und Accessoires wird weltweit auf das Komplexe Regionale Schmerzsyndrom (CRPS), auch als Morbus Sudeck bekannt, aufmerksam gemacht. Die Erkrankung ist eine seltene neurologische Störung, die oft nach Verletzungen oder Operationen auftritt. Typisch sind anhaltende Schmerzen, die in keinem Verhältnis zum Auslöser stehen, sowie Berührungsempfindlichkeit, Schwellungen, Hautveränderungen und Einschränkungen der Beweglichkeit.
Veröffentlicht am 31.10.2026 07:40 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
sovd Foto: Sozialverband Deutschland
BERLIN (kobinet)
Eine aktuelle Civey-Umfrage im Auftrag des Sozialverbands Deutschland (SoVD) Berlin-Brandenburg zeigt, dass 54 Prozent der befragten Berliner*innen und 47 Prozent der Brandenburger*innen ihre Miete im Verhältnis zur Wohnung für zu hoch halten. Bezahlbares Wohnen sei in beiden Bundesländern eine zentrale soziale Frage, so der Verband.
Veröffentlicht am 31.10.2026 07:30 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Bundestag im Herbst Foto: Irina Tischer
BERLIN (kobinet)
Beim sportpolitischen Frühstück „Para Sport“ der SPD-Bundestagsfraktion war der Deutsche Behindertensportverband (DBS) zu Gast in Berlin. Bei diesem Anlass sprach Lukas Niedenzu, stellvertretener DBS-Sportdirektor, über die Entwicklung des paralympischen Sports – und platzierte dabei eine zentrale Forderung des Verbandes: die Förderung auf Augenhöhe für den Para Sport. „Vier Menschen, die Höchstleistungen erbringen, Grenzen verschieben und ihre ganz eigenen Erfolgsgeschichten schreiben. Vier Geschichten von mehr als 200 Athletinnen und Athleten, die Deutschland bei den Paralympischen Spielen vertreten, die erzählen, was den Para Sport ausmacht.“ – Lukas Niedenzu zeigte den Teilnehmern des sportpolitischen Frühstücks verschiedene Postkarten-Motive mit Geschichten von Athleten, die eine Gemeinsamkeit haben: Sie zeigen sportliche Leistungen auf höchstem Niveau – auf Augenhöhe. Sie zeigen Athlet*innen, die um Hundertstelsekunden kämpfen, weite Wege gehen und sich allen Herausforderungen stellen. Gleichzeitig machte Niedenzu deutlich: „Dafür braucht es Förderung auf Augenhöhe.“Um das zu erreichen, seien aktuell insbesondere zwei Bedarfe von entscheidender Bedeutung: Ein Ausbau der Duale Karriere Individualförderung (DK-I) als zentrales Förderinstrument für Athletinnen und Athleten mit Behinderung.
Veröffentlicht am 31.10.2026 07:30 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Flagge Bundesland Nordrhein-Westfalen Foto: Gemeinfrei, public domain
DÜSSELDORF (kobinet)
Der Fach- und Arbeitskräftemangel ist die zentrale Herausforderung für die Eingliederungshilfe in Nordrhein-Westfalen. Das geht aus einer Studie des Instituts für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik (ISG) hervor, die das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) am 30. Oktober 2026 veröffentlicht hat. Bis 2030 wird demnach ein Einstellungsbedarf von rund 56.500 Personen in diesem Bereich erwartet. Grundlage für den Personalbedarf sind arbeitsmarktbedingte Lücken, eine steigende Zahl von Leistungsberechtigten sowie das altersbedingte Ausscheiden von Beschäftigten. Die Studie bestätigt damit die Ergebnisse einer Befragung unter Leistungserbringern: Mehr als 80 Prozent geben an, von Personalmangel betroffen zu sein. Besonders stark steigt der Bedarf bei der Schulbegleitung und der Assistenz außerhalb Besonderer Wohnformen.
