Kämpfer für Barrierefreiheit wird 50

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Matthias Rösch mit Rollstuhl
Matthias Rösch mit Rollstuhl
© MSAGD RLP

Mainz (kobinet) Wenn es um das Thema Barrierefreiheit geht, macht man Matthias Rösch so schnell nichts vor, denn er setzt sich seit vielen Jahren nicht nur dafür, sondern auch für die Selbstbestimmung und das Empowerment behinderter Menschen. Heute wird der Landesbehindertenbeauftragte von Rheinland-Pfalz 50 Jahre alt.

Matthias Rösch hat in den vielen Jahren, in denen er im rheinland-pfälzischen Sozialministerium zuerst in der Fachabteilung und seit drei Jahren als Landesbehindertenbeauftragter arbeitet vieles möglich gemacht, was auf den ersten Blick vielleicht erst einmal als schwierig bzw. unlösbar schien. Die weitgehend barrierefreie Gestaltung der Bundesgartenschau in Koblenz war dabei sicherlich eines seiner Meisterstücke, denn hier galt es nicht nur so manche Bedenken auszuräumen, sondern zuweilen auch sehr kreative Lösungen für die barrierefreie Gestaltung zu finden. In seiner ruhigen aber äußerst engagierten und fachlich fundierten Art schaffte es Matthias Rösch immer wieder doch noch eine Lösung zu finden, mit der alle leben konnten. Die Beteiligung von Menschen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen ist ihm bei all den Prozessen wichtig.

In seiner Zeit als Studierender hat er bereits viele Ideen aus den USA kennen gelernt und aufgegriffen, so zum Beispiel auch das Peer Counseling und die Regelungen im US amerikanischen Antidiskriminierungsgesetz. Deshalb ist es für ihn auch keine Frage, dass Deutschland endlich auch eine Regelung zur Verpflichtung privater Anbieter zur Barrierefreiheit verabschiedet. Diese politischen Aktivitäten hat er aber auch immer in den Zusammenhang mit dem Empowerment gebracht und kann da auch gut auf seine Ausbildung als Psychologe zurückgreifen.

Der Rheinland-Pfälzer mit Herz für sein Land und seine Stadt Mainz, in der er einige Jahre im Stadtrat mitwirkte, führen den Rollstuhlnutzer immer wieder hinaus, um die Kultur und das Land zu erkunden. Berüchtigt sind seine Bahntouren ohne Anmeldung "ins Blaue". Mindestens zweimal im Jahr testet Matthias Rösch verschiedene Strecken der Bahn und wie dies für RollstuhlnutzerInnen ohne Anmeldung funktioniert. Bisher ist er immer wieder abends zu Hause in Mainz angekommen. Das liegt aber auch daran, dass Rheinland-Pfalz in Sachen barrierefreier Nahverkehr recht gut abschneidet und natürlich auch daran, dass die Leitung von Matthias Rösch zu den Verkehrsbetrieben öfter glüht und er sich stetig für Verbesserungen einsetzt.

Heute und morgen ist aber für Matthias Rösch feiern angesagt. Im Sozialministerium werden heute nicht nur die Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, sondern auch viele KollegInnen zu einer kleinen Feier zusammen kommen. Herzlichen Glückwunsch Matthias Rösch.

Lesermeinungen zu “Kämpfer für Barrierefreiheit wird 50” (1)

Von Petra

Alles gute dir im club der 50 jahre deine Petra aus kassel

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