3. Programm zur Barrierefreiheit

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Daniel Büter
Daniel Büter
© DGB

Berlin (kobinet) Am 3. Programm zur Barrierefreiheit der Deutschen Bahn wird gearbeitet. Das erfuhr kobinet jetzt vom  Deutschen Gehörlosen-Bund. Daniel Büter nahm als Vertreter des Verbands zum ersten Mal an einer Sitzung der programmbegleitenden Arbeitsgruppe teil, die am 2. und 3. Februar in Fulda zusammenkam. Nach dem 1. Programm (Juni 2005) und dem 2. Programm (Dezember 2011) kommt nun ein 3. Programm für den Zeitraum von 2015 bis 2020.

Für Menschen mit Hörbehinderung sei es sehr wichtig, so Büter in einer Pressemitteilung des Gehörlosen-Bundes, visuelle Informationen in Echtzeit, z.B. Fahrtziel, Zeit, Verspätung, Gleiswechsel, Anbindung, etc. zu erhalten, etwa durch „Dynamische Schriftanzeigen" auch an kleineren Bahnhöfen und Haltepunkten, Anzeigetafeln auf Personenbahnhöfen, Monitore in den Zügen und eine mobile App für Smartphones und Tablet-Computer.

Die Deutsche Bahn AG beschäftigt sich seit Ende 2014 mit der Produktentwicklung einer App, die sich an den Bedürfnissen mobilitätseingeschränkter Reisender orientiert. Sechs Experten-Workshops wurden mit sehbehinderten bzw. blinden, hörbehinderten (schwerhörigen und gehörlosen) und körperbehinderten Teilnehmern durchgeführt. Bis Ende 2015 wurden die Ergebnisse aus den Experten-Workshops aufgearbeitet und der Deutschen Bahn präsentiert. Weiterführende Experten-Workshops sind bereits für Anfang 2016 geplant. Ein erster Prototyp einer App soll im 2. Halbjahr 2016 vorgestellt werden.

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