Veröffentlicht am 31.10.2026 07:11 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Titelbild der tagesschau Foto: ARD tagesschau
München (kobinet)
„Die meisten Webseiten verfehlen die gesetzlich vorgeschriebenen Mindeststandards der Barrierefreiheit. Das zeigt eine Analyse von BR Data. Die Folge: Menschen mit Behinderung können digitale Angebote oftmals kaum oder gar nicht nutzen.“ So heißt es in einem Bericht der tagesschau zum Stand der digitalen Barrierefreiheit in Deutschland, wo das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz seit Ende Juni 2025 in Kraft ist und Webseiten von öffentlichen Stellen schon längst barrierefrei sein müssten.
Veröffentlicht am 31.10.2026 07:01 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Netzwerk-Sprecherin Claudia Seipelt-Holtmann beim Austausch im Ministerium zur Umsetzung des Gewalthilfegesetzes Foto: NetzwerkBuero
DÜSSELDORF (kobinet)
Rund 61 Prozent der landesgeförderten Frauenhäuser in Nordrhein-Westfalen melden Bedarf an einem barrierefreien Umbau. Das zeigt die im Oktober vorgestellte Kienbaum-Ausgangsanalyse zur Gewalthilfe. Auch fehlende Möglichkeiten zur aufsuchenden Beratung und fehlendes Fachwissen erschweren Frauen mit Behinderungen den Zugang zu Hilfe. Anlässlich der Anhörung am 5. November im Ausschuss für Gleichstellung und Frauen des Landtags NRW fordert das Netzwerk Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung NRW, dass Gewalthilfe für betroffene Frauen und Mädchen funktionieren muss. „Gewalt-Hilfe muss für Frauen und Mädchen mit Behinderungen funktionieren!“, betont Claudia Seipelt-Holtmann, Sprecherin des Netzwerks Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung NRW.
Veröffentlicht am 31.10.2026 05:21 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
info Zeichen Foto: Susanne Göbel
Marburg (kobinet)
„Abgehängt durch Digitalisierung?“ So lautet der Titel einer Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Roland Schäfer, die am 5. November 2026 um 19:00 Uhr im Technologie und Tagungszentrum (TTZ) in Marburg stattfindet. „Wer bei seiner Bank oder Sparkasse eine Papierüberweisung nutzt, zahlt ein vielfaches an Gebühr als beim sogenannten ‚Online-Banking‘. Termine beim Job-Center sollen nur noch über eine App im Handy vergeben werden. Bekannte Systemfehler in der RMV App werden zuweilen mit Straf-Fahrpreisen belegt, wenn damit das digitale Ticket nicht (richtig) vorgezeigt werden kann Wer eine telefonische Hotline anwählt, wird dort häufig mit einer sogenannten ‚KI‘ konfrontiert und kann oft kaum an einen Menschen gelangen. Häufig werden Anrufende auf Hotlines auch auf die Internetseiten der jeweiligen Betreiber verwiesen, die angeblich ‚leicht‘ erreichbar sein sollen. Digitalisierung wird vom Helfer zum Glaubenspostulat, das scheinbar alles besser macht. Auf der Strecke bleibt die analoge Alternative – die benötigt wird, damit Menschen nicht vom gesellschaftlichen Leben und von privaten und öffentlichen Dienstleistungen abgehängt werden. Insbesondere für Menschen mit Behinderungen ist ein Recht auf analoge Teilhabe von enormer Bedeutung“, heißt es in der Ankündigung der Veranstaltung.
Veröffentlicht am 31.10.2026 04:51 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Symbol Ausrufezeichen Foto: ht
Lingen (kobinet)
Wie können Menschen mit Behinderungen selbstbestimmt über ihre letzte Lebensphase ent-scheiden? Wie können sie andere Menschen beim Sterben begleiten? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der inklusive Fachtag „Ich bestimme. Ich begleite. Bis zuletzt!“ am 28. Oktober 2026 im Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen. Die Veranstaltung war mit mehr als 100 Teilnehmenden ausgebucht und machte deutlich: Der Wunsch nach Selbstbestimmung und guter Begleitung am Lebensende betrifft alle Menschen. Zielgruppen waren Bewohnerinnen und Bewohner, Fachpersonen und Ehrenamtliche aus der Eingliederungshilfe sowie weitere interessierte Menschen mit und ohne Behinderungen. Im Mittelpunkt des Fachtages standen die Themen Selbstbestimmung, Teilhabe und eine würdige hospizlich-palliative Be-gleitung am Lebensende.
