Chance für barrierefreie Schule vertan

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Uwe Wypior
Uwe Wypior
© Uwe Wypior

Wallenhorst (kobinet) Obwohl der Beschluss schon vor Weihnachten gefasst wurde, will sich Uwe Wypior mit der Wallenhorster Ratsentscheidung, vorerst den ursprünglich geplanten Aufzug in der Ruller Sankt-Bernhard-Schule nicht zu bauen, nicht abfinden. Der Inklusionsbotschafter lebt in Wallenhorst und kann nicht verstehen, dass der Umbau aufgrund von Brandschutzauflagen nicht auch gleich zur Verbesserung der Barrierefreiheit genutzt wird. 

Wie die Neue Osnabrücker Zeitung berichtete, haben SPD, Grüne und die Wählergemeinschaft mit ihrer Mehrheit in der Ratssitzung beschlossen, für rund 400.000 Euro zwar den Brandschutz an der Ruller Grundschule wieder auf den neuesten Stand zu bringen. "Aber ursprünglich wollte die Verwaltung die Schule für weitere 130.000 Euro mit einem Aufzug sowie mehreren kleineren Umbauten gleichzeitig auch noch barrierefrei machen. Die Verantwortlichen in Rathaus und Politik waren davon ausgegangen, dass die Brandschutzsanierung nur mit 200.000 Euro zu Buche schlagen würde. Da die Kosten nun doppelt so hoch sind, entschieden die Verwaltung und das Mehrheitstrio aus Kostengründen, den Fahrstuhleinbau noch aufzuschieben, solange an der Schule kein Kind angemeldet ist, das aufgrund körperlicher Beeinträchtigungen nicht Treppen steigen kann", heißt es in der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Für Uwe Wypior ist dies unverständlich, denn diese Umbaumaßnahme könne man gleich nutzen, um die Schule auch barrierefrei zu gestalten, anstatt später wieder Baumaßnahmen in Angriff zu nehmen. Uwe Wypior hat sich zwar als Hauptprojekt für sein Wirken als Inklusionsbotschafter ein inklusives Trommelprojekt ausgesucht, aber er merkt mehr und mehr, dass in der Politik kräftig getrommelt werden muss, um die Inklusion voran zu bringen. Deshalb wird er an diesem Thema dran bleiben.

Link zum Artikel in der Neuen Osnabrücker Zeitung