Nicht arm gegen ärmer ausspielen

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Adolf Bauer
Adolf Bauer
© SoVD

Hannover (kobinet) Anlässlich des Aktionstages zum Welttag der sozialen Gerechtigkeit, der am Samstag begangen wurde, betonte Adolf Bauer, Landesvorsitzender des Sozialverbands Deutschland (SoVD) in Niedersachsen, im Hinblick auf die Flüchtlingsdebatte, dass nicht arm gegen ärmer ausgespielt werden dürfe.

"Wir hören sie doch schon 'Für Flüchtlinge wird alles getan, nur für uns nicht' sagen. Wir müssen verhindern, dass jetzt arm gegen ärmer ausgespielt wird. Flüchtlinge dürfen nicht zum Sündenbock dafür gemacht werden, dass die Politik sich in der Vergangenheit zum Beispiel nicht ausreichend um Hartz-IV-Empfänger, Menschen mit einer niedrigen Rente oder bezahlbaren Wohnraum und die Inklusion gekümmert hat. Neiddebatten sind auch immer sozialer Sprengstoff. Ich sage: Jeder Cent in der Flüchtlingshilfe ist gut investiert, aber es muss genug Geld da sein, um allen zu helfen, die Hilfe brauchen. Nur so kann die gesellschaftliche Stabilität gewährleistet werden. Genug Geld ist da, es ist nur falsch verteilt. Deshalb fordert der SoVD erneut die Millionärssteuer und ein Aussetzen der Schuldenbremse. Es ist Zeit für flexible Antworten", betonte Adolf Bauer.