Veröffentlicht am 30.10.2026 10:01 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Antonia Bögner in der KZ-Gedenkstätte Foto: Ernst Tradinik
MAUTHAUSEN (kobinet)
Die inklusive TV-Sendung NA (JA) GENAU hat einen Beitrag über einen Besuch in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen veröffentlicht. Ursprünglich sollte ein Beitrag über eine inklusive Erinnerungslesung entstehen, die jedoch kurzfristig abgesagt wurde. Stattdessen fuhr das Team um Antonia Bögner und Ernst Tradinik nach Mauthausen und sprach mit der pädagogischen Leiterin der Gedenkstätte, Gudrun Blohberger. Die 28-minütige Sendung in HD ist in der OKTOthek mit deutschen und englischen Untertiteln sowie auf YouTube verfügbar. Im Gespräch ging es auch um den Umgang mit Menschen mit Behinderungen im Nationalsozialismus.
Veröffentlicht am 30.10.2026 09:50 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo VdK Nordrhein-Westfalen Foto: VdK Nordrhein-Westfalen
DÜSSELDORF (kobinet)
Der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen kritisiert die von Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann am 29. Oktober 2026 angekündigten Pläne, etwa zehn Prozent in der Pflegeversicherung einzusparen. Eine eingesetzte Kommission soll bis Ende Januar Reformvorschläge vorlegen. Der VdK-Präsident Horst Vöge warnte, Kürzungen dürften nicht zulasten Pflegebedürftiger und ihrer Angehörigen gehen. Die Kommission habe seiner Ansicht nach nur eine Alibifunktion und diene vor allem dazu, Einsparungen für den Bundeshaushalt zu ermöglichen. „Wir brauchen eine strukturelle Reform der Pflegeversicherung, kein Kürzungskonzept“, so Vöge. Die bisherigen Maßnahmen seien unzureichend. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen trügen bereits heute eine enorme finanzielle, körperliche und psychische Belastung. Weitere Einschnitte würden ihre Situation zusätzlich verschärfen.
Veröffentlicht am 30.10.2026 07:51 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
261029_Plakat_Protest_Bremen Foto: privat
Bremen (kobinet)
„Das hat nichts mehr mit Inklusion zu tun, sondern wir werden wieder auf Heime verwiesen. Der Bund will sich vornehmen, dass er selber sagt: was ist für uns angemessen und was für uns zumutbar ist“, so hat Horst Frehe von der Bremer Assistenzgenossenschaft in der Nachrichtentensendung buten un binnen auf den Punkt gebracht, was über 150 Demonstrierende behinderte Menschen und ihre Assistent*innen am 29. Oktober 2026 vor den Bremer Dom zum Protest gegen die derzeitigen Pläne zur Reform der Eingliederungshilfe getrieben hat. Die Demonstrierenden fordern u.a., dass sich das Land Bremen gegen die geplanten Einschränkungen der Eingliederungshilfe im Bundesrat stellt. Und dies nicht ganz ohne Erfolg: „Die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration unterstützt grundsätzlich die Forderung der Assistenznehmer:innen, dass das Selbstbestimmungsrecht von Menschen mit Behinderungen durch bundesgesetzliche Änderungen nicht eingeschränkt werden darf“, wird die Sozialbehörde im Fernsehbericht zum Protest von Radio Bremen zitiert.
Veröffentlicht am 30.10.2026 07:31 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V. Foto: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V.
BERLIN (kobinet)
Der Paritätische Gesamtverband begrüßt die von der Bundesregierung angekündigten Änderungen beim Elterngeld. Wie Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, am 29. Oktober 2026 erklärte, bleibt das Basiselterngeld bei 14 Monaten, wenn beide Elternteile mindestens vier Monate nehmen. Eine zuvor diskutierte Kürzung auf zwölf Monate sei damit vom Tisch. Erstmals seit der Einführung des Elterngeldes im Jahr 2007 sollen Mindest- und Höchstbetrag angehoben werden. Das geplante 4-6-4-Modell sieht vier reservierte Monate je Elternteil und sechs frei aufteilbare Monate vor. In den reservierten Monaten sollen künftig 80 statt bisher 65 Prozent des ausfallenden Nettoeinkommens ersetzt werden. Bisher blieben meist Frauen zu Hause, wenn es um Sorgearbeit gehe, und trügen die damit verbundenen Lohneinbußen, so Rock. Mit der höheren Ersatzrate für Väter rechne sich der Weg zu mehr Gleichstellung auch am Küchentisch. Ziel bleibe, dass sich beide Eltern die Zeit nach der Geburt gleichmäßig teilen, sagte Rock. Dafür brauche es zudem eine bezahlte Freistellung für den zweiten Elternteil in den ersten zehn Tagen nach der Geburt. Dann beginne das Familienleben von Anfang an wirklich gemeinsam.
