Gute Geschäfte mit Werkstätten für behinderte Menschen

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Budget, Geldscheine
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© Irina Tischer

Berlin/Hamburg (kobinet) Seit langem wird kritisiert, dass Beschäftigte in Werkstätten für behinderte Menschen keinen Mindestlohn bekommen. Auch die gesetzliche Neuregelung, dass Aufträge des Bundes zukünftig bevorzugt an Werkstätten für behinderte Menschen vergeben werden kann, stieß auf Kritik. Ein Bericht des Nachrichtenmagazins stern zeigt nun auf, dass der Bund damit zum Teil gute Geschäfte macht.

Link zum Bericht im stern

Lesermeinungen zu “Gute Geschäfte mit Werkstätten für behinderte Menschen” (2)

Von nurhessen

Sorry, missverständlich formuliert: Natürlich machen in erster Linie die Werkstätten für behinderte Menschen bzw. NUR ihre Vorstände gesunde Geschäfte mit ihren Auftraggebern der öffentlichen Hand! Die Bundesregierung „arbeitet“ dadurch nicht profitabler, sondern profitiert von den Billiglöhnen und den steuerlichen Vergünstigungen der WfbM!

Von nurhessen

Das Junktim, bzw. die Begründung zwischen den Nachrichten „Untersuchung zur Wirtschaftlichkeit von Werkstätten“ vom 14.01.2016 und den „Gute Geschäfte mit Werkstätten für behinderte Menschen“ vom 17.01.2016 findet sich im Link zum Stern. Dort heißt es sinngemäß, dass die Bundesregierung und wohl alle Auftraggeber der öffentlichen Hand durch die steuerlichen Entlastungen der Werkstätten durch ihre Rechtsform (e.V.) profitabler arbeiten können als private Firmen, die allerdings ihre steuerlichen Nachteile an die Abnehmer und Endverbraucher durch höhere Preise weitergeben. Durch Vorenthaltung des gesetzlichen Mindestlohns und steuerliche [rechtswidrige] Erleichterungen der WfbM werden die Werkstattangehörigen gesetzeswidrig benachteiligt und ausgebeutet…. Dazu trägt dann der Auftrag der Firma Prognos AG in ihrer Unternehmensberatung zur Wirtschaftlichkeit der Werkstätten für behinderte Menschen bei. Ein unmoralisches Geschäft des LVR!

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