Menschenrechtstipendium - aber ohne Hund

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Daumen runter
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© kobinet/omp

Kassel (kobint) Die Schweizerische Gesellschaft für die Europäische Menschenrechtskonvention meint es gut und weist auf ein Aufenthaltsstipendium in ihrer Einrichtung Franz-Edelmaier-Residenz für Literatur und Menschenrechte in Meran in Südtirol hin. Doch bei genauem Hinsehen gelten die Menschenrechte hier wohl nicht für alle, denn das Mitbringen eines Blindenhundes ist dort mit dem Verweis auf das Privatrecht nicht gestattet.

"Kann ich meinen Hund mitbringen?" lautet eine der Fragen in der Rubrik FAQ - also der häufig gestellten Fragen - auf der Internetseite, die das Aufenthaltsstipendium bewirbt. Und die Antwort lautet: "Leider nein. Hunde sind im Kondominium nicht erlaubt (übergeordnetes Privatrecht). Aus diesem Grunde können wir selbst für Blindenhunde keine Ausnahme machen." Als Christiane Link dieses Angebot im Internet fand, war ihr die Empörung förmlich ins Gesicht geschrieben. Da wirft sich bei kritischen Beobachtern die Frage auf, ob diese Menschenrechtsorganisation schon einmal etwas von der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen gehört hat? Denn die Zeiten des Ausschlusses aufgrund der Nutzung eines Blinden- bzw. Begleithundes sollten eigentlich auch in der Schweiz bzw. in Südtirol Geschichte sein - und das vor allem bei vermeintlichen Menschenrechtsorganisationen.

Link zu weiteren Informationen über das Stipendium

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