Veröffentlicht am 30.10.2026 07:21 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo Diakonie Deutschland – Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V. Foto: Diakonie Deutschland – Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
BERLIN (kobinet)
Die Diakonie Deutschland begrüßt ausdrücklich, dass Eltern nach den Plänen der Bundesregierung auch künftig 14 Monate Elterngeld erhalten können. „Hier auf zwölf Monate zu kürzen, wäre der völlig falsche Weg gewesen“, erklärt Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch. „Es ist gut, dass die Bundesregierung das eingesehen hat.“ Allerdings sieht die Diakonie die Gefahr „einer Kürzung durch die Hintertür“. Denn der Gesetzesentwurf erhält zwar die 14 Monate, verteilt sie aber neu: sechs flexible Monate und je vier Monate pro Elternteil. Bisher waren es zwölf Monate und zwei Monate für das zweite Elternteil. Das bedeutet: Nimmt nur ein Elternteil seinen Anspruch auf Elternzeit wahr, verkürzt sich die Gesamtdauer auf zehn Monate. „Eine gerechte Aufteilung der Care-Arbeit ist ein wichtiges Ziel. Aber damit entstehen Härten für Familien, in denen der zweite Elternteil seine Monate aus finanziellen Gründen nicht nutzen kann. Die finanzielle Absicherung endet dann bereits mit dem zehnten Lebensmonat des Kindes.
Veröffentlicht am 30.10.2026 07:20 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung
Hans-Willi Weis in nachdenklicher Pose, weiß gekleidet mit weißer Baskenmütze Foto: Hans-Willi Weis
Staufen (kobinet)
Der Schock tritt häufig zeitverzögert ein nach einem schlimmen Erlebnis oder der Nachricht von einem solchen. Als ich jetzt in meiner Kolumne „Umgebracht werden“ vom November 2023 noch einmal lese, was ich über meine Tante Annie geschrieben habe, an die ich mich als eine Familienangehörige während meiner Kindheit und Jugend später gern erinnert habe, sagt mir meine Schwester, dass ich ein nicht unwesentliches Detail ihres traurigen Schicksals in der Nazi-Zeit gar nicht erwähnt habe.
Veröffentlicht am 30.10.2026 07:01 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. (bvkm) Foto: Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. (bvkm)
DÜSSELDORF (kobinet)
Das Gesetz zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe (1. KJHSRG) sieht statt der versprochenen „Inklusiven Lösung“ nur eine freiwillige Testphase ohne festen Zeitplan vor. Für die Bildungsassistenz sind künftig vorrangig Gruppenangebote vorgesehen – individuelle Bedarfe drohen nicht ausreichend gedeckt zu werden. Der bvkm fordert Nachbesserungen und warnt: Inklusion darf kein Sparmodell sein.
Veröffentlicht am 30.10.2026 06:51 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Heineker_Uwe_2026 Foto: privat
Wehrheim (kobinet)
Uwe Heineker engagiert sich schon seit Beginn der 1970er Jahre in der Behindertenbewegung und hat sich vor allem für die Verbesserung der Rechte behinderter Menschen in Werkstätten für behinderte Menschen und für den Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt eingesetzt. Im Interview mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul führt er u.a. aus, dass er kaum Verbesserungen in all diesen Jahren in diesem Bereich gesehen hat. Vielmehr beobachtet er eine „hochprofessionelle Zementierung und Perfektionierung der Aussonderung“. Über seine Einschätzung der Entwicklung angesichts der aktuellen Diskussion über einen Mindestlohn in Werkstätten für behinderte Menschen, aber auch um sein Buch mit dem Titel „2031 Deutschland, die Welt blickt auf dich! Anklage-Protokoll des eklatanten Völkerrechtsbruchs“ geht es im aktuellen kobinet-Interview mit Uwe Heineker.
Veröffentlicht am 30.10.2026 05:11 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
261029_akse_Team Foto: akse
Berlin (kobinet)
Am 2. November 2026 ist es wieder soweit. Der in Berlin ansässige Verein aktiv und selbstbestimmt (akse) lädt zum Online-Stammtisch zum Thema persönliche Assistenz für die Zeit von 19:00 und 20.30 Uhr ein. „Wir bieten euch dieses Mal wieder einen offenen Raum für eure Themen rund um die persönliche Assistenz, Personalführung und alles, was euch diesbezüglich bewegt“, heißt es in der Ankündigung im Newsletter von akse.
Veröffentlicht am 29.10.2026 09:16 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Symbol Ausrufezeichen Foto: ht
Leipzig (kobinet)
Am 5. November 2026 veranstaltet das Netzwerk für eine Antidiskriminierungskultur in Sachsen (nadis) in Leipzig einen Fachtag unter dem Motto „Wir behandeln das – Diskriminierung im Gesundheitswesen ansprechen und handeln“. Die Veranstaltung findet von 13 bis 18 Uhr im KUBUS des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung in der Permoserstraße 15 in Leipzig statt. In fachlichen Vorträgen und vertiefenden Workshops tauschen sich die Teilnehmenden über unterschiedliche Diskriminierungserfahrungen im Gesundheitswesen aus.
Veröffentlicht am 29.10.2026 07:40 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo VdK Nordrhein-Westfalen Foto: VdK Nordrhein-Westfalen
DÜSSELDORF (kobinet)
Der Sozialverband VdK NRW begrüßt das Ziel der DGB-Rentenkommission, die Alterssicherung gerechter zu gestalten und Altersarmut wirksam zu bekämpfen. Auch der VdK fordert, dass die gesetzliche Rente den Lebensstandard im Alter sichert. Aus Sicht des Verbandes greift der Vorschlag jedoch zu kurz, wenn die Einbeziehung aller Erwerbstätigen nicht konsequent berücksichtigt wird. „Wir brauchen eine breitere Beitragsbasis. Deshalb müssen künftig neben Selbstständigen und Abgeordneten auch Beamtinnen und Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden. Sie fehlen in der Vorschlagsliste“, betont VdK-Präsident Horst Vöge. Zudem fordert der VdK NRW, den Grundsatz „Reha vor Rente“ effektiver umzusetzen und den Reha-Deckel ersatzlos abzuschaffen. „Versicherte müssen frühzeitig die Rehabilitation erhalten, die sie benötigen, um ihre Gesundheit und Erwerbsfähigkeit möglichst lange zu erhalten. Finanzielle Begrenzungen dürfen notwendige Reha-Maßnahmen nicht verhindern“, erklärt Horst Vöge.
Veröffentlicht am 29.10.2026 07:30 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo VdK Deutschland Foto: VdK Deutschland
BERLIN (kobinet)
Am 28. Oktober 2026 hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) den ausführlichen Bericht seiner Rentenkommission veröffentlicht. Mit ihren Empfehlungen setzt die Kommission einen Kontrapunkt zur aktuellen Debatte um höhere Altersgrenzen. Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland und Mitglied der Kommission, widerspricht der geplanten Politik der Bundesregierung. Diese arbeitet daran, den frühestmöglichen Rentenbeginn von 63 auf 64 Jahre anzuheben, die Rente für besonders langjährig Versicherte abzuschaffen und die Regelaltersgrenze sowie die Rente wegen Schwerbehinderung an die Lebenserwartung zu koppeln.
Veröffentlicht am 29.10.2026 07:26 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Infozeichen Foto: Susanne Göbel
Erfurt (kobinet)
Ein Kind möchte mit den anderen lernen. Ein Jugendlicher hat Pläne für seine Ausbildung. Eine Familie wünscht sich, dass ihr Kind die Unterstützung bekommt, die es braucht. Doch auf dem Weg stehen Hürden, die Kraft kosten und Chancen verbauen. Was muss sich ändern? Und wer könnte das besser beschreiben als die Menschen, die diese Hürden selbst erleben? Unter dem Motto „Nichts über uns ohne uns!“ laden die Vereine InsGesamT und AktivLebenKonzept am 30. Oktober 2026 um 15:00 Uhr in Erfurt zu einem ersten gemeinsamen Treffen ein. Ziel ist, eine Petition für inklusive Bildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung in Thüringen zu erarbeiten. Dabei geht es um Schule, Ausbildung und den Einstieg ins Berufsleben. Im Mittelpunkt stehen die Stimmen der Kinder und Jugendlichen selbst. Ebenso eingeladen sind Eltern, Angehörige, engagierte Menschen und Fachleute. Alle sollen von Anfang an mitreden und mitgestalten können.
Veröffentlicht am 29.10.2026 07:10 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V. Foto: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V.
BERLIN (kobinet)
Am 28. Oktober 2026 hat die DGB-Rentenkommission ihren Abschlussbericht vorgestellt. Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes und Mitglied der Kommission, äußerte sich dazu in einem Statement.
Veröffentlicht am 29.10.2026 07:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Para-Radsportler Jakob Klinge auf der Bahn Foto: Oliver Kremer / DBS
FRECHEN (kobinet)
Die Para-Radsport-Elite kämpft ab heute bis zum 1. November bei der Bahn-WM im niederländischen Apeldoorn um die letzten Weltmeistertitel des Jahres. Bundestrainer Gregor Lang schickt eine achtköpfige deutsche Auswahl ins Velodrom Omnisport – und blickt gespannt auf die neu formierten Tandems um Ex-Ruderer Marc Lembeck mit Pilot Robert Förstemann sowie Nachwuchstalent Maya Fügenschuh, die bei den Paralympics im März noch auf der Alpin-Piste unterwegs war. Die deutsche Mannschaft buhlt im Feld von rund 240 Sportlerinnen und Sportler aus 46 Nationen um die begehrten Regenbogentrikots und um vordere Plätze.
Bei den Vereinten Nationen in Genf findet derzeit vom 26. – 30. Oktober 2026 der zweite Beratungszyklus für die Entwicklung einer Menschenrechtskonvention für die Rechte älterer Menschen statt. In die Beratungen dieses auch aus Sicht behinderter Menschen wichtigen Prozesses haben sich auch menschenrechtserfahrene Akteur*innen der Behindertenbewegung eingeklinkt. Prof. Dr. Theresia Degener, Dr. Sigrid Arnade und Dinah Radtke haben im Vorfeld der derzeitigen Beratungen ein Videostatement zu einzelnen Fragen der Konventionsentwicklung entwickelt und für die Ausstrahlung in Genf eingereicht, das nun auch – leider nur in englischer Sprache – auf dem YouTube-Kanal der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) eingestellt wurde. U.a. fordern die deutschen Vertreter*innen über ihre Dachorganisation Disabled Persons International eine Abkehr vom medizinisch orientierten Modell des Alters hin zu einer menschenrechtsbasierten Orientierung. Zudem plädieren sie auch für die Verankerung angemessener Vorkehrungen zur Überwindung von Diskriminierungen älterer Menschen.
Veröffentlicht am 28.10.2026 09:56 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Teilnehmende der Laufveranstaltung Foto: lebenshilfe-fs
FREISING (kobinet)
Fast 66 Marathonstrecken – so weit reichte die gemeinsame Leistung der 310 Läuferinnen und Läufer beim 14. Lebenslauf der Stiftung Lebenshilfe Freising. Am Kichweihsonntag drehten sie insgesamt 2.139 Runden entlang der Moosachwiesen. Die zurückgelegte Strecke von 2.780,7 Kilometern ist nicht nur sportlich beachtlich: Durch das Engagement der Teilnehmenden und ihrer Sponsoren kommen voraussichtlich rund 22.000 Euro für die Arbeit der Stiftung Lebenshilfe Freising zusammen. Das Motto „Gemeinsam bewegen wir mehr“ wurde damit eindrucksvoll mit Leben gefüllt. Die Einnahmen unterstützen die Einrichtungen und Projekte der Lebenshilfe Freising und kommen damit Menschen mit Unterstützungsbedarf in der Region zugute.
Veröffentlicht am 28.10.2026 09:46 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Zeichnung einer Frau im Rollstuhl, die vor drei Stufen stehen bleibenmuss Foto: Lebenshilfe Bremen /Stefan Albers
ERFURT (kobinet)
Der Thüringer Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen (TLMB), Dennis Petschner, kritisiert die unzureichende Barrierefreiheit am kürzlich wiedereröffneten Bahnhof in Themar (Landkreis Hildburghausen). Trotz eines Projektumfangs von 6,2 Millionen Euro, davon rund 658.000 Euro aus Landesmitteln, sei nur ein Bahnsteig stufenlos erreichbar, erklärte Petschner am 28. Oktober 2026. Die übrigen Gleise seien weiterhin ausschließlich über Treppenanlagen im neuen Personentunnel zugänglich. „Ein Bahnhof ist erst zukunftsfähig, wenn er für alle Menschen gleichermaßen nutzbar ist“, betonte Petschner. Die Begründung, der Verzicht auf Aufzüge oder Rampen sei aufgrund geringerer Fahrgastzahlen und wirtschaftlicher Abwägungen notwendig, sei nicht hinnehmbar. „Barrierefreiheit ist ein Menschenrecht, fest verankert in der UN-Behindertenrechtskonvention. Sie darf niemals unter Haushaltsvorbehalt gestellt oder als optionaler Luxus behandelt werden, der erst ab einer bestimmten Passagierquote gewährt wird“, sagte der Landesbeauftragte.
Veröffentlicht am 28.10.2026 09:37 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Die Vorschläge für die Wahl der Sportlerinnen und Sportler des Jahres Foto: Telekom / SOD
BERLIN (kobinet)
Auf Initiative der Deutschen Telekom wird auch 2026 ein / eine Athlet / Athletin von Special Olympics Deutschland im Rahmen der Wahl „Sportler des Jahres“ ausgezeichnet. Bei der Premiere im vergangenen Jahr wurde Short Track Athletin Sophie Dziadek als erste Special Olympics Sportlerin des Jahres geehrt. Wer die Auszeichnung in diesem Jahr erhält, entscheidet eine prominent besetzte Jury. Die Jury stimmt vom 26. Oktober bis zum 7. November 2026 über die Nominierten ab. Die Auszeichnung wird am 20. Dezember 2026 im Rahmen der Gala „Sportler des Jahres“ in Baden-Baden verliehen. Weitere Einzelheiten über diese Sportlerinnen und Sportler sind auf dieser Internetseite zu erfahren.
Veröffentlicht am 28.10.2026 07:57 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Goldene Statue Justitia mit Schwert und Waage Foto: Sang Hyun Cho auf Pixabay
Bayreuth (kobinet)
Behinderte Menschen sind in höherem Maße von Gewalt und Missbrauch betroffen, das haben verschiedene Studien gezeigt. Und viel zu oft werden diese Taten nicht geahndet. Nun wird einem ZEIT-Bericht zufolge ab dem 7. Dezember 2026 gegen einen Pfleger wegen des sexuellen Missbrauchs von 24 behinderten Menschen, darunter auch Kinder, in Bayreuth vor dem Landgericht verhandelt. „Die Staatsanwaltschaft wirft dem 33-Jährigen neben sexuellem Missbrauch von Kindern, Kranken und Hilfsbedürftigen auch Herstellung und Besitz kinderpornographischer Inhalte sowie Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs und von Persönlichkeitsrechten durch Bildaufnahmen vor“, heißt es dazu u.a. im Bericht vom 26. Oktober 2026 in DIE ZEIT.
„Mehr Selbstbestimmung im Alltag: Der neue digitale Wegweiser für Menschen mit Hilfebedarf macht Informationen zur Barrierefreiheit von mehr als 100 öffentlich zugänglichen Gebäuden in der Kasseler Innenstadt online verfügbar. Ob Eingänge, Türbreiten, Stufen, Aufzüge oder barrierefreie Toiletten, die Angaben helfen Menschen mit Behinderung, Seniorinnen und Senioren sowie Familien mit Kinderwagen, ihren Alltag besser und eigenständiger zu planen“, heißt es in einem Facebook-Post von kassel.de.